Montag, 17.Juli


Heute haben
Clara Viebig * 1860
Samuel Agnon * 1888
Christiane Rochefort * 1917
Johannes Arnold * 1928
Rainer Kirsch * 1934
Bastian Sick * 1965
Geburtstag
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Emanuel Geibel (1815-1884)
Im Burggemäuer

Am zerfallnen Burggemäuer
Überm schwarzen Fichtenhag
Glüht’s noch einmal auf wie Feuer,
Und versunken ist der Tag.

Schauernd rühren sich die Wipfel,
Drunten schwillt der Rhein mit Macht,
Und vom Tal empor zum Gipfel
Steigt wie ein Gespenst die Nacht.

Da befällt ein heimlich Grausen
Mir im Dunkeln Herz und Sinn:
Steine bröckeln, Wellen brausen,
Und wie bald bist du dahin!
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Ein Klassiker neu entdeckt.


Eric Carle: „Theobald der Brezelbäcker
Aus dem amerikanischen Englisch von Ulli und Herbert Günther
Gerstenberg Verlag € 10,00
Bilderbuch ab 3 Jahren

Eric Carle, der seine Kinder- und Jugendjahre in Stuttgart verbracht hat, erzählt hier eine Geschichte, inspiriert von seinem Onkel Walter, der eine große Backstube hatte, in der der kleine Eric oft zu Gast war. Seine Tante Helene verkaufte die frischen, warmen, duftenden Backwaren in der Bäckerei. Eric Carles Großmutter erzählte Eric diese Brezelgeschichte. Deshalb heisst die Bäckersfrau im Bilderbuch Anna. Im amerikanischen Original heisst der Bäcker Walter, im Deutschen dann Theobald.

Theobald ist verzweifelt. Weil die Katze die Milch verschüttet hat, sind die Brötchen für den Herzog hart geworden. Theobald soll die Stadt verlassen – es sei denn, es gelingt ihm, etwas zu backen, durch das die Sonne dreimal hindurchscheinen kann. Wie wir sehen können, versucht Theobald alles mögliche. Aber erst ein Zufall und sein Sohn helfen ihm aus der Patsche.




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Heute abend im Stadthaus


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Am Dienstag nach Schwörmontag, am 25.Juli ab 19 Uhr
berichten Sarah Lobenhofer und Sophia Zach von ihrem Engagement bei der „Letzten Generation„.
Der Eintritt ist frei

Freitag, 28.Mai

Heute haben
G.K.Chesterton * 1874
Ian Fleming * 1908
Patrick White * 1912
Walker Percy * 1916
Heinz G.Konsalik * 1921
Guntram Vesper * 1941
Frank Schätzing * 1957
Muriel Barbery * 1969
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
InselLos

Wie sollte ich auch anders
Inmitten Meer
Auf meinem Eiland
Angesichts der machtvollen Wasser
Als Dämme aufschütten und
Deiche anlegen
Um ein Bollwerk zu schaffen
Gegen die anrollenden
Brecher

Es war das Wissen
Um die wachsende Bedrohung
Die mir Kraft verlieh
Obschon eine Ahnung blieb
Die meine Träume schwer machte und
Mir den Schlaf raubte
Auch dann noch
Als schon die fertigen Mauern
Auf mich herabsahen

Und mich unvermutet
eine Quelle zu meinen Füßen
Taumeln ließ
Die mir mein Versäumnis entgegenspülte
Jetzt reicht mir das Wasser
Bis zum Hals
Aber ich will nicht weichen
In meiner Burg
Ich widerstehe dem Sog
Und hoffe weiterhin auf ein blaues Wunder
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(Bildnachweis: Jim Gipe/Pivot Media © Eric Carle Studios)

Eric Carle, der Schöpfer der Kleinen Raupe Nimmersatt ist mit 91 Jahren gestorben.
Er wurde 1929 in den USA geboren. Seine Eltern kamen aus Deutschland und kehrten 1935 dorthin zurück. Eric Carle wurde eingeschult und ging nach dem Krieg auf die Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, bevor er in die USA zurückkehrte.
Seine bunten Bilder entstanden wohl dadurch, dass er als Kind und junger Mann das viele Grau während und nach des Kriegs überall gesehen hat.

Auf der offiziellen Homepage von Eric Carle www.ericcarle.com gibt es viele Dinge zum Entdecken. Fotos aus seinem Leben, Maltipps zu seinen Bildern und kleine Filmchen rundherum um sein Werk.

Der Gerstenberg Verlag, der die deutschen Rechte von Eric Carles Büchern hat, hat auf seiner Homepage u.a. viel Unterrichtsmaterial zum kostenlos Herunterladen.

Die Dokumentation über Eric Carle wird am Sonntag, den 30. Mai, um 7.30 Uhr auf arte ausgestrahlt.
Eric Carle, Schöpfer der kleinen Raupe Nimmersatt, erzählt in seinem Atelier über seinen Werdegang und zeigt, wie seine Bilder entstehen.

Mittwoch

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Heute haben
George Orwell * 1903
Ingeborg Bachmann * 1926
Eric Carle * 1929
Barbara Gowdy * 1950
Yann Martel *1963
Geburtstag.
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Alles Gute zum Geburtstag, wo immer auch Sie jetzt sitzen und malen, lieber Eric Carle.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=vkYmvxP0AJI]
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Unser Tagestipp.
Gestern ganz frisch ausgepackt und sofort schickte der Verlag gleich eine Sondermeldung hinterher, damit wir auf das Buch auch wirklich aufmerksam gemacht werden. Damit haben sie recht, es ist wirklich etwas ganz Besonderes.

Fluss

Alessandro Sanna: „Der Fluss
Peter Hammer Verlag € 29,90

Alessandro Sanna hat mit diesem großforamtigen Bilderbuch, Bildband, Kunstbuch oder auch Graphic Novel etwas geschaffen, was ich in dieser Form noch nicht in Händen gehalten habe.
Geboren 1975 in Italien, hat er dort schon 40 Bücher für Kinder und Erwachsene veröffentlicht, im New Yorker und der New York Times Bilder veröffentlicht. Er unterrichtet an der Universität in Bologna und wohnt in Mantua.
Jahrelang hat er sich in seiner norditalienischen Heimat am Fluss, am Po umgeschaut. Hat gezeichnet, aquarelliert, ausgetestet und so langsam eine Idee entwicklet. Dieser große Fluss prägt die Landschaft und die Menschen. Es gibt viele Bücher über ihn, über Flüsse überhaupt. Der Fluss trennt und verbindet. Ach, wem erzähle ich das – wir haben ja die Donau vor der Haustüre und Anfang Juli beginnt hier das Internationale Donaufest.
Sanna nähert sich hier mit vier Geschichten über das ganze Jahr und nennt seine Kapitel dann auch Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Er erzählt darin jeweils eine abgeschlossene Geschichte. Aber nicht so, wie wir uns das vorstellen. Er erzählt ohne Worte, sondern nur mit seinem (digitalen) Pinsel von Stürmen und Nebel, von der Hitze des Sommers und lauen Nächten, von Liebe, Geburt und Gemeinschaft. Die jeweils vier Aquarellstreifen pro Seiten zeigen fantastische Szenen, Mythologisches, Düsteres, und oft besonders Schönes. Wir wissen manchmal nicht, sind die Menschenreihen echt, oder gleichen sie den Baumreihen entlang des Flusses. Was zum Teil bedrückend wirkt, löst sich plötzlich in einer Hochzeitsgesellschaft auf. Ein Zirkus kommt und geht, ein Boot fährt durch den Nebel und wir sehen nur das helle Licht der Laterne in den Händen des Fischers. Im Herbst sehen wir den Atem, der grau, weiss aus Menschen und Tieren kommt. Die Sonne geht unter, Schnee fällt und ein wildes Tier bricht aus dem Zirkus aus. Aber ist er wirklich gefährlich, oder braucht der Maler ihn als Vorlage für ein Porträt? Was ist Wirklichkeit, was ist Fantasie? Damit spielt Sanne. Und das gekonnt. Der Verlag nennt es ein Silent Book. Wer hätte das gedacht. Noch eine neue Formulierung. Egal. Genießen Sie die einzelnen Bildergschichten, die einzelnen Bildstreifen, die Farben, die Ideen, die dahinterstecken und ich garantiere Ihnen, Sie werden gleich wieder von vorne beginnen und schauen, welches Ihr Lieblingsbild ist. Das wird jedoch schwierig.

Ins Buch schauen

Homepage des Autors

Sanna malt den Fluss auf einem Video
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Heute abend kommt Uli Deurer und stellt den Antje Kunstmann Verlag vor.

Montag

Heute haben
Max Brod * 1884
Louis-Ferdinand Céline * 1894
Dashiell Hammett * 1894
John Cheever * 1912
Andrej Bitow * 1937
Geburtstag.
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Joseph von Eichendorff
Entschluss

Noch schien der Lenz nicht gekommen,
Es lag noch so stumm die Welt,
Da hab‘ den Stab ich genommen,
Zu pilgern ins weite Feld.

Und will auch kein‘ Lerch‘ sich schwingen,
Du breite die Flügel, mein Herz,
Lass hell und fröhlich uns singen
Zum Himmel aus allem Schmerz!

Da schauen im Tale erschrocken
Die Wandrer rings in die Luft,
Mein Liebchen schüttelt die Locken,
Sie weiß es wohl, wer sie ruft.

Und wie sie noch steh’n und lauschen,
Da blitzt es schon fern und nah,
All‘ Wälder und Quellen rauschen,
Und Frühling ist wieder da!
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Auf der Suche nach einem bestimmten Kindersachbuch, bin ich auf die Interviews mit Eric Carle gestoßen und war total erstaunt, wie gut er deutsch spricht. Dazu noch dieser schwäbische Akzent. Erst durch seine Erzählung aus seinem Leben wurde mir klar warum.
Da lebe ich fast mein ganzes Leben mit den Bildern und Büchern von Eric Carle und weiß so wenig über ihn.
Viel Vergnügen beim Reinschauen:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=yAeC2IFMSiY]

Einen kleinen Überblick über sein Werk in Deutschland, verschafft Ihnen dieser Link:
Alles von Eric Carle.
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Humans of New York

Gefunden auf der facebook Seite: „Humans of New York„, auf der wirklich tolle Menschen zu sehen sind.