Mittwoch, 5.Juli

Heute haben
Felix Timmermans * 1886
Jean Cocteau * 1889
Barbara Frischmuth * 1941
Josef Haslinger * 1955
Geburtstag
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Ferdinand von Saar
Stadtsommer

Funkelnd über den Dächern
Liegt der heiße Strahl;
Ach, kein Lüften, kein Fächern
Lindert die sengende Qual.

Stumm in der Häuser Schatten
Gehen die Menschen hin;
Von Wäldern und grünen Matten
Träumt ihr lechzender Sinn.

Leiser rollen die Wagen,
Plätschert der Brunnen Fluth;
In solchen schlummernden Tagen
Selbst die Liebe ruht.

Einsam im weiten Raume
Schlummerst auch du, mein Herz,
Und leis‘ nur wie im Traume
Durchzuckt dich der Sehnsucht Schmerz.
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Unser Buchtipp:


J.O.Morgan: „Der Apparat„
Aus dem Englischen von Jan Schönherr
Rowohlt Verlag € 24,00

Wir befinden uns in einer Welt, wie der unseren. Ein normales Leben irgendwo in England.
Anhand verschiedener Personen in aufeinanderfolgenden Kapiteln erfahren wir über die Veränderung einer Gesellschaft durch eine einzigartige Erfindung. Denn: Es gibt kein Internet, aber die Teleportation. Sie kennen sicherlich den Begriff des beamens und genau so funktioniert das hier auch.
Im ersten Kapitel befinden wir uns noch in der Anfangsphase, in der ein kühlschrankartiges Monstrum in einer Wohnung aufgebaut wird, das einen Wahnsinnslärm verursacht, an dicken Kabeln hängt und es tatsächlich fertigbringt einen Eierlöffel verschwindenzulassen, der dann an anderer Stelle, in einem anderen Gerät wieder auftaucht. Die Entwicklung geht rasant weiter, bis dahin, dass es ganz normal ist, sich selbst, Waren und Produkte innerhalb kürzester Zeit von A nach B zu transportieren. Im letzten Kapitel wird über die Rohstoffausbeutung des Mondes nachgedacht.
Dies alles erinnert schwer an die Anfänge unseres Internets, die Modems mit ihren komischen Geräuschen, die langen Zeiten des Verbindungsaufbaus, bis zu unseren Taschentelefonen, die die größen Computer, Fotoapparate, Zeitungen, Telefone, … ersetzen.
In welcher Abhängigkeit befinden wir uns? Wem nützt diese Erfindung wirklich? Wie verändern wir uns durch diese Reisen, in den unsere Moleküle auseinandergebaut und neu zusammengesetzt werden? Sind wir noch die selben Menschen? Und was passiert, wenn auf einer Klassenfahrt eine Schülerin nicht mit den anderen zusammen am Bestimmungsort ankommt?
Der Lyriker Morgan lässt in seinem Roman Menschen zu Wort kommen, wie wir gut zu kennen meinen und deren Äußerungen und Meinungen identisch sind zu dem, wie sie bei uns im Alltag vorkommen.

Leseprobe
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tagesschau.de berichtet:
Montag war der heißeste Tag der Geschichte

Es sei kein Meilenstein zum Feiern, sondern „ein Todesurteil“: US-Forschern zufolge war gestern, der 3. Juli, der weltweit bislang heißeste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen. Schuld daran seien der Klimawandel und El Niño.
US-Wissenschaftlern zufolge war Montag, der 3. Juli, der weltweit bislang heißeste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen. Die durchschnittliche globale Temperatur habe 17,01 Grad Celsius erreicht, teilten die Nationalen Zentren zur Umweltvorhersage (NCEP) der USA mit. Damit sei der bisherige Rekord vom August 2016 mit 16,92 Grad Celsius übertroffen worden.
„Das ist kein Meilenstein, den wir feiern sollten“, sagte die Forscherin Friederike Otto von dem auf Klimawandel und Umwelt spezialisierten Grantham-Institut am Imperial College in London. „Es ist ein Todesurteil für Menschen und Ökosysteme.“

Hitzewelle in China, fast 50 Grad in Nordafrika

In den vergangenen Wochen litt der Süden der USA unter einer intensiven Hitzeglocke. In China setzte sich eine Hitzewelle fort, bei der Temperaturen von über 35 Grad erreicht wurden. Nordafrika verzeichnete Temperaturen nahe 50 Grad.
Auch in der Antarktis stiegen die Thermometer ungewöhnlich hoch: An der ukrainischen Polar-Station Vernadsky wurde kürzlich mit 8,7 Grad der Temperaturrekord für Juni gebrochen. Für die Entwicklung haben Wissenschaftler den Klimawandel in Verbindung mit einem aufkommenden El-Niño-Phänomen verantwortlich gemacht.