Dienstag, 6.Dezember

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Das 6.Türle im Adventkalender

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Heute haben
Sophie von La Roche * 1731
Karel Pecka * 1928
Marian Pilot * 1936
Herbjorg Wassmo * 1942
Peter Handke * 1942
Fred Breinersdorfer * 1946
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Holler Boller

Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig punzlig anzuschaun.
Knackt die Schale, springt der Kern
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus
guter alter Nikolaus.
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Valerio Vidali und Heike Faller: „Freunde“ und „Hundert“
Kein & Aber Verlag € 16,00

Diese beiden sehr erfolgreichen illustrierten Bücher gibt es jetzt im Midi-Format. Also nicht mini klein, sondern immer noch gut zum Anschauen und auf jeden Fall besser zum Mitnehmen und eben mal Verschenken.
„Was uns verbindet“ ist der Untertitel von „Freunde“ und zeigt uns in vielen Illustrationen die verschiedenen Arten von Freundschaften über alle Altersstufen hinweg. Natürlich auch Freundschaften zu Haustieren und Freundschaften, die in die Brüche gehen, oder in einer Liebe enden.
Bei „Hundert“ heisst der Untertitel „Was du im Leben lernen wirst“ und zeigt auf 100 Bildern, für jedes Lebensjahr, eine typische Situation, vom auf die Welt kommen, Groß- und Altwerden. Liebe und Tod, Freundschaft und Glück, Angst und Schmerz, Hoffnung und Träume ziehen sich durch das bunte Buch.
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Heute abend gibt es die letzte „Erste Seite“ des Jahres.
Wieder stellen wir neue Bücher vor und haben noch Weihnachtliches im Gepäck.
MIt dabei, the one and only, Clemens Grote.

Beginn: 19 Uhr (wir beginnen pünktlich)
Eintritt frei
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Mittwoch, 28.September


Heute haben
Prosper Mérimèe * 1803
Albert Vigoleis Thelen * 1903
Ellis Peters * 1913
Siegfried Unseld * 1924
Donna Leon * 1942
Helen Oyeyemi * 1984
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„Groß ist, wer im gegebenen Augenblick ein Wort sprechen kann, das zum geflügelten wird.“
Albert Vigoleis Thelen
(Autor des unglaublich tollen Buches „Die Insel des zweiten Gesichts“)
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Ein besonderer Fotobildband:


Stefan Zwinge: „Rund auf spitz“ € 35,00

Dies schreibt der Fotograf und Autor Stefan Zwinge:

Nach vielen Streifzügen durch die Ulmer Metropole mit meiner Leidenschaft der 360 Grad Panoramafotografie, suchte ich eine Möglichkeit, diese besonderen Fotografien den Ulmerinnen und Ulmern zu präsentieren.
Dies gelang mir im Jahre 2019 mit der Ulmer Kulturnacht. Dort bekam ich die Möglichkeit, bei einer Ulmer Rechtsanwalts Kanzlei einige meiner Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Um nun andere spannende Fotografien von mir, den Bewohnern der Stadt Ulm und den Gästen, die Jahr für Jahr nach Ulm kommen zu präsentieren, habe ich diesen Bildband erstellen. Um die Stadt Ulm aus einer anderen Perspektive erleben zu lassen.
Die digitale Art und Virtual Reality verschmelzen in meinen Fotografien zu einem analo-digitalen Gesamterlebnis.
Ulmer Architektur und Zeitgeschichte erzeugen durch die 360 Grad Panoramasicht eine Perspektive, die bisher im Verborgenen blieb. Im Digitaldruck wird diese Rundumsicht für den Betrachter lebendig.
Dieses Fotoband gibt Ihnen die Möglichkeit für einen besonderen Blick auf Ulm und seine Geschichte.

Fotos: Fischerplatz, Klosterhof in Söflingen, Münsterplatz
Das Buch liegt bei uns aus und Sie können diese 360 Grad Aufnahmen darin bestaunen.

trievismedia
Photography & Design
Mail: st***********@tr*****.de
Internet: www.trievismedia.de
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Unsere nächsten Veranstaltungen:

Freitag, 30.September , 19 Uhr
Ralph Hammerthaler: „Kurzer Roman über Hooligan Til
Eintritt € 8,00

Hooligan Til gibt es wirklich und Ralph Hammerthaler hat über ihn, seine Clique, sein Leben im Privaten und im Stadion einen sehr intensiven Roman geschrieben. Til ist nicht nur ein Großkotz und Wochenendschläger, sondern hat auch seine angenehmen und sympatischen Züge. Dies ist kein Enthüllungsroman, sondern beschreibt sehr angenehm über einen Menschen, der in zwei Welten lebt und nach einer Nacht, nach der im Krankenhaus landet, eine Entscheidung trifft.
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Dienstag, 4.Oktober, 19 Uhr
„Die erste Seite“
Diesmal mit einem Shortlistlesen aus den nominerten Büchern zum Deutschen Buchpreis.
Es liest Clemens Grote
Eintritt frei

Dienstag, 27.September


Heute haben
Grazia Deledda * (Nobelpreis 1926)
Franz Hodjak * 1944
Irvine Welsh * 1958
Wolfgang Hermann * 1961
Tanja Kinkel * 1969
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Max Dauthendey
Regen

Da draußen regnet es weit und breit.
Es regnet graugraue Verlassenheit.
Es plaudern tausend flüsternde Zungen.
Es regnet tausend Erinnerungen.
Der Regen Geschichten ums Fenster rauscht.
Die Seele gern dem Regen lauscht.

Der Regen hält dich im Haus gefangen.
Die Seele ist hinter ihm hergegangen.
Die Insichgekehrte ist still erwacht,
Im Regen sie weiteste Wege macht.
Du sitzt mit stummem Gesicht am Fenster,
Empfängst den Besuch der Regengespenster.
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Neues aus der Insel-Bücherei:


„Freundinnen“

Ein Lesebuch
Herausgegeben von Marie Bernhard
Illustriert von Annabelle von Sperber
Insel-Bücherei € 14,00


„Wie schade, dass wir uns so spät erst gefunden haben“
Rosa Luxemburg

Ist es nicht schön, eine beste Freundin zu haben, oder zu sein? Oder etwa auch geniale Freundinnen, wie in den Romanen von Elena Ferrante? Freundinnen, die aus ihrem Alltag berichten, von schönen und schrecklichen Momenten schreiben, über ihren Kummer und ihre Sehnsucht. Und Anne Frank denkt sich eine beste Freundin aus.
Marie Bernhard hat aus der Weltliteratur Tagebuchaufzeichnungen, Briefe, Gedichten, Teile von Erzählungen und Romanen zusammengetragen und so finden wir hier u.a. Sappho, Nelly Sachs, Rosa Luxemburg, Isabel Allende, Charlotte Bronte, Sarah Kirsch, Rahel Varnhagen, Elke Heidenreich, Erika Mann, Hanna Arendt, Karoline Günderrode und Alice B.Toklas, die Gertrude Stein ein Plätzchenrezept schickt, das hier abgedruckt ist.
Zusammen mit den herrlichen Illustrationen ist das Buch wieder ein kleines Kunstwerk geworden.


Leseprobe
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Unsere nächsten Veranstaltungen:

Freitag, 30.September , 19 Uhr
Ralph Hammerthaler: „Kurzer Roman über Hooligan Til
Eintritt € 8,00

Hooligan Til gibt es wirklich und Ralph Hammerthaler hat über ihn, seine Clique, sein Leben im Privaten und im Stadion einen sehr intensiven Roman geschrieben. Til ist nicht nur ein Großkotz und Wochenendschläger, sondern hat auch seine angenehmen und sympatischen Züge. Dies ist kein Enthüllungsroman, sondern beschreibt sehr angenehm über einen Menschen, der in zwei Welten lebt und nach einer Nacht, nach der im Krankenhaus landet, eine Entscheidung trifft.
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Dienstag, 4.Oktober, 19 Uhr
„Die erste Seite“
Diesmal mit einem Shortlistlesen aus den nominerten Büchern zum Deutschen Buchpreis.
Es liest Clemens Grote
Eintritt frei

Montag, 26.September

Heute haben
T.S.Eliot * 1888
Victor O.Stomps * 1897
Ernst Schnabel * 1913
Minette Walters * 1949
Jane Smiley * 1949
Geburtstag
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Rainer Maria Rilke
Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
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Frisch ausgepackt:


Angelika Nußberger, Martin Aust, Andreas Heinemann-Grüder, Ulrich Schmid:
Osteuropa zwischen Mauerfall und Ukrainekrieg

Besichtigung einer Epoche
Edition Suhrkamp € 18,00

Sehr informativ und hochaktuell berichten die vier Autor:innen, was sich geändert hat nach dem Mauerfall, nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme in Osteuropa.
Was ist eigentlich der Osten? Wo liegt er`? Wo beginnt er? Gab es schon immer ein Ost- West, oder war es vor langer Zeit nicht eher ein Nord-Süd, was die Gesellschaften geprägt hat? Nach einem geschichtlichen Abriss, landen wir immer wieder beim Krieg in der Ukraine und wir merken, dass Gorbatschows Traum von einem vereinten Europa ferner denn je ist.
Diktatur in Russland, Staatsterror in Belarus, Verfassungsänderungen bedrohen in Polen und Ungarn die erst jüngst erkämpfte Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.
Die Autor:innen werfen einen kritischen Blick zurück und schauen, was auf uns zukommen könnte, schreiben aber mehrfach, dass wichtige zeitgeschichtliche Ereignisse nicht vorhergesehen worden sind.
Im zweiten Kapitel gehen die Autor:innen auf die aktuelle Literatur in Osteuropa ein und erwähnen u.a. einen Artikel in der NZZ, den der polnische Autor Szczepan Twardoch („Morphin“, „Der Boxer“, „Schwarzes Königreich“, alle bei Rowohlt) am 6.4.2022, also kurz vor Beginn des Krieges in der Ukraine, veröffentlichte.
Hier geht es zum Beitrag in der NZZ.
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Unsere nächsten Veranstaltungen:


Freitag, 30.September , 19 Uhr
Ralph Hammerthaler: „Kurzer Roman über Hooligan Til
Eintritt € 8,00

Hooligan Til gibt es wirklich und Ralph Hammerthaler hat über ihn, seine Clique, sein Leben im Privaten und im Stadion einen sehr intensiven Roman geschrieben. Til ist nicht nur ein Großkotz und Wochenendschläger, sondern hat auch seine angenehmen und sympatischen Züge. Dies ist kein Enthüllungsroman, sondern beschreibt sehr angenehm über einen Menschen, der in zwei Welten lebt und nach einer Nacht, nach der im Krankenhaus landet, eine Entscheidung trifft.
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Dienstag, 4.Oktober, 19 Uhr
„Die erste Seite“
Diesmal mit einem Shortlistlesen aus den nominerten Büchern zum Deutschen Buchpreis.
Es liest Clemens Grote
Eintritt frei

Dienstag, 2.August

Heute haben
Thomas Mofolo * 1875
Philippe Soupault * 1897
Joseph Hayes * 1918
James Baldwin * 1924
Isabel Allende * 1942
Bei Dao * 1949
Caleb Carr * 1955
Geburtstag
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Not everything that is faced can be changed, but nothing can be changed until it is faced.
James Baldwin
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„Die erste Seite“
Heute abend ab 19 Uhr

Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei

Diese vier Bücher stellen wir heute abend vor.
Ralf Grimminger erzählt über sein Buch „Kleinstadthelden“.
Clemens Grote liest aus den anderen drei Romanen.


Milena Busquets: Meine verlorene Freundin, Suhrkamp Verlag € 22,00
Ralf Rothmann: Die Nacht unterm Schnee, Suhrkam Verlag € 24,00
Ralf Grimminger: Kleinstadthelden, Gmeiner Verlag € 20,00
Amor Towles: Lincoln Highway, Hanser Verlag € 26,00

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen.

Montag, 30.Mai

Mit Volldampf in die neue Woche

Heute haben
Michail Bakunin * 1814
Robert Eduard Prutz * 1816
Hjalmar Gullberg * 1898
Georg K.Glaser * 1901
Colm Tóibín * 1955
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Mehr Licht

Gestern Nacht
Fiel mein Blick
Ins Herz der Welt
Und ich fand denselben Stern
Wie die Nacht zuvor
In mir
Im Chaos
Das Dich und Mich erregt
Und ich erbebte angesichts seiner schieren Macht
Heute nun
Blitzt der Wahnsinn aus deinen Augen
Als wäre er ein Licht
Das uns zum Leben verführt
Und ich frage mich
Ob wir überhaupt eine Wahl haben …
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Ein Klassiker zum ersten Mal komplett übersetzt.


Tania Blixen: „Babettes Gastmahl
Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg
Mit einem Nachwort von Erik Fosnes Hansen
Manesse Verlag € 20,00

Normalerweise haben wir diese Novelle an Weihnachten ausliegen. Und das schon seit Jahrzehnten. Wir alle kennen diese Geschichte von Babette, die Ende des 19.Jahrhunderts im hohen Norden Norwegens in einer kleinen pietistischen Gemeinde, als politische Geflüchtete aus Paris, aufschlägt und ihre Gastgeber mit einem opulenten Mahl überrascht.
Diese Novelle wurde 1950 in einer us-amerikanischen Zeitschrift veröffentlicht und davon haben wir unsere bisherige deutsche Ausgabe. Tania Blixen hat den Text acht Jahre später überarbeitet, ergänzt und Ulrich Sonnenberg hat den Text jetzt aus dem Dänischen ins Deutsche übertragen.
Ich habe natürlich den Originaltext nicht mehr im Ohr, aber das hier liest sich so toll und fein, dass ich ihn auch im warmen Mai mit Freude gelesen habe und merke, dass irgendwie der ganze Staub der Jahrzehnte weggepustet worden ist.
Gut auch, aus dem Titel „Babettes Fest“ „Babettes Gastmahl“ zu machen. Das erinnert an Platon stellt den Charakter der Novelle noch mehr ins Rampenlicht und macht aus der schönen Geschichte ein Gleichnis über die Notwendigkeit von Kunst und Genuss.

Ach ja: Das Nachwort des norwegischen Autors ist großartig.
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Dienstag, 7.Juni, 19.00 Uhr
„Die erste Seite“

Wir stellen vier neue Bücher vor.

Lea Ypi: Frei
Sarah M.Broom: Das gelbe Haus
Fatma Aydemir: Dschinns
Laurent Petitmangin: Was es braucht in der Nacht


Es liest Clemens Grote

Bei uns in der Buchhandlung.
Eintritt frei.
Bitte Plätze reservieren, da wir nur 20 Personen reinlassen wollen.
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Hardy on Tour
www.hardyontour.wordpress.com


Tag 3
waren statistisch 142 km nach Bad Kreuznach- Bingen – Boppard -Koblenz und Linz am Rhein und dies bei spürbarem Gegenwind und einem heftigen Regenschauer.
Ein Foto vom „deutschen Eck“ in Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet ist natürlich fast schon obligatorisch wenn man am Rhein radelt.

Dienstag, 24.Mai


Heute haben
Michail Scholokow * 1905
Henri Michaux * 1899
Louis Fürnberg * 1909
George Tabori * 1914
Joseph Brodsky * 1940
Bob Dylan * 1941 (Nobelpreis 2016)
Rainald Goetz * 1954
Walter Moers * 1957
Michael Chabon * 1963
Geburtstag
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Bob Dylan
Like A Rolling Stone

Once upon a time you dressed so fine
You threw the bums a dime in your prime, didn’t you?
People’d call, say, „Beware doll, you’re bound to fall“
You thought they were all kiddin‘ you
You used to laugh about
Everybody that was hangin‘ out
Now you don’t talk so loud
Now you don’t seem so proud
About having to be scrounging for your next meal

How does it feel?
How does it feel
To be without a home
Like a complete unknown
Like a rolling stone?
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Unser Bilderbuchtipp:


Nikola Huppertz: „Der schönste Tag zum Nichtstun
Illustriert von Mareike Ammersken
Annette Betz Verlag € 14,95
Bilderbuch ab 4 Jahren

Einfach mal nichts tun. Das wär’s doch. Aber so einfach ist das gar nicht. Geben wir es doch zu. Allein schon wegen des Handys, das immer in der Nähe ist.
Roberta aber weiß genau, wie das geht, das Nichtstun.
Sie hat heute keine Termine, die Kita ist zu, ihr Bruder beim Fussballspiel. So kann sie noch ein wenig im Bett liegen bleiben, da sie doch gerade in der Raufasertapete einen Bären entdeckt hat. Am Frühstückstisch will sie Papa eigentlich nur beim Zeitungslesen zuschauen, aber er schickt sie zum Legospielen. Sie baut so gerne, aber heute haben die kleinen, die Vierer und die Dünnen frei. Auch während Papa den Rasen mäht liegt sie im Sandkasten und hört die Mähgeräusche und die Vögel und spürt, wie Sand und Gras sich anfühlen. Später, als die Familie wieder beisammen ist, wollen Papa und Mama etwas unternehmen, aber Roberta meint, sie sollen doch auch mal nichts tun. Ob das klappt?
Ein herrliches Bilderbuch mit einem starken Text und schönen, wohltuenden Bildern.

Hier können Sie reinschauen.
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Mittwoch, 25.Mai ab 21 Uhr in der Kradhalle, Ulm
Der Turm stürzt ein – halleluja – Lesebuch aus Scherben

Lesung mit Nicole Dehmel und Clemens Grote
Live Konzert mit MAM, spährischer Indie-Swing aus der Garage
Manfred Peter, Andreas Schubert, Marcus Ammann
DJ Swindlebra Shakedown
Punkrock / Töne, Steine & Scherben
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Dienstag, 7. Juni ab 19 Uhr
„Die erste Seite“

Wir stellen vier Bücher vor.
Es liest Clemens Grote
Bitte melden Sie sich an, da wir die Anzahl der Gäste auf 20 begrenzen.
Bis bald.

Montag, 23.Mai

Heute haben
Harry Graf Kessler * 1868
Max Herrmann-Neiße * 1886
Pär Lagerkvist * 1891
Annemarie Schwarzenbach * 1908
Dieter Hildebrandt * 1927
Friedrich Achleitner * 1930
Geburtstag
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Heute im Gedichte-Kalender:

Theodor Fontane
Verzeiht


Verzeiht den Anekdotenkram
Und daß niemals ich einen »Anlauf« nahm,
Auch niemals mit den Göttern grollte,
Nicht mal den Staat verbessern wollte,
Nicht mal mit »sexuellen Problemen«
Gelegenheit nahm mich zu benehmen.

Der faßt es so, der anders an,
Man muß nur wollen, was man kann,
Mir würde der Weitsprung nicht gelingen,
So blieb ich denn bei den näheren Dingen,
Drei Schritt bloß – – ich weiß, es ist nicht viel,
Aber Freude gibt jedes erreichte Ziel.
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Passend zu ihrem Geburtstag:


María Castrejón / Susanna Martín: „ANNEMARIE
Die Comic-Biographie von Annemarie Schwarzenbach
Aus dem Spanischen von Myr Bloch, Sibylle Bühler, Nina Engel,
Valérie Meier und Simge Yildiz
Lenos Verlag € 29,80

Die Graphic Novel erzählt das faszinierende Leben der Schweizer Autorin, Journalistin und Fotografin Annemarie Schwarzenbach, die heute Geburtstag hat. Sie studierte in Zürich und Paris, nach ihrer Promotion schloss sie Freundschaft mit Erika und Klaus Mann und anderen antifaschistischen Intellektuellen in Berlin. Als wache Zeitzeugin reiste sie schreibend und fotografierend nach Russland, durch den Mittleren Osten, die USA und in den Kongo. Das kurze Leben der „unheilbar Reisenden“ war stets überschattet von Spannungen mit ihrer konservativen Familie, von ihrer unerfüllten Liebe zu Frauen und der wiederkehrenden Morphiumsucht.
Diese Graphic Novel zeigt einen feministischen Blick auf das Leben von Annemarie Schwarzenbach, der eine wichtige Ergänzung und Bereicherung zu den vielen Biografien, Filme und Berichte über sie ist.


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Endlich. Nach langer Zeit. Ein neuer Versuch:

Die erste Seite
am Dienstag, den 7.Juni ab 19 Uhr
Wir stellen wieder vier neue Romane vor.
Es liest Clemens Grote.

Wir begrenzen die Zahl der Teilnehmenden auf 20.
Also bitte Plätze reservieren.

Vielen Dank und vielleicht/hoffentlich bis bald.


Sonntag, 22.Mai

Ein kleiner Nachklapp zur Buchpräsentation am vergangenen Donnerstag in der Stadtbibliothek Ulm mit der Einführungs- und Schlussrede des Verlegers Hubert Klöpfer, dem ich herzlich für die Übersendung derselben danken möchte.

Liebe Christine Langer, lieber Herr Slatky, lieber Herr Wiltschek von der Buchhandlung Jastram, liebe Premierengäste samt und sonders,

„Weil der Tag noch auf den Schultern liegt,
Sinken wir mit der blauen Stunde
In die Dämmerung“

Noch ist es jetzert mit der Dämmerung nicht gar soweit, aber mit diesen drei einladend schönen Zeilen Christine Langers begrüße ich Sie alle recht herzlich im Namen der Edition Hubert Klöpfer bei Kröner zu Christine Langers erster Lesung aus ihrem neuen Gedichtband „Ein Vogelruf trägt Fensterlicht“.
Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch. Ja? Nein! Überhaupt nicht. Die Linien der Bücher sind verschieden, es gibt sottene und sottene, solche und solche …
Hören Sie (nur bloß) zwei kleine Beispiele über die verschiedenen Linien von Büchern – und dann noch einen apodiktischen Reich-Ranicki-Satz hinterher.
Jean Paul, nach langer Vorrede: „Und wenn ein Buch nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, ists auch nicht wert einmal gelesen zu werden.“
Und Marie von Ebner-Eschenbach: „Der wirkliche Zweck eines Buches ists, den Geist hinterrücks“ – also „hälinge“ „zum eigenen Denken zu verleiten“.
Schließlich noch, zum dritten, Marcel Reich-Ranicki, selbstherrlich, ich-überzeugt im Urteil wie er halt war: „Von 100 Büchern, die erscheinen, sind 99 schlecht – und das 100. ist schwach.“
Was ich damit auf die Schnelle beibringen, sagen will? Ein Dreifaches: Das Buch, um das es heute Abend geht, ist ein quasi „101“-stes, ist also das gute, eben grade das zum zweimal lesen, zum genauer lesen. Denn ja: es verleitet, es verführt zum Selberdenken, mehr noch, sinnlicher: es verhilft zum Selberfühlen. Weils drin ums Existentielle, ums Wesentliche geht, sagen wir: um Weltwahrnehmung“. Es ist aber dieser neue Gedichtband Christine Langers im Sinne des Großkritikers MRR nicht nur ein gutes 101., sondern es ist in genau 15 Jahren Christine Langers und mein fünftes Buch zusammen.
Und, das will ich meinen, das ist in diesem schnellebigen Literaturbetrieb, den man auch getrost „Haifischbecken“ heißen kann, etwas Besonderes, etwas doch ganz Seltenes. Also, zurück, Christine Langers „Vogelruf“ ist ein bild- und wortmächtiges „lyrisches Puzzle“, das sich Seite für Seite zu einem starken Großen und Ganzen zusammenliest, zusammenfügt – und über die längere Strecke zu einem veritablen Gedichtband wird. Zu einer Art „Musterbuch“, buchästhetisch äußerlich schon:
Elegant im Auftritt und Format, 104 starke Seiten schlank, um die 200 Gramm schwer, bester Umschlagkarton, schön eingewickelt, gut gestaltet, gut layoutet, auf gutes Papiergut gedruckt, mit einem bläulich-lichten Vor- und Nachsatz – und gar noch mit einem farblich abgestimmten Lesebändchen versehen. Und mit einem einfühlsam schönen Nachwort Mirko Bonnées noch verfeinert.
Leserinherz und Leserherz, was willst du mehr? Was das Buch nun aber innerlich zusammenhält, das zu klären, gar zuloben, ist meine Sache als Herausgeberverleger heute Abend nicht, das hieße pro domo reden, unter Verlegern ist so ein Selbstlob eigner Bücher wie ein Tabu. Nur soviel, dass – wenn wir’s nicht für gelungen hielten, wenn’s nicht ein gutes Etwa den entschieden-prägnanten Satz der verstorbenen Lyrikmeisterin Friederike Mayröcker: „Christine Langers Gedichte sind einfach sehr schön“.
Oder, so stand’s schon am Anfang ihrer Laufbahn Jahren über ihren ersten Band „Lichtrisse“ in der „Zeit“: „Zu entdecken ist Christine Langer: eine große Dichterin“. Und, Jürgen Kanold, kürzlich, in seiner schönen und zugewandten Beprechung des Buches in der Südwestpresse – mir hat seine seine Charakterisierung sehr zugesagt: „Christine Langers ‚Vogelruf‘ ist geradezu ein poetisches Brevier“.
Was aber ist, was war ein Brevier? Es war, es ist das Stundenbuch der Geistlichkeit, ihr Soll, täglich daraus für eine Stunde zu beten, also höchst-intensiv zu lesen … „Ein poetisches Brevier“: Was für ein literaturkritisches Kompliment! (Denken Sie nur doch an meinen Anfang, Jean Paul: „Wenn ein Buch nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, so ist es auch nicht wert einmal gelesen zu werden …“). Jetzt aber, liebe Premierengäste, Sie warten ja schon drauf, hör ich auf, überzeugen Sie sich grad einfach selber, seien Sie ganz Ohr, es liest für Sie, für uns: Christine Langer.
Vielen Dank. Und auf einen guten literarischen Abend.


Liebe Christine Langer, haben Sie jetzt, zu guter Letzt, einfach nochmals herzlichen Dank für Ihr Buch, unser fünftes Buch, Ihre intensive Lesung. Glückwunsch – und die Hoffnung, Ihr „Vogelruf“ möge gehört – und „breviermäßig“ höchst intensiv gelesen werden. Bei Ihnen, liebe Premierengäste, bedanke ich mich sehr – dafür, dass Sie da waren, ganz Ohr waren. Und, nochmals Jean Paul: „Dem Buchhändler gefallen keine Bücher, die bei ihm liegen bleiben …“ Oder, wenn das jetzt noch nicht deutlich genug war, Lessing, Gotthold Ephraim: „Was machete ich bloß mit meinem vielen Gelde, wenn ich keine Bücher kaufte?“
Nehmen Sie gleich also den „Vogelruf“ am schön gedeckten Büchertisch der Buchhandlung Jastram nur gerne mit – möglichst käuftlich halt! – lassen Sie sich das Buch von Christine Langer datieren, signieren und widmen – und dann, daheim: lesen Sie gut!
Vielen Dank.
Hubert Klöpfer, 19. Mai 2022
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Logo „Das Literarische Quartett“

Das literarische Quartett am Donnerstag, 26.Mai ab 23.15 Uhr
mit Thea Dorn, Eva Menasse, Jakob Augstein und Moritz von Uslar
und folgenden Büchern:

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Endlich. Nach langer Zeit. Ein neuer Versuch:

Die erste Seite
am Dienstag, den 7.Juni ab 19 Uhr
Wir stellen wieder vier neue Romane vor.
Es liest Clemens Grote.

Wir begrenzen die Zahl der Teilnehmenden auf 20.
Also bitte Plätze reservieren.

Vielen Dank und vielleicht/hoffentlich bis bald.

Freitag, 12.November

Heute haben
Oskar Panizza
Hans Werner Richter
Michael Ende und Loriot
Geburtstag
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Windfried Hermann Bauer
Herbstwald

Siehst du den Nebelatem im Gezweig
Den geisterhaften Tanz der Feen
Wenn Schleier durch die Kronen wehn
Und Laub aufglüht in diesem Licht
Das kaum mehr steigt

Hörst du den Häher, der den Wald bewacht
Das Hörnchen, wie es schafft im Laub
Als wäre ihm seit je vertraut
Was dir und mir verborgen bleibt

Spürst du den Tau auf deiner Haut
Den Blätterboden unter deinen Füßen
So federnd weich
Der Mutter Hauch, nimmst du ihn wahr
Den milden Duft nach Pilz und Moder

Spinnen weben über dein Gesicht
Das leise weint
Ein Netz aus Trost
Als trauten sie dem Gott nicht
Zu bewahren, was allein verloren scheint

Wenn Fülle weicht und Fäulnis wird
Verwelken alle Träume
Was treibt mich noch, was hält
Fragst du
Wenn schattenschwer der Tag zerfällt

Es ist ein Ringen überall
Ein Nehmen und ein Geben
Trotz Nacht und Kälte in der Welt
Sei dir gewiss, den tiefsten Grund uns noch erhellt
Die unverzagte Lust am Leben
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Unser Tipp:


Édouard Louis: „Die Freiheit einer Frau
Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel
S.Fischer Verlag € 17,00

„Meine Mutter hat ihr ganzes Leben mit Armut und männlicher Gewalt gekämpft.“

In seinem neuen Buch schreibt der französische Autor Louis schonungslos und liebevoll vom Leben seiner Mutter in der Provinz. Ihre beiden Männer soffen, haben sie gedemütigt und immer tiefer in die Armut sinken lassen. Fünf Kinder hat sie von beiden Männern, die ihren Söhnen kein gutes Vorbild waren.
Louis leidet darunter, wünscht sich eine andere Mutter, ein anderes Zuhause, ein anderes Umfeld. Zumal er schon in der Schule wegen seiner Homosexualität gehänselt wird.
Umsomehr freut er sich, dass seine Mutter es geschafft hat, aus dieser Enge zu fliehen und als glückliche, befreite Person in Paris zu leben.
Ein großartiges Buch, eine wunderbare Leseentdeckung.

Leseprobe
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Sonntag, 14.11. ab 11 Uhr in der vh Ulm (Club Orange)

„Die 1.Seite“
Wir stellen neue Bücher vor
Es liest Clemens Grote

Dieses Mal mit
Julia Franck: Welten auseinander
Elizabeth Strout: Oh William!
Pascale Hugues: Mädchenschule
und viele tolle Kurztipps.

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Renate Vetter + Reinhard Köhler: „Die Erde will freies Geleit ins All“
Die Methapher von Ingeborg Bachmann gibt das Assoziationsfeld vor, in dem die beiden Künstler*innen arbeiten.
Der Wechsel in eine andere Welt ist immer mit Risiken behaftet, führt er doch oft ins Unbekannte, das mit Befürchtungen, aber auch Hoffnungen verknüpft ist.
Renate Vetter greift mit ihren Dornen- und Stacheldrahtbooten den Topos der Bootsfahrt (ins Totenreich?) auf. In ihrer Erdfarbmalerei transformiert sie den archaischen Naturstoff zum Kunstmalmittel, lässt in ihren Bildern aber immer den Blick frei auf den alten Mythos.
Reinhard Köhler greift in seinen Objekten und Assemblagen ebenfalls Reisen, Weltenwechsel und Transformationsprozesse auf. Da kann es ums wirkliche Reisen gehen, aber auch um fiktive Reise in phantastische Welten. Genauso thematisiert er aber auch die Reise mit Charon ins Totenreich oder Reisen in die Gründe unserer Seele.

Ausstellung vom 12.11. bis zum 28.11.2021
Do + Fr 14 – 18 Uhr
Sa + So 11 – 16 Uhr
Künstlerhaus, Grüner Hof 5, 89073 Ulm