Freitag, 28.Juni


Heute haben
Jean-Jacques Rousseau * 1712
Anton Philipp Reclam * 1807
Luigi Pirandello * 1867
Berthold Viertel * 1885
Eric Ambler * 1909
Jürg Federspiel * 1931
Juan José Saer * 1937
Marlene Streeruwitz * 1950
Geburtstag
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„Besser ein paar Brandblasen, als ein Leben lang kalte Finger.“
Christine Nöstlinger (+ 28.6.2020)
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Robert Frost: „Promises to keep
Poems / Gedichte
Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Lars Vollert
C.H.Beck Verlag € 16,95

Robert Frost (1874-1963) gehört zu den wichtigsten amerikanischen Lyrikern des 20.Jahrhunderts. Sein Namen haben wir alle schon mehrfach wahrgenommen, wenn wir Lieder von Simon und Garfunkel angehört haben.

You read your Emily Dickinson
And I my Robert Frost

Oder auch hier

I’ve got no deeds to do, no promises to keep
I’m dappled and drowsy and ready to sleep
Let the morning time drop all its petals on me
Life, I love you
All is groovy

Wahrscheinlich haben Sie auch gleich die Melodien dazu im Ohr.
Daran können wir erkennen, wie wichtig seine Gedichte in der amerikanischen Literatur, im allgemeinen Leben sind und in der Musik angekommen sind.
Seine Gedichte beschäftigen sich mit der Natur, in Verbindung mit dem Menschen. Das Äußere und Innere verbinden sich in seinen Zeilen. Es sind die Brüche, die Veränderungen, die Entscheidungen, die ihn interessieren, aber auch das Standhafte in der Natur und das Sesshafte der Bauern auf dem Lande. Wie zum Beispiel in „Rast am Wald an einem verschneiten Tag“ oder „Der nicht genommene Weg“.
Und es finden sich immer wieder Zeilen, die zur jeweiligen Stimmung passen.
Die zweisprachige Ausgabe macht es leichter, einerseits den Fluss der amerikanischen Sprache zu erkennen, aber auch den Inhalt besser zu verstehen.

The Sound of Trees

I wonder about the trees.
Why do we wish to bear
Forever the noise of these
More than another noise
So close to our dwelling place?
We suffer them by the day
Till we lose all measure of pace,
And fixity in our joys,
And acquire a listening air.
They are that that talks of going
But never gets away;
And that talks no less for knowing,
As it grows wiser and older,
That now it means to stay.
My feet tug at the floor
And my head sways to my shoulder
Sometimes when I watch trees sway,
From the window or the door.
I shall set forth for somewhere,
I shall make the reckless choice
Some day when they are in voice
And tossing so as to scare
The white clouds over them on.
I shall have less to say,
But I shall be gone.

Einfach schön, wie er dem Rauschen der Bäume lauscht, die sich nicht vom Fleck rühren, wie er selbst aber mit den Füßen scharrt und er nach irgendwo will. Eines Tages, wenn die Bäume sich so im Wind wiegen, dass es den Wolken über ihnen ganz komisch wird, dann habe ich weniger zu sagen, aber ich werde dann weg sein.

Leseprobe
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Klimawandel ist ein allgewärtiges Thema und doch passiert wieder viel zu wenig.
Hier drei Beispiele an einem Tag auf tagesschau.de.

Unwetter in Deutschland. Blitze, Starkregen und überspülte Straßen
https://www.tagesschau.de/inland/unwetter-regen-100.html

Mehr Feuer durch Klimawandel. Erneut verheerende Waldbrände in der Arktis
https://www.tagesschau.de/wissen/waldbraende-arktis-100.html

DWD-Analyse zu Extremwetter. Klimawandel machte Hochwasser im Süden wahrscheinlicher
https://www.tagesschau.de/wissen/dwd-sueddeutschland-klimawandel-100.html