Dienstag, 2.Juni

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Heute haben
de Sade * 1740
Thomas Hardy * 1840
Max Aub * 1903
Marcel Reich-Ranicki * 1920
Sibylle Berg * 1962
Geburtstag
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Annette von Droste-Hülshoff
Kinder am Ufer

O sieh doch! siehst du nicht die Blumenwolke
Da drüben in dem tiefsten Weiherkolke?
O! das ist schön! Hätt‘ ich nur einen Stecken,
Schmalzweiße Kelch‘ mit dunkelrothen Flecken,

Und jede Glocke ist frisirt so fein
Wie unser wächsern Engelchen im Schrein.
Was meinst du, schneid‘ ich einen Haselstab,
Und wat‘ ein wenig in die Furth hinab?
Pah! Frösch‘ und Hechte können mich nicht schrecken. –
Allein, ob nicht vielleicht der Wassermann
Dort in den langen Kräutern hocken kann?
Ich geh, ich gehe schon – ich gehe nicht –
Mich dünkt, ich sah am Grunde ein Gesicht –
Komm lass‘ uns lieber heim, die Sonne sticht!
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9783407755568

Philip Waechter: „Toni will ans Meer“
Bilderbuch-Comic ab 6 Jahren
Beltz&Gelberg € 14,95

Ein Sommer ohne Meer? Kein Strand? Keine Moules frites?
Die Situation kennen wir im Moment auch. Tonis Geschichte spielt vor der Coronakrise und doch geht es gar nicht, dass er und seine Mama keinen Urlaub am Meer machen können.
Wie schon im ersten Band, in der Tonis sich ganz spezielle Fußballschuhe wünscht, fehlt es auch hier am nötigen Geld. Doch Toni wäre nicht Toni, wenn er nicht alle Hebel in Bewegung setzen würde. Und auch hier hat er Glück, denn er gewinnt einen Aufenthalt in einem Berghotel. Die Tage dort werden zu einem Desaster, da die anderen Hotelgäste nur ihre Ruhe haben wollen und keinen kickenden Jungen auf dem Gelände.
Da hat Tonis Mama einen genialen Einfall und das Meer kommt in Sicht.
Philip Waechter hat einmal mehr gezeigt, wie gut er seine Bilder mit witzigen, amüsanten Texten versehen kann. Urlaub am Meer scheint ihm zu liegen, denn vor Jahren gab es von ihm schon das tolle Buch „Endlich zelten“.

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Heute ist der erste Dienstag im Monat und Zeit für eine „1.Seite“ und vier neue Bücher, vorgelesen von Clemens Grote.
Clemens hat die Texte eingelesen, die Videos sind gedreht, ich schaffe es jedoch nicht, ein passendes Videoprogramm zu finden, damit ich die Videos schneiden uns zusammenfügen kann. Vielleicht kann jemand von Ihnen mir dabei helfen.
Also: Etwas Geduld. Die Videos kommen noch.

Samstag, 30.Mai

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Pfingsten

„Komm, Du Schöpfer, Heil’ger Geist!“
Was auch immer das jetzt heißt.
Regelst Du all die Gedanken
und weist sie auch mal in Schranken?

Sie sind rätselhaft und frei,
schattengleich zieh’n sie vorbei.
Manchmal wirr und manchmal klar
scheint mir vieles sonderbar.

Schreib Geschichten für mein Mädchen,
das nicht wohnt in diesem Städtchen.
Schicke sie dann auf Postkarten,
die sie freudig tut erwarten.

Home-Schooling betreibt mein Sohn.
Aber bringt das reichen Lohn?
Alle wollen wieder spielen,
miteinander und mit Vielen.

Doch es bleibt nichts außer Warten,
dass auf Schul‘ und Kindergarten,
dass die Welt sei wieder frei –
und ’ne bess’re gleich dabei!

Und auch ich will wieder schaffen,
was die Leute tun begaffen,
wenn sie ins Theater gehen –
wenn es gibt dort was zu sehen.

Wer hilft uns in diesen Nöten,
vor dem Virus, das kann töten?
Darum noch einmal zum Schluß
„Veni, creator spiritus!“

© Thomas Dietrich

Freitag, 29.Mai

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G.K.Chesterton * 1874
Kerstin Hensel * 1961
Dagmar Chidolue * 1944
haben heute Geburtstag
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Hugo Ball
Frühling

So hast du in Behutsamkeit
Mit Lauben und mit Ranken
Den Garten meiner Nacht umsäumt
Jetzt lächeln die Gedanken.

Nun singen mir im Gitterwerk
Die süßen Nachtigallen
Und wo ich immer lauschen mag
Will mir ein Lied einfallen.

Die Sonne strahlt in deinem Blick
Und geht in meinem unter.
So schenkst du mir den schönen Tag
Ein mildes Sternenwunder.

So hast du meinen dunklen Traum
Durchleuchtet aller Enden
Und wo ich immer schreiten mag,
Begegne ich deinen Händen.
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Im Stadthaus Ulm bis zum 25. Oktober 2020, täglich geöffnet, Eintritt frei
Die Welt, ein Raum mit Flügeln

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In diesem Jahr steht die Stadt Ulm ganz im Zeichen ihres Gleitflugpioniers Albrecht Ludwig Berblinger, der vor 250 Jahren hier geboren wurde. Ihm zu Ehren bietet das Stadthaus eine große Ausstellung. Das Besondere auch an dieser Ausstellung im Stadthaus ist: Sie ist täglich geöffnet und der Eintritt ist frei. Alle Ulmer Bürgerinnen und Bürger und die Gäste Ulms sind herzlich willkommen.

Als Albrecht Ludwig Berblinger, im Volksmund „der Schneider von Ulm“ genannt, am 31. Mai 1811 mit seinem Hängegleiter vor den Augen von Herzog, Prinzen und einer johlenden Menge Ulmer in die Donau stürzte, erntete er Spott. Heute aber ist klar, dass er ein Visionär war. Er wusste, dass die Welt ein Raum mit Flügeln ist!
Diese Welt haben im Stadthaus die Bühnenbildner Timo Dentler und Okarina Peter erschlossen. Eine Reihe von Stationen führt entlang von Pionierideen aus wissenschaftlicher Forschung und künstlerischen Visionen – aber Achtung! Legenden, Fakes und wahre Geschichten liegen eng beieinander. Sie sind erlebbar für jedermann und jede Frau, für Vorschulkinder, Jugendliche, Rentner, Nerds und Astrophysikerinnen.

Die Bandbreite an der Schnittstelle zwischen der Kraft der Fantasie und der Wissenschaft ist riesig. Die Welt ist ein Raum mit Flügeln.

Viele Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt haben etwas zu der Ausstellung beigetragen. Die Besucher begegnen aber auch den Gedanken eines Lufthansapiloten, der Weltsicht des Vaters der Rosetta Mission, den Erkenntnissen eines Quantenphysikers oder der Entwicklerin eines Mond- und Mars-Habitats.

Der Bühnenbildner Timo Dentler, 1971 in Ulm geboren, lebt in Berlin und arbeitet zusammen mit seiner Partnerin Okarina Peter an großen internationalen Theatern. Auch der für das Lichtdesign verantwortliche Wolfgang Göbbel, Jahrgang 1953, ist ein geborener Ulmer, der als Top-Beleuchter internationaler Festivals längst über die Grenzen seiner Stadt hinausgeflogen ist.

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1 Bradley Phillips „Rocket“ (Bearb. Dentler/Peter)
2 Reise durch die Erde Ausstellungsfoto: Nik Schölzel
3 Hämetunnel Ausstellungsfoto: Nik Schölzel
4 Windkanal Ausstellungsfoto: Nik Schölzel
5 ISS Ausstellungsfoto: Nik Schölzel
6 Spektakuläre Entdeckung: Berblingers Flagge auf dem Mond!
(Bearb. Dentler/Peter)
7 Geschlossenes Vakuumfallrohr durch die Erde, 12742 Kilometer lang. Durchflugdauer: 38,11 Minuten. Höchstgeschwindigkeit beim Erdmittelpunkt: 28.800 km/h. (Grafik: Nik Schölzel)