Samstag, 15.April

Heute haben
Anatol France *1844
Edmond Jabès * 1912
Peter Ustinov * 1921
Sarah Kirsch * 1935
Rolf Dieter Brinkmann * 1940
Sibylle Lewitscharoff * 1954
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Traumverloren

Nichts ist geblieben
Kein Alaska
Keine Wüste
Kein Dschungel mehr
Kein Shangri-La
Ohne das Leid der Welt
Ohne Fieber und Gier
Ohne die Irrungen
Im großen Labyrinth
Ist alles
Verpixelt und verwischt
Inmitten der Verlorenen
Gibt es keinen Rückzugsort
Allein
Das BesinnungsLos
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Lesung mit Janina Hecht
Mittwoch, 19.April, 19 Uhr
im Studio der Sparkasse Ulm Neue Mitte
Hans-und-Sophie-Scholl-Platz 2
Eintritt € 17,00

Karten für die Lesung mit Janina Hecht sind per Mail an innerwheelclub.ulm@gmx.de sowie an der Abendkasse erhältlich.
Mit den Erlösen der Veranstaltung wird das Kinderschutzzentrum des Kinderschutzbundes Ulm/Neu-Ulm e.V. unterstützt. www.kinderschutzbund-ulm.de

Spenden sind herzlich willkommen:
Inner Wheel Hilfe e.V. Ulm
IBAN: DE24 6305 0000 0021 1422 39
Verwendungszweck: Spende Kinderschutzbund

Dank an den Förderkreis der Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg für die Unterstützung dieser Veranstaltung. www.schriftsteller-in-bawue.de


Unsere Besprechung auf dem Jastramblog im Januar:

Janina Hecht: „In diesen Sommern
C.H.Beck Verlag € 20,00

„Mein Vater, wie er ganz ruhig den Tag beginnt, nicht ausgeglichen, aber stabil. Nie schrie er am Beginn des Tages, er ging mit vorsichtigen Schritten, manchmal etwas Weiches in seinem Gesicht. Als hätte sich erst danach etwas verändert, als führten erst der Mittag und der Nachmittag in eine andere Richtung, und an jedem Morgen hätte es die Möglichkeit zu einem anderen Verlauf der Geschichte gegeben, die ich schreibe.“

Die 1983 bei Stuttgart geborene Autorin tastet sich leise und vorsichtig an „ihre“ Kindheit und Jugend heran. An die schönen Tage im Urlaub, das erste Fahren auf dem Rad, an die Sportsendungen im Fernseher mit dem Vater und das Blumenkübelbepflanzen mit der Mutter. Mit dabei ist meist ihr drei Jahre jüngerer Brüder. Diese Idylle wird durch die Gewaltausbrüche des Vaters gestört. Wenn er einen bestimmten Alkoholpegel überschritten hat, weiß niemand in der Familie, auf welche Art es dieses Mal wieder eskaliert.
In kurzen Kapiteln blättert Janina Hecht ihr „Tagebuch“ auf und nimmt uns mit auf eine Reise ins Erwachsen-, ins Unabhängigwerden mit.
Ein ruhiges Buch, das lange nachhallt.

Mittwoch, 5.April


Heute haben
Robert Bloch * 1917
Arthur Hailey * 1920
Hugo Claus * 1929
Bora Cosic * 1932
Jochen Ziem * 1932
Werner J.Egli * 1943
Geburtstag
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Selma Meerbaum-Eisinger
Spätnachmittag

Lange Schatten fallen auf den hellen Weg
und die Sonne schickt noch letzte Abschiedswärme
und das dünne Zwitschern eines Vogels ist, als ob es lärme
und als stehl‘ es etwas von der Stille weg.
Menschen auf zehn Schritt Entfernung
sind wie aus ganz andern Welten
und fast möchte man die welken Blätter schelten,
daß sie rascheln und die letzten Sonnenstrahlen stören.
Und man möchte nur die Veilchen wachsen hören.
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UInser Buchtipp:


Jannie Regnerus: „Das Lamm
Aus dem Niederländischen von Ulrich Faure
Weidle Verlag € 20,00

Gestern noch spielte Joris einen Ritter, der gegen Drachen kämpft. Er sammelte Kaulquappen in Einmachgläsern und malte lustige Bilder. Heute sitzt der Fünfjährige vor der Kinderonkologin auf einem Krankenhausbett. Diagnose: Nierentumor. Das Leben von Joris und seiner Mutter Clarissa wird von einem Tag auf den anderen komplett umgekrempelt.
Was sich so brutal anhört, verarbeitet Jannie Regnerus in einen zarten, kleinen Roman mit vielen Bildern, wie auf Postkarten. Sie verändert für ihren Sohn und sich die Sicht auf alltägliche Dinge, um die Untersuchungen im Krankenhaus erträglicher zu machen.
Doch die Wochen und Monate sind zermürbend und Hilfe dabei ist das Bild des Genter Altars. Das Titelbild auf dem Buchumschlag ist ein kleines, zentrales Detail davon. Durch die Kraft und Schönheit dieses Kunstwerkes erhält Clarissa Kraft für sich, ihren Sohn und ihre Familie.
Dass es gut für Joris ausgeht, erwähne ich hier gerne, um Sie nicht vor dieser sehr feinen Lektüre abzuhalten.
„Der Titel des Buches bezieht sich auf den berühm­ten Genter Altar von Jan van Eyck. Ich werde die­ses Werk nie mehr sehen können, ohne an Jannie Regnerus‘ Roman zu denken.“
Cees Nooteboom

Jannie Regnerus, geb. 1971 in Oudebildtzijl, ist seit den 1990er Jahren als Künstlerin und Fotografin aktiv und erhielt für ihr Werk zahlreiche Preise, so 2007 den VPRO Bob­-den­-Uyl-­prijs für das beste Reisebuch des Jahres. Seit 2005 veröffentlicht sie zudem Romane, darunter Het geluid van valende sneeuw (2006), Nachtschrijver (2017) und Het Wolkenpaviljoen (2020). Das Lamm erschien 2018 auf niederlän­disch unter dem Titel Het Lam und wurde dort mehrfach aufgelegt.
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Auf tagesschau.de gefunden:

Folge des Klimawandels
Auch in den Wäldern sterben die Insekten

Die Zahlen sind alarmierend: Laut einer Untersuchung der TU Darmstadt geht die Population von 60 Prozent der Insekten in deutsche Wäldern zurück. Ein Grund für ihr Verschwinden sind die Veränderungen infolge des Klimawandels.
Nicht nur auf Feldern oder Ackerböden gibt es immer weniger Insekten, auch in deutschen Wäldern fehlen sie zunehmend. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie unter Leitung der Technischen Universität (TU) Darmstadt.
Demnach erlitt die Mehrzahl der analysierten Insektenarten in den Wäldern zwischen 2008 und 2017 Verluste. Insgesamt untersuchten die Darmstädter Forscher zusammen mit Kollegen der TU in München die Entwicklung von 1805 Insektenarten an 140 Standorten.
„Über 60 Prozent der untersuchten Insektenarten waren rückläufig“, erklärte Michael Staab, Hauptautor der Studie. Da sich hierdurch die Nahrungsnetze verschieben würden, werde sich das Artensterben „sehr wahrscheinlich“ auf alle Organismen in deutschen Wäldern auswirken, warnte der Biologe von der TU Darmstadt.  …

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Dienstag, 4.April

Heute haben
Gabriele Tergit * 1894
Giorgio Bassani * 1926
Alan Silitoe * 1928
James Ellroy * 1948
Khaled Hosseini * 1965
Geburtstag
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Eduard Mörike
Es ist doch im April fürwahr

Es ist doch im April fürwahr,
der Frühling weder halb noch gar!
Komm Rosenbringer, süßer Mai,
komm du herbei!
So weiß ich, daß es Frühling sei.
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Und wieder ist das marbacher magazin eine literarische Wundertüte.


„Exilbriefe aus dem Deutschen Literaturarchiv“
Herausgegeben von Nikola Herweg
288 Seiten, zahlr. farb. Abb., fadengeheftete Broschur mit Schutzumschlag
marbacher magazin 177/178/179 € 20,00

Das Thema „Exil“ ist dem Deutschen Literaturarchiv seit seiner Gründung ein Anliegen. Während es damals vor allem um die ab 1933 aus Deutschland vertriebene Literatur ging, prägen im späten 20. und im 21. Jahrhundert auch die Zeugnisse von Menschen, die aus anderen Ländern kommend hier Schutz suchen, die Marbacher Sammlungen. Für diesen Band haben Mitarbeiter/-innen aus unterschiedlichen Bereichen des DLA Exil-Korrespondenzen versammelt: von Schillers 1782 nach seiner Flucht aus Württemberg verfasstem Brief über Schreiben aus der NS-Zeit und den Jahren danach bis hin zu einer 2022 nicht mehr auf Papier, sondern via Internet übermittelten Botschaft eines aus der Türkei stammenden Dissidenten. Gleich zweimal taucht die Schriftstellerin Gabriele Tergit auf, die heute Geburtstag hat. Bekannte und unbekannte, nüchterne, manchmal komische, oft verzweifelte und berührende Nachrichten sowie ein sehr bewegendes Essay, aus dem April 2022, der aus der Ukraine geflohenen Schriftstellerin Natalka Sniadanko geben Einblick in 240 Jahre Exilgeschichte.
Eine fesselnde Lektüre, die mich schon beim ersten Durchblättern nicht mehr losgelassen hat und auf aufzeigt, wie politische Willkür Menschen am Leben verzweifeln lässt.
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Heute Abend gibt es wieder eine „Erste Seite“ mit neuen Büchern,
aus denen Clemens Grote vorliest:
Wir beginnen, wie immer, pünktlich um 19 Uhr.
Dieses Mal sind es sogar fünf Bücher.

Carolina Schutti: „Meeresbrise“
Markus Orths: „Mary & Claire“
Judith Hermann: „Wir hätten uns alles gesagt“
Tarjei Vesaas: „Der Keim“
Laurent Mauvignier: „Von Menschen“

Der Eintritt ist frei.

Montag, 27.Februar

Heute haben
Henry Wadsworth Longfellow * 1807
John Steinbeck * 1902
Lawrence Durrell * 1912
Elisabeth Borchers * 1926
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Nymphaea

Alles was in die Tiefe sinkt
Stinkt, fault, gärt
Nährt dich
Ist Kraft für deine Blüte
Dein Blatt
Blassrosa, blutrot oder weiß
Wie der Schnee auf den Bergen
Deine Reinheit
Verwandelt den Schmutz der Welt
In pures Licht
Als wäre Leid und Schmerz
Nicht mehr als eine
Dunkle Erinnerung
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Unser Buchtipp, frisch ausgepackt:

Michel Bergmann: „Mameleben
oder das gestohlene Glück
Diogenes Verlag € 25,00

Michel Bergmann kennen Sie wahrscheinlich noch von seinem Roman „Die Teilacher“, der 2010 erschienen ist. Damals schrieb er sehr verschmitzt über seinen Vater, der mit seinen Angestellten nach dem Krieg wieder von Tür zu Tür ging, um Weisswäsche zu verkaufen. Das wäre ja an sich nichts besonderes. Aber die Familie Bergmann sind Juden und viele Angehörige wurden während der Zeit des Nationalsozialismus ermordert. Michel Bergmann führte uns damals schon in das jüdische Denken ein, erzählte über das Verhalten der Menschen an der Tür, die den überlebenden Bergmann erstaunt wiedererkennen.
Jetzt, nach so vielen Jahren kommt der Roman, der Bericht, über seine Mame, seine Mutter. Schon die ersten Kapitel zeigen auf, wo es in diesem Buch lang geht. Bergmann liebt seine Mutter, aber oft ist sie nicht zum Aushalten. Das war schon, als er ein Kind war und hörte auch 50 Jahre später nicht auf.
Sie ist eine übergriffige Mutter, eine egozentrische Frau, eine verletzende Person, aber auch gleichzeitig eine extrem starke Person, die die Nazizeit schwer traumatisiert überlebt hat, nie mehr nach Deutschland zurückkehren will, das Glück bei zwei Ehemännern sucht und sich durch ihr Leben kämpft. Auf dieser Suche durchlebt sie alle Höhen und Tiefen und behält ihr jüdischen Mutter-Glucken-Verhalten bei, das ihr Sohn bei jedem Gespräch zu spüren bekommt.
Wieder hat Michel Bergmann eine sehr ernste Lebensgeschichte mit viel Humor erzählt und uns eine jüdische Biografie sehr nahegebracht.
Eine besondere Leseempfehlung.

Lesen Sie die beiden Kapitel in der Leseprobe und Sie bekommen einen guten Einstieg ins Buch.

Donnerstag, 16.Februar

Heute haben
Joseph Victor von Scheffel * 1826
Nikolai Leskow * 1831
Alfred Kolleritsch * 1931
Aharon Appelfeld * 1932
Richard Ford * 1944
Ian Banks * 1954
Geburtstag
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ROK
mokassin

der rote mond spiegelt
sich in deinen
winteraugen
im schatten von
millionen funkelnder
sterne

(aus: „fünf sterne für eine durchzechte nacht“)
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Endlich wieder lieferbar:


Tony Hillerman: „Tanzplatz der Toten / Navajo-Police 1
Aus dem Englischen von Helmut Eilers
Tony Hillerman: „Blinde Augen“ / Navajao-Police 2
Aus dem Englischen von Friedrich A. Hofschuster

Als es die schwarze Rowohlt Krimireihe noch gab, waren diese Bücher von Tony Hillerman ein Muss. Alle haben sie gelesen und es war schon gut, die komplette Reihe im Buchladen vorrätig zu halten. Der Schweizer Unionsverlag hat u.a. mit der Neuauflage der Dibdin-Krimis, die in den einzelnen Provinzen Italiens spielen, einen großen Erfolg und ich kann nur hoffen, dass ihm mit dieser alten/neuen Reihe das Gleiche passiert. Die Fälle um die Navajo-Cops Joe Leaphorn und Jim Chee sind einfach zu gut. Sowohl was die Atmosphäre, Landschaft und Geschichte der Native Americans anbelangt, als auch die Krimihandlung an sich.
Die ersten beiden beiden sind gestern erschienen. Lassen Sie sich überraschen. Weitere Bände kommen im Laufe der nächsten Jahre.

Lieutenant Joe Leaphorn von der Navajo-Police ermittelt im zerklüfteten Canyon Country, beschattet von den scharfkantigen Felsen des Corn-Mountain-Massivs. Aus den Angelegenheiten der benachbarten Zuñi hält er sich eigentlich raus. Als aber zusammen mit dem jungen Zuñi Ernesto auch dessen bester Freund George, ein Navajo, verschwindet, wird Leaphorn hinzugezogen. Die beiden Jungen waren fasziniert von den Ritualen des Zuñi-Volkes und deren rachsüchtigen Göttern. Die aber, so heißt es, zeigen sich nur jenen, denen der Tod seine Aufwartung macht.

Tony Hillerman (1925-2008) besuchte acht Jahre lang ein Internat für Native Americans, kämpfte im Zweiten Weltkrieg, studierte danach Journalismus und war anschließend als Journalist und Dozent an der University of New Mexico tätig. Für seine Romane um die Navajo-Cops Joe Leaphorn und Jim Chee wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Edgar Allan Poe Award, dem Grandmaster Award, dem Grand Prix de Littérature Policière, dem Special Friend of the Diné Award und dem Agatha Award.
Hillermans Romane wurden in siebzehn Sprachen übersetzt.

Claus Biegert: „Die Navajo-Romane — ein Fall von kultureller Wertschätzung“
Bericht von einer Reise mit Tony Hillerman
Den Text zum Umfeld der Navajo-Krimis finden Sie hier.
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Wir verlosen 10 x 2 Eintrittskarten für die Sonderausstellung im Hfg-Archiv Ulm.

Was ist das für ein Gegenstand hier auf dem Plakat?

Mailen Sie uns Ihre Antworten (info@jastram-buecher.de)
und Sie erhalten je 2 Eintrittskarten für die Ausstellung (so lange der Vorrat reicht).

No Name Design

Der Produktgestalter und Dozent Franco Clivio (*1942) hat rund 1000 zumeist kleine Objekte aus dem täglichen Gebrauch gesammelt und präsentiert diese nun in einer Ausstellung. Was diese Dinge vereint, sind ihre raffinierte Gestaltung und Funktionalität, die auf einer besonderen Idee und Konstruktion beruhen. Von den wenigsten ist bekannt, wer sie erfunden oder entworfen hat. Sie gehören zum anonymen Alltagsdesign und sind nicht Teil der offiziell zelebrierten Designkultur.

https://hfg-archiv.museumulm.de/ausstellung/no-name-design/

Donnerstag, 5.Januar


Heute haben
Paula Ludwig * 1900
Fred Wander * 1917
Friedrich Dürrenmatt * 1921
Juan Goytisolo * 1931
Umberto Eco * 1932
Paul Ingendaay * 1961
Elke Naters * 1963
Geburststag
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„Je planmäßiger der Mensch vorgeht, um so wirkungsvoller trifft ihn der Zufall.“
Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker
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Das Otl Aicher Jubeljahr ist vorbei und jetzt erscheint das passende Memory-Spiel:

Otl Aicher: „München 1972
Kartenspiel für Liebhaberinnen und Liebhaber des guten Designs
64 Memory-Karten mit 32 Piktogrammen
Detail € 29,90

„München 1972“ mit 32 Kartenpaaren auf. Die 21 Sportarten der Spiele – vom Radfahren zum Hochsprung oder zum Bogenschießen – sind ebenso vertreten wie weitere Piktogramme, die für Orientierung auf dem Gelände der Sportveranstaltung gesorgt haben. Diese Zeichen werden mittlerweile weltweit eingesetzt und sind fast nicht mehr wegzudenken.
Und jetzt ist natürlich Denken angesagt, wenn es ums Kärtcheneinsammeln geht.
Der Hersteller sagt: Nicht unter 14 Jahren. Ich meine: Na klar, weil die Kleinen eh immer gewinnen.
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Das Röstschmiede Café in Neu-Ulm macht eine Woche Urlaub.
Bei uns bekommen Sie den Kaffee.

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Sonntag, 22.Mai

Ein kleiner Nachklapp zur Buchpräsentation am vergangenen Donnerstag in der Stadtbibliothek Ulm mit der Einführungs- und Schlussrede des Verlegers Hubert Klöpfer, dem ich herzlich für die Übersendung derselben danken möchte.

Liebe Christine Langer, lieber Herr Slatky, lieber Herr Wiltschek von der Buchhandlung Jastram, liebe Premierengäste samt und sonders,

„Weil der Tag noch auf den Schultern liegt,
Sinken wir mit der blauen Stunde
In die Dämmerung“

Noch ist es jetzert mit der Dämmerung nicht gar soweit, aber mit diesen drei einladend schönen Zeilen Christine Langers begrüße ich Sie alle recht herzlich im Namen der Edition Hubert Klöpfer bei Kröner zu Christine Langers erster Lesung aus ihrem neuen Gedichtband „Ein Vogelruf trägt Fensterlicht“.
Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch. Ja? Nein! Überhaupt nicht. Die Linien der Bücher sind verschieden, es gibt sottene und sottene, solche und solche …
Hören Sie (nur bloß) zwei kleine Beispiele über die verschiedenen Linien von Büchern – und dann noch einen apodiktischen Reich-Ranicki-Satz hinterher.
Jean Paul, nach langer Vorrede: „Und wenn ein Buch nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, ists auch nicht wert einmal gelesen zu werden.“
Und Marie von Ebner-Eschenbach: „Der wirkliche Zweck eines Buches ists, den Geist hinterrücks“ – also „hälinge“ „zum eigenen Denken zu verleiten“.
Schließlich noch, zum dritten, Marcel Reich-Ranicki, selbstherrlich, ich-überzeugt im Urteil wie er halt war: „Von 100 Büchern, die erscheinen, sind 99 schlecht – und das 100. ist schwach.“
Was ich damit auf die Schnelle beibringen, sagen will? Ein Dreifaches: Das Buch, um das es heute Abend geht, ist ein quasi „101“-stes, ist also das gute, eben grade das zum zweimal lesen, zum genauer lesen. Denn ja: es verleitet, es verführt zum Selberdenken, mehr noch, sinnlicher: es verhilft zum Selberfühlen. Weils drin ums Existentielle, ums Wesentliche geht, sagen wir: um Weltwahrnehmung“. Es ist aber dieser neue Gedichtband Christine Langers im Sinne des Großkritikers MRR nicht nur ein gutes 101., sondern es ist in genau 15 Jahren Christine Langers und mein fünftes Buch zusammen.
Und, das will ich meinen, das ist in diesem schnellebigen Literaturbetrieb, den man auch getrost „Haifischbecken“ heißen kann, etwas Besonderes, etwas doch ganz Seltenes. Also, zurück, Christine Langers „Vogelruf“ ist ein bild- und wortmächtiges „lyrisches Puzzle“, das sich Seite für Seite zu einem starken Großen und Ganzen zusammenliest, zusammenfügt – und über die längere Strecke zu einem veritablen Gedichtband wird. Zu einer Art „Musterbuch“, buchästhetisch äußerlich schon:
Elegant im Auftritt und Format, 104 starke Seiten schlank, um die 200 Gramm schwer, bester Umschlagkarton, schön eingewickelt, gut gestaltet, gut layoutet, auf gutes Papiergut gedruckt, mit einem bläulich-lichten Vor- und Nachsatz – und gar noch mit einem farblich abgestimmten Lesebändchen versehen. Und mit einem einfühlsam schönen Nachwort Mirko Bonnées noch verfeinert.
Leserinherz und Leserherz, was willst du mehr? Was das Buch nun aber innerlich zusammenhält, das zu klären, gar zuloben, ist meine Sache als Herausgeberverleger heute Abend nicht, das hieße pro domo reden, unter Verlegern ist so ein Selbstlob eigner Bücher wie ein Tabu. Nur soviel, dass – wenn wir’s nicht für gelungen hielten, wenn’s nicht ein gutes Etwa den entschieden-prägnanten Satz der verstorbenen Lyrikmeisterin Friederike Mayröcker: „Christine Langers Gedichte sind einfach sehr schön“.
Oder, so stand’s schon am Anfang ihrer Laufbahn Jahren über ihren ersten Band „Lichtrisse“ in der „Zeit“: „Zu entdecken ist Christine Langer: eine große Dichterin“. Und, Jürgen Kanold, kürzlich, in seiner schönen und zugewandten Beprechung des Buches in der Südwestpresse – mir hat seine seine Charakterisierung sehr zugesagt: „Christine Langers ‚Vogelruf‘ ist geradezu ein poetisches Brevier“.
Was aber ist, was war ein Brevier? Es war, es ist das Stundenbuch der Geistlichkeit, ihr Soll, täglich daraus für eine Stunde zu beten, also höchst-intensiv zu lesen … „Ein poetisches Brevier“: Was für ein literaturkritisches Kompliment! (Denken Sie nur doch an meinen Anfang, Jean Paul: „Wenn ein Buch nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, so ist es auch nicht wert einmal gelesen zu werden …“). Jetzt aber, liebe Premierengäste, Sie warten ja schon drauf, hör ich auf, überzeugen Sie sich grad einfach selber, seien Sie ganz Ohr, es liest für Sie, für uns: Christine Langer.
Vielen Dank. Und auf einen guten literarischen Abend.


Liebe Christine Langer, haben Sie jetzt, zu guter Letzt, einfach nochmals herzlichen Dank für Ihr Buch, unser fünftes Buch, Ihre intensive Lesung. Glückwunsch – und die Hoffnung, Ihr „Vogelruf“ möge gehört – und „breviermäßig“ höchst intensiv gelesen werden. Bei Ihnen, liebe Premierengäste, bedanke ich mich sehr – dafür, dass Sie da waren, ganz Ohr waren. Und, nochmals Jean Paul: „Dem Buchhändler gefallen keine Bücher, die bei ihm liegen bleiben …“ Oder, wenn das jetzt noch nicht deutlich genug war, Lessing, Gotthold Ephraim: „Was machete ich bloß mit meinem vielen Gelde, wenn ich keine Bücher kaufte?“
Nehmen Sie gleich also den „Vogelruf“ am schön gedeckten Büchertisch der Buchhandlung Jastram nur gerne mit – möglichst käuftlich halt! – lassen Sie sich das Buch von Christine Langer datieren, signieren und widmen – und dann, daheim: lesen Sie gut!
Vielen Dank.
Hubert Klöpfer, 19. Mai 2022
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Logo „Das Literarische Quartett“

Das literarische Quartett am Donnerstag, 26.Mai ab 23.15 Uhr
mit Thea Dorn, Eva Menasse, Jakob Augstein und Moritz von Uslar
und folgenden Büchern:

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Endlich. Nach langer Zeit. Ein neuer Versuch:

Die erste Seite
am Dienstag, den 7.Juni ab 19 Uhr
Wir stellen wieder vier neue Romane vor.
Es liest Clemens Grote.

Wir begrenzen die Zahl der Teilnehmenden auf 20.
Also bitte Plätze reservieren.

Vielen Dank und vielleicht/hoffentlich bis bald.

Freitag, 23.April

Heute haben
William Shakespeare * 1564
Richard Huelsenbeck * 1892
Vladimir Nabokov * 1899
Haldór Laxness * 1902
Dietrich Schwanitz * 1940
Andrej Kurkow * 1961
Geburtstag
und es ist der Welttag des Buches und des Bieres.
Todestag haben heute
Cervantes + 1850
W.Wordsworth + 1850
R.Huelsenbeck + 1892
R.D.Brinkmann + 1975
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Gotthold Ephraim Lessing
Lied. Aus dem Spanischen

Gestern liebt ich,
Heute leid ich,
Morgen sterb ich:
Dennoch denk ich
Heut und morgen
Gern an gestern.
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Heute ist der Welttag des Buches und irgendwie ist es anders, wie so vieles in diesem Jahr. Keine Schulklassen im Buchladen, die ihre kleine Lektüren abholen, keine extra Veranstaltungen.
Aber es gibt durch viele freie Zeit an den Abenden, viel Muse zum Lesen. Dieses genieße ich sehr und entdecke viele neue und alte Texte, über die ich mich freue, sie hier auf dem Blog, Ihnen vorzustellen.
Gleichzeitig bin ich heute morgen auf tagesschau.de über die Meldung gestolpert, dass 120 Geflüchtete vor den Libyschen Küsten ertrunken sind und dass im Mississippi-Delta in den USA der Wasserpegel, wegen des Klimawandels, steigt und demnächst wohl Menschen umziehen müssen.
Es ist nicht lustig im Moment auf der Welt.
Dann fiel mir das kleine Gedichten von Lessing heute morgen in die Hände. Passt, dachte ich und gleichzeitig habe ich das Gedicht „The Hill We Climb“ von Amanda Gorman im Kopf, die nach vorne schaut, in die Zukunft.

When day comes, we step out of the shade
aflame and unafraid
The new dawn blooms as we free it.
For there was always light.
If only we’re brave enough to see it.
If only we’re brave enough to be it.
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Unser Tipp des Tages:


Thomas Krippgans: „Resonanzraum
Im Eigenverlag TWENTYSIX und bei uns in der Buchhandlung € 16,99

Ein junges Forscherteam der weltweit äußerst renommierten Firma FortyTwo arbeitet an der Entwicklung von Bio-Computern. Dabei machen sie eine seltsame Beobachtung. Die Zellkulturen, mit denen sie arbeiten, verhalten sich nicht wie ein Computer, sondern stellen eine Art Gedanken-Transformator dar. Dieser Fund verändert das Leben der Menschheit wie keine Offenbarung zuvor. An der Entdeckung sind auch verschiedene staatliche und institutionelle Organisationen stark interessiert und versuchen das Forscherteam samt ihrem Wissen und die Zellkulturen in ihre Hände zu bekommen. Welche Auswirkungen der Fund und welch unglaublichen Fortschritte die Menschheit durch die Erkenntnisse daraus erzielt hat, zeigt sich im Jahr 2131. Immer noch unterliegen skrupellose Menschen der Versuchung, dieses Menschheitsgut an sich zu reißen, um ihren Profit rücksichtslos auszuweiten. Doch sie haben nicht mit den Unbestechlichen und Ehrlichen gerechnet.
Eine sehr spannender Science-Fiction-Thriller mit viel Überlegungen über unser jetziges und zukünftiges Leben.

Thomas Krippgans wurde in Stuttgart geboren, hat nach seiner Ausbildung zum Flugzeugmechaniker, Produktionstechnik in Ulm studiert. Zu seiner beruflichen Tätigkeit gehören Vorträge auf Konferenzen und Events in den USA, Japan und Europa. Zurzeit arbeitet er bei einem Security & Defence Unternehmen als Marketing Manager. In seiner Freizeit spielt er in einer Rock Band als Gitarrist, komponiert Stücke und schreibt Texte. Thomas Krippgans lebt in Ulm, ist verheiratet und hat drei Söhne.


Mittwoch, 25.Juli

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Heute haben
Max Dauthendey * 1867
Elias Canetti* 1905
Paul Watzlawick * 1921
Geburtstag.
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Max Dauthendey
Blütenleben

Lauer Schatten.
Ein blühender Birnbaum auf altem müden Gemäuer. Bronzefarbenes Moos quillt über die Kanten und Risse.
Ringsum Gras, junggrün und durchsichtig. Es neigt sich leise und schmiegsam.
Harte blaßgelbe Winterhalme zittern dazwischen, farblos und schwach, wie vergrämte greise Haare.
Aschgraues und purpurbraunes Laub, mit feinem Metallschimmer, wie tiefes gedunkeltes Silber deckt den Grund.
Hie und da ein weißes Blütenblatt mit blaßrosiger Lippe. Leicht, zart, aber müde.
Das Geäst biegt sich dicht und tief zur Erde.
Sacht zerrinnt Blüte um Blüte und gleitet weiß, zögernd nieder.
Die Zweige senken sich tief, bis zu den einsam gefallenen Blüten.
Das Alter hat den Stamm zerschürft. In der gefurchten Rinde ziehen die Ameisen eine Straße hoch hinaus zur Krone. Emsig und flink rennt es aneinander vorüber.
Und dann oben die Bienen. Sie saugen schwerfällig und lüstern von den süßen Lippen und klammern trunken an den weichen Blütenrändern.
Ein üppiges Summen ist in der Laubkrone, ein einförmig gärender Ton.
Die Blüten zittern leise, und die jungen Blattspitzen Zittern.
Der alte Baum wiegt sich und seufzt. Duft löst sich, schwebt hinaus in den blauen Sonnenschein, warmsüß und scharf herb.
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Jaaaa, das Buch zum Hochsommer.
Tauchen Sie mit einer Arschbombe in das kühle Nass dieses Buch und lassen Sie sich durch die Kulturgeschichte des künstlichen Ozeans treiben.

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The Swimming Pool in Photography
Texte von Francis Hodgson
Hatje Cantz Verlag € 40,00

Henri Cartier-Bresson, Gigi Cifali, Stuart Franklin, Harry Gruyaert, Emma Hartvig, Jacques Henri Lartigue, Joel Meyerowitz, Martin Parr, Paolo Pellegrin, Mack Sennett Alec Soth, Larry Sultan, Alex Webb, u.a. haben Bilder zu diesem Buch beigetragen. Das Bad gehört schon immer zu unserem Alltag, privat und auch als religiöser Ritus. Der Luxus eines privaten Schwimmbeckens kam erst später. Und auch heute noch hat nicht jeder ein kleines Schwimmbecken, sei es auch nur so ein aufblasbares Teil, im Garten. Hier nun sind Profis am Werk und nehmen uns mit auf eine Bäderreise. Von der Ästhetik des Architekten, durch das Auge des künstlerischen Fotografen, mit vielen alten Fotos aus den USA, mit Schnappschüssen, mit Luftbildern von Bädern auf Hochhäusern und auch verlassene, heruntergekommene Bäder – alles vereint sich in diesem Buch. Sie finden glitzerndes kühles Wasser, genauso wie Sportaufnahmen, fahrbare Swimming Pools, Rutschenparadise und Hotelpools aus der ganzen Welt. Szenen aus Filmen, in denen der Swimming Pool vorkommt sind genauso zu finden, wie all die schönen Damen, die sich in und an ihm räkeln.
Der Text ist englisch, viel Bildmaterial kommt aus den USA, aus den 50er und 60er Jahren, in den der Pool zum Kultstatus wurde. Aber es gibt auch ein Foto vom ehemaligen Stadtbad in Augsburg, das mich sehr an das Stadtbad in Ulm erinnert hat, in dem jetzt die Musikschule beheimatet ist.

Donnerstag, 12.Juli

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Heute haben
Henry David Thoreau * 1817
Stefan George * 1868
Raoul Hausmann * 1886
Bruno Schulz * 1892
Günther Anders * 1902
Pablo Neruda * 1904
Adam Johnson * 1967
Johanna Moosdorf * 1971
Geburtstag
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Auf dem Gedichtekalender gefunden:

Gottfried Keller
Der Nachtschwärmer

Von heisser Lebenslust entglüht
Hab‘ ich das Sommerland durchstreift,
Darüber ist der Tag verblüht
Und zu der schönsten Nacht gereift.
Ich steige auf des Berges Rücken
Zur Kanzel von Granit empor
Und beuge mich mit trunknen Blicken
In die entschlafne Landschaft vor.

Am andern Berge drüben steht
Im Sternenschein der Liebe Haus,
Aus seinem offnen Fenster weht
Ein Vorhang in die Nacht hinaus:
Das ist fürwahr ein luftig Gitter,
Das mir das Fräulein dort verschliesst,
Nur schade, dass mir armem Ritter
Der tiefe Strom dazwischen fliesst!

So will ich ihr ein Ständchen bringen,
Das weithin durch die Lüfte schallt,
Und spiele du zu meinem Singen,
O Geist der Nacht, auf Tal und Wald!
Den Wind lass mit den Tannen kosen,
Die wie gespannte Saiten stehn,
Und mit der Wellen fernem Tosen
Der Nachtigallen Chor verwehn!

Im Osten zieht ein Wetter hin,
Das stellen wir als Helfer an,
Wie leuchtend schwingt sein Tamburin
Am Horizonte der Titan!
Die Mühlen sind die Zitherschläger
Beim Wassersturz im Felsengrund;
Im Wagen fährt mein Fackelträger
Hoch vor mir her am Himmelsrund!

Nun will ich singen überlaut
Vor allem Land, das grünt und blüht,
Es ist kein Turm so hoch gebaut,
Darüberhin mein Sang nicht zieht!
So eine kühne Brücke schlagend,
Such‘ ich zu ihrem Ohr den Weg;
Betritt im Traum das Seelchen zagend
Des wilden Lärmers schwanken Steg?
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9783630875132

Karl Ove Knausgård:Im Sommer
Mit Aquarellen von Anselm Kiefer
Aus dem Norwegischen von Paul Berf
Die Jahreszeiten-Bände (4)
Luchterhand Verlag € 24,00

„Die Zeit ist abgrundtief, die Sicht, die man als Kind hat, reicht nicht weit. Für mich war die Kindheit meiner Großeltern außer Reichweite, sie war etwas, worüber ich nichts wusste – und für meine Kinder ist die Kindheit meiner Eltern außer Reichweite! Von ihren Urgroßeltern in Westnorwegen, bei denen ich jeden Sommer verbrachte, haben sie keine Ahnung. Es nützt nichts, dass ich von ihnen erzähle, sie können das an nichts festmachen, die Menschen, die in den Geschichten auftauchen, sind tot und sind es während ihres ganzen Lebens gewesen. Der Keller mit den Steinwänden und dem oftmals feuchten Boden mit dem Abfluss, in den das Wasser rieselte, die weißen Schüsseln, mit den Bergen glänzend roter Johannisbeeren darin, die Milcheimer, der kleine Traktor und all die anderen Dinge, die in meiner Erinnerung leuchten, sagen ihnen nichts, denn die Welt wird von innen erleuchtet, von innen heraus entsteht die Bedeutung der Dinge und Orte.“

Die Jahreszeiten-Bände von Karl Ove Knausgård: „Im Sommer“ ist der vierte und letzte Teil, in der Knausgård seiner kleinen Tochter seinen Alltag, seine Umgebung, seine Familie, sein Denken, Fühlen und Tun erklären möchte.
Wird man von seinen dicken Romanen erschlagen von der Wucht der Sätze, der dicke der Bücher, so finden sich hier kleine Texte, kurze Essays, Gedanken und Reflexionen.
Knausgård schreibt über Wassersprenger und Schnecken, Rote Johannisbeeren und Tränen, über Weidenröschen, den Zirkus, Marienkäfer, das Fischen von Krabben und beginnt mit der Beschreibung, der Definition eines Campingplatzes. Passt also zum Sommer, zu den Ferien. Auch zur Auszeit im Kopf.
Dazu noch zwei lange Tagebucheinträge und ein literarischer Text.
Wir erleben hier einen anderen Knausgård, einer, der vielleicht zu sich selbst gefunden hat.

https://www.srf.ch/sendungen/kulturplatz/das-phaenomen-karl-ove-knausgaard