Mittwoch, 17.Mai


Heute haben
Henri Barbusse * 1873
Lenka Reinerova * 1916
Lars Gustafsson * 1936
Peter Hoeg * 1957
und Udo Lindenberg * 1946
Geburtstag
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Arthur Schopenhauer
Gebet eines Skeptikers

Gott, – wenn du bist, – errette aus dem Grabe
Meine Seele, – wenn ich eine habe
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Unser Tipp:


Carolina Schutti: „Eulen fliegen lautlos
Edition Laurin Verlag € 14,90

Carolina Schutti war kurz vor der Leipziger Buchmesse mit dem Droschl Verlag, der Verlegerin Annette Knoch und ihrem Schriftstellerkollegen Bodo Hell bei uns in der Buchhandlung und hat aus ihrem neuen Roman „Meerebrise“ vorgelesen.
Mich hat der Roman bei der Lektüre im Vorfeld und an diesem Abend sehr fasziniert, so dass ich mireinen älteren Text von Carolina Schutti bestellt und die knapp 60 Seiten atemlos verschlungen habe.
Wieder steht ein Kind im Mittelpunkt. Jakob. Still und leise. Ein zarter Junge, der sich an den lauten, harten Alltag noch nicht gewöhnt hat. Vater und Mutter wünschen sich einen Sohn, der spricht und zupackt. Jakob ist das Gegenteil, so dass ihn der Schulleiter bei der Einschulung zurückstellt. Nur der Briefträger ist ihm wohlgesonnen. Jakobs Rückzugsorte sind Traumwelten und Carolina Schutti geht mit ihrer Sprache, mit ihren Formulierungen auf Jakobs Welt ein und macht sie für uns sichtbar.
Diese Novelle ist in seiner Ruhe, in seiner Stille so präsent in unserer überlauten, hyperschnellen Welt, dass wir uns dieses Buch mindestens einmal im Jahr zum Lesen vornehmen sollten.

Freitag, 21.April


Heute haben
Charlotte Bronte * 1816
Peter Schneider * 1940
Hervé Le Tellier * 1957
Geburtstag
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Gotthold Ephraim Lessing
Das schlimmste Tier

Wie heißt das schlimmste Tier mit Namen?
So fragt‘ ein König einen weisen Mann.
Der Weise sprach: von wilden heißts Tyrann,
Und Schmeichler von den zahmen.
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Was für ein schöner, interessanter Abend mit dem Droschl Verlag, der Verlegerin Annette Knoch und Carolina Schutti und Bodo Hell.
Nach einem kleinen Überblick über den Verlag, seine Entstehung, seine Bücher und das Büchermachen in Österreich, warfen sich die beiden Autoren beim abwechselnden Vorlesen die Bälle zu. Obwohl der wunderbare Roman „Meeresbrise“ und der Essayband „Begabte Bäume“ im ersten Moment nichts miteinander zu tun haben, gab es doch einige Scharniere, wie es Carolina Schutti nannte und so funktionierten der Roman mit den beiden Mädchen sehr gut im Zusammenspiel mit dem Alphabet der Bäume und seinen vielen Geschichten dahinter.

Bodo Hell: „Ritus und Rita“ und „Auffahrt“
Essay 69 und 71
Droschl Verlag je € 18,00

Als Zugabe las Bodo Hell die paar wenigen Seiten über die Hl. Cäcilie, oder Santa Cecilia, der eine Kirche in Rom, Trastevere gewidmet ist.
In seinen beiden Essay-Bändchen zündet Bodo Hell gleich mehrere Feuerwerke ab.
Er schreibt über christliche Märtyrer und Heilige, deren Legenden, Fakten und Fiktionen über sie. Und das in seiner eigenen witzigen, mäanderden Art, in dem Abseitiges und Wissenswertes durch seine Ver-Dichtungsmaschine neu gestaltet werden. Ein wirkliches Sprach- und Sprechereignis.
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Gestern auf tagesschau.de
Klimabericht für Europa
Beispiellose Hitze und Dürre

Hohe Temperaturen, Trockenheit, Gletscherschwund: 2022 war das Jahr der Rekorde in Europa. Das geht aus dem Bericht des Klimabeobachtungsdienstes Copernicus hervor. So erlebte der Kontinent den heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Die Durchschnittstemperaturen in Europa haben im vergangenen Jahr neue Höchstwerte erreicht. Das geht aus dem Jahresbericht des europäischen Klimabeobachtungsdienstes Copernicus hervor, der in Bonn veröffentlicht wurde.
Demnach erlebte der Kontinent den heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und das zweitwärmste Jahr insgesamt. Auch bei der Sonneneinstrahlung, dem Gletscherschwund in den Alpen und der Zahl der Tage mit extremer Hitze in südeuropäischen Ländern wurden Rekorde registriert. Zugleich setzten Waldbrände so viel CO2 frei wie seit 15 Jahren nicht.

Den kompletten Bericht finden Sie hier.

Donnerstag, 20.April

Heute haben
Pietro Aretino * 1492
Herman Bang * 1857
Hermann Ungar * 1893
Arto Paasilinna * 1942
Geburtstag
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Emmy Ball-Hennings
Fremde Zärtlichkeit

In meiner Schulter zuckt eine Idee.
Ein Liebespaar wandert die Hecken entlang
Arm in Arm, lächelnd und sehnsuchtsbang …
Auf die Berge Jütlands fällt blau der Schnee.

Ich trage soviel fremdes Leid
Und wein’ für andre viele Tränen.
Ich fühle unbekanntes Sehnen
Und gebe fremde Zärtlichkeit
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Unser Bilderbuchvorlesetipp:

Bjørn F. Rørvik: „Fuchs & Ferkel – Torte auf Rezept
Illustrationen von Claudia Weikert
Übersetzung aus dem Norwegischen Meike Blatzheim
Klett Kinderbuch Verlag € 16,00
Vorlesebilderbuch ab 5 Jahren

Ferkel und Fuchs spielen Doktor. Ferkel hat einen gewaltigen Husten und Dr.Fuchs, alias Dr.Girlander, erkennt dies sofort und will Ferkels Urk herausnehmen. Aber nicht mit Ferkel.
Vielleicht gibt es ja noch eine andere Medizin, die hilft. Blätterstaub und Tannenzapfen, aber das will Ferkel auch nicht. Es meint, dass Torte und Limonade ihm helfen würden und dass die Kuh davon doch immer so viel hätte. Also malt Fuchs dem Ferkel viele rote Punkte aufs Fell und schickt es mit einem passenden Limonaden-Kuchen-Rezept zur Kuh.
Sie merken schon: ein tolle, wilde Geschichte. Genauso, wie Kinder spielen, wie Kinder sich Spiele ausdenken. Dass zum Schluss noch eine Büffelspritze, aus einem Holzstock, eine große Rolle spielt, wundert dann nicht mehr.
Beste Unterhaltung für die Kleinen und Großen.

Leseprobe

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Österreich auf der Leipziger Buchmesse

Heute, Donnerstag, 20.April, 19 Uhr
Der Grazer Droschl Verlag stellt sich vor.

Die Verlagsleiterin Annette Knoch hat Bodo Hell und seine „Begabte Bäume“ dabei.
»Begabte Bäume von Bodo Hell ist ein hinreißendes Buch. Es erfrischt, als schritte man selbst an Hells Seite Natur- und Kulturlandschaften ab.« (Julia Kospach, Falter)
und Carolina Schutti mit „Meeresbrise“
»Mit dem aktuellen Roman Meeresbrise gelingt der Autorin auf schmalem Platz ein Meisterstück.« (Sylvia Treidl, Buchkultur)
Zusätzlich noch ein paar Flaschen Steirischen Wein.
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt € 6,00
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Mittwoch, 19.April

Heute haben
August Wilhelm Iffland * 1759
Riccardo Bacchelli * 1891
Richard Hughes *1900
Stefan Schütz * 1944
Pierre Lemaitre * 1951
Geburtstag
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Johann Wolfgang von Goethe
Wandrers Nachtlied

Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest du auch.
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Wenn man nachts nicht schlafen kann
Ein Lesebuch
Herausgegeben von Paula Schmid
Illustriert von Katrin Stangl
Insel Bücherei im kleinen Format für € 10,00

„Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen. Manchmal fielen mir die Augen, wenn kaum die Kerze ausgelöscht war, so schnell zu, dass ich keine Zeit mehr hatte zu denken „Jetzt schlafe ich ein“ Und eine halbe Stunde später wachte ich über dem Gedanken auf, dass es nun Zeit sei, den Schlaf zu suchen: …“
Mit diesem sehr berühmten ersten Satz beginnt Marcel Proust seine Suche nach der verlorenen Zeit, genauso wie wir manchmal auf der Suche nach dem wohltuenden Schlaf sind.
Paula Schmid, die schon einige Anthologien im Suhrkamp/Insel Verlag herausgegeben hat, stellt uns hier ein weites Spektrum an Prosatexten und Lyrik zur Verfügung, damit es klappt mit dem Einschlafen. Zumindest erfahren wir, dass es anderen Menschen nicht besser geht.
Die Autorinnen und Autoren erzählen vom Einschlafen im Elternhaus, den Angstträumen der Kindheit, vom Aufstehen mitten in der Nacht, von Nachtschwärmern und Störenfrieden in der Großstadt, von Nächten in freier Natur, vom mitternächtlichen Gang zum Bücherregal.

Wenn man nachts nicht schlafen kann,
Hört man von den schiefergrauen
Dächern junge Katzen miauen,
Und das hört sicht schaurig an.

schreibt Mascha Kaleko. Marie Luise Kaschnitz schreibt über eine Angstnacht, Franz Kafka über eine schlaflose Nacht und Annette von Droste-Hülshoff über eine durchwachte Nacht.
Quer durch die Weltliteratur, von Goethe bis Jandl, nehmen uns Paula Schmid und die Illustratorin Katrin Stangl mit. Das kleine Format eignet sich natürlich sehr gut, das Büchlein unters Kopfkissen zu schieben.

Leseprobe
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Falls Sie heute und morgen nicht ganz früh ins Bett gehen wollen, dann gibt es hier noch zwei Veranstaltungstipps:

Mittwoch, 19.April, 19 Uhr
Janina Hecht: „In diesen Sommern“

Sparkasse Ulm, Neue Mitte
Eintritt € 17, inkl. Buffet.
Der Erlös geht an das Kinderschutzzentrum des Kinderschutzbundes Ulm/Neu-Ulm
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Österreich auf der Leipziger Buchmesse

Donnerstag, 20.April, 19 Uhr
Der Grazer Droschl Verlag stellt sich vor.

Die Verlagsleiterin Annette Knoch hat
Carolina Schutti und Bodo Hell mit im Gepäck.
Zusätzlich noch ein paar Flaschen Steirischen Wein.
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt € 6,00

Montag, 17.April

Heute haben
K.P.Kavafis * 1863
Tania Blixen * 1885
Thornton Wilder * 1897
Udo Werner Steinberg * 1913
Cynthia Ozick *1928
Rolf Schneider * 1932
Nick Hornby * 1957
Geburtstag
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Wolfgang Borchert
Das graurotgrüne Großstadtlied

Rote Münder, die aus grauen Schatten glühn,
girren einen süßen Schwindel.
Und der Mond grinst goldiggrün
durch das Nebelbündel.

Graue Straßen, rote Dächer,
mittendrin mal grün ein Licht.
Heimwärts gröhlt ein später Zecher
mit verknittertem Gesicht.

Grauer Stein und rotes Blut –
morgen früh ist alles gut.
Morgen weht ein grünes Blatt
über einer grauen Stadt.
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Jetzt als Taschenbuch erschienen und wer das Buch in der gebundenen Ausgabe noch nicht gelesen hat, sollte dies jetzt nachholen. Es lohnt sich.

Gabriele von Arnim:
Das Leben ist ein vorübergehender Zustand

Rowohlt Verlag € 14,00

Ein Paar, beide erfolgreich, großer Freundeskreis, finanziell und gesellschaftlich bestens situiert. Sie denkt an Trennung. An dem Tag, als Sie ihn damit konfrontiert, wird er abends mit einem Schlaganfall in die Klinik eingeliefert. Alles kommt anders. Es gibt einen zweiten Infarkt und viele Komplikationen. 10 Jahre dauert dieses gemeinsame ganz andere Leben, mit einem Mann der sich nicht mehr artikulieren, aber nach wie vor ganz klar denken kann. Freunde werden weniger. Schwer zu ertragen und zu verstehen für Menschen, denen Gesellschaft und Kommunikation immer sehr wichtig und notwendig war. Plötzlich sind sie zu zweit, angebunden ans Haus und Reisen geht auch nicht mehr. Er ist der Kranke und sie ist die Frau des Kranken. Das neue Leben erscheint düster und farblos, doch es sind zehn Jahre mit neuen erstaunlichen Farbnuancen, von der Autorin so ehrlich und überzeugend erzählt. Das Miteinander, das vor der Krankheit keines mehr war, ist nun wahrhaftig und trotz allem meistens gut.
Es ist schwierig, die richtigen Worte für dieses wunderbare Buch zu finden. Selten habe ich so ein kluges, feinfühliges Buch gelesen. Es ist in keinster Weise deprimierend. Es ist so positiv, trotz aller Katastrophen, Zusammenbrüchen, Ängsten und Zerissenheiten zwischen Aufopferung, Würde und Selbstfürsorge.

Gabriele von Arnim wurde 1946 in Hamburg geboren. Sie hat studiert, promoviert und zehn Jahre als freie Journalistin in New York gelebt. Danach schrieb sie u.a. für die DIE ZEIT und DIE SÜDDEUTSCHE, BR und WDR und arbeitete als Moderatorin für ARTE, den SDR/SWR und den SF. Sie schreibt Rezensionen für Zeitungen und Hörfunk, moderiert Lesungen, hat mehrere Bücher veröffentlicht und lebt in Berlin.
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Unsere Veranstaltungen in dieser und der nächsten Woche:

Mittwoch, 19.April, 19 Uhr
Janina Hecht: „In diesen Sommern“

Sparkasse Ulm, Neue Mitte
Eintritt € 17, inkl. Buffet.
Der Erlös geht an das Kinderschutzzentrum des Kinderschutzbundes Ulm/Neu-Ulm
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Österreich auf der Leipziger Buchmesse

Donnerstag, 20.April, 19 Uhr
Der Droschl Verlag stellt sich vor.

Die Verlagsleiterin Annette Knoch hat
Carolina Schutti und Bodo Hell mit im Gepäck.
Zusätzlich noch ein paar Flaschen Steirischen Wein.
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt € 6,00
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Österreich auf der Leipziger Buchmesse

Freitag, 28.April, 19 Uhr
Milena Michiko Flasar: „Oben Erde, unten Himmel“

Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt € 10,00

Freitag, 14.April

Heute haben
Martin Kessel * 1901
Landolf Scherzer * 1941
Felix Kamphausen * 1944
Valerie Martin * 1948
Peter Esterházy * 1950
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Ist er‘s


Verhagelt hat‘s das blaue Band
Es liegt jetzt in der Pfütze
Durch die Lüfte
Flattert Jacke, Hemd, die Mütze
Faule, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll
Das Land
Veilchen haben sich besonnen
Wollen später kommen
Horch, von fern
Ein Donnerschlag
Ja, was hab‘ ich da vernommen?
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Im Rahmen der Leipziger Buchmesse stellt Annette Knoch
am Donnerstag, den 20. April ab 19 Uhr
ihren Droschl Verlag bei uns in der Buchhandlung vor.
Mit dabei Bodo Hell mit seinem Buch: „Begabte Bäume“ und Carolina Schutti mit ihrem Buch: „Meeresbrise“


Bodo Hell: „Begabte Bäume
Mit 23 Zeichnungen von Linda Wolfsgruber
Droschl Verlag € 25,00

Bodo Hell ist mit seinem umfangreichen Œuvre tief verwurzelt in der österreichischen Literaturlandschaft. Mit seinem unglaublichen enzyklopädischen Wissen schafft er stets einzigartige Bücher.
Sein nächster Streich, der sich in sein großes Werk einreiht, lautet Begabte Bäume und ist ein Vademecum der anderen Art. Der Faktizität verpflichtet sammelt Bodo Hell Vielfältiges, Kurioses und Wissenswertes rund um die Bäume wie Herbstlaub auf.


Vom Ahorn bis hin zur Zirbe gibt er breit gefächert Botanisches, Historisches, Kulturgeschichtliches, Trivia, Religiöses, Mystisches und Mythologisches, Volkstümliches, Erstaunliches, Listiges und Listen zum Besten und führt uns in den Itineraren durch Österreichs Vergangenheit und Gegenwart.

Presse

»Begabte Bäume von Bodo Hell ist ein hinreißendes Buch. Es erfrischt, als schritte man selbst an Hells Seite Natur- und Kulturlandschaften ab.« (Julia Kospach, Falter)

Bodo Hell setzt »der in Österreich so wirkungsmächtigen Tradition der Bergliteratur sein eigenes narratives Modell entgegen. Er verwendet die Natur nicht als Projektionsschirm für die seelischen Befindlichkeiten der in ihr lebenden Menschen, sondern beschreibt bis in jede Einzelheit ihre topografische Physiognomie und die Markierungspraktiken, mit denen wir uns darin zurecht finden.« (Martin Mittermayer, Die Furche)

»Bodo Hell ist ein Chronist, ein Sammler, ein Aufzeichner, ein Bewahrer von Belebtem und Unbelebtem, das ohne ihn vielleicht dem Vergessen anheimfallen würde. Bodos Texte sind ausnahmslos Liebeserklärungen, gelegentlich an Menschen, oft an Flora, Fauna, Dinge, Namen: Es gibt wohl nichts, das seiner literarischen Sammelleidenschaft entkommen kann.« (Wolfgang Kühn, Wiener Zeitung)

»Eine sprachpralle avantgardistische Promenade durchs linguistische Unterholz.« (Alexander Kluy, Der Standard)

»Nüchterner Handwerker oder Druide mit Zauberstab sein – bei Bodo Hell gibt es immer beides: Kantig, ineinander verkeilt, bewusst widersprüchlich wie die Gegenwart selbst.« (Nico Bleutge, Deutschlandfunk)

»Begabte Bäume heißt das jüngste Buch von Bodo Hell. Es gebärdet sich als ein friedvolles Nachschlagewerk mit natur- und volkskundlicher Anmutung, bis es einem beim Nachzählen von Blütenständen und Staubbeuteln (nicht Bosch oder Dyson) mit unerwarteten Qurerschlägen plötzlich den Atem raubt.« (Heidemarie Klarbacher, Drehpunkt Kultur)

»Begabte Bäume ist ein in vielerlei Hinsicht überaus lesenswertes Buch, das von WarnHinweisen für das richtige Verhalten bei Tornados bis zu einem Rezept für Zirbenzapfenlikör (fast) alles enthält, und vor allem auch immer wieder Unerwartetes – eine besondere Spezialität des Autors selbst, wie man im Buch liest. Begabte Bäume ist allen zu empfehlen, die neugierig auf Unerwartetes sind, gern in die Natur aufbrechen und Witz und Sprachvergnügen lieben.« (Astrid Nischkauer, Literaturhaus Wien)

»In Begabte Bäume ist auf einer Seite mehr zu erfahren als man sich vorstellen kann,. Wissen kompakt verfasst und literarisch in Form gebracht.« (Markus Köhle, DUM)

»Hells Sammelsurium, diese literarische Wunderkammer durchziehen verschiedene Zeitschichten. Es finden sich Passagen, die Erinnerungen an Kinderzeiten sein dürften, zum Beispiel „Blasrohr-Attacken“ mit ausgehöhlten Hollunderästen; zugleich ist es ein sehr gegenwärtiges Buch, das heutige Herausforderungen für Bäume – Trockenheit, Schädlinge, Stürme – nicht ausspart.« (Wolfgang Straub, Ö1 Ex Libris)

Donnerstag, 13.April

Heute haben
Roda Roda * 1972
Samuel Beckett * 1906
Stephan Hermlin * 1915
Seamus Heaney * 1939
G.Le Clezio * 1940
Zeruya Shalev * 1959
Geburtstag
und es ist der Todestag von
Giorgio Bassani, Eduardo Galeano und Günter Grass
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Winfried Hermann Bauer
Hoffnung

Irgendwann
wenn wir Farben riechen
Und Töne schmecken
Wenn wir Raum und Zeit
Begreifen
Werden wir bereit sein
Vielleicht
Und frei genug
Für den nächsten Schritt
Auf dem Weg
Hinauf
In die Tiefe
Zu den Sternen
In uns
Um Wurzeln zu schlagen
Zwischen den Zeilen der Unendlichkeit…
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Im Rahmen der Leipziger Buchmesse stellt Annette Knoch
am Donnerstag, den 20. April ab 19 Uhr
ihren Droschl Verlag bei uns in der Buchhandlung vor.
Mit dabei Bodo Hell und Carolina Schutti mit ihrem Buch: „Meeresbrise“

Foto: Simon Rainer

Unsere Besprechung auf dem Jastramblog vom 18.März:

In diesem schmalen Roman von Carolina Schutti steckt die ganze Welt. Sie erzählt darin das Aufwachsen zweier Mädchen, deren alleinerziehende Mutter sie mit Geschichten, mit Manipulation, mit Strenge, vor der Aussenwelt schützen will. Für sie sind ihre Töchter zwei Prinzessinnen, für die Dorfbewohner zwei Hurenkinder. Der Vater der einen Tochter stürzte sich von einer Brücke, die andere Tochter wurde gewaltsam gezeugt.
Das alles wird jedoch aus der kindlichen Sicht erzählt. Die beiden Mädchen hängen sehr aneinander und tauschen sich immer wieder ihre unbekannten Väter, so dass sie oft nicht wissen, wer denn nun der richtige ist. Carolina Schutti begibt sich ganz nah und auf Augenhöhe mit den beiden, schildert deren Erfahrungen in der Schule und mit Freundinnen, aber auch das undurchsichtige Verhalten der Mutter.
Das kindlichen Spiel, das den Alltag verdrängen soll, bekommt Risse, als das ältere Mädchen in die Pubertät kommt und sie ihre Situation hinterfragt, neugierig wird und sie endlich das Meer in Wirklichkeit sehen will und nicht nur aus dem Kinderatlas, dem einzigen Buch das es im Haushalt gibt und mit dem sie sich die Welt erklärt haben.

Mit „Meeresbrise“ ist der Autorin ein Sprachkunststück gelungen. So unaufgeregt sie erzählt, so eindringlich sind ihre Bilder geworden.


Presse

»Ein Schweben und nur die Ahnung eines Abgrunds erzeugen eine unglaubliche und mitunter unheimliche Sogwirkung. Literatur, die berührt, weil sie die Finger auf die Fragilität des Lebens legt.« (Bernd Melichar, Kleine Zeitung)

»Mit dem aktuellen Roman Meeresbrise gelingt der Autorin auf schmalem Platz ein Meisterstück.« (Sylvia Treidl, Buchkultur)

»Ein schmales Buch, aber eines, das eine ganze Welt in sich birgt, eine Welt aus Lügen und Märchen, mit denen eine etwas seltsame Mutter ihre zwei Töchter eingesponnen hat.« (Martin Sailer, ORF Tirol)

»Kurze Kapitel und Sätze, die nachhallen. Eine Empfehlung.« (Hans Rouven, ekz)

»Schutti verknüpft grundlegende Themen wie familiäre Gewalt, daraus entstandene Traumata und das Errichten einer imaginären Schutz-Welt mit dem schlussendlichen Versuch, aus diesem Leben auszubrechen. Ein zeitgemäßer und wichtiger Roman.« (Hubert Berger, Kronen Zeitung)

»Die Macht der Sprache kann helfen, Lügengebäude zum Einsturz zu bringen: Im Roman Meeresbrise erzählt die Tiroler Autorin Carolina Schutti von einer Selbstbefreiung.« (Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten)

»Nur 120 Seiten braucht Carolina Schutti, um die bittersüße Geschichte aus unverblümter und doch poetischer Kindersicht zu erzählen.« (Ines Garherr, APA)

»Carolina Schuttis Meeresbrise lässt sich auf vielerlei Weise lesen: als sozialkritischer Roman, der die Ausgrenzung einer Alleinerziehenden und ihrer beiden Töchter in einem Dorf sowie deren Armutsgefährdung darstellt; als Coming-of-Age-Roman, der die Befreiung eines Mädchens aus der engen Familienwelt darstellt, als Sprachkunstwerk, das den Grad des Erzählens aus der Wir-Perspektive zu einer Ich-Erzählung bravourös meistert. Das Grandiose dieses Textes besteht darin, dass er in der Überwindung der Genregrenzen alles zugleich ist.« (Anna Rottensteiner, Literatur in Tirol)

»Sprache ist ein mächtiges Werkzeug. Besonders, wenn sie so eingesetzt wird wie in Meeresbrise von Carolina Schutti.« (Michael Pick, Literatüren)

»Die Lektüre ist eine Freude und regt zum Nachdenken an – was will man mehr?« (Joachim Schwend, Kreuzer)

»Verführerisch schön ist die Poetik, die in diesen Text eingewoben ist, sie macht das Schwere der Erzählung leicht und bekömmlich.« (Gudrun Braunsperger, Ö1 Ex Libris)

»Wie langwierig die Prozesse der Erkenntnis sind, wie mühsam das Herauslösen von missbräuchlichen familiären Beziehungsverhältnissen, wird in diesem Roman brillant zur Sprache gebracht. Und die akribische Sprachkünstlerin Carolina Schutti hat darüber hinaus einen zeitgemäßen Roman über das Hinsehen geschrieben, der auch davon erzählt, dass selbst kleinste Gesten der Außenwelt dazu imstande sind, die inneren Kräfte von Betroffenen zu mobilisieren.« (Gerlinde Tamerl, Der Standard)

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Start in Ulm ist der 1.Mai.
Anmelden können Sie sich hier.
Kommune angeben und einem Team beitreten. Z.B. dem Team „Buchhandlung Jastram“
Mit der kostenlosen App sind Sie immer live dabei und sehen Ihre Radelstrecken.
Viel Spaß jetzt schon mal.

Mittwoch, 12.April

Heute haben
Alexander Ostrowski * 1823
Gustav Lübbe * 1918
Tom Clancy * 1947
Antje Rávic Strubel * 1974
Geburtstag
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Heinrich Heine
Kluge Sterne

Die Blumen erreicht der Fuß so leicht,
Auch werden zertreten die meisten;
Man geht vorbei und tritt entzwei
Die blöden wie die dreisten.

Die Perlen ruhn in Meerestruhn,
Doch weiß man sie aufzuspüren;
Man bohrt ein Loch und spannt sie ins Joch,
Ins Joch von seidenen Schnüren.

Die Sterne sind klug, sie halten mit Fug
Von unserer Erde sich ferne;
Am Himmelszelt, als Lichter der Welt,
Stehn ewig sicher die Sterne.
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Rätseln für die ganze Familie:


Christina Braun Redaktion/Texte), Meike Töpperwien (Illustrationen):
133 spannende Quizfragen für schlaue Grundschulkinder

Welchen Doppellaut kannst du auch essen? Wie viele Sprachen gibt es? Welche beiden Zahlen versteht ein Computer? Warum sind Apfelmännchen kein Obst? Mit welcher Redewendung sparst du zu Hause Energie? Warum entstehen die Jahreszeiten? Welches kleine Tier zeichnete Albrecht Dürer? Wieviele Zeitzonen gibt es auf der Erde? Die fünf olympischen Ringe symbolisieren …?, und und und.

Mathe, Deutsch, Sport, Kunst und Musik sind die einzelnen Kapitel überschrieben und die spannenden Antworten regen zum Knobeln und Nachdenken an. Genialer Rästelspaß, an dem nicht nur allein, sondern auch zu zweit, mit Freunden, Geschwistern, Eltern oder Großeltern getüftelt werden kann!
Natürlich gibt im Anhang die Lösungen, die zusätzlich mit erklärenden Informationen gefüttert sind.
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Unsere nächsten Veranstaltungen:

Mittwoch, 19.April, 19 Uhr
Janina Hecht: „In diesen Sommern“

Sparkasse Ulm, Neue Mitte
Eintritt € 17, inkl. Buffet.
Der Erlös geht an das Kinderschutzzentrum des Kinderschutzbundes Ulm/Neu-Ulm
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Mittwoch, 19. April, 19.00 Uhr
Ayala Goldmann:Schabbatkind
Das Leben des Ulmer Transplantationsmediziners Shraga Felix Goldmann
In Ihrem Buch  „Schabbatkind“ schreibt Ayala Goldmannüber ihren Vater Shraga Felix Goldmann.
Er hat als Professor für Transplantationsmedizin an der Universität Ulm das Zentrale Knochenmarksspenderregister (ZKRD) mitbegründet und war auch im jüdisch-christlichen Dialog aktiv.  Die Geschichte einer christlich-jüdischen Familie in Deutschland und in Israel.

Die Autorin ist in Ulm aufgewachsen und heute Journalistin der „Jüdischen Allgemeinen“ in Berlin.
Haus der Begegnung Ulm, Grüner Hof 1
Eintritt 6,00 EUR/erm. 4,00 EUR
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Österreich auf der Leipziger Buchmesse

Donnerstag, 20.April, 19 Uhr
Der Droschl Verlag stellt sich vor.

Die Verlagsleiterin Annette Knoch hat
Carolina Schutti und Bodo Hell mit im Gepäck.
Zusätzlich noch ein paar Flaschen Steirischen Wein.
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt € 6,00
Bitte rechtzeitig Plätze reservieren
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Österreich auf der Leipziger Buchmesse

Freitag, 28.April, 19 Uhr
Milena Michiko Flasar: „Oben Erde, unten Himmel“

Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt € 10,00
Bitte rechtzeitig Plätze reservieren

Montag, 3.April

Heute haben
George Herbert * 1593
Washington Irving * 1783
Peter Huchel * 1903
Märta Tikkanen + 1935
Johanna Walser * 1957
Geburtstag
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Hugo von Fallersleben (* 2.4.1798)
Die Gedanken sind frei

Die Gedanken sind frei,
Wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei
Wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
Kein Jäger sie schießen,
mit Pulver und Blei.
Die Gedanken sind frei.

Ich denke was ich will
Und was mich beglücket,
Doch alles in der Still
Und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
Kann niemand verwehren.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

Und sperrt man mich ein
Im finsteren Kerker,
Das alles sind rein
Vergebliche Werke;
Denn meine Gedanken
Zerreißen die Schranken
Und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei.

Nun will ich auf immer
Den Sorgen entsagen,
Und will mich auch nimmer
Mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
Stets lachen und scherzen
Und denken dabei:
Die Gedanken sind frei.

Ich liebe den Wein,
Mein Mädchen vor allen,
Die tut mir allein
Am besten gefallen.
Ich sitz nicht alleine
Bei einem Glas Weine,
Mein Mädchen dabei:
Die Gedanken sind frei.
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Unser Tipp:


Christophe Boltanski: „Die Leben des Jacob“
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel
Hanser Verlag € 24,00

Dies ist der zweite Roman von Christophe Boltanski. Wieder begibt er sich auf Spurensuche, die er literarisch verarbeitet. Im Roman „Das Versteck“ erzählte er über seine jüdischen Großeltern anhand ihres Hauses in der Rue de Grenelle in Paris, jetzt kommt er in den Besitz von wahnsinnig vielen Fotostreifen aus Fotoautomaten. Ein gewisser Jacob B’chiri hat sich in den Jahren 1973 bis 1974 immer wieder selbst abgelichtet. Der Autor geht diesem Pänomen nach, er will die Hintergründe dieses merkwürdigen Fundes aufdecken. Die Spur, die von Paris über Rom und Marseille führt, zu den Friedhöfen von Djerba und an die Ränder der israelischen Negev-Wüste, beschreibt er in diesem Buch. Dabei fördert er eine unglaubliche Biographie zu Tage, in der sich Kriegs- und Exilerfahrung mit künstlerischen Ambitionen vermischen. Leichthändig und klug setzt er das Leben eines Fremden zu einer Erzählung über Identität, Glauben und die großen Tragödien des 20. Jahrhunderts zusammen.

Leseprobe

Christophe Boltanski, 1962 in Paris geboren, arbeitete lange als Journalist und Kriegsreporter bei Libération und Nouvel Observateur und war Chefredakteur der Zeitschrift XXI. Er ist der Sohn des Soziologen Luc Boltanski und ein Neffe des bildenden Künstlers Christian Boltanski. Sein erster Roman Das Versteck (Hanser, 2017) war ein Überraschungserfolg in Frankreich und wurde mit dem Prix Fémina ausgezeichnet.
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Am kommenden Dienstag, den 4.April gibt es wieder eine „Erste Seite“ mit neuen Büchern, aus den Clemens Grote vorliest:
Wir beginnen, wie immer, pünktlich um 19 Uhr.
Dieses Mal sind es sogar fünf Bücher.

Carolina Schutti: „Meeresbrise“
Markus Orths: „Mary & Claire“
Judith Hermann: „Wir hätten uns alles gesagt“
Tarjei Vesaas: „Der Keim“
Laurent Mauvignier: „Von Menschen“

Der Eintritt ist frei.
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Liebe Freunde,
wir laden Euch/Sie alle herzlich ein zur Vernissage „Kunstwerke von Jesiden“ am
Donnerstag, den 06. April 2023 um 18.00 Uhr
im Stadthaus Ulm, Münsterplatz, Ulm

In den Jahren 2015/2016 wurden ca. 1000 sexuell missbrauchte Jesid*innen, v.a. Frauen und Kinder aus Syrien und dem Nordirak im Rahmen eines speziellen Sonderkontingents in Baden-Württemberg aufgenommen. Diese Frauen und Kinder waren zuvor aus der IS-Gefangenschaft befreit worden, viele hatten darin Angehörige verloren, waren selbst versklavt, schwer misshandelt und in einem sehr schlechten psychischen und körperlichen Zustand. 
Das BFU war seinerzeit bei den Planungsrunden zur psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung dieser Jesidinnen in Baden-Württemberg beteiligt. Nach Ulm wurden 65 Jesidinnen verlegt. Davon waren (und sind noch) 35 Klient*innen in kunsttherapeutischer Einzel- oder Gruppenbehandlung im BFU, einige zusätzlich in einzelpsychotherapeutischer Behandlung im BFU. Für die Kunsttherapie wurde eigens ein Atelier im Wohnhaus der Jesid*innen nach deren eigenen Vorstellungen eingerichtet.
Die beiden Kunsttherapeutinnen des BFU, Regine Schempp und Indira Grabovac, haben in den vergangenen über 5 Jahren nicht nur therapeutisch Außerordentliches geleistet, sondern sie waren für die jesidischen Mädchen und Frauen, ebenso für die Jungs und die kleineren Kinder wichtige Ankerpersonen geworden. Sie waren fast die einzigen Deutschen, die regelmäßig Kontakt zu den Jesidinnen hatten, denn ihr Wohnort musste wegen der weiter bestehenden Bedrohung durch den IS geheim bleiben. 

An der Vernissage werden Bilder und Skulpturen gezeigt, die in den vergangenen 5 Jahren im Rahmen von Gruppen- und Einzelkunsttherapie für Jesid*innen im BFU entstanden sind. Der auf dem Plakat von einer Klientin schön gestaltete Pfau ist der Engel „Tausi-Melek“. Er wird von den Jesiden besonders verehrt, da er an der Schöpfung der Welt aktiv beteiligt gewesen sei. Gott habe Melek Taus als Wächter der Welt und als Vermittler zwischen sich und den Menschen eingesetzt. Er wird als Pfau dargestellt. Neben anderem sehen radikal-islamische Fundamentalisten den Glauben an den Engel Melek als „Teufelsanbetung“ an, auf die sie die Verfolgung der Jesiden gründen.

Ich lade Sie/Euch hiermit herzlich ein zu dieser außergewöhnlichen Ausstellung!

Das Grußwort spricht Frau Bürgermeisterin Iris Mann. Die beiden Kunsttherapeutinnen werden über die Bilder und den therapeutischen Prozess berichten. Ein jesidischer Musiker (Saher Issa aus Solingen/NRW) wird einige traditionelle jesidische Lieder auf seiner Baglama vortragen.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt!

Das BFU-Team und die Jesidischen Klient*innen freuen sich auf Ihr/Euer zahlreiches Erscheinen!
Beste Grüße
Manfred Makowitzki, Leiter BFU
Leiter Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm
Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU)
T: 0731 – 88 07 08 91, F: 0731 – 88 07 08 99
Wagnerstr. 65
89077 Ulm
m.makowitzki@rehaverein.de

Dienstag, 28.März


Heute haben
Maxim Gorki * 1868
Bohumil Hrabal * 1914
Gerhard Fritsch * 1924
Marianne Fredrikssen * 1927
Mario Vargas Llosa * 1936
Jürgen Lodemann * 1936
Tilman Röhrig * 1945
Geburtstag
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„Kein Frühling weiß so traut und wohl zu klingen,
Als wenn zum Herzen Freundesworte dringen;
So tönt kein Lied in kummervollen Stunden,
Wie wenn der Freund das rechte Wort gefunden.“
Nikolaus Lenau
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Unser Jugendbuchtipp:


Véronique Petit: „Sechs Leben
Aus dem Französischen von Anne-Kathrin Häfner
Mixtvision Verlag € 9,00
Jugendbuch ab 12 Jahren

Was machen mit sechs Leben? Die Autorin Véronique Petit spielt in ihren Romanen immer wieder mit Fantasy-Elementen. So auch hier. Es ist klar, dass Menschen mehrere Leben bekommen können. Sechs ist die Höchstzahl und der 15-jährige Gabriel hat sie bekommen. Er bekommt sofort psychologische Betreuung, wie alle, denen es auch so ergeht. Aber was jetzt machen mit diesen unverhofften Möglichkeiten? Wie gehen seine Mitschüler:innen mit ihren Leben um, wie gehen sie mit ihm um, der den Höchstpreis bekommen hat?
Véronique Petit erzählt rasant von Abenteuer zu Abenteuer und wir lesen mit wachsender Spannung. Entstanden ist dabei kein Thriller, kein Fantasy-Roman, sondern ein Stück im Leben Gabriels vom Kind zum Erwachsenwerden.

Leseprobe
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Im Rahmen der Leipziger Buchmesse und dem Schwerpunktland Österreich
haben wir den Droschl Verlag und Milena Michiko Flašar zu uns eingeladen.

Donnerstag, 20.April, 19 Uhr. Der Literaturverlag Droschl stellt sich vor.

Kurz bevor Österreich Gastland auf der Leipziger Buchmesse ist, präsentiert sich Österreichs feine Adresse für Literatur: Verlegerin Annette Knoch stellt ihren Verlag vor, erzählt zu Programm, Idee und Geschichte des Hauses. Danach werden zwei druckfrische Neuerscheinungen präsentiert:

Die Tirolerin Carolina Schutti, Droschl-Autorin seit 2021, liest aus ihrem Roman „Meeresbrise„.
„Ein schmales Buch, aber eines, das eine ganze Welt in sich birgt, eine Welt aus Lügen und Märchen, mit denen eine etwas seltsame Mutter ihre zwei Töchter eingesponnen hat.“ (Martin Sailer, ORF)

Anschließend tritt Bodo Hell auf, Droschl-Autor der ersten Stunde, der gerade seinen 80. Geburtstag gefeiert hat und nach wie vor jeden Sommer als Senner im Dachsteingebirge arbeitet. In seinem neuen Buch „Begabte Bäume“ gibt er vom Ahorn bis hin zur Zirbe Botanisches, Historisches, Kulturgeschichtliches, Erstaunliches, Listiges und Listen zum Besten und führt uns durch Österreichs Vergangenheit und Gegenwart.
Nach der Veranstaltung lädt der Verlag zu einem Glas steirischen Wein.

Literaturverlag Droschl Stenggstraße 33 A-8043 Graz
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Freitag, 28.April, 19 Uhr
Milena Michiko Flašar: „Oben Erde, unten Himmel“

„Alleinstehend. Mit Hamster“, so beschreibt sie sich selbst. Suzu lebt in einer japanischen Großstadt. Unscheinbar. Durchscheinend fast. Der neue Job aber verändert alles. Ein umwerfender Roman über Nachsicht, Umsicht und gegenseitige Achtung.
Herr Ono ist unbemerkt verstorben. Allein. Es gibt viele wie ihn, immer mehr. Erst wenn es wärmer wird, rufen die Nachbarn die Polizei. Und dann Herrn Sakai mit dem Putztrupp, zu dem Suzu nun gehört. Sie sind spezialisiert auf solche Kodokushi-Fälle. „Fräulein Suzu“, wie der Chef sie nennt, fügt sich widerstrebend in die neuen Aufgaben. Es braucht dafür viel Geduld, Ehrfurcht und Sorgfalt, außerdem einen robusten Magen. Die Städte wachsen, zugleich entfernt man sich voneinander, und häufig verschwimmt die Grenze zwischen Desinteresse und Diskretion.
Suzu lernt schnell. Und sie lernt schnell Menschen kennen. Tote wie Lebendige, mit ganz unterschiedlichen Daseinswegen. Sie sieht Fassaden bröckeln und ihre eigene porös werden. Und obwohl ihr Goldhamster sich neuerdings vor ihr versteckt, ist sie mit einem Mal viel weniger allein.
Milena Michiko Flašar hat eine frische, oft heitere Sprache für ein großes Thema unserer Zeit gefunden. Und sie hat liebenswert verschusselte Figuren erschaffen, die man gern begleitet. Ein unvergesslicher, hellwacher Roman über die ›letzten Dinge‹.
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Bitte reservieren Sie sich rechtzeitig Plätze, damit Sie sie bei den besonderen Veranstaltungen dabei sein können.