Mittwoch, 23.November


Heute haben
Marieluise Fleißer * 1901
Paul Celan * 1920
Herbert Achternbusch * 1938
Marcel Beyer * 1965
Geburtstag
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„Bücher sind Freunde, die stets für uns Zeit haben“
Otfried Preußler
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Er ist wieder da:


Achdé (Illustrationen) und Jul (Texte): „Lucky Luke“
Rantanplans Arche

Ehapa Verlag Band 101 € 7,99

Der lonesome Cowboy ist wieder unterwegs und zwar u.a. in Veggie Town. Dort wo Trapper keine Pelze verkaufen, amerikanische Ureinwohner keine Büffel mehr jagen und Cowboys ohne ihre berühmten Steaks klarkommen müssen.
Wie das denn?
Diesem Abenteuer liegt die wahre Gründungsgeschichte des Tierschutzvereins in den Vereinigten Staaten von Amerika zu Grunde und deshalb befindet sich auch ein Flyer des Dt.Tierschutzbundes in jedem Heft.
Es kommen also jede Menge Tiere vor, die dringend Hilfe brauchen. Rantanplan, der etwas andere Hund spielt eine wichtige Rolle und Lucky Lukes Pferd Jolly Jumper wird verletzt. Ob das alles gut ausgeht? Zumal es wieder einige Menschen gibt, die den Tierschützern nicht wohlgesonnen sind.
Aber es gibt ihn ja, den Cowboy, der schneller als sein Schatten schießen kann.
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Sonntag, 11.12., 20 Uhr im Roxy Ulm
Christian Krischkowsky Quartet: „The End of Melancholism“-Tour

Dienstag

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Heute in der Literaturwoche:
„Small Parts Isolated And Enjoyed“
Ein Abend mit Verleger Markus Hablizel

Ortsveränderung wegen unbeständigem Wetter: Café Schneiderei um 19:30 Uhr

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Heute haben Geburtstag:
Anna Wimschneider * 1919
Erich Segal * 1933
Joyce Carol Oates * 1938
Alexandra Marinina * 1957
Robert Schneider * 1961

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Der Jaja Verlag zu Gast in der Literaturwoche Ulm 2015.
Letzte Woche habe ich das kleine Koch- und Backbüchle „Tea-Time“ vorgestellt.
Morgen, Mittwoch, den 17.Juni ist die Verlegerin Annette Köhn ab 19:30 in der Stiege und redet über ihren Verlag, über ihre Machwerke und über „Tobisch“.
Eintritt: frei

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Joachim Brandenberg: „Tobisch“
Jaja Verlag € 23,00
Comicbuch, Hardcover-Fadenheftung

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Der Jaja Verlag schreibt über diesen herrlichen Comic, die großartige Graphic Novel und das wunderbar schön gemachte Buch:

Hier nun das Rezept für ein meisterliches Comicmachwerk:
Man nehme:
Eine alte Kurzgeschichte des virtuosen O. Henry, einen talentierten und gewieften Comic-Autor mit seinen modernen Werkzeugen der Bildbearbeitung, sowie viel Raffinesse und Sorgfalt.

Und man bekommt:
Eine Literaturadaption in Form einer ästhetisch geradezu überrealistischen Graphic Novel. Und schließlich lässt man das alles in bester Jaja Verlags-Manier ganz wunderbar drucken & elegant binden, mit sogar echtem Leinen am Rückensteg und Lesebändchen!

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Die Geschichte handelt vom deutschen Einwanderer Tobisch, der auf der Suche nach seiner verschollenen Verlobten die ganze Stadt mit handgezeichneten und ausführlichen Steckbriefen tapeziert. Über die wird Johann, ein weiterer Einwanderer aus Deutschland auf Tobisch aufmerksam und nimmt sich seiner an. Er versucht ihm zu helfen, aber auch von seinen Sorgen abzulenken, was bei dem durchweg manisch wirkenden Tobisch nicht recht gelingen will. Die beiden geraten in einen Strudel der Ereignisse, von einem Besuch auf Coney Island, über die Prophezeiung einer Wahrsagerin, neuer Bekanntschaften mitsamt Verständigungsproblemen und konträren Beweggründen, bis schließlich Tobisch seine Geschichte selbst zu Ende dichtet.

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Der Soundtrack zum Film:

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Ein Nachklapp auf die Lesung mit Bernd Rauschenbach am vergangenen Freitag bei uns in der Buchhandlung

Mittwoch

Heute haben
Giorgio Vasari * 1511
Emily Bronte * 1818
Dominique Lapierre * 1924
Renate Feyl * 1944
Patrick Modiano * 1945
Geburtstag
und halt auch noch
und Jürgen Klinsmann * 1964
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Der Buchtipp für heute, passt vielleicht auch zum Schulschluss in Baden-Württemberg. Der vorbildliche Mirco Watzke lebt auch auf ein wichtiges Ereignis in der Schule hin, aber der Fall der Mauer macht ihm ein Strich durch die Rechnung.

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Mawil: „Kinderland“
Reprodukt € 29,00

Einfach grossartig was Mawil hier in dieses dicke Buch gepackt hat. Über 290 Seiten, voll mit Comic-Bildchen. Wie er den kleinen, vorbildlichen Schüler Mirco („Mirgo“, wie ihn seine sehr kleine Schwester nennt) darstellt, ist einach toll.

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Wir befinden uns in der DDR des Jahres 1989. Micro lebt einer Familie, die christlich orientiert ist. In der Kirche ministriert er auch ab und an. Gleichzeitig ist er natürlich im ganz normalen DDR-Alltag integriert. FDJler in der Schule prägen den Alltag um ihn herum. Bis eines Tages ein Mitschüler auftaucht, der in die Parallelklasse kommt. Er ist anders. trägt auch keine Uniform bei Festtagen, benimmt sich anders. Obwohl er einen Kopf größer als Mirco ist, hilft er ihm, als Mirco sich mit dem Bus verfahren hat und er zu spät in die Schule kommt. Mawil packt immer wieder witzige Momente, berlinerische Sprüche in seine Bilder. Und gerade der neue Mitschüler hat einen wilden Slang drauf. Zwischen den beiden entwickelt sich eine schöne Freundschaft und als Mirco Probleme mit den älteren Schülern bekommt, steht ihm immer wieder der Neue bei.
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Mawil malt für uns diese Wochen und Monate vor dem Mauerfall wie ein normaler Sommer. Mirco hört zwar immer wieder von „Rübermachen“, Schüler tauchen nicht mehr auf und sogar Lehrer bleiben vom Unterricht fern. Als Mirco seine Russischlehrerin besucht (eine ganz harte in der Schule), sehen wir, wie sie gerade noch rechtzeitig das Westfernsehen ausschaltet und den „Spiegel“ versteckt. Doch all dies bekommt er gar nicht mit. Für ihn entwickelt sichdas Tischtennisspielen zu seinem Lebensmittelpunkt. Hier kann er es den Großen zeigen. Das geht sogar so weit, dass seine Mitschüler ihn dazu auswählen, ein Turnier zu organisieren. Alles gar nicht so einfach, wenn in der Schule nur eine Platte, aber keine Netz vorhanden ist und wenn Bälle Mangelware und „Kellen“ durch Bücher ersetzt werden. Aber es kommt mal wieder anders. Wie so oft im Leben. Die Mauer fällt und Mircos Eltern fahren für einen Tag nach Westberlin. Mirco ist sauer, gekränkt – kann er doch am Turnier nicht teilnehmen. Er findet jedoch in einem Kaufhaus einen Tischtennisschläger und kauft sie seinem Freund.

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Mawil schafft es in seinen vielen Bildern eine warmherzige, freundliche, freche und ehrliche Geschichte zu erzählen, die vor 25 Jahren hier in Deutschland passiert ist. Eine Jungenfreundschaft, eine Entwicklungsgeschichte und eine entscheidende Situation in der deutschen Geschichte, die von den Schülern gar nicht, oder nur am Rande bemerkt worden ist.

Ich wünsche Ihnen einen guten Morgen.

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