Dienstag, 14.Mai


Heute haben
Graf von Keyserling * 1855
Walter E. Richartz * 1927
Jens Sparschuh * 1955
Karin Struck * 1947
Karl-Markus Gauß * 1954
Eoin Colfer * 1965
Geburtstag
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Georg Herwegh
Frühlingsnacht

So sel’ge Stille traf ich nie!
Kaum lispelt’s in den Zweigen,
Als hätten ein Geheimnis sie
Den Menschen zu verschweigen.

Kaum plätschert noch die Welle fort,
Kaum knospet’s in den Hecken,
Als gälte es, die Sterne dort
Am Himmel nicht zu wecken.

Die guten Geister senken sich
Auf ihren Strahlen nieder
Und bringen, die bei Tag entwich,
Die Ruh den Träumen wieder.

Mein Schifflein treibt im Sturm allein,
Und niemand will es retten;
So müd dies Haupt, es schläft nicht ein –
Ich muß ihm tiefer betten.
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Ondřej Buddeus (Text) / Jindřich Janíček (Illustrationen): „Fahr Rad
Aus dem Tschechischen von Lena Dorn
Karl Rauch Verlag € 25,00

Das Fahrrad ist seit mehr als 200 Jahren der bescheidene Begleiter des Menschen, es dient den Kleinen und den Großen auf ihren alltäglichen Wegen, aber auch für ungewöhnliche Reisen. Das Wichtigste aber ist: Es kann uns ein Gefühl völliger Freiheit geben. Vielleicht, weil der Mensch auf einem Fahrrad nur einen Pedaltritt vom Abheben entfernt ist.
Woher kommen die Faszination und Leidenschaft fürs Fahrrad? Was macht es mit unserem Körper und unseren Gefühlen, mit unseren Wegen durch Landschaften oder Städte? Wie ist die Idee des Fahrrads entstanden, wie hat es die Welt verändert und wie kann es sie immer noch verändern?
Humorvoll und voller Begeisterung erzählt und illustriert, ist es ein Buch für große und kleine Radenthusiasten.
Ein Bilderbuch, ein Sachbuch, eine Graphic Novel, ein Buch wie ein Lexikon.
Einfach wunderbar.


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Das Team Jastram hat 2.908 km erradelt.
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https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/verkehrswende-kosten-teurer-100.html

Studie von Agora Verkehrswende
„Politisches Zögern hat einen Preis“

Je länger die Verkehrswende dauert, desto teurer wird sie: Das geht aus einer Studie der Agora Verkehrswende hervor. Die Organisation hat drei Szenarien miteinander verglichen, die eine klare Handlungsempfehlung ergeben.
Wie kann Deutschland die Verkehrswende schaffen, und wie viel würde dies kosten? Die Organisation Agora Verkehrswende hat drei verschiedene Szenarien mit unterschiedlich weitreichenden Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor erstellt. Dabei verglichen die Autoren die aktuelle Verkehrspolitik mit zwei Alternativen, in denen schon früher und ambitionierter in Klimaschutz investiert wird.
Wenn schon 2025 mehr Geld für die Verkehrswende ausgegeben würde, ließe sich dadurch in Zukunft Geld sparen, argumentiert Agora Verkehrswende. Ab 2030 müsste die Regierung dann weniger Geld für die Verkehrswende ausgeben, als aktuell für die Zeit vorgesehen sei, so die Autoren der Studie.Das würde laut einer Untersuchung vom Agora Verkehrswende e. V. gleich viel kosten wie die aktuell bis 2045 geplanten Maßnahmen. ….
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Verteidigt die Demokratie – 75 Jahre Grundgesetz
Di, 14. Mai 2024 um 19:00 Uhr | Ort Haus der Begegnung
Podium mit Heinrich Bedford-Strohm und anderen Gästen. 

Das Grundgesetz – das Fundament unserer Demokratie – wird am 23. Mai 75 Jahre alt. Anlässlich dieses geschichtsträchtigen Jahrestages sprechen wir mit Heinrich Bedford-Strohm über die Zukunft unserer Demokratie und ihre Bedeutung für die Kirche. Ella Oswald vom Ring der politischen Jugend und Felix Steinbrenner von der Landeszentrale für politische Bildung geben ihre Statements ab und befragen die Perspektive von Theologie und Kirche. Hat Kirche zur Demokratie etwas Wesentliches beizutragen?
Eintritt 6,00  EUR/erm. 4,00 EUR
Veranstalter: EBAM in Kooperation mit HdB

Donnerstag, 25.April

Heute haben
Clarin * 1852
Claude Mariac * 1914
Albert Uderzo * 1927
José A.Valente * 1929
Per Gunnar Evander * 1933
Elfriede Czurda * 1946
Geburtstag
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Am Wochenende vielleicht:

Ludwig Uhland
Lob des Frühlings

Saatengrün, Veilchenduft,
Lerchenwirbel, Amselschlag,
Sonnenregen, linde Luft!
Wenn ich solche Worte singe,
Braucht es dann noch große Dinge,
Dich zu preisen, Frühlingstag!
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Unser Buchtipp:


Constance Debré: Love Me Tender
Aus dem Französischen von Max Henninger
Matthes & Seitz Verlag € 20,00

Habe ich vor ein paar Tagen die Paris-Trilogie von Colombe Schneck vorgestellt, folgt jetzt eine weitere Abrechnung mit dem Pariser Geldadel. Das ist jedoch nur ein Teil dessen, was die französische Autorin Debré in ihrem Roman zeigen will. Auch hier versteckt sie sich nicht hinter literarischen Figuren, sondern schreibt über sich selbst, wie u.a. auch Ernaux und Eribon.
Eine Frau, aus den höchsten Kreisen, bricht nach 20 Jahren aus ihrer Ehe aus, verlässt Mann und Sohn, um öffentlich ihre Homosexualität zu leben. Ihr Mann entzieht ihr das Sorgerecht um das gemeinsame Kind und es entsteht ein jahrelanger gerichtlicher, als auch persönlicher Kampf. Gleichzeitig lebt sie ihre Liebe zu Frauen exzessiv aus und holt wohl das nach, was ihr jahrelang gefehlt hat.
Auch ihren Beruf als Richterin hängt sie an den Nagel, um als Schriftstellerin zu leben und zu arbeiten.
Constance Debrés Roman ist eine harsche Kritik an den Institutionen, an den Hierarchien, den Klassenschranken und an die Erwartungen an eine Frau und Mutter. Ein intensiver Roman, der in seiner Wucht nicht die sensiblen Seiten dieser Frau und Mutter aufzeigt.
Ein beonderer Roman auf dem Neuerscheinungstisch.

Leseprobe
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Verteidigt die Demokratie!
75 Jahre Grundgesetz

Di, 14. Mai 2024, 19:00 Uhr im Haus der Begegnung, Ulm
Podium mit Heinrich Bedford-Strohm, Felix Steinbrenner (lpb), Ella Oswald (rpj Ulm)


Das Grundgesetz – das Fundament unserer Demokratie – wird am 23. Mai 75 Jahre alt. Anlässlich dieses geschichtsträchtigen Jahrestages sprechen wir mit Heinrich Bedford-Strohm  über die Zukunft unserer Demokratie und ihre Bedeutung für die Kirche. Ella Oswald vom Ring der politischen Jugend und Felix Steinbrenner von der Landeszentrale für politische Bildung geben ihre Statements ab und befragen die Perspektive von Theologie und Kirche. Hat Kirche zur Demokratie etwas Wesentliches beizutragen?

Eintritt 6,00 EUR/erm. 4,00 EUR
Veranstalter: EBAM in Kooperation mit dem HdB

Montag, 19.Dezember

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Das 19.Küken von Anke Raum.
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Winfried Hermann Bauer
Sonnwend

Leise
Schmirgelt Väterchens Schleiflied
Über das Antlitz der Kleinen
Arglos entwölkt er Spiegel
Welterweiternd
Und hofft auf ein Lichtbad
Am Morgen

Der Narr
Ahnt nicht die Macht
Wild wachsender Klarheit
Und kein Schimmer
Warnt ihn vor Blendwerk
In stockdunkler
Nacht…
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Hartmut Rosa: „Demokratie braucht Religion“
Mit einem Vorwort von Gregor Gysie
Patmos Verlag € 12,00

Hartmut Rosas Text, der auf einer Rede beim Würzburger Diözesanempfang 2022 basiert, befasst sich mit dem Zustand unserer Demokratie. Was können wir tun, damit es nicht so oft zu Pauschalvberurteilungen der Anderen kommt? Wieso stehen sich Gruppierungen und Meinungen so voller Aggression gegenüber? Woher kommt diese Aggression überhaupt?
Der Soziologe Hartmut Rosa geht auf das kirchliche Motte des Jahres, der hörenden Herzen ein, und schreibt, dass wir nicht nur eine Stimme brauchen, damit wir und äußern können und Ohren, damit wir das Gesagte der Anderen wahrnehmen, sondern auch hörende Herzen, damit es zu einer Resonanz in uns kommt. Ein Begriff, den er vor Jahren mit seinem sehr erfolgreichen Buch, geprägt hat.

Oxana Timofeeva: „Heimat. Eine Gebrauchsanweisung“
Matthes& Seitz Verlag € 16,00

Wie kann es gelingen, eine Heimat zu lieben, die geografisch in einem Staat wie Putins Russland liegt, und welchen Handlungsspielraum hat der Einzelne, wenn das Land seiner Heimat sich sukzessive in einen Tyrannenstaat wandelt und schließlich vor Krieg nicht zurückschreckt? Oxana Timofeeva erzählt, in dem 2020 im Original erschienenen Essay, von ihren drei in der Sowjetunion liegenden Heimaten: davon, wo sie geboren ist, wo die Familie herkommt, von den sehr unterschiedlichen Lebensumständen in Sibirien und Kasachstan, ersten Kindheitserinnerungen in der kasachischen Steppe und ihrer Schulzeit nahe des Polarkreises. Schließlich setzt sie sich mit unterschiedlichen Konzepten von Heimat auseinander.
Der Mitte des Bändchen sind Fotos der Autorin aus ihren Heimaten und im letzten Teil ein sehr interessantes Interview zwischen der Übersetzerin und ihr über den Krieg in der Ukraine.

Hier noch eine kleine Auswahl weiterer Sachbücher des Jahres 2022:

Donnerstag, 18.Mai

Heute haben
Rahel Varnhagen von Ense* 1771
André Kaminski * 1923
Fritz Rudolf Fries * 1935
Otto Jägersberg * 1942
Daniel Glattauer * 1960
Jodi Picoult * 1966
Geburtstag.
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Was machen Sie? Nichts. Ich lasse das Leben auf mich regnen.
Rahel Varnhagen von Ense
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Runter vom Sofa!

Jürgen Wiebicke:Zehn Regeln für Demokratie-Retter
Ein Leitfaden für Demokratie-Retter
Kiepenheuer & Witsch Verlag € 5,00

Es lohnt sich wieder über den Begriff „Demokratie“ nachzudenken. Trump ist Präsident, in der Türkei werden Menschenrechte mit Füßen getreten, Rechtpopulisten tauchen überall in Europa uf. Von Russland und China und deren Demokratie-Bewußtsein will ich gar nicht reden. Es ist somit Zeit, runter vom Sofa zu steigen und sich Gedanken über Freiheit, Mitmenschlichkeit, Werte und Politik zu machen. Jammern hilft nicht auf Dauer. Der Journalist und Philosoph Jürgen Wiebicke hat zehn Regeln zur Rettung der Demokratie aufnotiert und der KiWi-Verlag hat sie verlegt. Der Verkaufspreis von € 5,00 ist vom Verleger bewußt so niedrig gehalten, damit möglichst viele Menschen sich dieses Büchlein zulegen und weiterverschenken. Die Bundestagswahl in Deutschland steht bevor und die AfD in den Startlöchern. Ein Blick lohnt sich allemal.

„Die Demokratie ist kein Haus, das fertig gebaut ist, in einer Krisenzeit muss man das Demokratiehaus umbauen.“

Wir müssen gegen Ungerechtigkeiten kämpfen umd Demokratie lebbar machen. Wenn wir nachdenken, geht es uns in Deutschland noch nie besser und doch ist so Vieles ins Wanken geraten.

„Demokratie mitgestalten heißt, ich merke, es kommt auf mich an.“

Wir können die Welt nicht aus den Angeln heben, aber im Kleinen anfangen. Bei Diskussionen in kleinem Rahmen, in Stadtteilbewegungen und Gesprächen auf der Straße.

„Mit Wut kann man nichts bewegen.“

Erst einmal zuhören und reden lassen, nachdenken und dann gezielt nachfragen. So kommen Redner mit populisten Meinungen ganz schnell auf’s Glatteis. Weg von Ausländerfragen und mal nachfühlen, wie sieht es denn in Bereichen wie Klimawandel und Kultur aus. Da ist bald Schluss mit dicker Hose.

„Unsere eigene Perspektive auf die Gesellschaft sollte nicht sein, ich bin Opposition.“

Auf einer beigefügten Postkarte sind seine 10 Regeln aufgedruckt und Sie können sie auf den Schreibtisch stellen, in die Hosentasche stecken und Freunden weitergeben.

„Unser Demokratie-Muskel ist durch lange Passivität derzeit ziemlich untrainiert. Jetzt zwingen uns die Verhältnisse, wieder in Bewegung zu kommen. Der Anfang fällt schwer. Aber unterwegs werden wir merken, was uns gefehlt hat. Und wir werden uns umschauen und erleichtert feststellen: Wir sind sehr viele.“
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Unsere Veranstaltungen im Juni:

Dienstag, 6.6. um 19 Uhr
„Die erste Seite“
Wir stellen vier neue Bücher vor
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Donnerstag, 8.6. um 19 Uhr
Konstantin Richter „Die Kanzlerin“.
Eine Fiktion
Verlag Kein und Aber

Hier eine paar Pressestimmen zum Buch:

»Wir begleiten die Kanzlerin bei der Entscheidungsfindung, folgen ihr in die
Datsche und wohnen der Zubeeitung vno Kohlrouladen bei. Augenzwinkern und immer
respektvoll: journalistisch-literarische Fiktion vom Feinsten.«
Zeit online

»Ein auf skurrile Weise vergnügliches Buch.«
Augsburger Allgemeine

»Es ist recht wahrscheinlich, dass dieses so kurzweilige wie gut recherchierte
Buch in viele Sprachen übersetzt wird. Das Bild der späten Ära Merkel wird
international durch Konstantin Richters Deutung beeinflusst werden […].«
Hannoversche Allgemeine Zeitung

»Richters „Die Kanzlerin“ ist eine geniale Persiflage auf die Obsession unserer
transparenten Ära, in der Hochglanzstorys bei Bundespolitikern zu Hause Usus
sind.«
Spiegel Online

»Ein Roman über Merkel – das ist so schwierig wie ein Rocksong über Edmund
Stoiber oder ein Liebesgedicht an ein Chamäleon. Konstantin Richter hat es
geschafft.«
Harald Martenstein