Dienstag, 2.Juli

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Heute haben
Abraham a Santa Clara * 1644
Friedrich Gottlieb Klopstock * 1724
Hermann Hesse * 1877
Josef Guggenmoos * 1922
Wislawa Szymborska * 1923
Jürg Amann * 1947
Geburtstag
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Heute auf dem Gedichtekalender:

Johann Heinrich Voß
Klingsonate

Grave.
Mit
Prall-
Hall
Sprüht
Süd
Tral-
Lal-
Lied.
Kling-
Klang
Singt;
Sing-
Sang
Klingt.
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

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Susanne Hansch, Elke Schwarzer: „Der Giersch muss weg!“
28 Unkräuter bekämpfen oder einfach aufessen.
50 frische Wildkräuter-Rezepte.
Ulmer Verlag € 16,95

Sie nisten sich ungefragt in den Garten ein, machen sich unverschämt breit und kosten viel Zeit und Nerven – Unkräuter. Eigentlich ist dieses Wort nicht mehr politisch korrekt. Wildkraut klingt viel besser, denn dieses Wort bringt keine Wertung mit sich. Deswegen machen wir auch das Beste aus den Wucherern und lassen sie in unserer Küche nützlich werden. Der liebe Giersch hat sich längst aus seiner Schmuddelecke befreit, wird er doch in Berlin schon auf dem Markt angeboten (zu einem stolzen Preis) Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken:

z. B. :
Südtiroler Gerstensuppe mit Brenesseln
Goldruteneistee
Löwenzahnsalat mit Ei und Knoblauch-Croutons
Spargelsalat mit Sauerklee
Maispolenta- Puffer mit Vogelmiere
Beinwellknospen in Kräuter-Käsekruste
Gundermann-Zitronenbutter
Scharfe Knoblauchrauke-Sahne

Also raus mit dem Körbchen und sich über jedes Kräutlein freuen.
Guten Appetit

Susanne Hansch ist studierte Kulturwissenschaftlerin und Fachberaterin für die Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen. Seit 2014 bietet sie Wildpflanzen-Wanderungen und -Kochkurse in und um Regensburg an.

Elke Schwarzer ist Diplom-Biologin und, so oft es geht, in der Natur unterwegs. Sie fotografiert Pflanzen und Insekten und gärtnert in ihrem Naturgarten. Dort gibt es mehrere Bienenhotels, die sie ständig erweitert, und auch einen Hummelnistkasten, der aktuell von einem Erdhummelvolk bewohnt wird.

Mehr von den beiden Damen:

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Heute abend ab 19 Uhr liest Clemens Grote in unserer Reihe „Die 1.Seite“ aus vier neuen Büchern.

Erika Fatland: Die Grenze
Colson Whitehead: Die Nickel Boys
David Mendelsohn: Eine Odyssee
Vincent Almendros: Ins Schwarze

Wir beginnen pünktlich und für das leibliche Wohl ist gesorgt.
(Wildkrautfrei).

Dienstag, 4.September

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Heute haben
Francois Chateaubriand * 1768
Leonard Frank * 1882
Antonin Artaud * 1896
Richard Wright * 1908
Per Olof Sundman * 1922
Joan Aiken * 1924
Thorsten Becker * 1958
Geburtstag
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Conrad Ferdinand Meyer
Die Veltlinertraube

Brütend liegt ein heißes Schweigen
Über Tal und Bergesjoch,
Evoë und Winzerreigen
Schlummern in der Traube noch.

Purpurne Veltlinertraube,
Kochend in der Sonne Schein,
Heute möcht‘ ich unterm Laube
Deine vollste Beere sein!

Mein unbändiges Geblüte,
Strotzend von der Scholle Kraft,
Trunken von des Himmels Güte,
Sprengte schier der Hülse Haft!

Aus der Laube niederhangend,
Glutdurchwogt und üppig rund,
Schwebt‘ ich dunkelpurpurprangend
Über einem roten Mund!
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

9783423762342

Axel Rühle:Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst
Illustriert von Axel Scheffler
dtv junior € 12,95
Kinderbuch ab 7 Jahren

Zippel, ist ein kleines Schlossgespenst, aber wohnt nicht, wie wir wohl meinen, in einem grossen alten Schloss, sondern sein Zuhause ist ein Türschloss. Es lebt bei Paul und seinen Eltern in einer Altbauwohnung ganz zufrieden und unentdeckt. Eines Tages hört Paul merkwürdige Geräusche in der Tür und nach großem beiderseitigem
Misstrauen beginnt die Freundschaft von Paul und Zippel. Zippel hat ständig Quatsch im Kopf und Paul hat jede Menge zu tun, um ihn davon abzuhalten. Das Unglück naht, nachdem der Hausmeister es endlich an der Zeit findet, das alte Türschloss gegen ein neues auszutauschen. Zippels Zuhause ist plötzlich in Gefahr….
Für Zippel gerät die Welt aus den Fugen, zumal er ja solche Angst vor den Erwachsenen hat.

„Oh,oh, oh“, sagte Zippel. „Das ist sicher ein Awachsana.“
„Ein was ?“
„Ein Awachsana.“
“ Meinst Du ein Erwachsener?“, fragte Paul
„Oh ja, oh ja, oh ja. Awachsana sind böse. Alle sehr böse. Also verrat mich nicht. Ja?“

Ein liebevoll, witziges Vorlese und Selbstlesebuch , am Besten vorgetragen von einem Awachsanan, der Spaß dabei ist garantiert.
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Heute abend, Dienstag, 4.September um 19 Uhr
„Die erste Seite“
Wir stellen vier neue Bücher vor.

Clemens Grote liest aus:

Hugo Boris: Polizisten
Claire Messud: Das brennende Mädchen
Lisa Halliday: Asymetrie
Michael Kumpfmüller: Tage mit Ora

Eintritt frei
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Freitag, 7.September um 20 Uhr
Mariana Leky: „
Was man von hier aus sehen kann“

Lesung im Roxy Ulm
Eintritt € 12,00
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Vielen Dank noch einmal an Siyou und Hellmut Hattler für das tolle spontane Konzert.

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Freitag, 29.Juni

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Heute haben
Johann Heinrich Campe * 1746
Giacomo Leopardi * 1798
Antoine de Saint-Exupery * 1900
Oriana Fallaci * 1930
Ror Wolf * 1932
Geburtstag.
Und auch Anne-Sophie Mutter.
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Ada Christen (1839-1901)
Nach dem Regen

Die Vögel zwitschern, die Mücken
Sie tanzen im Sonnenschein,
Tiefgrüne feuchte Reben
Gucken ins Fenster herein.

Die Tauben girren und kosen
Dort auf dem niedern Dach,
Im Garten jagen spielend
Die Buben den Mädeln nach.

Es knistert in den Büschen,
Es zieht durch die helle Luft
Das Klingen fallender Tropfen,
Der Sommerregenduft.
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Vita Sackville-West:Eine Frau von Geist
Der geheimnisvolle Zauber des Puppenhauses von Königin Mary
Illustriert von Kate Baylay
Aus dem Englischen von Isabelle Fuchs
Gerstenberg Verlag € 26,00

Dieser charmante Text wurde 1924 für Königin Mary verfasst, die 170 Schriftsteller-Innen fragte, ob sie nicht etwas für das königliche Puppenhaus schreiben könnten. Vita Sackville-Wests kleiner Text wurde in Leder gebunden in die Puppenstuben-Bibliothek gestellt, jetzt erst (wieder)entdeckt und zum ersten Mal veröffentlicht. Die jugendstilartigen Illustrationen passen sehr gut zu dieser kleinen Geschichte, die der Gerstenberg Verlag im Großformat herausgebracht. Im Original war es in Leder gebunden und wahrscheinlich deutlich kleiner.
Und der Text? Eine kleine Geschichte um ein Gespenst, eine junge Frau, die sich im Puppenhaus eingerichtet hat, aber von niemanden entdeckt wird. Immer wieder sehen wir in den Illustrationen große Augen mit Lupen, die nach dem Wesen suchen, sie aber nicht finden, obwohl doch im Weinkeller, eine Flasche aus dem Regal gefallen ist und die Badewanne benutzt wurde.
Vita Sackville-West, die hier bekannter durch ihre Gartenanlage in Sissinghurst ist, versteckt in ihrem Märchen viele Andeutungen auf ihr Privatleben, ihre Liebe zu Virginia Woolf und ihre große Liebe zur Weltliteratur. Auch das Gespenst hat die Bibliothek durchgeforstet und erzählt, dass sie sich mit den bekanntesten Literaturmenschen getroffen hat. Sie lauschte Boccaccio, traf sich mit dem chinesischen Kaiser, Dornröschen, Blaubart und der Prinzessin auf der Erbse.
Lassen Sie sich überraschen und lesen Sie unbedingt das sehr informative Nachwort von Matthew Dennison zur Entstehungsgeschichte und zu den Hintergründen von „Eine Frau von Geist“.
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Heute abend bei uns in der Buchhandlung:

Freitag, 29.Juni um 19 Uhr
Wei Zhang: Eine Mango für Mao

Eine Veranstaltung der Universität Ulm, Zentrum für Sprache und Philologie

China 1968. Kulturrevolution. Das Leben ist geprägt von materiellem Mangel und extremer Politisierung. Durch den zunächst naiv wirkenden Blick der fünfjährigen Yingying demaskiert die Autorin die Absurdität des Alltagsgeschehens. Wei Zhang gelingt mit »Eine Mango für Mao« eine zeitlose, kritische und persönliche Betrachtung von Zwischenmenschlichem in Diktaturen.

Yingying ist fünf, als sie verstehen muss, dass selbst ein Konto mit einem verschwindend geringen Kindersparbetrag als Hochverrat gelten kann: Als das Pfahlhaus ihrer Großmutter Nainai enteignet wird, versucht sie, ihr Geld abzuheben – aber setzt sie damit nicht ein Signal, das ihrer Familie schadet? Privateigentum ist schließlich verboten!

Das Mädchen lebt mit ihren Eltern in einer kleinen Wohnung auf dem Areal ihrer Schule. Hier spielt sich ihr ganzes Leben ab: rivalisierende Cliquen in der Nachbarschaft, regimekritische Lehrer, der Tod des Onkels, die Mango als Kultobjekt und eine erste Liebe. Yingyings unbefangener Blick auf den Alltag in einer Diktatur entlarvt deren Absurdität. Ein großer Roman über die Menschlichkeit in totalitären Systemen.
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Dienstag, 3.Juli um 19 Uhr
„Die erste Seite“

Wir stellen vier neue Bücher vor.

Mareike Krügel: Die Tochter meines Vaters
Jacqueline Woodson: Ein anderes Brooklyn
Marco d’Eramo: Die Welt im Selfie
Francesca Melandri: Alle, außer mir

Es liest Clemens Grote.
Eintritt frei