Mittwoch, 22.Februar

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Heute haben
Arthur Schopenhauer * 1788
Huga Ball * 1886
Jane Bowles * 1917
Danilo Kis * 1935
Arnon Grünbein * 1971
Geburtstag
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Auch irgendwie aktuell:

Eine Grobheit besiegt jedes Argument und eklipsiert allen Geist.
Arthur Schopenhauer
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Gestern war es mal wieder so weit. Wir haben das Spendenglas mit dem Kleingeld, das wir an unserer Kasse in der „Sozialen Cent-Tasse“ sammeln, eingesteckt und sind zum türkischen Lebensmittelgroßmrkt gefahren. Drei große Einkaufswägen voll haben wir ins Auto geschaufelt. € 551,00 war die Gesamtsumme und € 560,00 hatten wir dabei. Volltreffer. Als die Dame an der Kasse erfahren hat, daß es sich um eine Spende für den Ulmer Tafelladen handelt und hier speziell für arabische Flüchtlinge, hat sie uns noch vier Kartons mit Marmelade für’s Frühstück eingepackt.
Tief hängend und schwer beladen ging es dann zum Tafelladen und auf offener Straße haben wir alles wieder umgeladen.
Ich möchte mich hiermit bei allen unseren Kunden bedanken, die so ganz selbstverständlich die Cent-Stücke beim Wechselgeld (es sind auch Euromünzen mit dabei) in unsere Tasse fallen lassen und somit dazu beitragen, daß sich solche Geldbeträge ansammeln, die wir wieder weitergeben können.

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essen

Freitag

Heute haben
Clara Reeve * 1729
Stendhal * 1783
Sergej Eisenstein * 1898
Anna Maria Jokl * 1911
Derek Walcott * 1930
Joao Ubaldo Ribeiro * 1941
Geburtstag.
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Michel de Montaigne: „Von der Kunst, das Leben zu lieben“
Montaigne lesen heißt leben lernen
Die schönsten Essais in der Übersetzung von Hans Stilett
Bei dtv als Taschenbuch für € 9,90
In der Anderen Bibliothek in Leinen für € 16,00

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Was Wilhelm Schmid mit seinen kleinen Bändchen über „Glück“ und „Gelassenheit“ usw. kann, schafft der alte Montaigne ganz locker.
Die Neuübersetzung seiner Essais von Hans Stilett sorgten Ende der 90er Jahre für Furore und für die „Andere Bibliothek“ war das große, dicke Buch ein wahrer Bestseller. Endlich entstaubt und für uns Menschen im 20.Jahrhundert gut lesbar zugänglich gemacht, ist die Sammlung eine wahre Fundgrube.
Das hat auch der Übersetzer entdeckt und bringt immer wieder Themen-Bändchen des großen Philosophen heraus. „Von der Kunst, das Leben zu lieben“, erschien schon 2005 bei dtv, GESTERN kam es zum 30.Geburtstag der „Anderen Bibliothek“ in Geburtstagsleinen einen heraus.

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Lachend die Wahrheit sagen
Lesen
Lieben
Freundschaft und Geselligkeit pflegen
Reisen
Essen und Trinken
Tanzen
Mode und Luxus mit Augenmaß genießen
Mit Geld vernünftig umgehen
Praxisbezogen Philosophieren
Der eignen Erfahrung vertrauen
Schlafen und Träumen
Kultur und Kunstsinn der »Wilden« bewundern
Lehrmeister Tier folgen
Krankheiten höflich behandeln
Den Tod nicht fürchten

Das sind die Kapitel, die der Übersetzer zusammengestellt hat und da dürfte für jeden etwas dabei sein.

„Der Gestank des eigenen Mistes ist jedem der liebste Duft.“, können wir unter dem Stichwort „Eitelkeit“ finden.
Oder aber auch das: „Das deutlichste Zeichen der Weisheit ist ein stetes Vergnügtsein.“
Aktuell wie nie (liebe EZB): „Ohne Geldgier zu sein, ist Reichtum.“
Aber auch das: Auf geistige Weise sinnlich, auf sinnliche Weise geistig.“
Darüber lässt sich lange diskutieren.

Ein kurzes, prägnantes Vorwort von Hans Stillet führt uns in die Denkweise von Montaigne ein und macht auch klar, warum und wie Stilett seine Kapitel zusammengesetzt hat.

„Ich habe bisher kein ausgeprägteres Monster und Mirakel gesehen als mich selbst“, schreibt er und meint, dass er aus sich nicht klug wird. Ja, das kenne ich auch sehr gut.
Auch zum Thema „Mode“ weiß er etwas zu schreiben:
„Ich habe die Lässigkeit in der Kleidung, wie man sie an unsrer Jugend sieht, gern übernommen: den Mantel schräg umgebunden, die Kapuze auf einer Schulter, einen Strumpf nicht straffgezogen – zeigt das doch eine stolze Geringschätzung der uns fremden Modevorschriften und eine große Gleichgültigkeit gegenüber kunstvoller Aufmachung.“
Man kann sich den Denker gut vorstellen, wir er etwas vernachlässigt, vergeistigt durch die Straßen gewandelt ist.

„Von der Kunst, das Leben zu lieben“ ist ein kleines, großes Nachschlagewerk, das oft sehr aktuell ist und in seiner Antiqiertheit immer noch ausgezeichnete Verweise auf unsere aktuellen Probleme aufweist.

„Das Vorbedenken des Todes ist Vorbedenken der Freiheit. Wer sterben gelernt hat, hat das Dienen verlernt. Sterben zu wissen entlässt uns aus jedem Joch und Zwang. Das Leben hat keine Übel mehr für den, der recht begriffen hat, dass der Verlust des Lebens kein Übel ist.“

Leseprobe

Mittwoch

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Festungshonig aus Ulm und die passende DVD dazu.
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Heute haben
Ludwig Thoma * 1867
Egon Friedell * 1878
Antonio Gramsci * 1891
Kristin Baldursdottir * 1949
Geburtstag
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Hurra! Es gibt neue Abenteuer von Ben.
Als der Autor Oliver Scherz während der Jugendliteraturtage bei uns kurz in die Buchhandlung geschneit ist, hat er erwähnt, dass im Frühjahr weitere Geschichten mit Ben erscheinen sollen.
Gestern war es nun so weit.

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Oliver Scherz: „Ben.“
Schule, Schildkröten und weitere Abenteuer
Illustriert von Annette Swoboda
Thienemann Verlag € 12,99
ab 5 Jahren

Ben ist der Junge mit seiner Schildkröte Herr Sowa, von denen wir im ersten Band so restlos begeistert waren. Als Oliver Scherz dann in Ulm war und wir nach seinen Veranstaltungen sein Ben-Buch ausgelegt haben, ging das über’n Ladentisch wie geschnitten Brot. Und alle waren begeistert. Die Vertreterin meinte: „Was, so viel habt ihr davon verkauft?!“

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Jetzt ist Ben seit einer knappen Woche in der Schule und steckt schon mitten drin im neuen Alltag, in dem noch so viel fremd ist und dem ihn sein großer Bruder (er ist schon in der 4.Klasse) ihn gleich mal in ein großes Abenteuer schickt. Er soll nämlich durch das Kellerfenster der Schule steigen, von dort aus in das Klassenzimmer der 4. huschen und dann die Tafel auswischen. Alles kein Problem für unseren Helden und seine Freundin Ina. Was allerdings erschwerend dazukommt ist, dass es im Keller wohl Ratten geben soll und der Hausmeister seinen Hund auf Einbrecher hetzt. Na, das kann ja heiter werden. Im Klassenzimmer angekommen, sehen sie, dass Bens Bruder auf die große Tafel geschrieben hat, dass seine Lehrerin doof ist und er nun keinen Mut hat, dies stehen zu lassen. Ben schafft das schon, wenn auch mit Rettung in letzter Sekunde. Dank seiner Freundin Ina, die im Nachbarhaus wohnt und mit ihm vieles zu bereden hat. Treffpunkt ist ein Indianerzelt und darin sind sie dann „Stampfende Büffelfrau“ und „Schleichender Donner“. Mit solchen Namen kann ja nix schiefgehen.
Ben gewinnt noch den erste Tischtennisrundlauf-Wettbewerb (obwohl er nicht spielen kann), wird darauf aber gehänselt, weil er noch so klein ist und nicht mal sechs Jahre alt.
Sie merken schon, jede Menge neue Dinge, die auf unseren Ben reinprasseln. Als am Ende des Buches Ben seinen 6.Geburtstagfeiert und er mit Ina eine riesige Torte in die Schule transportieren, kommt es in bester Kleiner-Nick-Art zu einer gekonnten Tortenschlacht.
Wunderbare, freche Geschichten mit den liebevollen Illsutrationen von Annette Swoboda. Genial zum Vorlesen, oder für das erste, zweite Lesealter.

Buchtrailer zum ersten Band:

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Werner Färber hat uns einen Kalender überlassen, den ich heute verlosen will.
Wer Lust auf diese witzigen Tiergedichte hat …. bitte melden und ich schicken ihn sofort los.
E-Mail: info@jastram-buecher.de
Stichwort: Haben, haben, haben

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