Dienstag, 12.August

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Heute haben
Henry David Thoreau * 1817
Stefan George * 1868
Raoul Hausmann * 1886
Bruno Schulz * 1892
Günther Anders * 1902
Pablo Neruda * 1904
Adam Johnson * 1967
Johanna Moosdorf * 1971
Geburtstag
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Joseph Freiherr von Eichendorff
Morgendämmerung

Gedenk ich noch der Frühlingsnächte
Vor manchem, manchem Jahr,
Wie wir zusammen im Garten standen
Und unten über den Landen
Alles so still noch war.

Wie wir standen in Gedanken,
Bis eine Morgenglocke erwacht‘ –
Das alles ist lange vergangen;
Aber die Glocken, die da klangen,
Hör ich noch oft bei Nacht.
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9783407758163

Julia Dürr: „Wo kommt unser Essen her?“
Beltz&Gelberg Verlag € 14,95
Sachbilderbuch ab 6 Jahren

Woher kommen eigentlich die Lebensmittel, die auf unserem Tisch landen? Dieses Sachbilderbuch zeigt die verschiedenen Produktionsabläufe. Auf einer linken Seiten finden sich die Illustrationen und Erklärungen, wie auf dem Bauernhof gearbeitet wird. Auf der rechten Seite dann die industrielle Betriebe. Aufgeteilt hat Julia Dürr die Kapitel in Milch, Brot, Fisch, Fleisch, Äpfel, Eier und Tomaten. Jedes Lebensmittel bekommt vier ganze Seiten. Lauter Lebensmittel, die täglich bei uns auf dem Tisch liegen. Diesen bunt gedeckten Tisch mit vielen unterschiedlichen Menschen drumherum sehen wir zu Beginn des großformatigen Sachbuches. Und Julia Dürr schreibt dazu:
Was auf den Tisch kommt, egal ob wir viel, wenig, Fleisch, Gemüse, oder Eis essen: Unser Essen kaufen wir im Supermarkt, im Laden, auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen. Aber wo war es vorher? Unser Essen wird gezüchtet, gesät, geerntet, gefüttert, gemolken, gefangen, gelegt, gebacken, geschlachtet, sortiert und verpackt. …
Aufgemacht wie ein Wimmelbuch, unglaublich informativ und interesant dadurch, dass Julia Dürr uns in die Häuser, Gebäude, Maschinen sehen lässt.
Mit einem Wort: Nicht nur ein Sachbuch für Grundschulkinder, sondern auch für uns Erwachsene. Denn es gibt vieles zu entdecken, das wir noch nicht gewusst haben.
Toll!

Ein Blick ins Buch, der sich lohnt.

Dienstag, 2.Juni

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Heute haben
de Sade * 1740
Thomas Hardy * 1840
Max Aub * 1903
Marcel Reich-Ranicki * 1920
Sibylle Berg * 1962
Geburtstag
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Annette von Droste-Hülshoff
Kinder am Ufer

O sieh doch! siehst du nicht die Blumenwolke
Da drüben in dem tiefsten Weiherkolke?
O! das ist schön! Hätt‘ ich nur einen Stecken,
Schmalzweiße Kelch‘ mit dunkelrothen Flecken,

Und jede Glocke ist frisirt so fein
Wie unser wächsern Engelchen im Schrein.
Was meinst du, schneid‘ ich einen Haselstab,
Und wat‘ ein wenig in die Furth hinab?
Pah! Frösch‘ und Hechte können mich nicht schrecken. –
Allein, ob nicht vielleicht der Wassermann
Dort in den langen Kräutern hocken kann?
Ich geh, ich gehe schon – ich gehe nicht –
Mich dünkt, ich sah am Grunde ein Gesicht –
Komm lass‘ uns lieber heim, die Sonne sticht!
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9783407755568

Philip Waechter: „Toni will ans Meer“
Bilderbuch-Comic ab 6 Jahren
Beltz&Gelberg € 14,95

Ein Sommer ohne Meer? Kein Strand? Keine Moules frites?
Die Situation kennen wir im Moment auch. Tonis Geschichte spielt vor der Coronakrise und doch geht es gar nicht, dass er und seine Mama keinen Urlaub am Meer machen können.
Wie schon im ersten Band, in der Tonis sich ganz spezielle Fußballschuhe wünscht, fehlt es auch hier am nötigen Geld. Doch Toni wäre nicht Toni, wenn er nicht alle Hebel in Bewegung setzen würde. Und auch hier hat er Glück, denn er gewinnt einen Aufenthalt in einem Berghotel. Die Tage dort werden zu einem Desaster, da die anderen Hotelgäste nur ihre Ruhe haben wollen und keinen kickenden Jungen auf dem Gelände.
Da hat Tonis Mama einen genialen Einfall und das Meer kommt in Sicht.
Philip Waechter hat einmal mehr gezeigt, wie gut er seine Bilder mit witzigen, amüsanten Texten versehen kann. Urlaub am Meer scheint ihm zu liegen, denn vor Jahren gab es von ihm schon das tolle Buch „Endlich zelten“.

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Heute ist der erste Dienstag im Monat und Zeit für eine „1.Seite“ und vier neue Bücher, vorgelesen von Clemens Grote.
Clemens hat die Texte eingelesen, die Videos sind gedreht, ich schaffe es jedoch nicht, ein passendes Videoprogramm zu finden, damit ich die Videos schneiden uns zusammenfügen kann. Vielleicht kann jemand von Ihnen mir dabei helfen.
Also: Etwas Geduld. Die Videos kommen noch.

Freitag, 20.März

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Heute haben
Ovid * 43 v.Chr.
Friedrich Hölderlin * 1770
Henrik Ibsen * 1828
Ralph Giordano * 1923
David Malouf * 1934
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Friedrich Hölderlin
An die Nachtigall

Dir flüsterts leise – Nachtigall! dir allein,
Dir, süße Tränenweckerin! sagt es nur
Die Saite. – Stellas wehmutsvoller
Seufzer – er raubte mein Herz – dein Kehlchen –

Es klagte – o! es klagte – wie Stella ists.
Starr sah ich hin beim Seufzer, wie, als dein Lied
Am liebevollsten schlug, am schönsten
Aus der melodischen Kehle strömte.

Dann sah ich auf, sah bebend, ob Stellas Blick
Mir lächle – ach! ich suche dich, Nachtigall!
Und du verbirgst dich. – Wem, o Stella!
Seufztest du? Sangest du mir, du süße?

Doch nein! doch nein! ich will es ja nicht, dein Lied,
Von ferne will ich lauschen – o! singe dann!
Die Seele schläft – und plötzlich schlägt die
Brust mir empor zum erhabnen Lorbeer.

O Stella! sag es! sag es! – ich bebe nicht! –
Es tötete die Wonne, geliebt zu sein,
Den Schwärmer. – Aber tränend will ich
Deinen beglückten Geliebten segnen.
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Sonja Eismann und Amelie Persson (Illustrationen): „Wie siehst du denn aus?“
Warum es normal nicht gibt
Beltz&Gelberg € 14,95
Kindersachbuch ab 10 Jahren

Ist mein Bauchnabel komisch? Ist mein Po zu dick? Warum sind meine Haare nicht glatt? Überall werden wir mit den superschönen Menschen konfrontiert. Und auch die sähen ohne Photoshop sehr normal aus. Schon 10-Jährige beurteilen ihre Körper oft im Vergleich mit Idealbildern aus den Medien.

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 Hier darf geguckt werden! Offenherzige Aquarellillustrationen zeigen Körperteile in all ihrer Normalität und Liebenswürdigkeit. Dazu gibt es (kulturhistorische) Texte, die erklären, was es mit den jeweiligen Körperteile im Laufe der Zeiten auf sich hatte.

Leseprobe
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Und jetzt sagt uns ein Fußballtrainer die Wahrheit über uns, unsere Gesellschaft und den Klimawandel. Wo bleiben die klaren Worte von unseren Politiker*innen?