Samstag, 15.April

Heute haben
Anatol France *1844
Edmond Jabès * 1912
Peter Ustinov * 1921
Sarah Kirsch * 1935
Rolf Dieter Brinkmann * 1940
Sibylle Lewitscharoff * 1954
Geburtstag
_____________________________________

Winfried Hermann Bauer
Traumverloren

Nichts ist geblieben
Kein Alaska
Keine Wüste
Kein Dschungel mehr
Kein Shangri-La
Ohne das Leid der Welt
Ohne Fieber und Gier
Ohne die Irrungen
Im großen Labyrinth
Ist alles
Verpixelt und verwischt
Inmitten der Verlorenen
Gibt es keinen Rückzugsort
Allein
Das BesinnungsLos
________________________________

Lesung mit Janina Hecht
Mittwoch, 19.April, 19 Uhr
im Studio der Sparkasse Ulm Neue Mitte
Hans-und-Sophie-Scholl-Platz 2
Eintritt € 17,00

Karten für die Lesung mit Janina Hecht sind per Mail an innerwheelclub.ulm@gmx.de sowie an der Abendkasse erhältlich.
Mit den Erlösen der Veranstaltung wird das Kinderschutzzentrum des Kinderschutzbundes Ulm/Neu-Ulm e.V. unterstützt. www.kinderschutzbund-ulm.de

Spenden sind herzlich willkommen:
Inner Wheel Hilfe e.V. Ulm
IBAN: DE24 6305 0000 0021 1422 39
Verwendungszweck: Spende Kinderschutzbund

Dank an den Förderkreis der Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg für die Unterstützung dieser Veranstaltung. www.schriftsteller-in-bawue.de


Unsere Besprechung auf dem Jastramblog im Januar:

Janina Hecht: „In diesen Sommern
C.H.Beck Verlag € 20,00

„Mein Vater, wie er ganz ruhig den Tag beginnt, nicht ausgeglichen, aber stabil. Nie schrie er am Beginn des Tages, er ging mit vorsichtigen Schritten, manchmal etwas Weiches in seinem Gesicht. Als hätte sich erst danach etwas verändert, als führten erst der Mittag und der Nachmittag in eine andere Richtung, und an jedem Morgen hätte es die Möglichkeit zu einem anderen Verlauf der Geschichte gegeben, die ich schreibe.“

Die 1983 bei Stuttgart geborene Autorin tastet sich leise und vorsichtig an „ihre“ Kindheit und Jugend heran. An die schönen Tage im Urlaub, das erste Fahren auf dem Rad, an die Sportsendungen im Fernseher mit dem Vater und das Blumenkübelbepflanzen mit der Mutter. Mit dabei ist meist ihr drei Jahre jüngerer Brüder. Diese Idylle wird durch die Gewaltausbrüche des Vaters gestört. Wenn er einen bestimmten Alkoholpegel überschritten hat, weiß niemand in der Familie, auf welche Art es dieses Mal wieder eskaliert.
In kurzen Kapiteln blättert Janina Hecht ihr „Tagebuch“ auf und nimmt uns mit auf eine Reise ins Erwachsen-, ins Unabhängigwerden mit.
Ein ruhiges Buch, das lange nachhallt.