Sonntag, 10.Dezember


Heute haben
Emily Dickinson * 1830
Nelly Sachs * 1891
Gertrud Kolmar * 1894
Christine Brückner * 1921
Clarice Lispector * 1925
Cornelia Funke * 1958
Geburtstag
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Emily Dickinson

“Hope” is the thing with feathers –
That perches in the soul –
And sings the tune without the words –
And never stops – at all –

And sweetest – in the Gale – is heard –
And sore must be the storm –
That could abash the little Bird
That kept so many warm –

I’ve heard it in the chillest land –
And on the strangest Sea –
Yet – never – in Extremity,
It asked a crumb – of me.
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Vom Himmel hoch, da komm ich her,
ich bringe Bücher und noch mehr!

Thomas Dietrich
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Heute, am 10. Dezember ziehen wir wieder ein Lieblingsbuch aus dem Regal.


Carson McCullers: „Frankie“
Diogenes Taschenbuch € 11,00

Mittwoch, 12.Juli

Heute haben
Henry David Thoreau * 1817
Stefan George * 1868
Raoul Hausmann * 1886
Bruno Schulz * 1892
Günther Anders * 1902
Pablo Neruda * 1904
Adam Johnson * 1967
Olivier Adam * 1974
Geburtag
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Nichts ist barbarischer als die Unterscheidung zwischen Kultur und Zivilisation. Ein Lied über hungrige Kinder gilt als Kulturgut; eine Organisation für Kinderspeisungen als zivilisatorische Errungenschaft.
Günther Anders
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Zwei Sommerbücher:


Truman Capote: „Sommerdiebe
Aus dem Amerikanischen von Heidi Zernig
Kein und Aber Verlag € 12,00

Carson McCullers: „Frankie
Aus dem Amerikanischen von Richard Moering
Diogenes Verlag € 11,00

Zwei amerikanische Klassiker, die ideal zu diesen hochsommerlichen Temperaturen passen.
In den „Sommerdieben“ bleibt die 17-jährige Grady allein in New York zurück, während ihre Eltern eine Europa-Tour unternehmen. In Manhatten ist es schwül und heiss und die Klimaanlage funktioniert nicht. Im Central Park liegen, wegen der Hitze, die Menschen „wie erschossen“ auf den Wiesen.
Grady hat alle Freiheiten und will diese Wochen genießen, ohne den Druck der Familie und den der feinen Gesellschaft.

Carson McCullers „Frankie“ ist die Geschichte eines Reifeprozesses und einer großen Sehnsucht, der Sehnsucht, dabeizusein: beim Leben der Erwachsenen. „Nehmt mich mit“ ruft sie ihren Bruder zu, der zu seiner Hochzeit abreist.
Zu Beginn des Romanes sitzt sie in der heissen Küche um den Tisch und spielen zu dritt Karten. Die Hitze ist erdrückend, der Asphalt glüht, die Nacht kühlt nicht ab und Frankie will diesem Leben entfliehen. In drei Kapiteln, in drei Lebensphasen, in denen sich Frankie jeweils andere Namen gibt, versucht sie ihre eigene Freiheit zu erkämpfen.
Wer Carson McCullers Romane noch nicht gelesen hat, sollte dies schleunigst nachholen. Sie werden sie auch nach Jahrzehnten nicht mehr vergessen.
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Gefunden auf tagesschau.de

Warum hat die Antarktis so wenig Eis? von Alexander Steininger

Die Antarktis hat aktuell so wenig Meereis wie nie zuvor. Es fehlt eine Fläche etwa siebenmal so groß wie Deutschland. Was sind die Gründe? Und welche Folgen hat das für die Lebewesen am Südpol?
Über Jahrzehnte schien es, als würde die Antarktis dem Trend der Erderwärmung trotzen: Während in der Arktis seit Jahren immer weniger Eis gemessen wird, nahmen die Mengen am Südpol sogar leicht zu. Doch seit wenigen Jahren gibt es auch in der Antarktis eine andere Entwicklung: Die Ausdehnung des Meereises liegt seit etwa 2016 meist unter dem langjährigen Durchschnitt. Und derzeit ist sie gering wie noch nie zu dieser Jahreszeit seit Beginn der Satellitenmessungen Ende der 1970er-Jahre.
Am 4. Juli 2023 waren nur 12,3 Millionen Quadratkilometer der Antarktis mit Eis bedeckt. Das sind rund 2,7 Millionen Quadratkilometer weniger als im langjährigen Mittel von 1981 bis 2010. Zum Vergleich: Die Fläche, die fehlt, entspricht ungefähr der siebenfachen Fläche Deutschlands. Das geht aus Daten des National Snow and Ice Data Center an der US-Universität von Boulder, Colorado hervor. Es ist allerdings nicht so, dass Eis schmilzt – es bildet sich einfach weniger.

Den kompletten Artikel und die dazugehörende Grafik finden Sie hier.
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Freitag, 10.September

Alles für den Schulanfang

Heute haben
Ivo Andric * 1892
Mercé Rodoreda * 1908
Claude Simon * 1913
James Clavell * 1925
Harold Pinter * 1930
Jonathan Littell * 1967
Geburtstag.
Wow! Drei Literatur Nobelpreisträger!
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Winfried Hermann Bauer
Der Pfau


Wie lange noch
Hat er die Kraft
Aus seiner mächtigen Schleppe
Ein prachtvolles Rad zu schlagen Immer wieder
Während er seine Artgenossen warnt
Vor drohender Gefahr

Wie lange noch
reckt er sein Haupt
Mit der aufgerichteten Federkrone
Immer wieder
Während die Argusaugen
Aufgeregt schillern Zittern und beben

Wie lange noch
Schreitet er stolz und ohne Furcht
Vor Schlangen und Tigern
Zu seinem Platz an der Tränke
Immer wieder
Lauschend
Ob sein Lied vielleicht schon erklingt
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Ah, endlich mal einen Klassiker vorstellen:

Vorschau(öffnet in neuem Tab)

Carson McCullers: „Frankie
Aus dem Amerikanischen von Richard Moering
Diogenes Taschenbuch € 11,00

In einem der vielen Büchern, die ich in den letzten Wochen gelesen habe, tauchte „Frankie“ von Carson McCullers auf. „Die Ballade vom traurigen Café“ und „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ sind Lieblingsbücher von mir und so habe ich mir das Buch aus der Bibliothek ausgeliehen und fast sofort damit begonnen, darin zu lesen.
„Es geschah in jenem grünen und verrückten Sommer, als Frankie zwölf Jahre alt war. Es war der Sommer, als sie ganz allein war.“
So beginnt der Roman und nachdem hier auch noch sommerliche Temperaturen herrschen und durch Corona das Alleinsein geübt werden musste, haben mich die beiden Zeilen gepackt.
Frankie ist zwölf, sitzt mit dem Nachbarsjungen und der schwarzen Haushälterin Berenice am Küchentisch und vertreibt sich die Hitze mit Kartenspielen. Sie ist nicht bei der Sache und etwas neben der Spur, da sie unbedingt auf die Hochzeit ihres Bruders gehen möchte und mit dem Brautpaar um die Welt reisen.
Das Buch besteht aus drei Teilen, in denen sich Frankie jeweils andere Namen zulegt und als Frances den heissen Sommer hinter sich lässt.
Ein Buch voller Liebe und Zuneigung, Hoffnung und Verzweiflung, dem täglichen Rassismus im Süden der USA und dem Zweiten Weltkrieg, der so vieles durcheinanderwirbelt.
1946 erschien der Roman und mit etwas Umschreiben, ist er super aktuell, eine großartige Lektüre und ein weiteres Lieblingsbuch von Carson McCullers.
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1.Welches Buch lesen Sie gerade?
2.Welches Buch empfehlen Sie unbedingt?
3.Welches Buch wollen Sie schon immer mal (wieder) lesen?

Sabine Wilharm (Illustratorin, u.a. von Harry Potter und die Ella-Bücher) empfiehlt:

1.Hanno Rauterberg: „Wie frei ist die Kunst
Passt super zu den aktuellen Debatten, klug gesehen und geschrieben
2.Lucy Cooke: „Die erstaunliche Wahrheit über Tiere
Was Mythen und Irrtümer über uns verraten
Absolut interessant, lehrreich, spannend, unterhaltend, (trotz des dummen Titels und der teils traurigen Wahrheiten darin)
3.Laurence Sterne: „Tristram Shandy
Habe es vor undenklichen Zeiten zu Dreivierteln gelesen, dann vor fünf Jahren das großartige Hörspiel vom Bayrischen Rundfunk gehört und mir die Neuausgabe gekauft.
Da liegt sie nun und wartet auf Muße …

Danke!!!!!
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Unsere nächsten Veranstaltungen:

Dienstag, 14.September, 19:30 Uhr
Stadtbibliothek Ulm

„Wortschatzübung #9 – Ungeduld“

Donnerstag, 16.September, 19.30 Uhr
Stadtbibliothek Ulm
„Blinddatelesung“
Ein/e Autor:in aus der Longlist zum Dt.Buchpreis kommt zu uns.
Wir wissen selbst nicht wer.
Eintritt € 5,00

Sonntag, 19.September, 11 Uhr
vh Ulm, Club Orange
„Die erste Seite“
Wir stellen vier neue Bücher vor
Es liest Clemens Grote
Eintritt frei

Freitag, 24.September, 20 Uhr
Kinderladen Ulm (Am Ehinger Tor, Dachterrasse)

Sarah Straub: „Wie meine Großmutter ihr Ich verlor“
Demenz – Hilfreiches und Wissenswertes für Angehörige
Eine Roxy Veranstaltung
Link zum Buch

Auch bieten wir wieder unseren „Buchgenuss nach Ladenschluss“ an.