Dienstag, 8.Oktober

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John Cowper Powys * 1872
Marina Zwetajewa * 1892
Helmut Qualtinger * 1928
Hans Joachim Schädlich *1935
Jakob Arjouni * 1964
Geburtstag
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Klabund
Lied im Herbst

Wie Krieger in Zinnober
Stehn Bäume auf der Wacht.
Ich taumle durch Oktober
Und Nacht.

Blut klebt an meinem Rocke.
Mein Weg ist weit und lang.
Des Tales dunkle Glocke
Verklang.

Auf einem schwarzen Pferde
Reit ich von Stern zu Stern.
Die Sonne und die Erde
Sind fern.

Ich bin von vielen Winden
Zu Gott emporgereicht.
Werd ich den Frühling finden?
Vielleicht …
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Ab gestern, Montag, den 7.Oktober werden zentrale Straßen, Plätze und Brücken in verschiedenen Hauptstädten der Welt blockiert.
In Berlin war es rund um die Siegessäule und der Potsdamer Platz.

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„Wann wenn nicht wir“
Ein Extinction Rebellion Handbuch
Herausgegeben von: Sina Kamala Kaufmann, Michael Timmermann, Annemarie Botzki
Aus dem englischen von Ulrike Bischoff
S.Fischer Verlag € 12,00

Dies schreibt der Verlag:

Es ist Zeit!
Jetzt oder nie gilt es, radikal zu werden. Erheben wir uns. Rebellieren wir!
Dieses Buch enthält alles dafür Nötige.
Extinction Rebellion (XR) ist eine Bewegung, die in England entstanden ist. Im April 2019 legte sie London mehrere Tage lahm, gab der Innenstadt mit Straßen- und Brückenblockaden ihr eigenes Tempo und ihre eigenen Farben – das Pink der Rebellion. Ziel ist es, mit Mitteln des gewaltfreien zivilen Ungehorsams auf die existentielle Krise – das sich rasant ausbreitende Artensterben, was auch uns Menschen erfasst – aufmerksam zu machen und einen Systemwandel herbeizuführen.
Das Buch versammelt Fakten über bereits sichtbare Folgen der Klimakrise und ruft zum Handeln auf. Für alle nachvollziehbar, konkret und undogmatisch erklärt es, wie sich das Rebellieren organisieren lässt: Von der gewaltfreien Kommunikation über das Errichten von Straßenblockaden und die Vorbereitung anderer Protestaktionen bis hin zum Kochrezept für mehrere hundert Menschen.
Die XR-Aktivisten Sina Kamala Kaufmann, Annemarie Botzki und Michael Timmermann ordnen XR in den deutschen Kontext ein und ergänzen das Buch um wichtige und konkrete Informationen für das Rebellieren in Deutschland.
Jeder kann Teil der Bewegung werden – und zusammen können wir Geschichte schreiben. Dies ist erst der Anfang!

Leseprobe
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Heute abend stellt uns Martin Mäntele ab 19 Uhr Bücher zum Thema „Bauhaus“ vor.
Der Eintritt ist frei und Herr Mäntele für alle Fragen offen.
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Wir haben abgestimmt und unser Ergebnis an die Jury für den Deutschen Buchpreis geschickt. Mal sehen, ob sie sich dran halten.

Freitag, 27.September

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Heute hat
Grazia Deledda * 1871
Geburtstag.
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Johann Wolfgang von Goethe

Der Herbst ist immer unsere beste Zeit
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Die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2019 ist heraus. Am Montag, den 14.Oktober wird das Siegerbuch bekannt gegeben. Und wir veranstalten am kommenden Dienstag, den 1.Oktober ab 19 Uhr unser traditionelles Shortlist-Lesen.
Clemens Grote liest aus jedem nominierten Buch und danach stimmen wir ab.

Das Ergebnis leiten wir an die Jury weiter, damit die dort wissen, wo in Ulm der Hammer hängt.
Wenn Sie keine Zeit zum Kommen haben, dann stimmen Sie doch per Mail (info@jastram-buecher.de) oder hier über die Kommentarfunktion ab.
Ihr Votum zählen wir dann zu unserem Ergebnis dazu.

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Hier kommen die sechs Bücher:

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Raphaela Edelbauer: „Das flüssige Land“

Der Unfalltod ihrer Eltern führt die Physikerin Ruth nach Groß-Einland – ein geheimnisvoller Ort, unter dem sich ein riesiger Hohlraum erstreckt. Das Loch scheint das Leben der Bewohner auf merkwürdige Weise zu bestimmen, doch keiner will darüber sprechen. Nicht einmal, als klar ist, dass die Statik des gesamten Ortes bedroht ist. Wird das Schweigen von der Gräfin der Gemeinde gesteuert? Welche Rolle spielt Ruths eigene Familiengeschichte? Ruth ahnt bald, dass die Strukturen im Ort ohne die Geschichte des Loches nicht zu entschlüsseln sind.

Kommentar der Jury:
„Das flüssige Land“ ist ein ebenso eindrückliches wie fantastisches Debüt – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dieser Roman führt in eine kafkaeske Topografie, in einen Ort namens Groß-Einland, der auf keiner Karte verzeichnet ist und aus dem keine Straße herausführt. Er wird von einem gigantischen, sich ständig ausdehnenden Abgrund unterhöhlt – was dazu führt, dass in dieser Welt alles ins Rutschen gerät: Gebäude, Menschen, aber auch jedes Raum- und Zeitbewusstsein. Raphaela Edelbauer schafft eine Art Super-Metapher, die auf virtuose Weise die physikalische, die psychische, die historische und auch die sprachliche Welt in ihren Abgründigkeiten verbindet. Das ist unheimlich, das ist spannend, das ist aberwitzig und kaum zu fassen – eben einfach fantastische Literatur.
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Miku Sophie Kühmel: „Kintsugi“

Es ist Wochenende. Ein Haus an einem spätwinterlichen See, das Licht ist hart, die Luft ist schneidend kalt, der gefrorene Boden knirscht unter den Füßen. Reik und Max feiern hier ihre Liebe, die nun zwanzig ist. Eingeladen sind nur ihr ältester Freund Tonio und seine Tochter Pega, so alt wie die Beziehung von Max und Reik. Sie planen ein ruhiges Wochenende. Doch ruhig bleibt nur der See.

Kommentar der Jury:
„Kintsugi“ ist ein psychologisches Kammerstück, ein Ensembleroman auf märkischem Sand. Vier Menschen, drei Männer und eine junge Frau kommen für ein Wochenende auf einem Landhaus zusammen. Und sie erzählen jeweils mit eigener Stimme und Perspektive. Das Liebespaar Max und Reik, der bisexuelle Tonio und Pega verhalten sich zueinander wie jene Porzellanscherben, die durch die japanische Kunsthandwerkstechnik Kintsugi mit Gold in ihren Zusammenhalt gekittet werden: belebende Risse und Schönheit des Makels. Ein äußerst gegenwärtiger Roman von hohem Lesevergnügen, der nach heutigen Liebes- und Lebenskonzepten fragt, nach Elternschaft, Sexualität, Erfolg, Karriere und Bindungen.
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Tonio Schachinger: „Nicht wie ihr“

Ivo wusste immer schon, dass er besonders ist. Besonders cool, besonders talentiert, besonders attraktiv. Jetzt ist er einer der bestbezahlten Fußballer der Welt. Er fährt einen Bugatti, hat eine Ehefrau und zwei Kinder, die er über alles liebt. Doch als seine Jugendliebe Mirna ins Spiel kommt, gerät das sichere Gerüst ins Wanken. Wie koordiniert man eine Affäre, wenn man keine Freizeit hat? Lässt Ivos Leistung auf dem Spielfeld nach? Und was macht eigentlich seine Frau, während er nicht da ist?

Kommentar der Jury:
Das einzige, das Ivo immer gut konnte, war Fußballspielen und nun spielt er, der in Wien immer nur einer der vielen „Jugos“ war, in Everton, verdient 100.000 Euro die Woche, ist mit einer schönen Frau verheiratet, hat zwei entzückende Kinder und teilt mit uns seine Sicht auf die Welt: liebenswert und überheblich, naiv und berechnend, charmant und bitterböse. Doch „Nicht wie ihr“ ist viel mehr als ein Roman über die Welt des Spitzensports: Zugehörigkeit, Migration, die ständige Angst vor dem Abstieg, Männlichkeitsideale und nicht zuletzt Liebe werden hier zwischen Fußballrasen, Umkleidekabinen, Luxushäusern und teuren Autos völlig unverkrampft verhandelt. Begeisternd ist zudem die Boxkraft des Tons und die Stilsicherheit des Autors, sein Gespür für Milieus, Jargons, Stimmungen, Tragikomik.
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Norbert Scheuer: „Winterbienen“

Die Eifel im Januar 1944: Egidius Arimond, ein frühzeitig aus dem Schuldienst entlassener Latein- und Geschichtslehrer, schwebt wegen seiner Frauengeschichten, seiner Epilepsie, aber vor allem wegen seiner waghalsigen Versuche, Juden in präparierten Bienenstöcken ins besetzte Belgien zu retten, in höchster Gefahr. Seine Situation wird nahezu ausweglos, als er keine Medikamente mehr bekommt, er ein Verhältnis mit der Frau des Kreisleiters beginnt und schließlich bei der Gestapo denunziert wird.

Kommentar der Jury:
Der Handlung liegen fiktive Tagebuchaufzeichnungen aus den Kriegsjahren 1944/45 zugrunde, die angeblich Egidius Arimond, ehemaliger Lehrer, Bienenzüchter, Frauenheld und Epileptiker, hinterlassen hat. Präzise und spannend entwickelt Norbert Scheuer die Geschichte seines Antihelden, der Juden in Bienenkörben über die belgische Grenze schmuggelt, um damit Geld für seine Medikamente zu verdienen, und also nicht aus hehren Gründen, aber auf seine Art dem Regime die Stirn bietet. Egidius wird Zeitzeuge und Chronist einer durch Bombenangriffe versehrten Landschaft und der damit verbundenen Zerstörung natürlicher und menschlicher Ordnung. Und das geschieht auf eine fast verhaltene Weise, die den introvertierten Egidius dann doch zu einem „Helden“ werden lässt, der sich seinem Schicksal nicht entziehen kann.
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Saša Staniši: „Herkunft“

Über den Zufall, irgendwo geboren zu werden, und was danach kommt. Der Sommer, als der Junge fast ertrank. Der Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als der Jugendliche über viele Grenzen nach Deutschland floh. Ein Flößer, ein Bremser, ein bosnischer Polizist, der gern bestochen werden möchte. Eine Grundschule für drei Schüler. Ein Nationalismus. Ein Yugo. Ein Tito. Ein Eichendorff. Ein Saša Stanišić.

Kommentar der Jury:
Ein autobiographischer Roman über die Frage unserer Zeit, eine Selbstbefragung in Fragmenten und Arabesken: über Geschenk und Bürde der Herkunft, über das Finden einer neuen Sprache, mit einem Kern, „hart wie der einer Pflaume“, und über das Werden eines Schriftstellers. Auf verschlungenen Wegen führt Herkunft uns nach Višegrad, Bosnien, in das Dorf der Großeltern und nach Heidelberg, wo der Halbwüchsige als Kriegsflüchtling landete. Verschmitzt und behände bleibt der Erzähler stets auf der Hut vor sich selber, mit Klugheit, Humor und Sprachwitz, ohne „Zugehörigkeitskitsch“ und Opferpathos. Sein berückendes Vergnügen am Erzählen macht die bleischweren Themen federleicht – Wundbehandlung mit den Mitteln der Literatur.
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Jackie Thomae: „Brüder“

Sie sind Kinder desselben Vaters, den sie nicht kennen. Mick lebt frei von Verbindlichkeiten. Dass die Welt sich ändert, registriert er so zerstreut wie einen neuen Tag, wenn er blinzelnd aus dem Club stolpert. Gabriel ist erfolgreicher Architekt, eingefleischter Londoner und Familienvater. Doch dann verliert er in einer banalen Situation die Nerven und steht als Aggressor da. Die Fragen, die sich den beiden Männern stellen, sind dieselben. Ihre Leben könnten nicht unterschiedlicher sein.

Kommentar der Jury:
„Brüder“ ist ein groß angelegter Roman, den man in einer amerikanischen Erzähltradition verorten kann, der aber mit seinem ungewöhnlichen Plot über zwei sehr konträre Brüder eines afrikanischen Vaters von deren Kindheit in der DDR in die weite Welt bis nach London, Paris und Südamerika führt. Völlig unaufgeregt werden Themen wie Hautfarbe, Erfolg, Liebe, die Frage nach dem richtigen Leben und vor allen Dingen die Bedeutung von Schicksal, Herkunft und Prägung verhandelt. Man liest in „Brüder“ eine sehr spannende Geschichte, aber Jackie Thomae gelingt es mit Leichtigkeit, geradezu nebenher existenzielle Fragen und Themen einzuflechten.

Dienstag, 18.Oktober

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Heute haben
Heinrich von Kleist * 1777
Henri Bergson * 1859 (Nobelpreis 1927)
Tibor Déry * 1894
und auch Klaus Kinski * 1926
und Lotte Lenya * 1898
Geburtstag.
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Jaaaa, wir haben beim Shortlistlesen richtig gelegen, oder die Jury hat auf unser Votum gehört. Bodo Kirchhoff hat mit seiner Novelle „Widerfahrnis“ den Deutschen Buchpreis 2016 gewonnen.
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Clarice Lispector:Der große Augenblick
Mit einem Nachwort von Colm Tóibín
Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Luis Ruby
Schöffling Verlag € 18,95

Der schmale Roman der brasilianischen Autorin hat es im Februar 2016 auf Platz 2 der swr-Bestenliste geschafft. 1977 im Original erschienen, ist es auch der letzte Roman der Autorin, die im gleichen Jahr verstorben ist.
Ein Autor sitzt am Schreibtisch und muß über Macabéa schreiben. Eine junge Frau aus dem Nordosten des Landes, die sich in der Hauptstadt als einfache Schreibkraft durchschlägt. Sie ist dünn, nagt am Hungertuch, ist hässlich, geistig sehr unbedarft und erwartet auch nicht viel vom Leben. Der Autor hingegen, der sich immer wieder einbringt, Kommentare abgibt, holpert durch seinen Text. Er will die Realität ablichten, was aber nicht so einfach geht. Er gibt diesem Roman mehr als zehn andere Titel, weil er nicht weiß, wohin das alles noch führen wird. Wie auch schon in den früheren Romanen von Clarice Lispector, herrscht auch hier ein mittleres Durcheinander. Nicht nur in den Köpfen von Macabéa und des Autoren, sondern auch im Schreibstil. Wir mäandern durch den beschreibenen Lebensabschnitt, haben es plötzlich mit einem langen, abgehackten Dialog zu tun, sind mit Macabéa und ihrem „Freund“ im Zoo und plötzlich wieder in der Gedankenwelt des Aufschreibenden.

„Auch ich habe mich von Misserfolg zu Misserfolg auf mich beschränkt, will aber wenigstens noch der Welt begegnen und ihrem Gott, meine Grenzen zu überschreiten, das hat mich fasziniert. Beim Schreiben lüge ich nicht. Was ich schreibe, ist mehr als eine Fiktion, ich habe die Pflicht, von dieser jungen Frau zu erzählen, wie es Tausende gibt. Ebenso obliegt es mir, sei es auch in wenig kunstvoller Weise, ihr Leben für sie zu offenbaren. Denn es gibt das Recht zu schreien.“

Macabéa ist so unbedarft, daß es 40 Jahre nach Erscheinen des Romanes schon fast lustig, satirisch klingt. Sie fragt wie ein kleines Kind, will wissen, was um sie herum vorgeht und fällt am Ende doch auf eine Hellseherin herein. Ihr werden so viele hässliche Dinge an den Kopf geworfen und doch macht sie immer weiter, ohne groß nachzufragen, wie ihre Mitmenschen mit ihr umgehen, was sie von ihr halten. Damit tut sich auch der Schriftsteller schwer. Er würde ja gerne anders und liebevoller mit seiner Figur umgehen. Aber es geht nicht. Sie ist in diese Welt geworfen, die nicht für sie gebaut ist und auch sie ist nicht für diese Welt geschaffen.

„Gewiss hätte sie verdient, in den Himmel der Windschiefen zu kommen, wohin nur gelangt, wer krumm gewachsen ist. Nur geht es nicht um den Zugang zum Himmel, es geht ums Schiefe auf der Welt. Ich versichere euch, wenn ich könnte, würde ich für Verbesserung sorgen.“

Knapp 120 Seiten hat der Roman und nach einer Anlaufzeit, hat mich das Buch sehr gefesselt und eine große Empathie für Macabéa entstehen lassen, obwohl sie als Gesprächspartnerin sehr anstrengend gewesen sein könnte. Ganz sicher. Manchmal dachte ich, daß so ein Text auf die Bühne gehört. Er wäre unglaublich intensiv, frech, ironisch und liebenswert.
Ein großes Lob an den Schöffling Verlag, der sich dem Werk von Clarice Lispector angenommen hat.
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Werner Färbers Ungereimtheit der Woche
Die Hefeschnecke LXI

Eine klitzekleine Schnecke
kriecht gemächlich um die Ecke.
Sie wittert einen süßen Duft
in der lauen Abendluft.

Sie folgt dem Duft zur Bäckerei,
in der es riecht nach Leckerei.
Die Hefe, die in Schüsseln treibt,
die Schnecke sich schnell einverleibt.

Mit vollem Bauch ruht sie sich aus,
die Schnecke in des Bäckers Haus.
Während sie ruht, schwillt sie dann an,
wie man mehr nicht schwellen kann.

Nur noch der Kopf passt in der Frühe
zur Tür hinaus mit größter Mühe.
Mitsamt dem Haus sieht man die Schnecke
verschwinden um die nächste Ecke.
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Morgen, Mittwoch, den 19.Oktober stellen Ute Geprägs und ich ab 19 Uhr neue Romane des Jahres vor.
Wir haben zwei große Taschen, aus denen wir unsere Schätze ziehen und versuchen damit, Ihnen einen kleinen Überblick über das literarische Leben zu geben.
Beginn ist 19 Uhr.
Die Anmeldung läuft über die Familienbildungsstätte Ulm (0731 962860), oder bei uns im Laden.