Freitag, 13.Oktober

Heute haben
Christine Nöstlinger * 1936
D.B.Blettenberg * 1949
Jan Costin Wagner * 1972
Geburtstag
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Die Veranstaltung mit Judith Hermann am Mittwoch, 25.Oktober in der vh Ulm ist ausverkauft.
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Selma Meerbaum-Eisinger
Kristall

Ganz still. Und viele welke Blätter liegen
wie braunes Gold, in Sonne eingetaucht.
Der Himmel ist sehr blau,
und weiße Wolken wiegen.
Ein heller Frost den Reif auf Bäume haucht.

Die Tannen stehen frisch und grün,
und ihre Wipfel zeigen in die Luft.
Und rote Buchen schlank und kühn
hör’n auf den Adler, dessen Flug sie ruft,
und steigen immer höher himmelan.
Einsame Bänke stehen dann und wann
und auch ein bißchen Gras, schon halb erfroren –
die Sonne hat’s zu ihrem Liebling auserkoren.

8.12.1940
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Ein unglaubliches Buch ist gerade erschienen:


Oliver Jeffers: „Begin Again
Penguin Books € 24,90
In englischer Sprache

Oliver Jeffers Bücher sind immer etwas besonderes. Sie sind lustig, bunt. Sie sind grau und mit vielen Gespensterchen. Sie erzählen über uns Menschen und unseren Planeten Erde.
Er stellt Plantenobjekte in die freie Natur, um uns die Dimensionen unseres Sonnensystems zu zeigen und auch damit wir fürsorglicher mit unserer Erde umgehen müssen.
Seine Arbeiten begleiten mich seit Jahren und vielleicht schaffe ich es, irgendwie, irgendwo eine Ausstellung von ihm anzuschauen.

In „Begin Again“ erzählt, malt Oliver Jeffers nicht nur für Kinder (Sind Kinderbücher nur für Kinder?), sondern für uns alle. Womit hat alles angefangen? Was war der Beginn unserer Menschengeschichte? Das Wasser? Das Feuer? Unsere Hände? Oliver Jeffers beginnt immer wieder von vorne und endet damit, dass wir GEMEINSAM in eine Zukunft schauen müssen. Wir alles sind Menschen. Es gibt kein „Hier sind wir“ und „Da sind die anderen“. Wir sind alle eins. Ohne Hoffnung und einem gemeinsamen, wohlwollenden Miteinander ist ein ein gutes Weiterleben schwer möglich. Jeffers bringt keine Lösungen, sondern er stellt Fragen. Das hat wohl auch damit zu tun, dass er in Nordirland, in Dublin, aufgewachsen ist, sagt er.

Schauen Sie sich das 3-minütige Video zu diesem Buch an.
Das nächste Video dauert etwas länger, sie bekommen dabei aber einen guten Einblick in sein künstlerisches Schaffen und seinen Witz, der sich durch alle Arbeiten zieht.


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Auf tagesschau.de gefunden:

Folgen der Klimakrise
Wasserkreislauf der Erde gerät aus dem Gleichgewicht

Dürren, tiefe Wasserstände – und dann Überschwemmungen: Die steigenden Temperaturen bringen den Wasserkreislauf durcheinander. Die Weltwetterorganisation warnt: „Es gibt kein Patentrezept, um das Problem zu lösen.“
Der Wasserkreislauf der Erde gerät einem Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) zufolge aus dem Gleichgewicht. Die Ursachen: der Klimawandel und menschliche Aktivitäten. „Wir haben global weniger Wasser in Reservoiren und wir haben Grundwasser verloren“, sagte WMO-Chef Petteri Taalas in Genf. Die Menge lasse sich derzeit noch nicht feststellen.
„Steigende Temperaturen haben den Wasserkreislauf beschleunigt – und auch gestört. Eine wärmere Atmosphäre speichert mehr Feuchtigkeit. Es kommt zu viel stärkeren Niederschlägen und Überschwemmungen“, sagte Taalas: „Und im entgegengesetzten Extrem gibt es mehr Verdunstung, trockene Böden und intensivere Dürren.“
Verwertbare Daten über die Wasserreserven liegen nach Angaben der WMO erst seit 2002 vor. Seitdem geht der Trend abwärts, heißt es im Bericht „Zustand der globalen Wasserressourcen 2022“.r

Wichtig sei, das Wassermanagement zu verbessern, sagte Stefan Uhlenbrook, Direktor der WMO-Abteilung für Wasser und Kryosphäre. 70 Prozent des Wassers entfalle auf die Landwirtschaft. Dort müsse sparsamer bewässert werden. „Es gibt kein Patentrezept, um das Problem zu lösen“, sagte Uhlenbrook. Auch Entsalzung von Meerwasser gehöre dazu, aber das brauche viel Energie, und die Abwässer aus solchen Entsalzungsanlagen dürften die Umwelt nicht zusätzlich belasten.
Nur rund zwölf Prozent der Wasserressourcen werden als Trinkwasser verbraucht, sagte Uhlenbrook. In dem Bericht verweist die WMO darauf, dass weltweit 3,6 Milliarden Menschen – mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung – mindestens einen Monat im Jahr nicht genügend Trinkwasser zur Verfügung haben. Die Zahl werde bis 2050 auf mehr als fünf Milliarden Menschen steigen.
In den meisten Fällen sei es 2022 bei Flüssen und Stauseen trockener gewesen als im langjährigen Mittel. Ähnlich sei die Lage bei der Verdunstung von Wasser aus Tier- und Pflanzenwelt sowie von Boden- und Wasseroberflächen gewesen. Europa habe im Sommer eine erhöhte Verdunstung und geringere Bodenfeuchtigkeit erlebt, bedingt durch die Trockenheit. Vielerorts kam es zu Dürren und tiefen Wasserständen: In den USA und am Horn von Afrika, ebenso an der Donau, am Rhein und am Jangtse in China. Derweil erlebte das Flussgebiet des Indus in Pakistan extreme Überschwemmungen.

Der Schnee in den Alpen, in den Anden in Südamerika und anderen hochgelegenen Gebieten blieb unter dem langjährigen Mittel, was den Abfluss in Flüsse beeinträchtigte, heißt es in dem Bericht weiter. „Die Gletscher und die Eisdecke ziehen sich vor unseren Augen zurück“, sagte WMO-Chef Taalas.