Freitag, 3.November


Heute haben
Ludwig Derleth * 1870
Hanns Heinz Ewers * 1871
André Malraux * 1901
Dieter Wellershoff * 1925
Amartya Sen * 1933
F.K.Waechter * 1937
Martin Cruz Smith * 1942
Jan Faktor * 1951
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Friedrich Hebbel
Herbstbild


Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
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Ein weiteres Kunstwerk von Britta Teckentrup:

Britta Teckentrup: „Ein Fest von Obst und Früchten
Jacoby & Stuart Verlag € 29,00

Ja, es ist ein wahres Fest, ein voller Korb voller Obst und Früchten, den uns Britta Teckentrup hier präsentiert. Nach ihrem letzten großen Buch über Krähen und Raben, wird es jetzt vegetarisch. In ihrer ganz speziellen, eigenen Art hat sie unglaublich viele, unterschiedliche Sorten gemalt. Fast kommen wir uns vor, als würden durch die Alte Pinakothek schlendern. Aber nicht nur ihre Bilder finden wir in diesem Prachtband, Britta Teckentrup hat sich wieder schlau gemacht und zeigt uns die Ergebnisse ihrer Mühen. Denn schon in der Antike entstanden Abbildungen von Obst und Früchten, die Stilleben von Caravaggio sind weltberühmt. Auch in der Literatur, natürlich im Märchen, in der Lyrik finden sich viele Beispiele. So ist dieses Buch nicht nur ein herrlicher Bildband, ein botanisches Nachschlagewerk, sondern eine Anthologie, in dem wir auch Tipps zu Romanen und Filmen bekommen.
Nicht zu vergessen sind die persönlichen Erlebnisse aus ihrer Kindheit.

Der Garten meiner Oma war voll von Obst und Früchten. Meine Schaukel stand im Schatten eines Quittenbaums und meine ersten Kletterübungen machte ich auf dem kleinen Kirschbaum hinter dem Haus. Damals kamen mir die Bäume und der Garten riesig vor.
Und es waren die Himbeeren, die ich so liebte – so wie auch heute noch. Aber handelt es sich dabei überhaupt um eine Beere? Heute weiß ich, dass die Himbeere eigentlich gar keine Beere ist, sondern eine Sammelsteinfrucht, so wie auch die Kirsche eine Steinfrucht ist.
In die Welt von Obst und Früchten einzutauchen ist unwahrscheinlich spannend, ein ästhetischer Genuss. Und meine Begeisterung dafür möchte ich in diesem Buch mit Ihnen teilen.

Britta Teckentrup

Schauen Sie in die Leseprobe und staunen Sie.
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Hier noch ein paar Veranstaltungtipps:

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„Das Weib ist ein Kerl“
Theaterstück von Wolfgang Schukraft

„Ein echter Kerl, der keiner ist. Ein Mensch zwischen den Geschlechtern: spannendes Theater … 
Djurovic präsentiert den Kerl mit verletzlichem Wesen mit unaufgeregter Präzision, ohne hochkochende Emotion geht es tief hinein in die Felsspalten der Seele.
Von Schukraft kompakt ohne Längen und Überzeichnungen in Szene gesetzt. … Viel Beifall im Saal.“
Uli Landthaler, Südwestpresse

Liebe Theater-Freunde!
Es wäre schade, wenn Sie diese Produktion verpassen würden. Es ist Theater jenseits jeglicher Gender-Klischees. Ich bemühe mich immer, dass unsere Aufführungen im besten Sinne unterhaltend sind. Und dies gelingt uns auch diesmal. Versprochen!
Ihr Wolfgang Schukraft

Im Schuhhaussaal im Kunstverein
Kramgasse 4, Ulm (hinter dem Münster)
Karten: Bücherstube Jastram Ulm, Judenhof, Tel. 0731/67137
oder per Mail: schukrafts@gmx.de
 
Beginn jeweils 19 Uhr 
Samstag, 04.11.23
Sonntag, 05.11.23
Samstag, 11.11.23
Sonntag, 12.11.23
Samstag, 18.11.23
Sonntag, 19.11.23
Samstag, 25.11.23
Sonntag, 26.11.23
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Am Sonntag, den 5.November gibt es im Ulmer Roxy ein Albumrelease Konzert.
Beginn: 20 Uhr, Eintritt: € 22,00
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Freitag, 20.Oktober

Guten Morgen Westerland

Literarisches auf dem Friedhof von Keitum gefunden.



Und ein Namenskollege:


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„Das Weib ist ein Kerl“
Theaterstück von Wolfgang Schukraft

„Ein echter Kerl, der keiner ist. Ein Mensch zwischen den Geschlechtern: spannendes Theater …  
Djurovic präsentiert den Kerl mit verletzlichem Wesen mit unaufgeregter Präzision, ohne hochkochende Emotion geht es tief hinein in die Felspalten der Seele.
Von Schukraft kompakt ohne Längen und Überzeichnungen in Szene gesetzt. … 
Viel Beifall im Saal.“ 

Uli Landthaler, Südwest-Presse

Nächste Aufführungen am
Sonntag 22.10., Freitag, 27.10. und Samstag, 28.10.
Beginn jeweils 19 Uhr
Im Kunstverein/Schuhhaussaal, Kramgasse 4 in Ulm
Vorverkauf bei uns in der Buchhandlung

Donnerstag, 12.Oktober

www.callas-ulm.de
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Heute haben
Eugenio Montale * 1896
Ding Ling * 1904
Wilhelm Muster * 1916
Alice Childress * 1916
Vladimír Körner * 1939
Geburtstag
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„Es zeigte sich wieder, daß die Hoffnung und die Freude die besten Ärzte sind.“
Wilhelm Raabe
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(picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Judith Hermann erhält den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2023
Sie kommt am Mittwoch, den 25.Oktober um 19 Uhr in die vh Ulm (Club Orange).
Wir sind fast ausverkauft.
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Das Literarische Quartett stellt Morgen, Freitag, den 13.Oktober folgende vier Bücher vor:


Hier geht es zur Homepage:
https://www.zdf.de/kultur/das-literarische-quartett/das-literarische-quartett-vom-13-oktober-2023-100.html
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Wolfgang Schukraft schreibt:

Liebe Theater-Freunde!
An diesem Wochenende ist es so weit. Es erwartet Sie ein sicher überraschend unterhaltsamer Theaterabend: „Das Weib ist ein Kerl“, gespielt von Sven Djurovic, geschrieben und inszeniert von mir. Es ist das pralle Leben: eine Chevalière aus dem 18. Jahrhundert und ein Offizier aus der Gegenwart. Während die Chevalière wie ein Paradiesvogel über ihr Leben fliegt, überwindet der Bundeswehroffizier in aller Ehrlichkeit die Hürden seines Problems: er möchte ein selbstbestimmtes Leben führen. Also weit entfernt von einem akademischen Genderdiskurs.
Premiere ist am Samstag, 14. Okt., und am Samstag, 15. Okt., jeweils um 19 Uhr im Kunstverein, Schuhhaussaal, Kramgasse 4 (hinter dem Münster) in Ulm.
Karten gibt es bei der Bücherstube Jastram, an der Abendkasse ab 18.15 Uhr. 
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Foto: SWP Ulm

Podium Klimakatastrophe – zwischen Lähmung und Engagement.
Diskussion zwischen Letzter Generation, Theologie und Psychologie.
Dienstag, 17. Oktober 2023 um 19:00 Uhr im Haus der Begegnung, Grüner Hof 7,

Die Ergebnisse der Wissenschaft zu den Fakten der Klimakatastrophe lösen verschiedene Reaktionen aus. Es werden persönliche und politische Hintergründe fürs Handeln offen gelegt und diskutiert. Es geht dabei ehrlich zu: Eigene Fragen und Ratlosigkeit wie ermutigende Erfahrungen kommen zur Sprache. Dabei suchen die unterschiedlichen Podiumsteilnehmer Perspektiven, die ein hilfreiches Engagement stärkten. Kritische gegenseitige Befragung der Podiumsteilnehmenden auch zu den gewählten Methoden ist inbegriffen. Das Publikum ist eingeladen, mitzudiskutieren.

Mitwirkende:
Christine Mayer, Studierende der Informatik in Ulm und Lorenz Hund, Studierender der Elektrotechnik und Informationstechnik an der TH Ulm, beide engagiert bei der Letzten Generation. 
Peter Lehmann, Psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis und Gabriele Eiche, Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis, beide engagiert bei Psychologists for Future.
Christoph Reichel, Theologe und Pfarrer i.R, engagiert im Haus der Nachhaltigkeit.

Moderation:
Andrea Luiking, Leiterin Haus der Begegnung

Eintritt frei
Ort: Haus der Begegnung, Grüner Hof 7, 89073 Ulm
Veranstalter: HdB

Montag, 18.September


Heute haben
Samuel Johnson * 1709
Justinus Kerner * 1786
William March * 1893
Jens Rehn * 1918
Geburtstag
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Winfred Hermann Bauer
Over The Edge

Ein Tretminenfeld hinter mir
Den Abgrund
Vor Augen
Überkommt mich eine überraschende Leichtigkeit
Ja Lebendigkeit
Angesichts des Todes
Als wäre er die geheime Triebfeder
Der Kampfkraft
Insbesondere in einem Krieg
Den wir doch immer vermeiden wollten
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Unser Buchtipp:


Birgit Schönau: „Die Geheimnisse des Tibers
Rom und sein ewiger Fluss
C.H.Beck Verlag € 28,00

Die ewige Stadt lässt Birgit Schönau nicht los. So hat sie vor Jahren für die Süddeutsche Zeitung u.a. über die beiden römischen Fußballmanschaften die italienische Fußballnationalmannschaft geschrieben. In der Casa die Goethe haben wir gemeinsam mit ihr und einer Reisegruppe ihr Buch „Gebrauchsanweisung für Rom“ präsentiert. Lang ist’s her.
Jetzt dreht sie den Spieß um und erzählt nicht über die ewige Stadt, sondern über den ewigen Fluss. Wobei beide sehr eng miteinander verbunden sind und wir natürlich eine 3000-jährige Geschichte der Stadt Rom präsentiert bekommen. Nur aus einem anderen Blickwinkel. Und wie sie das schreibt und Geschichten an Geschichten reiht, macht ungemein Laune das Buch zu lesen. So viele Dinge wusste ich nicht und ich freue mich über jedes neue Kapitel.
So beginnt Birgit Schönau mit der Mythenwelt, mit Legenden, der Aeneis, geht über zum römischen Weltreich, in die Renaissance und die Welt der Päpste, bis in die Gegenwart. Dies alles verschmilzt in einander, da die alte Geschichte mit der Neuzeit eng verknüpft ist.
Der Fluss (il fiume), wie die RömerInnen sagen, war schon immer ein Transportweg, eine Lebensader und ein Teil der Industrialisierung durch seine vielen Mühlen im Wasser. Er wird geliebt und gefürchtet. Die Hochwasserhöchstände sind immer noch in der Altstadt an Kirchenwänden markiert. Die Reichen bauten ihre Villen bis an den Tiber, die Armen wurden dort hinverfrachtet. Dort wo das ganze Abwasser, der Müll und die Krankheiten existierten.
Aber auch in der Gegenwart lässt uns der Fluß nicht los. In vielen Filmen taucht er auf und da er im letzten Sommer nur noch ein Rinnsal war, hat ein Filmemacher den Fluss (digital) ganz austrocknenlassen, um zu zeigen, was es mit dem Klimawandel auf sich hat.
Diese Doppelbiographie zeigt die ganze Bandreite von Geschichte, Politik, Kunst und Kloake und dies in vielen unbekannten Episoden aus den letzten 3.000 Jahren.

Leseprobe
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„Das Weib ist ein Kerl“
Schauspiel von Wolfgang Schukraft

Uraufführung am 14.10.2023
Im Kunstverein Ulm, Kramgasse 4
Darsteller: Sven Djurovic
Inszenierung: Wolfgang Schukraft

Die aktuelle und mit viel Leidenschaft geführte Gender-Diskussion mag vielen als Thema erscheinen, das erst in unseren Tagen die Öffentlichkeit bewegt. Aber dem ist nicht so. Wohl immer schon gab es Menschen, die sich nicht in die „normalen“ Rollenbilder von Mann und Frau fügen konnten und wollten. So gab es im Frankreich des 18. Jahrhunderts eine historisch verbürgte Person: die Chevalière d’Eon. In ihrer Biografie schreibt sie, dass sie zwar als Frau geboren, aber zum Mann erzogen wurde und das Leben eines Mannes führte: als Spion am Zarenhof, hochdekorierter Kämpfer in französischen Kriegen undbevollmächtigter Minister in England. Mit 50 Jahren zwang sie der Befehl Ludwig des XV, ihr restliches Leben als Frau zu leben.

Ganz anders und doch so ähnlich stellt sich in dem neuen Stück von Wolfgang Schukraft das Schicksal eines Bundeswehroffiziers dar. Auch er ist, wie der französische Edelmann, Soldat, Afghanistan-Veteran, Ehemann und Familienvater. Mit 40 Jahren unterzieht er sich, nicht durch äußeren Zwang wie der Chevalier, sondern aus freien Stücken und seinem tiefen inneren Empfinden folgend, einer Geschlechtsumwandlung. Zwölf Stunden vor der entscheidenden Operation lässt er sein Leben Revue passieren. Er steht an einem „Point of no return“.

Die Schicksale des französischen Chevaliers aus dem 18. Jahrhundert und des deutschen Offiziers von heute ergänzen sich in vielfacher Hinsicht, in ihren Gemeinsamkeiten ebenso wie in ihren Unterschieden. Vor allem aber machen sie den Kopf frei für das Verständnis für Menschen, die nur eines wollen: Sein zu dürfen, was und wie sie sind.

Beginn jeweils 19 Uhr

Premiere:
Samstag, 14.10.23
Sonntag, 15.10.23
Sonntag, 22.10.23
Freitag, 27.10.23
Samstag, 28.10,23
Samstag, 04.11.23
Sonntag, 05.11.23
Samstag, 11.11.23
Sonntag, 12.11.23
Samstag, 18.11.23
Sonntag, 19.11.23
Samstag, 25.11.23
Sonntag, 26.11.23

Karten ab sofort bei der Bücherstube Jastram

Wolfgang Schukraft, Theaterei-Prinzipal a.D.
wschukraft@gmail.com
www.schukrafts.de