Donnerstag, 18.April

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Foto: Vanesse Güntzel

Heute haben
Thomas Middleton * 1580
Udo Werner Steinberg * 1913
Geburtstag
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Silvia Trummers Ostergeschichten

Die heutigen Kinder haben keine Ahnung mehr, was Ostern bedeutet, meint der Lehrer, aus der Teamsitzung kommend. Bekümmernis schwingt in seiner Stimme. Er ist startbereit für die Autoreise mit der Familie, Gründonnerstag nach Schulschluss, nein nicht in den Süden wie alle, aber vorsorglicherweise hat er doch die neuralgischen Staupunkte aus dem Internet geholt. Neben den Kindersitzen stecken Beschäftigungs-spiele in Falttaschen.
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Susanne Link empfiehlt:

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Dirk Reinhardt: „Über die Berge und über das Meer“
Gerstenberg Verlag € 14,95
Jugendbuch ab 14 Jahren

Soraya und Tarek leben in Afghanistan, fast schon an der Grenze zu Pakistan
und müssen aus ihren Heimatland fliehen. Soraya ist als siebte Tochter ihrer Familie
geboren worden und der Mullah hat sie in Sami „umgetauft“, d.h. sie wächst mit
den Jungen des Ortes auf und geht auch zur Schule. Nun ist sie fast 14 Jahre
und die Taliban setzen die Familie unter Druck. Soraya flieht nach Deutschland.
Tarek ist ein Hirtenjunge und muß als dritter Sohn auch seine Familie verlassen, deren Weideplätze aufgrund der globalisierten Welt unter Dürre leiden. Die Herden schrunpfen und die Schafe können nicht mehr alle einer Familie ernähren. Tarek flieht auch nach Deutschland.
Beide wählen unterschiedliche Wege, sowohl in Afghanistan selbst als auch in Iran.
Im Hochgebirge der Türkei treffen sie sich zufällig wieder und dann sind ihre Wege
wieder getrennt. Am Ende nimmt Soraya die uns „bekannte“ Balkan-Route und Tarek
zieht es durch ganz Italien.
Dirk Reinhardt beschreibt diese abenteuerliche Reise intensiv und lebendig. Ähnlich wie in seinem Erfolg: „Train Kids“.
Absolut mitreißend.

Mittwoch, 17.April

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Heute haben
Thomas Middleton * 1580
Udo Werner Steinberg * 1913
Shimao Toshio * 1917
Kathy Acker * 1948
Geburtstag
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Silvia Trummers Ostergeschichten

Der Hase begibt sich mit seiner blauen Jacke auf Gleis fünf und besteigt den Regionalzug. Kein Mensch im Abteil. Der Zug fährt ab.
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Sarah Wiltschek empfiehlt:

Alles ist moeglich von Elizabeth Strout

Elizabeth Strout: „Alles ist möglich“
Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth
Luchterhand Literaturverlag € 20,00
Elizabeth Strout erzählt in „Alles ist möglich“ aus dem Leben der Kleinstadtbewohner von Carlisle. Und erinnert dabei durchaus an Kent Harufs tollen Roman „Lied der Weite“.
Die Lebensgeschichten der Frauen und Männer sind Einblicke in einfache, oft ärmliche Verhältnisse und zeigen das Leben ehrlich und wahrhaftig mit all seinen dringlichen Fragen, Nöten, aber auch seinen unerwarteten Freuden und der immerwährenden Hoffnung. Strout widmet jede ihrer Figuren ein Kapitel und findet für alle einen eigenen Erzählton. All diese Lebensläufe sind auf irgendeine Weise miteinander verknüpft. Die Figuren erzählen so das Leben der anderen, in Hinblick auf das eigene. Männer, die vom Vietnamkrieg gezeichnet und traumatisiert sind, Frauen, die mit 70 einen Neuanfang wagen oder sich als Pensionsbesitzerin emanzipieren und unerwünschte Gäste vor die Tür setzen. Menschen, die Mitgefühl zeigen und andere, die diesen misstrauen, weil sie sich selbst zutiefst schuldig fühlen.
Da ist Tommy Guptill, dem der ganze Hof abbrennt und damit all sein Hab und Gut. Doch er verbittert nicht. Sieht es als Zeichen Gottes, dass ihm bleibt, was ihm am teuersten ist: seine Frau und seine Kinder.
Dann ist da Lucie Barton, die der bitteren Armut und Gewalt ihrer Kindheit entflohen ist und es zu einer kleinen Berühmtheit gebracht hat. Jetzt sieht man sie in Talkshows und gerade ist ihr neustes Buch auf den Markt gekommen, was auch die Bewohner von Carlisle mit Stolz erfüllt. Doch als Lucie Barton einen Lesungstermin für einen Besuch in ihrem Geburtstort nutzt, holt die Vergangenheit sie ein und sie muss schleunigst zurück in die Großstadt.
Strout schreibt in einer Sprache, die sich wunderbar liest, in Geschichten, die man unbedingt immer weiterlesen möchte!

Auf der Seite von Randomhouse habe ich dieses Interview gefunden.
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Heute abend, Mittwoch, 17.April um 19 Uhr
Lesereihe „Wortreich“

Das Theater Ulm zu Gast
Bei uns in der Buchhandlung
Wort-Reich – Die Lesereihe: Sagenhaftes und Gespenstisches
Mittwoch, 17. April 2019, 19 Uhr, Kulturbuchhandlung Jastram, Eintritt: € 8,00

Als sich die Menschen noch untereinander durch Erzählen unterhielten, waren Legenden und Sagen beliebter abendlicher Gruselstoff. So verbreiteten sich diese Geschichten über Ländergrenzen hinweg, unter anderem auch die von jenem mit einem Fluch belegten Seefahrer, der nur durch die Liebe einer Frau erlöst werden kann. Richard Wagner vertonte die Sage vom Fliegenden Holländer in seiner gleichnamigen Oper – die Neuinszenierung am Theater, aber auch der aktuelle Ballettabend „Das kalte Herz“ sind Anlass für „Wort-Reich“, eine literarische Reise in die Fabelwelt der übernatürlichen Wesen und seltsamen Erscheinungen zu unternehmen. Gewidmet haben sich dieser faszinierenden Sphäre ja nicht nur dubiose Groschenheft-Schreiber, sondern stets auch Dichter von Rang. Aus der Fülle an unheimlichen Geschichten der Literaturgeschichte stellen Ihnen die Schauspieler Stephan Clemens und Nicola Schubert gemeinsam mit Chefdramaturg Dr.Christian Katzschmann Werke aus alter oder jüngerer Vergangenheit vor: ein Lektüre-Abend mit Gänsehaut-Charakter, aber auch Heiterkeit, musikalisch begleitet vom Oboisten Felix Goldbeck.
Karten gibt es direkt in der Buchhandlung.

Dienstag, 16.April

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Heute haben
Anatole France * 1844
Peter Ustinov * 1921
Sarah Kirsch * 1935
Rolf Dieter Brinkmann * 1940
Geburtstag
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Silvia Trummers Ostertexte

Urbi et orbi sei absolut sicher, beruhigt der Angestellte im Reisebüro. Man habe ein Flugverbot erlassen für den Flugraum über dem Petersplatz. Schon seit Wochen, bekräftigt er, und rückt die Schleife eines Nougateis zurecht, das neben den Prospekten liegt.
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Bei uns in der Buchhandlung:

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Analoge Impulse für eine digitale Welt

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type.-Karten sind Impulse und Inspirationen zum Innehalten und Andersdenken.
Sie werden in Handarbeit in Oldenburg hergestellt – auf alten Schreibmaschinen, mit Handschrift und Stempeln.

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Jede Karte ist einzeln von Hand geschrieben und signiert – auf FSC-zertifiziertem und zu 100% mit Windenergie hergestelltem, weißem Papier mit toller Haptik.
type.-Karten sind von Hand verpackt in kompostierbare, durchsichtige Papiertüten.
Stell die Karten zur Inspiration ins Regal oder auf den Schreibtisch. Oder schreib auf ihnen den Anfang einer neuen Geschichte…

Die Karten kosten jeweils  € 5,50
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die type.story – Liebe auf den zweiten Blick

Ein lauer Frühlingsabend in Oldenburg. Ausgewählte geladene Gäste. Gespräche über Geschäftliches, über Familiäres und das Leben. type.manufaktur im heutige Sinne gab es noch nicht. Vielmehr nur die Idee:
Wie wäre es, … Grußkarten auf einer analogen Schreibmaschine zu tippen, auf erlesenem Papier, mit Zitaten, die zum Zweimal-Denken verleiten?
Der besagte Abend endet damit, dass zum Abschied jeder Gast eine persönlich an ihn adressierte Karte in einem Umschlag bekam. Neugierige öffneten ihn sofort, andere erst auf dem Nachhauseweg. Doch egal, wie und wo die Karten gelesen wurden, die Menschen waren freudig überrascht bis emotional berührt.
Fans und Follower von unverhoffter Seite.
Im Laufe des darauffolgenden Jahres geschah viel Positives für type. Doch den Stein ins Rollen brachte eine Cafébesitzerin. Sie war eine der Ersten, die eine Karte von uns besaß. Begeistert schenkte sie ihr einen Platz an der Kaffeemaschine hinter der Theke. Ihre Gäste fragten nach, fotografierten die Karte und posteten sie auf Instagram.
Sollte es für unsere Karten tatsächlich einen Markt geben?
Wir waren begeistert genug von unserem Produkt, um einen weiteren Schritt zu wagen. Die Welt gehört den Mutigen. Und die Zeit schien reif zu sein, Dinge neu und anders zu denken. Reif für Karten, auf deren Rückseite eine eigenhändige Unterschrift von uns unterstreicht:

„Hier habe ich eine Botschaft für dich getippt.“

Damit inspirieren und berühren wir Menschen, lassen sie Innehalten in ihrem Alltag und, oft nach einer kleinen Pause, lächeln sie.

Danke an unsere Unterstützer!

Anfangs schrieben wir überwiegend Literaturzitate auf die Karten. Das war auch der Grund, warum uns unser Weg wie selbstverständlich zur Traditionsbuchhandlung Isensee in Oldenburg führte. Ob Inhaberin oder Verkaufspersonal – wir fanden dort mehr Unterstützung als erwartet. Und neue Fans. Dank an alle, die an uns geglaubt haben.
Heute steht eine kleine Auswahl unser Karten nicht nur dort auf dem Verkaufstresen. Hier entfalten sie ihr volle Wirkung. Hier wird offensichtlich, was sie von anderen unterscheidet: Die Geschmeidigkeit des dicken Papiers und die von der Kraft der Schreibmaschine eingeschlagenen Lettern – Buchstabe für Buchstabe.

Unsere Mission:
Menschen, die unsere Karten lieben, sind meist selbst kreative Macher wie wir, Selfmade-Junkies und analoge Querdenker, die ebenso leidenschaftlich digitale Medien und Annehmlichkeiten für sich nutzen.
Wir wollen unsere Karten nicht im Vorbeigehen verkaufen. Wir suchen Menschen, die das Besondere wertschätzen und die sich Zeit nehmen.
Unsere Karten wollen auf den zweiten Blick geliebt werden.

https://www.type-manufaktur.de