Samstag, 18.Februar

Heute haben
Stéphane Mallarmé * 1842
Christa Wolf * 1929
John Updike * 1932
Sergio Pitol * 1933
Joy Fielding * 1945
Geburtstag
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Theodor Storm

O wär im Februar doch auch,
Wie’s ander Orten ist der Brauch
Bei uns die Narrheit zünftig!
Denn wer, so lang das Jahr sich mißt,
Nicht einmal herzlich närrisch ist,
Wie wäre der zu andrer Frist
Wohl jemals ganz vernünftig.
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Unser Sachbuchtipp:


Uwe Neumahr: „Das Schloss der Schriftsteller“
Nürnberg ’46 / Treffen am Abgrund
C.H.beck Verlag € 26,00

Die Nürnberger Prozesse einmal aus einer anderen Sicht, aus einem anderen Blickwinkel erzählt.
Noch nie waren wohl soviel berühmte Schriftsteller:innen und Journalist:innen aus aller Welt an einem Ort, unter einem Dach versammelt. Erich Kästner war in Nürnberg und Erika Mann, John Dos Passos und Martha Gellhorn, Willy Brandt und Markus Wolf. Augusto Roa Bastos kam aus Paraguay, Xiao Qian aus China und noch einige mehr. Sie alle wohnten im Schloß Faber-Castell (der von den Bleistiften), schrieben dort, diskutierten, stritten sich, tanzten, tranken und verzweifelten zum Teil. Nürnberg war zerstört, so dass dieses Schloß außerhalb der Stadt als Herberge herhalten musste.
Tagsüber saßen sie im Gerichtssaal und hörten den Berichten zu, blickten in den Abgrund der Geschichte und abends und nachts schrieben sie darüber. Diese Erfahrungen veränderte nicht sie als Personen, sondern auch ihre Art zu schreiben.
Uwe Neumahr hat sich ein paar dieser Berühmtheiten herausgezogen und schreibt über deren Leben, ihre Erlebnissse in Deutschland und zitiert aus ihren Texten und Briefen, so dass wir einen einzigartigen Zugang zu diesem Prozess, zu den Tätern und Opfer, den Deutschen vor Ort bekommen.

Die Überschriften der einzelnen Kapitel sagen schon mal sehr viel:

  • Das Presselager im Bleistiftschloss
  • Amerikanische Niederlagen
    oder die Melancholie des John Dos Passos
  • Gräfin Katharina und der Gestapochef Rudolf Diels
  • Erich Kästners gebrochenes Versprechen
  • Erika Mann, ihre «liebe Irrenhäuslerin» und ein unangenehmes Wiedersehen
  • William Shirer und der gute Wehrmachtsgeneral
  • Alfred Döblins Verschleierung:
    Von vermeintlichen Gästen auf Schloss Faber-Castell
  • Janet Flanners provokante Kritik an Hermann Görings Verhör
  • Stalinismus auf Französisch: Elsa Triolet
  • Willy Brandt, Markus Wolf und der Massenmord von Katyn
  • Rebecca Wests Affäre mit dem Richter
  • Martha Gellhorn, Hemingways Schatten und der Schock von Dachau
  • Malen, um dem Grauen zu entfliehen:
    Wolfgang Hildesheimer beim Einsatzgruppenprozess
  • Eine Art Nachwort:
    Golo Manns Einsatz für den inhaftierten Rudolf Heß

Dienstag

Vorwort und Richtigstellung:
Das geht ja gut los!
Die Geburtstagseinträge von heute sind natürlich die Geburtstage von gestern und vorgestern.
Ich bin wohl mit einem Bein noch im Urlaub.
Also ab morgen dann wieder im Takt. So hoffe ich!
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Nach einer langen Blogpause, geht es heute wieder los. Eigentlich dachte ich, dass ich mich von unterwegs ab und an mal auf dieser Seite melde, habe es dann doch nur geschafft einige Bücherfotos auf unseren Bilderblog jastram.tumblr.com zu stellen. Diese freien Tage waren so ausgefüllt, dass ich kaum zu meiner eigenen Leküre gekommen bin und weit hinter meinem vorgenommenen Lesepensum geblieben bin. Dafür bin ich jetzt Experte in Sachen Lakritzbande. Aber dazu später.
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Heute haben Geburtstag:

Hans Fallada * 1893
Ernest Hemingway * 1899
Mohammed Dib * 1920
Brigitte Reinmann * 1933
Michael Kumpfmüller *1961
Franka Potente * 1974

Gestern hatte Uwe Johnson seinen 80.Geburtstag. Er wurde am 20.7.1934 geboren und starb am 14.2.1984. Aus diesem Grund wollen wir am Donnerstag, den 21.August ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung eine Marathonlesung aus seinem Buch „Jahrestage“ veranstalten. Das heisst, wir wollen in einer guten Marathonzeit von 3:30 von Beginn des Buches lesen und schauen, wie weit wir kommen. Es haben sich schon einige Menschen bereiterklärt, ein 10-Seiten-Stück zu übernehmen. Vielen Dank dafür! Wenn Sie auch Lust haben, mitzumachen – bitte melden.
Wie das dann alles genau ablaufen soll, weiss ich auch noch nicht, da wir so etwas noch nie gemacht haben.
Ich bin gespannt.
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Mein Buchtipp zum Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg, die demnächst beginnen werden:

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Julian Press:Finde den Täter
Die kniffligsten Ratekrimis
Verlag cbj € 10,00

Der Verlag schreibt „ab 10 Jahren“, ich habe es mit meiner 8 jährigen Enkelin gelesen und es hat wunderbar geklappt.

Julian Press hat das „Erbe“ seines Vaters übernommen, der mit den „Abenteuer der Schwarzen Hand“, das es immer noch im Ravensburger Verlag gibt und dem ich schon aufgewachsen bin, der Erfinder dieser Art von Buch war, und führt mit anderen Personen diese  Ratekrimis fort.
Jeder Fall ist auf mehrere Seiten aufgeteillt und besteht aus einem Leseteil auf der linken Seite und einem Bilderrateteil auf der rechten Seite. Der Text endet mit einer Frage, die gelöst werden kann, in dem man auf dem Wimmelbild das Gesuchte findet. Die Lösung gibt es dann auf der nächsten Textseite. Usw usw. Sie werden schnell merken, dass darin ein großes Suchtpotential steckt und gleichzeitig haben die kleinen LeserInnen eine schöne Abwechslung von Lesen, Suchen, Finden. Zum Vorlesen eignen sich diese Bücher ausgezeichnet und uns Erwachsenen hat es immer einen riesigen Spaß gemacht, die versteckten Dinge auf den Bildern zu finden.

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Der hier vorgestellte Band enthält die beiden Einzelbände „Der Fluch des schwarzen Schützen“ und „Geheimbund Rote Koralle“, ist ein schönes Großformat mit 120 Bildern.

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Die Lakritzbande – Wer ist das?
Jeden Tag kamen Philipp, Flo und Carolin auf dem Weg zur Schule am Süßwarengeschäft in der Taubengasse Nr. 23 vorbei, um hier bei Leo ihre Leckereien für die Schulpausen zu kaufen. Auch Kriminalkommissar Lars teilte die Vorliebe für die Lakritzstangen. Außerdem hatten alle eine Vorliebe für die Schnüffelei, für ungelöste Detektivfälle. So beschlossen sie im Lagerraum über Leos Lakritzladen ein Detektivbüro einzurichten. Es war das Taubenatelier im ersten Stock, direkt unter dem ausgebauten Dachboden gelegen.
Und es geht Schlag auf Schlag. Kaum ist ein Fall gelöst, stolpern die drei schon über etwas neues Mysteriöses und lassen uns bei ihren Entdeckungen teilhaben.

Carolin, kurz Caro, ist sportlich ein Ass und sie kombiniert blitzschnell.
Florentin ist der Kleinste von allen. Deshalb wird er Flo genannt.
Philipp beherrscht die Vogellaute. Sein treuester Begleiter ist Coco, der Kakadu.
Dies sind die drei Schüler, die mit den beiden Erwachsenen Leo und Lars die Lakritzbande vervollständigen.

Ein großer Spaß für alle, ein Stück Leseförderung für lesefaule Jungs und Lesefutter für lange Autofahrten. Nur gut, dass Herr Press schon einige Bände veröffentlicht hat.

Hier geht es zu einer Leseprobe.