Mittwoch, 10.April


Heute haben
Alfred Kubin * 1877
Stefan Heym * 1913
Claudio Magris * 1939
Geburtstag
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„Wenn du malen willst, male. Es ist besser als Klavier spielen. Es ist nicht so laut.“
Stefan Heym
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Unser Buchtipp:


Stefan Hertmans: „Die Suche nach der Gegenwart
Essays für eine Zeit der Übergänge
Aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm
Diogenes Tapir € 26,00

Nachdem wir vor Kurzem den neuen Essay über die Hoffnung von Byun-Chul Han hier vorgestellt haben, möchte ich Ihnen heute das neue Buch von Stefan Hertmans ans Herz legen. Vor Jahren haben wir seinen biografischen Roman „Der Aufgang“ hier gebloggt. Ein Buch über ein Haus, in das Hertmans eingezogen ist und in dem eine Nazigröße gewohnt hat. Ein unglaublich toller Bericht und Überblick über Jahre des Terrors. Das Taschenbuch sollte eigentlich immer bei uns zu finden sein.
Jetzt also ein Band mit 20 Essays, die während des Lockdowns geschrieben und mit einem aktuellen Nachtrag versehen worden sind.
Stefan Hertmans betrachtet die großen Veränderungen, die umwälzenden Verschiebungen in unserer Gesellschaft, auf unserem Planet und beginnt mit dem Klimawandel, der alles, was wir tun und denken auf die Probe stellt, oder ad absurdum führt.
Alle Essays sind miteinander verknüpft. Wie könnte es auch anders sein, denn Identitäspolitik, die Schwächung von Demokratien, die weltweiten Migrationsströme hängen eng miteinander zusammen.
Er schreibt über die (Über)Macht der Männer, über die Wichtigkeit von gedrucktem Wort im Gegensatz zu den schnellen Klicks im Internet. Und über allem steht die Hoffnung. (s. Byun-Chul Han)
Kluge, aktuelle Essays, die so anregend sind, dass ich mir seine Literaturliste kopiert habe, da dort Bücher zu finden sind, die ich schon lange mal lesen wollte.

Leseprobe
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Auf tagesschau.de gefunden
Max Bauer, ARD Rechtsredaktion

EMGR-Entscheidung (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte)
Klimaschutz – ein Menschenrecht

Mit dem EGMR-Urteil zugunsten der Aktivistinnen aus der Schweiz ist klar: Klimaschutz ist eine Menschenrechtsfrage und kann vor Gericht eingeklagt werden. Allerdings müssen Kläger auf bestimmte Weise vorgehen.
Es sind drei Klagen, über die heute in Straßburg entschieden wurde. Eine ist vom Verein der Schweizer Klimaseniorinnen – 2.000 Schweizerinnen, die darauf hinweisen, dass der Klimawandel besonders ältere Frauen belaste. Außerdem hatten Jugendliche und junge Erwachsene aus Portugal sowie ein Oberbürgermeister einer französischen Gemeinde am Atlantik geklagt.
Sie alle argumentierten ähnlich: Ihre Rechte aus der Europäischen Menschenrechtskonvention werden verletzt, wenn die Staaten nicht mehr gegen den Klimawandel tun. Bei Waldbränden und Überschwemmungen seien allein in ihren Heimatländern schon viele hundert Menschen ums Leben gekommen. Das Spektakuläre an der Klage der Portugiesen: Sie hatten 32 Staaten in Europa verklagt – direkt in Straßburg, ohne vorher in ihrem eigenen Land den Rechtsweg zu beschreiten, wie das sonst üblich ist. 
Ihre Klage hatte aber keinen Erfolg. Der Gerichtshof sagt, dass die Jugendlichen nicht beliebig viele Staaten verklagen können, die über ihr Leben in Portugal keine Herrschaftsgewalt hätten. Das wäre eine zu weitgehende Haftung von Staaten für die Folgen des Klimawandels in anderen Ländern. Und in Portugal selbst hätten die Jugendlichen sich erst an die Gerichte wenden müssen. …

Hier geht es zum kompletten Beitrag.
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EU-Klimadienst Copernicus
Auch im März neuer Temperaturrekord gemessen

Der Trend hält an: Im zehnten Monat in Folge haben Forschende einen Temperaturrekord verzeichnet. 14,14 Grad betrug die durchschnittliche Lufttemperatur im März. Auch die Erwärmung der Weltmeere schreitet voran.
Der vergangene März war weltweit der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das geht aus Daten des EU-Klimadienstes Copernicus hervor. „Der März 2024 setzt die Reihe der Klimarekorde fort, die sowohl für die Luft- als auch für die Meeresoberflächentemperaturen gebrochen werden, mit dem zehnten Rekordmonat in Folge“, erklärte Copernicus-Vizedirektorin Samantha Burgess. …

tagesschau.de
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Klimaliste Ulm für die Gemeinderatswahl am 9.Juni 2024


Mittwoch, 27.März


Heute haben Geburtstag:
Heinrich Mann * 1871
Francis Ponge * 1899
Golo Mann * 1909
Hansjörg Schneider * 1938
Harry Rowohlt * 1945
Dubravka Ugresic * 1949
Patrick McCabe * 1955
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„Demokratie ist im Grunde die Anerkennung, dass wir, sozial genommen, alle füreinander verantwortlich sind.“
Heinrich Mann
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Jetzt als Taschenbuch:

Shelly Kupferberg: „Isidor
Ein jüdisches Leben
Diogenes Verlag Taschenbuch € 14,00

Die Berliner Journalistin Shelly Kupferberg schreibt in diesem biografischen Roman über ihren Urgroßonkel, der, aus der tiefsten jüdischen Provinz kommend, in Wien einen grandiosen gesellschaftlichen Aufstieg hinlegte. Zuerst änderte er seinen Vornamen Israel zu Isidor, hatte eine einzigarte Idee, um viel Geld zu verdienen und lebte fortan im Wiener Jetset. Die Prominenz ging bei ihm aus und ein. Gleichzeitig war er überall ein gern gesehener Gast. Um seine Familie kümmerte sich Isidor auch und finanzierte u.a. das Studium des Großvaters der Autorin.
Was kaum möglich zu sein schein: Isidor kommt unter die Räder der Nazi, wird enteignet, inhaftiert, gefoltert und stirbt entkräftet, bevor er seine Flucht in die USA organisieren kann.
Shelly Kupferberg beschreibt Isidors Aufstieg und Leben so hautnah, dass man diese Geschichte beim Lesen kaum glauben kann. Umso heftiger dann sein bitteres Ende.
Doch damit noch nicht genug. Als Walter, der obengenannte Großvater, nach dem Krieg die Wohnung von Isidor aufsucht, wird ihm mit dem Aufschrei: „Der Jud“ die Tür vor der Nase zugeschlagen.
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Kommenden Dienstag, den 2.April, stellen wir ab 19 Uhr wieder vier neue Romane vor.
Clemens Grote liest aus:

Percival Everett: James
– Ein Roman über Rassismus, angesiedelt zur Zeit und in der Stadt von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Der Aufmacher in der ZEIT Beilage zur Leipziger Buchmesse.

Doris Dörrie: Die Reisgöttin
– Gesammeltes im doppelten Sinne. Doris Dörrie schreibt über die vielen Dinge, die sie von ihren vielen Reisen von Bali bis ins Allgäu mitgebracht hat.

Lize Spit: Der ehrliche Finder
– Schmal und sehr intensiv ist dieser Roman, in dem zwei Jugendliche versuchen, die Abschiedung ihrer Familie verhindern wollen.

Vigdis Hjorth: Ein falsches Wort
– Jetzt wieder neu auf dem deutschen Buchmarkt. Der Roman, der die norwegische Autorin weltberühmt gemacht hat und in Norwegen für einen Skandal sorgte.

Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei

Montag, 25.März

Heute haben
Flannery O’Connor
Wieslaw Mysliwski * 1932
Mohammed Choukri * 1935
Geburtstag
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Ernst Stadler (1883-1914)
Betörung

Nun bist du, Seele, wieder deinem Traum
Und deiner Sehnsucht selig hingegeben.
In holdem Feuer glühend fühlst du kaum,
Daß Schatten alle Bilder sind, die um dich leben.

Denn nächtelang war deine Kammer leer.
Nun grüßen dich, wie über Nacht die Zeichen
Des jungen Frühlings durch die Fenster her,
Die neuen Schauer, die durch deine Seele streichen.

Und weißt doch: niemals wird Erfüllung sein
Den Schwachen, die ihr Blut dem Traum verpfänden,
Und höhnend schlägt das Schicksal Krug und Wein
Den ewig Dürstenden aus hochgehobnen Händen.
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Unser Buchtipp für die Manteltasche:


Doris Dörrie: „Die Reisgöttin und andere Mitbringsel
Diogenes Verlag Reihe Tapir € 24,00

Ihre Familie treibt sie in den Wahnsinn, wenn Doris Dörrie von ihren vielen Reisen jedesmal etwas mitbringt: eine Origami-Schnecke aus Japan, eine Ringer-Maske aus Mexiko, die Figur einer Reisgöttin aus Bali, Boxerstiefel aus New York oder Borotalco, ein Wundermittel gegen Flecken aus Italien.
Wir kennen den Moment im Urlaub ja auch, wenn wir fasziniert von einem Gegenstand, den erwerben und daheim entwickelt es sich zu einem unnützen Staubfänger.
Doris Dörrie lässt uns an ihren Miniaturen teilhaben, an diesen Momenten des Entdeckens und was sie jetzt immer noch mit diesen Mitbringseln verbindet.
Die Plastik-Kirschblüten aus Japan erzählen von Dreharbeiten und dem flüchtigen Augenblick der Schönheit. Dr. Bronners Magic Soap aus den USA erinnert an eine lebenslange Freundschaft. Die ramponierte Plüschkatze aus Istanbul gibt Zuversicht und Mut zum Durchhalten. Die Hasenkaraffe vom Flohmarkt im Allgäu gibt Anlass zu einer Liebeserklärung an herrlich unnützen Kitsch. Safran aus Spanien macht unweigerlich fröhlich, ob in der Paella oder im Risotto Milanese.
Die Texte stammen aus ihrer Kolumne „Aus meinem Handgepäck“ in der ZEIT. Drei Mitbringsel sind hier zum ersten Mal abgedruckt.

Zur neuen Reihe Diogenes Tapir sagt der Verleger Philipp Keel:

Warum haben Sie sich dafür entschieden, gerade zum jetzigen Zeitpunkt mit Diogenes Tapir eine neue Reihe zu starten?

Philipp Keel: »Mit Diogenes Tapir präsentieren wir Bücher für ein eigensinnigeres Leben, mit denen wir die Gegenwart durchstreifen und der Zukunft in die Augen schauen. Geschichten bringen uns auf andere Gedanken und lassen uns an etwas glauben, auch wenn die Welt gerade etwas hoffnungslos scheint. Die fünf Titel, die wir nun präsentieren, haben uns dazu angestiftet, eine Reihe zu starten, die anders tickt, unserer Stimmung guttut.«

Wie wichtig ist Ihnen der Tapir, der es sogar auf das Cover der neuen Vorschau geschafft hat?

Philipp Keel: »Der Tapir ist mit Kindheitserinnerungen verbunden. Mit Tante Agnes ging ich gerne in den Zoo. Wenn wir dort ankamen, hatte ich nur eines im Sinn, dem Weg nach der Kasse bis zur Treppe unter dem Reptilienhaus zu folgen. Mit jedem Schritt kam ich meiner außerirdischen Liebe etwas näher. Die dicke Holztür stand offen, es roch modrig, eine Glühbirne an der Decke schien auf das seltsame Tier mit seinem glänzenden Fell. Der Tapir stand auf einer Insel von frischem Heu, einsam auf seine Gäste schauend. Ich hätte ihn gerne befreit, aber ich wusste, dann würde ich ihn nie wiedersehen. Dass dieses Wesen einmal in unseren Verlag einziehen würde, hätte ich nicht gedacht. Tapire leben seit Millionen von Jahren auf der Erde. Sie sind geduldige Waldbewohner und geschickte Bergsteiger, vorsichtig und dennoch äußerst neugierig.«

Bei Diogenes Tapir erscheinen am 20. März fünf sehr unterschiedliche Titel. Was ist das verbindende Element?

Philipp Keel: »Alle Sachbücher und Romane in dieser Reihe lassen uns unsere eigenen Antworten finden, sie trösten und verzaubern, erzählen von Natur, der Geschichte der Menschheit, ihren Kulturen, von Gemeinschaft und Respekt. Es sind Bücher, die uns wach, aber auch gelassen machen.«
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Donnerstag, 11.Januar


Heute haben
Helmut Zenker * 1949
Diana Gabaldon * 1952
Jasper Fforde * 1961
und Katharina Hacker * 1967
Mathias Énard * 1972
Geburtstag
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Franz Grillparzer
In der Fremde

Schon bin ich müd zu reisen,
Wärs doch damit am Rand!
Vor Hören und vor Sehen
Vergeht mir der Verstand.

So willst du denn nach Hause?
Ach nein, nur nicht nach Haus!
Dort stirbt des Lebens Leben
Im Einerlei mir aus.

Wo also willst du weilen,
Wo findest du die Rast,
Wenn übrall du nur Fremde,
Die Heimat nirgend hast.
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Unser Buch-, Lese-, Veranstaltungstipp:


Elena Fischer: „Paradise Garden
Diogenes Verlag € 23,00

Am Donnerstag, den 22.Februar liest Elena Fischer ab 19 Uhr aus ihrem Debüt „Paradise Garden“ bei uns in der Buchhandlung. Die Platzreservierungsliste füllt sich schon.

Ab dem 8. Januar finden Sie „Paradise Garden“ als Fortsetzungsroman in der Südwest Presse.
Jürgen Kanold machte in der SWP vom vergangenen Montag ein Interview mit Elena Fischer das Sie hier in der Leseversion finden.
Vielen Dank an die Südwest Presse Ulm. Vielen Dank an Jürgen Kanold.

„Das Leben feiern“
Ein trauriges, ein tröstliches, ein tolles Buch über eine 14-Jährige, die ihre Mutter
verliert und ihren Vater sucht: „Paradise Garden“ von Elena Fischer.

Ein Beitrag von Jürgen Kanold / SWP

Elena Fischer hat gerade ihren dreijährigen Sohn im Kindergarten abgegeben, jetzt sitzt sie im Auto auf dem Parkplatz und hat Zeit für ein Telefongespräch. „Paradise Garden“ heißt ihr gefeiertes Debüt, das nominiert war für den Deutschen Buchpreis. Es ist ein wunderbar leicht und berührend geschriebener Roman über das Erwachsenwerden, über die Suche nach Glück: über eine 14-Jährige, die mit ihrer Mutter in einer Hochhaussiedlung lebt. Sie haben nicht viel Geld, aber sie machen es sich schön, mit viel Fantasie und Optimismus. Der erste Satz aber rüttelt sofort auf: „Meine Mutter starb diesen Sommer.“ Unter diesem Vorzeichen steht der Roman, dann erzählt Billie rückblickend: vom Leben mit ihrer Mutter, von ihren Träumen, bis die Großmutter aus Ungarn den Alltag durcheinanderbringt. Und nach dem Tod der Mutter beginnt ein Abenteuer: Billie macht sich in einem alten Nissan auf, ihren unbekannten Vater zu finden. Ein trauriges, ein tröstliches, ein mitreißendes Buch.
Wer ist Elena Fischer? Wer ihren Namen googelt, landet ganz schnell bei Schlagerstar Helene Fischer. Die Autorin lacht und nimmt’s gelassen, „ist eben so, diese Namensähnlichkeit“.
Sie stellt sich vor: „Ich bin 1987 in Speyer geboren, wuchs aber auf der baden-württembergische Seite des Rheins auf, in einem Einfamilienhaus mit jüngerem Bruder in Neulußheim. Fürs Studium bin ich 2007 in Mainz gelandet, Literatur- und Filmwissenschaft, denn in Hildesheim und Leipzig war ich für die Studiengänge Kreatives beziehungsweise Literarisches Schreiben abgelehnt worden.“

Jürgen Kanold: Sie wollten schon immer schreiben?

Elena Fischer: Ja, aber ich habe überhaupt nicht ans Veröffentlichen gedacht. Wenn man nicht in einer Großstadt, in einem Akademikermilieu groß wird, dann ist diese Welt der Bücher weit weg. Ich hatte keine Eintrittskarte in den Literaturbetrieb. Aber ich habe schon immer Tagebuch geschrieben und mache das bis heute.

Auch Billie, Ihre Heldin, schreibt ja alles auf. Diese Erzählperspektive einer 14-, 15-Jährigen ist Ihnen sehr überzeugend gelungen.

Vielen Dank! Wobei mir die Idee, dass Billie schreibt, erst spät gekommen ist. Sie kann mit dem Schreiben ihre Gefühle verarbeiten, lernt so, mit dem Tod ihrer Mutter umzugehen, ihren eigenen Weg zu finden. Diese Geschichte liest sich so fesselnd wie selbst erlebt. Ich kann mich mit den Gefühlswelten identifizieren, kann viele Entscheidungen, die meine Figuren treffen, gut nachvollziehen. Aber es ist klar, dass es keine autofiktionale Geschichte ist. Meine Eltern haben zwar ungarische Wurzeln, aber „Paradise Garden“ ist reine Fantasie. Meine Eltern haben schnell gemerkt, dass die Geschichte nichts mit unserem Leben zu tun hat. (lacht)

Der Titel bezieht sich auf einen Eisbecher . . .

„Paradise Garden“, so heißt der große Eisbecher, den Billie liebt, den sie sich aber nur selten leisten kann. Aber der Titel steht für viel mehr: dafür, wie gut es Billie und ihrer Mutter gelingt, das Beste aus allem zu machen, das Leben zu feiern. Es sich gut gehen lassen können, das ist eine bewundernswerte Eigenschaft. Auch spielt der Titel auf die Vertreibung aus dem Paradies an, und ich mag es, dass der Titel auf Englisch ist, weil Amerika für Billies Mutter ein Sehnsuchtsort ist, etwas Unerreichbares.

Ihre Sprache ist sehr bildhaft, filmisch geradezu. Kein Zufall?

Ich interessiere mich sehr für Filme, für ihre Ästhetik. Und liebe die Filme von Sofia Coppola oder Wim Wenders, die gleichzeitig eine Leichtigkeit und eine Schwere haben. Ich habe versucht, diese Stimmung in Literatur zu übersetzen.

„Paradise Garden“ schreit geradezu nach einer Verfilmung.

Dazu darf ich jetzt leider nichts sagen . . .

Wie gehen Sie damit um, dass Ihr Roman so erfolgreich ist?

Mein Leben fühlt sich nicht anders an. Ich sitze nicht im schwarzen Rollkragenpullover stunden-
lang in Berliner Cafés und mache auf Schriftstellerin, schaue dort tagträumerisch in die Luft. Was
da jetzt passiert, ist im Grunde das, was ich mein ganzes Leben schon mache: Ich strenge mich
an, weil es mir um die Sache geht, weil ich Lust dazu habe, einen Roman zu schreiben, und jetzt haben es halt die Leute mitbekommen, dass ich mich angestrengt habe.

Ihr Roman spricht ein Publikum aus drei Generationen an.

Ja, zu meinen Lesungen kommen auch Teenager mit ihren Eltern. Und sehr viele alte Männer, was
mich total erstaunt! Die sind superbegeistert.

Werden Sie oft darauf angesprochen, dass „Paradise Garden“ an Wolfgang Herrndorfs Bestseller
„Tschick“ erinnert?


In jedem Interview! Und ich sage auch Ihnen, dass ich „Tschick“ nicht gelesen habe und füge
nach wie vor hinzu, dass ich auch gar keine Lust mehr habe, das Buch zu lesen. Das Thema ist für
mich durch, einen Coming-of-Age-Roman habe ich jetzt selbst geschrieben. (lacht) Aber klar,
der Vergleich mit „Tschick“ ist natürlich ein Riesenkompliment.

Dienstag, 12.Dezember

Anke Raum hat ein Weihnachtsküken mit einem riesigen Paket an die Wichteltür geschickt. _____________________________________

Heute haben
Gustave Flaubert * 1821
Manès Sperber * 1905
Hans Keilson * 1909
Tschingis Aitmatow * 1928
John Osborne * 1929
Susanna Tamaro * 1929
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Thomas Dietrich dichtet weiter:

Gute Bücher, alte, neue,
über jedes ich mich freue.
Dass ich nicht verlier‘ den Faden,
Lass ich raten mir im Laden.
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So etwas ist mir noch nie passiert.
Jetzt bin ich seit Jahrzehnten im Buchhandelsbetrieb und habe von der Lyrikerin Mary Oliver, die in den USA jede Menge Bücher veröffentlicht hat, hoch dekoriert, anerkannt und sehr bekannt ist, noch nie etwas gehört.
Der Diogenes Verlag hat einen, von der Autorin selbst zusammengestellten Band, übersetzt und herausgebracht.

Mary Oliver: „Sag mir, was hast du vor mit deinem wilden, kostbaren Leben
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Brocan, der auch ein sehr informatives Nachwort beigetragen hat.
Diogenes Verlag € 28,00
Das amerikanische Original „Devotions“ erschien 2017 bei Penguin Press € 20,00

Doris Dörrie schreibt in einem Vorwort, wie die Gedichte von Mary Oliver sie ein Leben lang begleiten und wie einzigartig diese Art der Lyrik ist. Vielleicht hat ja Doris Dörrie, als Diogenes Autorin, dem Verlag diese Veröffentlichung nahegebracht. In diesem Fall: Danke dafür.

„Die Lyrik und die Schönheit der Welt waren meine Rettung.“
Mary Oliver

Mary Oliver, 1935 in Ohio geboren, zählt zu den meistgelesenen zeitgenössischen US-amerikanischen Dichterinnen. Zu Lebzeiten veröffentlichte sie mehr als 20 Gedichtbände, mit denen sie auf der ›New York Times‹-Bestsellerliste stand und zahlreiche Preise gewann, unter anderem den Pulitzer-Preis für ›American Primitive‹ und einen National Book Award für ›New and Selected Poems‹. Sie starb 2019 in Florida.

Der Sommertag

Wer machte die Welt?
Wer machte den Schwan und die Schwarzbärin?
Wer machte die Heuschrecke?
Diese Heuschrecke hier meine ich –
die sich selbst aus dem Gras katapultiert hat,
die jetzt Zucker aus meiner Hand frisst,
die ihre Kiefer vor- und zurückschiebt statt auf- und abwärts –,
die ringsumher starrt mit ihren riesigen, komplexen Augen.
Jetzt hebt sie die Vorderbeine und wäscht ihr Gesicht.
Jetzt klappt sie die Fügel auf und gleitet davon.
Ich weiß nicht genau, wie ein Gebet aussieht.
Ich weiß, wie man Aufmerksamkeit schenkt, wie man
ins Gras fällt, wie man sich ins Gras kniet,
wie man müßig und gesegnet ist, wie man durch die Felder streunt,
denn das ist es, was ich den ganzen Tag machte.
Sag, was hätte ich sonst machen sollen?
Stirbt nicht alles am Ende und viel zu schnell?
Sag mir, was hast du vor
mit deinem wilden, kostbaren Leben?

(übersetzt von Jürgen Brocan)

Hier finden Sie eine Leseprobe, in der auch ein paar Gedichte abgedruckt sind.
Ein Blick lohnt sich und sie werden merken, wie besonders ihr Blick auf die Natur, unsere Umwelt und unser Leben ist.

Mary Oliver, 1935 in Ohio geboren, zählt zu den meistgelesenen zeitgenössischen US-amerikanischen Dichterinnen. Zu Lebzeiten veröffentlichte sie mehr als 20 Gedichtbände, mit denen sie auf der ›New York Times‹-Bestsellerliste stand und zahlreiche Preise gewann, unter anderem den Pulitzer-Preis für ›American Primitive‹ und einen National Book Award für ›New and Selected Poems‹. Sie starb 2019 in Florida.

Hier ist ihre Internetseite MaryOliver.com, auf der Sie ihre Veröffentlichungen finden.
Im September 2019 gab es ein Tribute for Mary Oliver, zum dem tausende Menschen strömten, der per Livestream übertragen wurde und bei dem Persönlichkeiten (u.a. Hillary Rodham Clinton) ihre Gedichte vorgetragen haben. Den Film können auf der Interseite anschauen.
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Heute Abend:


Sehr geehrte Damen und Herren,
vielleicht haben Sie trotz der geschäftigen Vorweihnachtszeit ein kleines Zeitfenster für unsere Buchvorstellung des Spiegel-Bestsellers Jenseits von Putin – Russlands toxische Gesellschaft mit den Autoren Dr. Gesine Dornblüth und Thomas Franke übrig, zu der das Donaubüro Ulm/Neu-Ulm und sein Europe Direct Zentrum Sie in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung herzlich einladen. Die Kulturbuchhandlung Jastram wird dabei mit einem Büchertisch vertreten sein.

Wann? 12.12.2023, 19:00-20:30 Uhr
Wo? Europe Direct Zentrum im Donaubüro Ulm/Neu-Ulm, Kronengasse 4/3, 89073 Ulm

Wie tickt die russische Gesellschaft? Als Russland am 24. Februar 2022 die Ukraine angriff, schien das großen Teilen der russischen Gesellschaft egal zu sein. Das ist nicht überraschend. In Russland hat es nie eine Friedensbewegung gegeben und die Gesellschaft hat sich nicht kritisch mit Russlands Rolle innerhalb der Sowjetunion auseinandergesetzt. Gewalt wird von vielen als Mittel der Politik akzeptiert. Die Überzeugung, politisch ohnehin nichts ausrichten zu können, sitzt tief. Dazu kommt die Angst, mit der Staatsmacht in Konflikt zu geraten.
Die Journalisten Dr. Gesine Dornblüth und Thomas Franke erklären, wie es dazu kommen konnte. Ihre Reportagen und Analysen führen uns durch drei Jahrzehnte, in denen nationalistische Kräfte über Verfechter demokratischer Werte die Oberhand gewannen. Dabei wird klar: Der zukünftige Frieden in Europa hängt davon ab, ob wir die russische Gesellschaft richtig verstehen und entsprechend handeln. Wie dies konkret aussehen kann, diskutieren wir im Rahmen unserer Veranstaltung mit den beiden Autoren – und gerne auch mit Ihnen!

Wir freuen uns, Sie bei der Veranstaltung zu begrüßen.
Herzliche Grüße
Katharina Lauhöfer
Leitung Europe Direct Zentrum
Donaubüro Ulm/Neu-Ulm
Kronengasse 4/3 | 89073 Ulm
0731 88 03 06 19

Donnerstag, 7.Dezember


Noch mehr Post für die Wichtel von einem Weihnachtsküken von Anke Raum.
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Heute haben
Johann Nestroy * 1801
Willa Cather * 1873
Noam Chomsky * 1928
Anne Fine * 1947
Gertrud Leutenegger * 1948
J.R.Moehringer * 1964
Geburtstag
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O du fröhliche, o du selige, Bücherbringende Weihnachtszeit“
1. Weihnachtsbücherspruch von Thomas Dietrich
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Unser Buchtipp zum 7.Türchen:


Daniela Krien: Der Brand
Diogenes Taschenbuch € 14,00

Eine Ehe nach 30 Jahren, zwei große Kinder, ein Ferienhaus, ein Sommer.
Daniele Krien ist eine Meisterin der leisen Töne und des Weglassens.
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Für alle UlmerInnen und den Rest der Welt:


Annika Stahl: „Ulmer Geheimnisse
Spannendes aus der Donaustadt mit Kennern der Regionalgeschichte
Bast Medien € 24,00

Was wäre Ulm ohne sein Münster, die Donau, Einstein und die Hoeneß-Buben?
Eine Stadt unter vielen. Die bekannten Sehenswürdigkeiten kennen wir, Touristen besuchen sie täglich und versuchen den Münsterturm aufs Handy zu bekommen.
Aber kennen Sie auch die Fingerabdrücke in der Stadtmauer entlang der Donau? Oder warum das Dach des schiefen Metzgerturms so bunt gedeckt ist? Was macht die Kanonenkugel in der Wand am Restaurant „Zur Forelle“? Warum sehen wir über der Tür zum Zeughaus zwei angeschossene Löwen? Wieso hängen präpariete Hirsche an den Wänden im Innenhof des Kulturamtes?
Sie wissen das nicht? Diese Geheimnisse und 45 andere finden Sie in diesem Buch und dazu natürlich die Erklärungen dazu.
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Auf tagesschau.de gefunden von Yasmin Appelhans, NDR

Klimakrise
CO2-Emissionen erreichen neuen Höchstwert

Der Ausstoß von Kohlendioxid aus fossilen Energieträgern ist auch dieses Jahr wieder auf Rekordniveau. Doch laut einem Bericht zum Kohlenstoffbudget gibt es auch gute Nachrichten.
Ein bisschen, so hieß es bei der Presseveranstaltung des Science Media Center Germany zum globalen Kohlenstoffbudget 2023, sei es wie bei dem Sketch „Dinner for one“: Alljährlich würden die Zahlen veröffentlicht, wie viel CO2 wir weltweit noch immer ausstoßen. Und, wie in jedem Jahr, gibt es dabei schlechte Nachrichten.  
Rekordniveau bei CO2 aus fossilen Energieträgern
Das erklärt auch Judith Hauck vom Alfred-Wegner-Institut in Bremerhaven. Sie ist eine der Autorinnen und Autoren des diesjährigen Berichts des „Global Carbon Project“, an dem mehr als 120 Forschende gearbeitet haben. „Wir haben leider den traurigen Rekord zu vermelden, dass die fossilen Emissionen dieses Jahr wieder ein Rekordniveau erreicht haben. Sie sind so hoch wie nie zuvor“, so die Biogeochemikerin.   
Denn statt zu sinken, wird der Ausstoß an Treibhausgasen von fossilen Energieträgern in diesem Jahr weltweit noch einmal um 1,1 Prozent höher liegen als im vergangenen Jahr. 36,8 Milliarden Tonnen CO2 stoßen wir 2023 so aus. Die fossile Energie macht damit noch immer den größten Teil der durch den Menschen verursachten Treibhausgase aus. Der Rest der insgesamt 40,9 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen kommt zum Beispiel dadurch zustande, dass Wälder gerodet werden.   …

Mehr finden Sie hier.

Montag, 2.Oktober


Heute haben
Andreas Gryphius * 1616
Graham Greene * 1904
Helga Schütz * 1937
Anna Mitgutsch * 1948
Lisa St.Aubin de Terán * 1953
Geburtstag
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Wilhelm Busch
Was schreib‘ ich denn nur?

Es war einmal eine Ticktackuhr;
Die war ein altes gemütliches Ding,
Was immer so in der Ecke hing.
An jedem Morgen in der Früh
Pünktlich um sieben weckte sie.
Um achte rief sie Fritz und Trude
Mit ernstem Tone in die Schule.
Zwölf Schläge erklangen freudig klar,
Wenn’s Mittagessen fertig war.
Stets zählt sie der Mama, der guten,
Beim Eierkochen die Minuten.
Stets meldet sie dem Papa es an,
Wenn er zum Klub sich begeben kann.
Und ist es Zeit, ins Bett zu gehn,
Pünktlich um zehn, schlägt sie zehn.
So macht es das Uhrchen gar manches Jahr
Und wußte keiner, wie gut es war,
Bis daß man eines Morgens fand,
Daß es kaputt war und stillestand.
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Unser Buchtipp:


Gennaro Contaldo: „Gennaros Cucina Povera
Die einfache italienische Küche
Ars Vivendi Verlag € 28,00

Gennaro Contaldo ist in Süditalien aufgewachsen und ging als 20jähriger nach London. Dort lehrte er u.a. Jamie Oliver und Tim Mälzer wie italienisch kochen geht.
In seinem neuen Kochbuch zeigt er uns die einfache Küche Italiens. Eigentlich die Küche der Armen, bei der nichts weggeworfen und alles verwertet wird.
In neun Kapiteln geht es im Reis & Polenta, Hülsenfrüchte, Brot, Kartoffeln, Eier, Pasta, Gemüse, Fleisch & Fisch und auch Kuchen & Desserts und das vom Piemont bis nach Apulien. In der Cucina Povera geht es nicht nur um die Verwendung sparsamer Zutaten, sondern auch um eine respektvolle Haltung gegenüber der Umwelt und der Tradition. Viele der Gerichte haben eine lange Geschichte und wurden über Generationen weitergegeben. Die Küche ist auch stark von den unterschiedlichen Regionen Italiens geprägt, so dass es viele regionale Variationen gibt. Insgesamt ist die italienische Cucina Povera eine wunderbare Küche, die für ihre Schlichtheit und ihren Geschmack bekannt ist. Sie ist eine Hommage an die natürlichen Zutaten und an die reiche Tradition Italien.

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Nicht vergessen.
Morgen, am Dienstag, den 3.Oktober, stellen wir ab 19 Uhr wieder neue Romane vor.
Clemens Grote liest aus:


Donnerstag, 28.September


Heute haben
Prosper Mérimèe * 1803
Albert Vigoleis Thelen * 1903
Ellis Peters * 1913
Siegfried Unseld * 1924
Donna Leon * 1942
Helen Oyeyemi * 1984
Geburtstag
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„Der Schriftsteller sucht im Grunde nicht die Wahrheit, sondern seine Wahrheit. Erst jenseits der Aktualitäten beginnt für ihn die Wirklichkeit.“
Siegfried Unseld
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Jetzt als Taschenbuch:


Stefan Hertmans: „Der Aufgang
Aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm
Diogenes Verlag € 15,00

Was für ein Buch, was für ein Stoff, was für eine Geschichte.
Stefan Hertmans ist bekannt für seine Romane, die auf Tatsachen beruhen und sehr genau recherchiert sind. Sind es Romane, romanartig geschriebene Dokumentarbücher, oder stark erzählte Biografien?
Ein früherer Roman „Krieg und Terpentin“ war 2017 für den International Man Booker Price ­nominiert und jetzt folgt wieder ein unglaubliches Buch, das ich einem fast 90 jährigen Kunden in die Hand drückte, der in den Niederlande aufgewachsen ist. Drei Tage später meldet er sich wieder und meinte, dass er das alles so erlebt habe.
Stefan Hertmans kaufte in Gent ein heruntergekommenes Haus, das vor sich hinmodert. Der Verkäufer sagte damals schon, dass darin ein ganz besonderer Mann mit seiner Familie gewohnt hatte. Auf dem Kaminsims stand die Hitlerbüste. Aber sonst sei er halt ein fehlgeleiteter Kopf gewesen.
War das wirklich so? War Willem Verhulst nur etwas verdreht und warum hat er dann seine Landsleute ans Messer geliefert und in KZs verschicken lassen? Wie hielt es seine pazifistische Ehefrau mit ihm aus? Wie lebte es sich in einem zerissenen Land mit verschiedenen Sprachen, dem Hass gegenüber den anderen Bevölkerungsgruppen, wenn der Ehemann und Vater zur SS geht?
Stefan Hertmans hat daraus einen unglaublich interessanten, flott zu lesenden Memoir-Roman gelesen, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Leseprobe
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Jetzt schon mal vormerken:

Am kommenden Dienstag, den 3.Oktober, (Achtung Feiertag) stellen wir wieder vier neue Romane vor.
Clemens Grote liest aus:

Birgit Mattausch: Bis wir Wald werden
Wolf Hass: Eigentum
Drago Jancar: Als die Welt entstand
Lina Nordquist: Mein Herz ist eine Krähe

„Die erste Seite“ am 3.Oktober ab 19 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns auf Ihren/Euren Besuch.


Donnerstag, 21.September

Heute haben
HG Wells * 1866
Leonard Cohen * 1934
Klaus Kordon * 1934
Stephen King * 1947
Frédéric Beigbeder * 1965
Geburtstag
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„There is a crack, a crack in everything
That’s how the light gets in“
Leonard Cohen
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Clemency Burton-Hill: „Ein neues Jahr voller Wunder

Klassische Musik für jeden Tag / Band 2
Aus dem Englischen von Barbara Neeb, Ulrike Schimming und Katharina Schmidt
Diogenes Verlag € 29,00

Die preisgekrönte Violinistin und Moderatorin Clemency Burton-Hill hat einen zweiten Band ihres Musikkalenders veröffentlicht. Wieder hat sie 365 klassische Musikstücke herausgesucht und stellt sie uns in einem kurzen Text vor. (Was machen wir bloß im nächsten Jahr, in dem es 366 Tage gibt?) Unterschiedlichste Musikrichtungen sind vertreten, genauso wie beim ersten Band, den wir so oft verkauft haben. Für heute steht im neuen Band Choralmusik aus England auf dem Programm.
Es ist der Autorin wieder ein Anliegen, dass wir aus klassischer Musik Kraft für unseren Alltag finden, aber auch Ruhe und Inspiration. Vielleicht legen wir abends dann die passende Musik auf, oder hören uns die Playlist auf apple music an.
Und als immerwährender Buchkalender können wir Ein neues Jahr voller Wunder jederzeit in den kommenden Jahren benutzen.

Clemency Burton-Hill, geboren 1981 in London, ist Autorin, Radio- und Fernsehmoderatorin und preisgekrönte Violinistin. Sie moderiert Klassiksendungen auf BBC Radio 3 und ist Kreativchefin bei WQXR, dem New Yorker Klassikradio. Als Kulturjournalistin schreibt sie zudem auch für The Economist, The Financal Times, The Guardian und The Observer. Als Violinistin hat sie unter der Leitung von Dirigenten wie Daniel Barenboim in einigen der wichtigsten Musiksäle der Welt gespielt. Sie ist Mitbegründerin des mehrfach ausgezeichneten Aurora Orchestra und lebt mit ihrer Familie in London und New York.
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Heute abend geht es u.a. mit einem Trawler ins ewige Eis und in die tiefsten Tiefen.
Lassen Sie sich überraschen, was die acht Tentakelen des Riesenkalamar zu erzählen haben und was Luca Kieser über sein Erstlingswerk berichtet.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Donnerstag, 7.September

www.stielecht.de

Heute haben
Catharina Regina von Greiffenberg * 1633
Edith Sitwell * 1887
Taylor Caldwell * 1900
Geburtstag
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Hermann Hesse
Spätsommer

Noch einmal, ehe der Sommer verblüht,
wollen wir für den Garten sorgen,
die Blumen giessen, sie sind schon müd,
bald welken sie ab, vielleicht schon morgen.

Noch einmal, ehe wieder die Welt
irrsinning wird und von Kriegen gellt,
wollen wir an den paar schönen Dingen
uns freuen und ihnen Lieder singen.
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Für jeden Tag des Jahres 2024 ein Blatt.



„Tag für Tag“
Weltliteratur zum Abreißen
Reclam Verlag € 16,80

„Abreißen, loslassen“
Großartige Gedanken und Lebensweisheiten
Diogenes Verlag € 18,00

„Karicartoon 2024“
Espresso Verlag € 15,90

„365 Gute Tom-Tage!
Lappan Verlag € 16,00
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Unser Jahresplaner ist in kleiner Auflage wieder da.
Einfach vorbeikommen und abholen.