Samstag

Heute hat W.G.Sebald Geburtstag (* 1944)

Schwer zu verstehen
ist nämlich die Landschaft,
wenn du im D-Zug von dahin
nach dorthin vorbeifährst,
während sie stumm
dein Verschwinden betrachtet.

(Alle Rechte bei W.G.Sebald und den dazugehörenden Verlagen.
Gefunden bei: www.wgsebald.de)
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Doch noch ein schöner Maitag mit vielen Obstbaumblüten.
Das gestrige Abendrot finden Sie auf auf www.jastram.tumblr.com.
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Nun habe ich Dan Browns „Inferno“ am Mittwoch abend fertiggelesen.
Ein paar Tage zuvor habe ich den „Thriller“ (???) noch als Schmachtfetzen bezeichnet. Ich muss mich revidieren. Es ist einfach ein langweiliges, schlechtes Buch. Mit Sätzen, wie in einem Möchtegern-Lokalkrimi aus dem großen Lautertal. Der Plot ist so was von Banane und, was nachdenkswert ist, auch fragwürdig.
So von wegen Weltverschwörung, Rettung der Welt. Da lässt Herr Brown seine Figuren beim großen Showdown doch sehr krudes Zeug reden.
Das, was „Sakrileg“ und „Illuminati“ noch ausgemacht hat, verpufft hier in allgemeinem Geschwafel. Browns Lösungen von „Geheimnissen“ sind so etwas von oberflächlig und nichtssagend. Unglaublich. Hatte er sich vor Jahren noch in seine Materie eingearbeitet, dient ihm hier die Dantesche „Göttliche Komödie“ nur als Fundgrube für ein paar Zitate. Möchte ich einen Vergleich zwischen Dante und Brown hier schreiben, dann wäre das so, wie Champions League und Regionalliga.
Sorry Danny, sogar dort müsstes Du um den Erhalt kämpfen.
Was hätte er alles machen können aus dem unendlichen Stoff, den Dante vor über 700 Jahren abgeliefert hat. Wie habe ich mich gefreut, mehr über diverse Päpste, Lügner, Verschwender, Ehebrecher zu erfahren. Nix, niente, nada, nothing.
Genug abgelästert. Ich muss in meinem Laden noch ein paar Exemplare verkaufen, die im Schaufenster liegen, damit es nicht zu einem buchhändlerischen Inferno, bzw. Fiasko kommt.
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Ich wünsche allen LeserInnen ein sonniges Wochenende.