Freitag, 9.Februar


Heute haben
Felix Dahn * 1834
Amy Lowell * 1874
Brendan Behan * 1923
Thomas Bernhard * 1931
John Maxwell Coetzee * 1940
Alice Walker * 1944
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Perlen

Rot
Glühen die Narben
Im Schmelzofen der Zeit
Der Druck steigt
Innen wie außen
Im Bann
Ewigen Wachstums
Auf der endlosen Suche
Nach dem verlorenen Schatz
Werden Zahlen geschwärzt
Und Einäugige geblendet
Doch zwischen tausend Steinen
Findet sich kein Gold
Im Rhein
Nur brauner Schlamm
Und krümmender Schmerz
Vielleicht noch
Muscheln …
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Wytsge Versteeg: „Die goldene Stunde
Aus dem Niederländischen von Christiane Burkhardt
Wagenbach Verlag € 26,00

Langsam tastet sich die niederländische Autorin an ihr Thema heran, obwohl gleich mitten in den verwobenen Geschichten sind.
Wie kann ich ein richtiges Leben im falschen führen? Wo sind meine Wurzeln, wo sind meine Grenzen? Gibt es ein wahres Leben jenseits dieser Grenzen? Wie geht ein Leben, das den jeweiligen Erwartungen widerspricht und wieviel Mut gehört dazu, um ein Mensch zu sein? Und wenn nicht, was dann?
Mari , Ahmad und Tarik sind auf der Suche nach Lösungen zu diesen Fragen.
Ahmad ist vor dem Krieg in seiner Heimat geflohen, stieß in den Niederlanden jedoch auf neue Hindernisse. Mari wollte ihn beschützen und lieben, aber es gelang ihr nicht. Und der ehemalige Soldat Tarik hat sich in ein abgelegenes Grenzgebiet zurückgezogen, doch sein Gewissen nagt an ihm. Dort trifft er nun auf Mari, die mittlerweile ihr Zuhause hinter sich gelassen hat, nachdem ihr idealistisches Projekt katastrophal gescheitert ist.
Voller Empathie erzählt Wytske Versteeg aus dem Leben dieser drei Menschen und schafft es mit eindrücklichen Bildern einen prallen, vielschichtigen, aktuellen Roman zu schreiben.
Eine literarische Entdeckung des Frühjahrs 2024.
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Auf tagesschau.de gefunden

Daten des EU-Klimadienstes
Erderwärmung erstmals durchschnittlich über 1,5 Grad

Erstmals lag laut Daten des EU-Klimadienstes Copernicus die Erderwärmung durchschnittlich zwölf Monate lang 1,5 Grad über dem Referenzzeitraum. Experten sprechen von einer „Warnung an die Menschheit“. Auch das Jahr 2024 fängt rekordverdächtig an.
Die globale Durchschnittstemperatur hat erstmals zwölf Monate lang über 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter gelegen. Das teilte der EU-Klimadienst Copernicus mit. Von Februar 2023 bis Januar 2024 war die Durchschnittstemperatur demnach so hoch wie nie zuvor und lag um 0,64 Grad über der des Referenzzeitraums von 1991 bis 2020 – und insgesamt 1,52 Grad über dem vorindustriellen Referenzwert.
Damit ist die im Pariser Klimaabkommen von 2015 vereinbarte Marke überschritten worden. Damals hatte sich die Staatengemeinschaft darauf geeinigt, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius zu beschränken. …

Hier geht es zum Artikel.

Montag

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Heute haben
Amy Lowell * 1874
Brendan Behan * 1923
Thomas Bernhard * 1931
Alice Walker * 1944
Geburtstag.

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Zum Beginn der neuen Woche zeige ich Ihnen, was es alles Literarisches
zu entdecken gibt.
Zuerst einmal mein kleiner Lesemarathon am Sonntag:

Bücher

Die einzelnen Bücher tauchen demnächst dann hier auf dem Blog auf.
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1

Ich wollte dahin, wo die Action war!
Jami Attenberg über ihr Lesen und Leben mit Büchern in der neuen Ausgabe von Interview(Deutschland)
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Der Diogenes Verlag wehrt sich gegen Amazon.
Ich weiss nicht, wie lange er das durchhält und ich weiss auch nicht, wie lange der Link zur FAZ noch gültig ist.
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Am Dienstag kommt Dennis Gastmann ins Ulmer ROXY.
Beginn ist 20 Uhr.

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Dies schreibt der Rowohlt Verlag zu seinem Buch:

Welche Rolle spielt Geld, wenn Geld keine Rolle spielt? Was macht Reichtum mit dem Kopf und mit dem Herzen? Dennis Gastmann begibt sich auf eine Expedition in die Hautevolee: Er tanzt mit Chiara Ohoven, diniert mit der Jetset-Gräfin Gunilla von Bismarck und wagt sich mit Rolf Sachs, dem ältesten Sohn von Gunter Sachs, auf die legendäre Bobbahn von St. Moritz. Wie sind sie wirklich, die Millionäre und Milliardäre, die sich fast die Hälfte des weltweiten Vermögens teilen? Gastmann reist von Marbella nach Monaco, von Cannes nach Sylt, von London bis nach Katar, ins reichste Land der Erde. Ein ukrainischer Oligarch empfängt ihn in seinem goldenen Palast, und der Schraubenkönig Reinhold Würth verrät ihm seinen letzten Wunsch. Aus all diesen Abenteuern entsteht das Porträt einer Parallelwelt. Eine Psychologie des Geldes. Oder anders gesagt: ein Reichtumsbericht. Charmant, überraschend und garantiert ungeschönt.
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Am Freitag, den 13. (!) kommt Tobias Wahren um 19 Uhr zu uns in die Buchhandlung
und liest aus seinem dritten Buch: „Kopf an Kopf“.

3

Der Titel „Kopf an Kopf“ und macht schon deutlich, dass es sowohl um Konkurrenz („wer ist erster?“) als auch um Liebe, und Zuneigung („cheek to cheek“) geht – vor allem aber um das spannende Wechselspiel zwischen diesen Polen.
Tobias Wahrens Buch ist unterhaltsam, kurzweilig und überraschungsreich, oder, wie es in der Neu-Ulmer Zeitung hieß: „Wahrens Bücher sind Ausdruck einer immanenten Freude am Schreiben, bei dem „der Leser in einen Sog von Ereignissen hineingezogen wird“ …
Wir freuen uns alle auf einen besonderen Abend.

Der Eintritt ist frei.
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Da heute die Lyrikerin Amy Lowell aus Brooklyn heute Geburtstag hat, soll sie mit einem Wintergedicht hier gefeiert werden.

Amy Lowell
A Winter Ride

Who shall declare the joy of the running!
Who shall tell of the pleasures of flight!
Springing and spurning the tufts of wild heather,
Sweeping, wide-winged, through the blue dome of light.
Everything mortal has moments immortal,
Swift and God-gifted, immeasurably bright.

So with the stretch of the white road before me,
Shining snowcrystals rainbowed by the sun,
Fields that are white, stained with long, cool, blue shadows,
Strong with the strength of my horse as we run.
Joy in the touch of the wind and the sunlight!
Joy! With the vigorous earth I am one.
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Zum Schluss noch die wöchentlichen „Ungereimtheiten“ von Werner Färber.

UNGEREIMTHEIT DER WOCHE (nach Kästner)
AUSSCHWEIFENDE HOTELNÄCHTE IN DER PROVINZ
 
Wie schon so oft, steh ohne Licht
ich vollkommen einsam an der Bar.
Ein Barmixer ist nicht in Sicht.
Sein Dienst um acht vorüber war.
 
Jetzt ist es grade mal Halbzehn
und dennoch bin ich ganz allein.
Mir bleibt nur noch ins Bett zu geh’n,
ach wär‘ ich wenigstens zu zwein 
UNGEREIMTHEIT DER WOCHE (Limericks)
 
SCHNEEMANN
 
Der dicke Schneemann draußen im Garten
kann den Frühlingsbeginn kaum erwarten.
Nur Wärme im Sinn,
schmilzt er schnell dahin.
Bald liegt nur noch ’ne Möhre im Garten.