Dienstag, 22.März

Heute haben
Albrecht Goes * 1908
Michael Hamburger * 1924
Wolfgang Bächler * 1925
Eveline Hasler * 1933
Bruno Ganz * 1941
André Heller * 1947
Geburtstag.
Heute, im Jahre 1832, ist Goethe gestorben.
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Johann Wolfgang von Goethe
Lebensregel

Willst du dir ein hübsch Leben zimmern,
Musst dich ums Vergangne nicht bekümmern;
Das Wenigste muss dich verdrießen;

Musst stets die Gegenwart genießen,
Besonders keinen Menschen hassen
Und die Zukunft Gott überlassen.
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Claudia Wiltschek empfiehlt:


Anna Lott: „Kralle & Co
Agentur der fiesen Viecher
dtv € 14,00
Kinderbuch ab 8 Jahren

Kralle, der Hund, Peter Brockschneider, das Lama, Miss Mjuu, die mausgraue Katze und Doktor Fritten, das Meerschweinchen fristen ein eingesperrtes, langweiliges Leben. Bis auf den Tag, als Kralle die mutige Idee hat, endlich auszubrechen. Es beginnt eine wilde Flucht durch Höhlen, Wäldern und Gestrüpp. Erschöpft stehen sie plötzlich vor einem alten Gemäuer, das sich als stillgelegtes Schwimmbad entpuppt und in dem ehemalige Bademeister grimmig seine Tage verbringt.
Eine geniale Idee rettet sie alle aus ihrer misslichen Lage: Eine Agentur, die Tiere an Kinder vermittelt , die sich hartnäckig ein Haustier wünschen, die Eltern aber überhaupt nicht (tja sowas gibt’s).
Der Plan ist, den Kinder das gewünschte Tier so zu vermiesen, dass sie froh sind, wenn es wieder weg ist. Das Telefon steht nicht mehr still und ein Auftrag folgt dem Nächsten.
Ein toller witziger Lesespass, mal nicht nur mit niedlichen Tierchen.

Leseprobe

Mittwoch, 16.März

Die Bilderbuch-Autorin/ -Illustratorin Antja Damm schreibt:
„Ich bin traurig und hilflos dieser ganzen Situation gegenüber, da schnitzt man eben solche Figuren, die beten …“

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Wir brauchen Verstärkung für unsere Buchhandlung.
Wer hat Lust uns in Teilzeit zu unterstützen?

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Heute haben
César Vallejo * 1892
Sybille Bedford * 1911
Tiziano Scarpa * 1963
Zoe Jenny * 1974
Geburtstag
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John Höxter
Pro domo

Wenn ich wollte, was ich könnte,
Könnt’ ich eher, was ich wollte;
Doch wie will ich wollen können,
Und wie kann ich können wollen
Ohne Muß zum Können wollen,
Da man wollen kann, wer muß!
Müßt’ ich wirklich, was ich müssen wollte,
Könnt’ ich sicher, was ich können muß.
Seht! Ein Mann, der manches können könnte,
Wenn der gute Mann nur wollen wollte.
Er verstummt und macht vorzeitig Schluß,
Weil (nach Nathan) kein Mensch müssen muß!
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Unser Romantipp:


Laurent Petitmangin: „Was es braucht in der Nacht
Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller
dtv € 20,00

Trauer liegt über der kleinen Familie, seit die Mutter an Krebs gestorben ist. Der Vater arbeitet als Monteur bei der Bahn und versorgt nun seine beiden Jungs Fus und Gillou, 10 und 7, organisiert den Haushalt und kümmert sich um die Erziehung. Fußball ist ein wichtiges Thema und so sind die Wochenende ausgefüllt mit den Transporten zu den Spielen, da Fus ein sehr talentierter Spieler ist. Leicht ist das nicht, aber es geht eine zeitlang sehr gut, bis Fus in der Schule schlechter wird und er nicht an einer Universität in Paris studieren kann, sondern wohl in der Provinz bleiben muss. Als der Vater entdeckt, dass sein Ältester in die rechtsradikale Szene abdriftet und seinen kleinen Bruder auch immer wieder zu seinen Kumpels mitnimmt, bricht für den Vater, als linker Gewerkschaftler, sein Weltgebilde zusammen.
Wie kann er damit umgehen? Ist das nur eine Phase und wie tief steckt Fus wirklich in der Szene? Wie kann sein kleiner Bruder Gillou auf den Großen einwirken? Wie geht der Vater damit um?
Das Ganze endet in einer großen Tragodie und trotzdem bleibt zwischen den Dreien eine Verbindung.
Ein bewegender, schmaler Roman, der ein aktuelles Thema zu Papier bringt.

Der Roman wurde in ein Dutzend Sprachen übersetzt und verfilmt.

Donnerstag, 17.Februar

Heute haben
Friedrich Maximilian von Klinger * 1792
Georg Weerth * 1822
Isabelle Eberhardt * 1877
Chaim Potok * 1929
Ruth Rendell / Barbara Vine * 1930
Frederik Hetman * 1934
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Im Februar

Es ist kalt! –
Nebel hängt zwischen den Bäumen
Und zerreißt meinen Blick auf die Welt
Frostbraune Blätter zittern
Neben Knospen, von Reif umhüllt
Sie lassen nicht los
Nur das Moos leuchtet grün
Zwischen den Eiszungen
Ein Schauer läuft mir über den Rücken –
Von den Zweigen tropft die Zeit…
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Unser Sachbuchbilderbuch-Tipp:


Andreas Tjernshaugen: „Der Blauwal
Illustriert von Line Renslebraten
Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger
dtv Reihe Hanser € 19,00
Ein Sachbilderbuch ab 8 Jahren

Der Blauwal ist das größte Säugetier Welt. Größer auch als alle jemals gelebten Dinosaurierarten. Diese sind ausgestorben und den Blauwal hätte es auch fast schon erwischt.
Andreas Tjernshaugen und Line Renslebraten nehmen uns mit auf eine Unterwasserwelt. Wir begleiten eine Walmutter und ihren Säugling. Wir erleben das erste Ein-und Ausatmen durch das berühmte Luftloch. Wir lesen über ihre Ernährung, über ihr Verhalten und ihre Spiele.
Das folgende Kapitel behandelt die Evolution der Wale. Ich wusste nicht, dass sie zuerst an Land waren und Beine hatten. Erst später ging es ab ins Wasser.
Fast ausgerottet hätten wir Menschen den Blauwal durch das massenhafte Töten der großen Tiere. Auch jetzt leben diese Tiere immer noch mit verschiedensten Gefahren, die ihnen das Leben kosten können. Und sei es nur ein verlorengegangenes Schleppnetz, in das sie sich verheddern. Aber noch gibt es sie und wir können Sie auf ihren Zügen rund um die Globus beobachten.
Ein sehr informatives Bilderbuch mit vielen, großen Illustrationen.

Andreas Tjernshaugen, 1972 in Nesodden geboren, studierte Soziologie und arbeitete im Anschluss im Bereich Klimaforschung.

Line Renslebråten, 1980 in Viken geboren, schreibt und illustriert vor allem Sachbücher für Kinder. Wenn sie sich vom Schreiben und Zeichnen erholen muss, macht sie Monster, Trolle und fabelhafte Tiere aus Fimo.

Leseprobe
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Auf tagesschau.de von Edgar Verheyen, SWR

Italienischer Geflügelmastbetrieb
Gravierende Tierrechtsverstöße


Aufnahmen aus italienischem Geflügelkonzern belegen massive Tierquälereien. Das Fleisch wird auch in deutschen Supermärkten verkauft – teilweise sogar unter dem Tierwohllabel „Kategorie 2“.
Es sind brutale Bilder, die international für Aufsehen sorgen: Tierrechtler der italienischen Bewegung „Equalia“, einer Partnerorganisation der deutschen „SOKO Tierschutz“, ist es gelungen, auf einer Farm des größten italienischen Geflügelproduzenten „AIA“ bei Verona zu filmen. …

Hier ist der komplette Beitrag.