Freitag, 1.Dezember


Heute haben
Rex Stout * 1886
Ernst Toller * 1893
Tahar Ben Jelloun * 1944
Geburtstag
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„Geht ein Kaiser auch aufs Klo? Die Frage beschäftigte mich sehr und ich laufe zur Mutter. – Du wirst noch ins Gefängnis kommen, sagt die Mutter. Also geht er nicht aufs Klo.“
Ernst Toller
(1893 – 1939 (Freitod)), deutscher Schriftsteller, Vorsitzender des bayerischen Arbeiter- und Soldatenrates
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Immer zur Weihnachtszeit wird nach diesem Ulmer Standardwerk gefragt.


Ralf Grimminger: „Nice Society“
€ 22,00

Das Nachlokal Aquarium in der Ulmer Kohlgasse war jahrzehntelang ein Treffpunkt der Schönen und Reichen sowie der nationalen und internationalen Showstars. In dem kleinen Lokal gab es grandiose Mottofeste und Events. Gäste waren unter anderem Curd Jürgens, Udo Jürgens, Horst Tappert, Nina Hagen, Freddie Mercury, Das Lokal wurde Ende der 90er Jahre geschlossen, die beiden Betreiber verstarben.

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Klagen von Umweltverbänden
Gericht verurteilt Regierung zu Klima-Sofortprogramm

Die Ampel muss einen weiteren Rückschlag vor Gericht hinnehmen: Weil Deutschland die Klimaziele im Verkehrs- und Gebäudesektor in den vergangenen Jahren verfehlt hat, muss sie laut Urteil gegensteuern. Die Bundesregierung kündigte Revision an.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung in mehreren Punkten als rechtswidrig verurteilt. Es verpflichtete die Ampelkoalition dazu, Sofortprogramme für mehr Klimaschutz im Verkehr und bei Gebäuden aufzulegen. Damit gab das Gericht Klagen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Umweltverbands BUND statt.
Es geht um das Klimaschutzgesetz, das derzeit für jeden Sektor jährliche Ziele zur Senkung der schädlichen Treibhausgase vorschreibt. Werden diese in einzelnen Sektoren verfehlt, muss laut Gesetz das jeweils zuständige Ministerium mit einem Sofortprogramm gegensteuern.

Hier finden Sie den kompletten Artikel.
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Montag

Es schneit, es schneit! Allerdings nur auf dem Blog.

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Jastram bei Nacht. Heimlich fotografiert und zugeschickt von Bernhard. Danke!

Heute haben:
Abraham a Santa Clara * 1709
Rex Stout * 1886
Ernst Toller * 1893
Tahar Ben Jelloun * 1944
Geburtstag.
Und Woody Allen * 1935.
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Und hier kommt Woody Allen als Buchhändler in New York.
Hallelujah, das ehrt unseren Berufsstand.


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Im Dezember stellen wir das das Beste vom Besten aus dem Jahre 2014 vor.
Ein Rückblick durch den Jastramblog, auf Bücher, die nicht vergessen werden sollen.

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Im Januar konnten Sie u.a. über dieses Buch lesen, das einen einzigartigen Einblick in das künstlerische Rom der 50er und 60er Jahre gewährt.

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Maike Albath: „Rom, Träume“
Berenberg Verlag € 25,00

„Moravia, Pasolini, Gadda und die Zeit der Dolce Vita“ heisst der Untertitel und schildert die kulturelle Nachkriegszeit in Rom. Es sind die 50er und 60er Jahre, die nachträglich geprägt sind durch Fellini und seiner römischen Filmwelt Cinecittà, die Via Veneto, die Stars und ihre Cafés. Im Vorfeld jedoch waren es die Freunde Moravia, Pasolini, Gadda und die Zeit der Dolce Vita, die den Weg dorthin ebneten. Sie waren es, die durch ihre umstrittenen Bücher und Filme, die zum Teil hohe Auflagen erreichten, mit dem Faschismus abrechneten und polarisierten durch ihre Arbeiten immer wieder das politische und kulturelle Geschehen.
Maike Albath hat in ihrem ersten Buch “Der Geist von Turin“, das ebenfalls im Berenberg Verlag erschienen ist und sich um den Verlag Einaudi dreht, gezeigt, dass sie eine flotte, gute Schreibe hat und dass ihre Thesen genau recherchiert sind.
In diesem Buch beginnt sind mit Moravia, dem Übervater dieser Zeit, der mit seinen Bücher großen Erfolg erzielte. Im Deutschen sind immer noch Romane wie “Die Römerin” lieferbar (und lohnenswert). Sie schreibt über Dacia Mariani und Elsa Morante, die auf einem steinigen Weg den Erfolg erlangten und über Carlo Gadda, der auf verschlungen Pfaden durch sein literarisch, politisches Leben ging. Die Kapitel des Buches lauten dann: „TESTACCIO. Im Bauch von Rom“, „ABENDS IM CAFÉ. Piazza del Popolo“, „CAMPO DE’ FIORI. Die bittere Stadt“, die uns so langsam zu Pasolini führen. Zu seiner Jugend und Kindheit im Friaul. Seine Prägungen durch Menschen Sprache und Familie. Seine Zeit als Junglehrer dort in einer Schule und seine „Flucht“ nach Rom, die dann in seiner Ermordung endet. „AM WASSERFLUGHAFEN VON OSTIA. Tod eines Freibeuters“. Sie schreibt über seine Zerissenheit, über seine Arbeiten, politischen Ansichten und persönlichen Neigungen. Sie machte mich so neugierig, dass ich die von ihr erwähnte Diskussionsszene in Berlin auf youtube suchte. Dort fand ich auch Pasolinis komplette Filme zum Anschauen. Maike Albath stellt u.a. noch Ennio Flaiano vor, von dem ich bis jetzt noch nichts gehört und gelesen habe, der (im Hintergrund) einer der ganz wichtigen Personen war und mit seinen Drehbücher (u.a. zu „La Dolce Vita“) Fellini zu Weltruhm verhalf.
„FINALE. Frauen in Rom“ heisst passenderweise das letzte Kapitel und beschließt ein sehr informatives, gut lesbares Buch, in das man immer wieder reinlesen mag.

Leseprobe