Mittwoch, 10.Januar


Heute haben
Annette von Droste-Hülshoff * 1797
Ingeborg Drewitz * 1923
Jutta Treiber * 1949
Yasmina Khadra * 1955
Antonio Munoz Molina * 1956
Giselher W.Hoffmann * 1958
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„Solange ich lebe, habe ich nicht einfach nur zu atmen, sondern diese Art Kraft, die ich durchs Atmen aufnehme, habe ich auch nach außen zu tragen.“
Ingeborg Drewitz
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Werner Bätzing: „Homo Destructor“
Eine Mensch-Umwelt-Geschichte
Von der Entstehung des Menschen zur Zerstörung der Welt
C.H.Beck Verlag € 32,00

Der große Natur- und Alpenforscher Werner Bätzing, legt in seinem großen Werk dar, dass ein weiter so nicht mehr geht. Der Mensch hat bis zur Industriellen Revolution im Einklang mit der Natur gelebt. Er hat darauf geachtet, dass die vom Menschen benutzte Natur sich wieder erholen konnte und ihm auch im neuen Jahr wieder zunutze war. Erst in der Moderne setzt sich ein Denken und Handeln durch, das Natur und Umwelt kurzfristig vernutzt, ohne an ihre Erhaltung und an die Auswirkungen für die Zukunft zu denken, so der Autor. Mittlerweile wird deutlich, dass ein solches Denken und Handeln die gesamte Umwelt immer mehr zerstört und letztlich zur Selbstzerstörung des Menschen führt.
Diese etwas andere Menschheitsgeschichte ist prall voll mit Informationen, stark gegliedert und mit einem großen Anhang versehen.
In Kapitel 3 geht es um die „Jäger- und Sammler-Gesellschaft“. Im nächsten über „egalitäre Bauerngesellschaften“, bis er im 10. Kapitel zum „Beitrag der Mensch-Umwelt-Geschichte zur aktuellen Umweltkrise“ kommt. Diese Kapitel sind wiederum unterteilt und bieten somit einen guten Überblick auf diesen 450 Seiten.
Werner Blätzings Lösung? Für ihn ist klar, dass nur ein Weniger in allen Bereichen die große Umweltkatastrophe lindern kann. Weniger soll aber nicht als Verzicht gesehen werden, sondern als Chance sich wieder selbst zu verwirklichen. Zu merken auf was es wirklich ankommt. Dies, und auch seine anderen Lösungsansätze, sind nicht durch eine Revolution, oder (wie im Moment) durch kleine, innerstaatliche Veränderungen, zu erreichen. Seiner Meinung nach werden auf uns große Veränderungen zukommen. Sowohl was Migration und Lebensräume angeht, als auch was z.B. das Finanzwesen betrifft.
So bleibt für ihn nur, unser Wissen, unsere Möglichkeiten einzusetzen, mit weniger wieder ein besseres, erträglicheres Leben zu sichern.

Leseprobe
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Gestern auf tagesschau.de:

EU-Klimadienst Copernicus
„Wärmer als in den vergangenen 100.000 Jahren“

Es wird immer wärmer auf der Erde: Im vergangenen Jahr lag die globale Temperatur laut EU-Klimawandeldienst Copernicus 1,48 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1850 bis 1900 – ein neuer Höchstwert.
Das vergangene Jahr ist laut EU-Klimawandeldienst Copernicus nur knapp unterhalb der 1,5-Grad-Schwelle geblieben. Die Temperatur lag global 1,48 Grad höher als im Durchschnitt der Jahre 1850 bis 1900, wie Copernicus zum Bericht „Global Climate Highlights 2023“ mitteilte.
„Es ist wahrscheinlich, dass die Temperaturen 2023 wärmer waren als in den vergangenen 100.000 Jahren“, sagte Samantha Burgess, stellvertretende Direktorin des Copernicus Climate Change Service (C3S). Klimaforschende können das historische Klima indirekt etwa aus Baumringen oder Luftblasen in Gletschern rekonstruieren.
Dass das Jahr das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1850 war, hatte Copernicus bereits im Dezember mitgeteilt. Es sei davon auszugehen, dass noch im Januar oder Februar 2024 ein Zeitraum von dann 12 Monaten über der 1,5-Grad-Schwelle liege, hieß es nun.

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Bericht von Munich Re
Unsummen durch Unwetter

Naturkatastrophen haben laut dem Rückversicherer Munich vergangenes Jahr Schäden von 250 Milliarden Dollar verursacht und Zehntausende Menschenleben gefordert. In Nordamerika und Europa gab es so hohe Gewitterschäden wie noch nie.
Erdbeben, Wirbelstürme, Überschwemmungen, Unwetter und sonstige Naturereignisse haben 2023 weltweit Schäden von 250 Milliarden Dollar angerichtet und kosteten 74.000 Menschen das Leben. Das berichtet der Rückversicherer Munich Re in der neuen Ausgabe seines jährlichen Naturkatastrophenreports.
Die Zahl der Todesopfer sei die höchste seit 2010, sagte Ernst Rauch, der Chef-Geowissenschaftler des DAX-Konzerns. Die meisten Opfer forderte die verheerende Erdbebenserie in der Türkei und Syrien im Februar mit 58.000 Toten. Auch mit Blick auf die volkswirtschaftlichen Schäden von 50 Milliarden Dollar war dies die schlimmste Naturkatastrophe des vergangenen Jahres.
Die Munich Re dokumentiert seit Jahrzehnten die weltweiten von der Natur verursachten Zerstörungen, da dies für die Berechnung der Versicherungsbeiträge von Bedeutung ist. Das Geschäft des Konzerns besteht darin, die Risiken von Versicherungsunternehmen abzusichern.

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