Montag, 4.Juli

Internationales Donaufest


Heute haben
Christian Fürchtegott Gellert * 1715
Nathaniel Hawthorne * 1804
Christiane Lavant * 1915
Neil Simon * 1927
Deon Meyer * 1958
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Winfried Hermann Bauer
Café Brazil
oder
Wenn’s dann bluesig wird

Aussteigen
Und wieder einsteigen
Wie verfangen
Warnen
Schräge Klimakterien an der Wand
Landunter
Im Daseinsdurcheinander
Während süße
Thekenschlangen
Lustvoll
Cappuccino durch den Nebel züngeln

Ich lausche
Soundkinderleichen
Fernen Rufen längst Verschollener
Wie berauscht
Von allen Sinnen
Träum ich allein
Und frag nach
Innen
Wo find ich dich
Und weiter noch
Vor welchem Brunnen verlor ich mich…
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Unser Buchtipp:


Steven Uhly: „Die Summe des Ganzen
Secession Verlag € 22,00

Zwei Männer in Madrid. Der eine ist Priester und wartet im Beichtstuhl auf „Kundschaft“. Er kennt seine Leute. Es sind immer die gleichen, die ihre Sünden beichten, ihr Leben aber nicht ändern. Durch die Vaterunser, die ihnen der Priester aufgibt, könen sie ja so weitermachen.
Heute jedoch kommt ein junger Mann, den er nicht kennt, zu ihm in den Beichtstuhl und kann seine große Schuld nicht artikulieren. Nach ein paar wenigen Sätzen bricht er ab und flüchtet aus der Kirche. Dieser Vorgang wiederholt sich nun Tag für Tag und so langsam bekommen wir und der Priester mit, um was es geht. Die Beichte des einen, spiegelt die Gefühlswelt des Priesters. Seine Vergangenheit in Südamerika kommt wieder hoch und auch er hat sein Leben nicht geändert.
Steven Uhly nimmt sich dem brennenden Thema in der katholischen Kirche an und erzählt seine Geschichte so, dass wir nicht wissen, worauf er hinauswill. Erst auf den letzten Seiten lüftet er sein verblüffenden Ende.
Ein schmaler, aber packender Roman, in dem es um Schuld und Sühne geht und um das Leben, das wir aus unserer Vergangenheit heraus leben.
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Dienstag, 5. Juli, 19.00 Uhr
„Die erste Seite“
Wir stellen diese vier neue Bücher vor:
Stefan Hertmans: Der Aufgang
Emmanuel Carrère: Yoga
Katja Petrowskaja: Das Foto schaute mich an
Ilya Kaminsky: Republik der Taubheit

Es liest Clemens Grote
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Hardy on Tour
Tag 38

106 km von South Shields über Newcastle und Middlesbrough nach Kildale

Ein prächtiger Morgen, ein sehr bescheidener Mittag und ein versöhnlicher Abend, so lässt sich mein Sonntag kurz und knapp beschreiben.
Der Tag startete verheißungsvoll mit frohem Sonnenschein und es war gleich richtig warm. Die Strecke verlief weiter eng der Küste entlang und bot herrliche Ausblicke. Der frühe Sonntagmorgen hat dazu einfach auch eine ganz besondere Stimmung. Unterwegs mit mir viele Rennradler, einige Jogger und vor allem Hunde, Hunde, Hunde samt ihren BesitzerInnen natürlich.
„Ob ich heut wohl nochmal eine bessere Gelegentlich zum Baden bekommen werde“, überlegte ich am Strand von Seaburn, packte die Badehose aus und gönnte mir ein morgendliches erquickendes Nordseebad. Und bei dürftigen 14 Grad Wassertemperatur braucht sich auch niemand Sorgen zumachen, daß man arg weit hinausschwimmt. Hinterher ein warmer Kaffee, so darf es weitergehen.
Tat es aber nicht. Erst verfranzte ich mich zigmal in Sunderland und Newcastle. Dann setzte die Beschilderung vom Radweg komplett aus, wegen Sanierungsarbeiten und zu allem Überfluß führte mein Navi mich auf Wanderpfaden völlig auf Irrwege, bis es dann gar nicht mehr weiterging und ich die ganze dämliche Strecke wieder zurückradeln musste. Daß es schließlich noch tüchtig zu regnen anfing, war ja fast schon klar und passte wie Topf auf Deckel. Mein Rad samt Taschen und mir nun das zweite Mal komplett versaut. Dann auf einer eigentlich schönen Strecke entlang einer stillgelegten Eisenbahnlinie. Eine Putzaktion an der Tanke war also auch noch angesagt.
Am Abend klarte sich der Himmel wieder auf und die Sonne zeigte sich wieder und mit Verlassen von der Stadt Middlesbrough in Richtung North York Moors National Park wurde es wieder mehr und mehr ländlicher und ruhiger. Mein Navi fand sich auch wieder besser zurecht und ich konnte noch ein paar Kilometer mit Genuß vor mich hinradeln bis es an der Zeit war nach einem Zeltplatz Ausschau zu halten.
Und den fand ich schließlich im wirklich kleinen Dörfchen Kildale. Dort gibt es tatsächlich einen kleinen Bahnhof. Außerhalb gelegen, genauso wie das Kirchlein mit den alten Grabsteinen gegenüber und dabei ein Bänkchen und ein Stückchen Gras, grad soviel dass mein Zelt draufpasst und im rustikalen, sauberen Toilettenhäusle daneben gibt’s Wasser und es ist offen (meist sind die nämlich ab 20:00 Uhr verschlossen). Ich hör die Schafe blöken, die Raben krähen und die Tauben gurren und bin ansonsten völlig ungestört hier. Fast schon heimelig. Ein wirklich versöhnlicher Abschluss mit diesem Sonntag.

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Die Klimakatastrophe ist da und wir reagieren viel zu zögerlich.
Diese Meldungen kamen alle in den letzten Tagen.

Dürre in Italien
Verona und Pisa limitieren Trinkwasser

Italien leidet unter der heftigsten Trockenheit seit Jahrzehnten. Deshalb darf Trinkwasser jetzt auch in Verona und Pisa nicht mehr für Gärten und Schwimmbäder verwendet werden. Ein Dürre-Notstand droht.
Wegen der sich zuspitzenden Dürre-Krise in Italien hat Verona die Nutzung von Trinkwasser stark eingeschränkt. Dieses darf bis zum 31. August tagsüber nur noch zur Nahrungsaufnahme, zur Körperhygiene und zur Reinigung im Haushalt verwendet werden. Von 6 bis 21 Uhr ist es verboten, Gärten und Sportplätze zu bewässern, Autos zu waschen und Schwimmbäder zu befüllen, wie der neue Bürgermeister Damiano Tommasi in einer Verordnung bekannt gab.

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Extreme Wetterverhältnisse
Hitzerekorde und Wassermangel in Italien


Dürre, Hitze und Waldbrände: Italien ächzt unter extremen Wetterverhältnissen, mit dramatischen Folgen. Vielerorts muss Wasser rationiert werden, in der Toskana sind bereits 30 Prozent der Ernte verloren.

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Ozeankonferenz in Lissabon
„Kollektives Versagen“ beim Meeresschutz


Fünf Tage lang standen die Weltmeere, ihr Zustand und ihr Schutz im Mittelpunkt einer Konferenz in Lissabon. In der Abschlusserklärung wird „kollektives Versagen“ benannt und mehr Ehrgeiz bei der Suche nach Lösungen gefordert.

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Studie in Deutschland
Jedes Jahr Tausende Hitzetote

In den drei Sommern 2018 bis 2020 sind in Deutschland mehr als 19.000 Menschen aufgrund der Hitze gestorben. Das zeigt eine Auswertung des Robert Koch-Instituts, des Deutschen Wetterdienstes und des Umweltbundesamts.
Hohe Sommertemperaturen haben einer Studie zufolge in den Jahren 2018 bis 2020 jeweils zu Tausenden hitzebedingter Sterbefälle in Deutschland geführt. Zum ersten Mal seit Beginn des Untersuchungszeitraum im Jahr 1992 sei eine Übersterblichkeit aufgrund von Hitze in drei aufeinanderfolgenden Jahren aufgetreten, schrieben Forschende von Robert Koch-Institut, Umweltbundesamt und Deutschem Wetterdienst im „Deutschen Ärzteblatt“.
Den Schätzungen zufolge gab es 2018 – dem zweitwärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 – etwa 8700 hitzebedingte Sterbefälle. 2019 waren es etwa 6900 und 2020 etwa 3700 Hitzetote. Im vergangenen Jahr wurde keine signifikant erhöhte Übersterblichkeit aufgrund von Hitze registriert.

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