Donnerstag, 20.Oktober

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Heute haben
Arthur Rimbaud * 1854
Paul Valery * 1871
Peter Bamm * 1897
Otfried Preußler * 1923
Oskar Pastior * 1927
Elfriede Jelinek * 1946
Geburtstag
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Für wenn uns mal wieder das Fernweh überkommt:

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Travis Elborough: „Atlas der ungewöhnlichsten Orte
Kartenillustrationen: Alan Horsfield
Eine Reise zu verwunschenen Plätzen, verlassenen Inseln und geheimnisvollen Labyrinthen
Brandstätter Verlag € 29,90

Ein Geschenkbuch für Reisende, die schon alles zu kennen glauben.
Verwunschene Wälder, verborgene Labyrinthe und fantastische Bauten.

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Die Welt ist voller seltsamer und geheimnisvoller Orte: dem Meer abgetrotzte Landstriche, verlassene Inseln, unterirdische Labyrinthe, rätselhafte Ruinen voller Geschichte und Geschichten, eine Stadt, die vollständig unter Lava begraben ist, ein Fantasiepalast, errichtet aus Versatzstücken europäischer Architekturen, ein irisches Schloss, in dem es Tag und Nacht spukt.

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Travis Elborough, Kulturjournalist und Weltreisender mit einem Blick für das Ungewöhnliche, ja Unmögliche, hat die unwahrscheinlichsten Plätze der Welt erkundet und sie in einen Atlas des Staunens eingeschrieben. Er nimmt uns mit auf seine Reise zu verwaisten Städten, unerhörten Plätzen und abgelegenen Winkeln, erzählt ihre Geschichte und entführt uns Leser zu Orten, die unseren kühnsten Träumen entsprungen sein könnten.

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Der Berliner Teufelsberg, Concrete City in den USA, das Königreich Redonda, oder Moose Jaw, die London Bridge am Lake Havasu, Wonderland, oder Palmerston.
Sie merken schon: recht ausgefallen, die Orte und Namen. Und so besonders sind auch die Geschichten hinter den Plätzen.
Es gibt keine weiße Flecken mehr auf unseren Landkarten, so meinen wir. Und doch entdecken wir immer wieder etwas ganz besonderes. Fern ab von Smartphone Apps, die uns rund um die Welt verfolgen. Früher schrieben die Landkartenmaler „Hier wohnen Löwen“, wenn sie nicht mehr weiterwussten. Wir wissen alles, so meinen wir und entdecken in diesem Buch doch noch so einiges, was wir nicht vermutet hätten.
Lassen Sie sich überraschen und genießen Sie diesen Atlas der ungewöhnlichsten Orte, der so fein und schön gemacht ist, daß das allein schon einen Kauf lohnt.

Montag

Heute haben
Christine Nöstlinger * 1936
Jan Costin Wagner * 1972
Geburtstag.
Aber auch Kurt Schumacher, Yves Montand, Margaret Thatcher und Paul Simon.
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Werner Färber
UNGEREIMTHEIT DER WOCHE: (… aus der Serie UNGEREIMTHEITEN … von fies bis böse)

SERIENFURCHT

Es fürchten sich die braven Bürger
schon seit Wochen vor dem Würger,
der in dunklen Gassen lauert,
worauf es meist nicht lange dauert,
bis er – handwerklich geschickt
den nächsten kurzerhand erstickt.
Sobald die Leiche wird entdeckt,
obschon sie war sehr gut versteckt,
fürchten sich die braven Bürger
wiederum vor jenem Würger …

UNGEREIMTHEIT DER WOCHE (UNGEREIMTHEITEN AUS DER TIERWELT):

 WENN TIERE REISEN CCCLCXIII
 
Es steht am Bahnhof eine Kuh
und wartet auf den Viehtransport.
Bald stellt sich noch ein Schwein dazu,
welches ebenfalls will fort.
 
Mit Verspätung kommt der Zug.
Lauthals schimpft darauf das Schwein,
dass es vom Reisen hat genug!
Die Kuh jedoch steigt trotzdem ein.

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Haben wir auf dem Blogeintrag am Samstag Handwerk aus dem Südwesten Deutschlands, aus dem Ländle vorgestellt, geht es heute mit dem Wiener Autoren Rudi Palla weiter. Lange war dieses Buch, das 1994 in der Anderen Bibiothek herausgekommen ist, vergriffen und wurde nur sehr teuer antiquarisch angeboten. Jetzt kam es im Österreichischen Verlag Brandstätter komplett neu überarbeitet und erweitert wieder heraus.

Palla

Rudi Palla: „Verschwundene Arbeit | Das Buch der untergegangenen Berufe“
Das Buch der untergegangenen Berufe
Brandstätter Verlag € 35,00

Was machte ein Abdecker, ein Fischbeinreißer, ein Kalfaterer, ein Lustfeuerwerker oder ein Planetenverkäufer?
Wie ein Archäologe legt Rudi Palla in dieser Sammlung all jene Tätigkeiten frei, die wir uns heute teilweise kaum noch vorstellen können. Dieses sorgfältig edierte und liebevoll illustrierte Buch ist ein Reiseführer durch die Sedimente menschlicher Anstrengung, eine Schatz- und Wunderkammer, ebenso reich an genau recherchierten Details wie an amüsanten Anekdoten und Kuriosa. Rudi Pallas Lexikon ist nicht nur ein hilfreiches Nachschlagewerk, sondern zugleich ein anregendes Lesebuch, das zum Weiterblättern und Weiterlesen verführt. Alphabetisch führt er uns durch diese Arbeitswelten, romantisiert nicht, verklärt nicht die damalige Arbeits- und Lebensweisen. Er bietet uns ein Kompendium der Wirtschaftswelt der Industrialisierung und des dadurch verbundenen Verschwinden kleiner Handwerke. Alphabetisch geordnet, reicht es von „Abdecker“ über „Drahtzieher“, „Flößer“, „Hausierer“, „Lustfeuerwerker“ oder „Spinner(innen)“ bis „Zöllner“. Dabei werden in den einzelnen halbseitigen Artikeln jeweils die speziellen Tätigkeiten, Materialien und Produkte erklärt, werden gleichfalls wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle und regionale Besonderheiten charakterisiert. Wir erhalten Einblick in das Alltagsleben eines Nürnberger Lebküchlers, Wiener Lohnkutschers oder Prager Lederers. Dass es den Wassertrompeter gar nicht gibt, schreibt Palla in den dazugehörenden Artikel gleich dazu. Und er lässt natürlich nicht unerwähnt, dass er diesen Beruf beim Österreichischen Schriftsteller Fritz von Herzmanovsky gefunden hat.
Zeichungen, Holzschnitte, Fotografien machen dieses sehr schön gemachte Buch zu einem wahren Schatz der Buchherstellung. Auch so ein Beruf, der heutzutage eher maschinell und vollautomatisch erledigt wird. Taschenbücher werden auf den Markt geworfen und nach kurzer Zeit finden wir sie in den Wühlkisten. Dies hoffe ich, passiert Pallas Buch nicht. Und wenn Sie es selbst in Händen halten, wird es sich in Ihren Buchregalen wohlfühlen.

Blind reingeriffen ins Alphabet:

Dienstmänner hatten in Wien ihre Standplätze bei Bahnhöfen und Hotels … Sie übernahmen verschiedene private Aufträge, wie das Tragen von Koffern und Taschen. Ein gewisser Doktor Folkmann gründete 1866 das 1.Wiener Dienstmann-Institut…. Das Markenzeichen der Dienstmänner waren ihre roten Mützen.

Perückenmacher entstanden zunächst als Hofhandwerker mit dem Aufkommen der Perückenmodein der Zeit Ludwigs XIV., als die Perücke in den Rang eines Kleidungsstückes erhoben wurde.
Es folgen Beschreibungen verschiedener Perückenarten und auch gleich ein Holzschnitt, damit Sie sich ein passendes Model heraussuchen können.

Korkschneider schnitten aus der Oberhaut der Rinde von korkeichen (Quercus suber) mit scharfen Messern aus freier Hand vor allem Propfen (Stöpsel) zum Verschließen von Flaschen und anderen Gefäßen. Der erste, der um 1680 Weinflaschen mit Korkstöpseln verschloß, war Dom Pérignon, der Kellermeister der Benediktinerabtei von Hautvillers.

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Freitag, 17.Oktober um 19 Uhr
Ulmer Frauen schreiben und lesen

Es war eine spontane Idee und es hat geklappt. Die vier Autorinnen aus dem Raum Ulm haben spontan zugesagt bei uns in der Buchhandlung zu lesen.
Martina Jung, Fee Katrin Kanzler, Silke Knäpper, Christiane Wachsmann lesen eigene Texte vor, die noch nicht veröffentlicht sind. Wir bekommen also einen Einblick in das aktuelle Schaffen der Autorinnen dürfen gespannt sein auf ihre nächsten Veröffentlichungen.
Martina Jung hat Erzählungen in der Anthologie “Texte aus der Schreibwerkstatt” veröffentlicht.
Fee Katrin Kanzlers Roman: “Die Schüchternheit der Pflaume” erschien in der Frankfurter Verlagsanstalt.
Silke Knäppers Roman: “Im November blüht kein Raps” erschien im Verlag Klöpfer & Meyer.
Christiane Wachsmann veröffentlichte u.a. einen eigenen Geschichten-Band: “Die Zuckerdose”.