Donnerstag, 14.Dezember


Heute haben
Regina Ullmann * 1884
Pauls Èluard * 1895
Gerard Reve * 1923
Marianne Fritz * 1948
Wolf Haas * 1960
Geburtstag
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Joseph von Eichendorff
Winterlied

Mir träumt`, ich ruhte wieder
Vor meines Vaters Haus
Und schaute fröhlich nieder
Ins alte Tal hinaus,
Die Luft mit lindem Spielen
Ging durch das Frühlingslaub,
Und Blütenflocken fielen
Mir über Brust und Haupt.

Als ich erwacht, da schimmert
Der Mond vom Waldesrand,
Im falben Scheine flimmert
Um mich ein fremdes Land,
Und wie ich ringsher sehe:
Die Flocken waren Eis,
Die Gegend war vom Schnee,
Mein Haar vom Alter weiß.
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Heute ziehen wir ein Roman eines us-amerikanischen Autors heraus, der sich in seinen Büchern mit Rassismus in seinem Land befasst. Perceval Everetts „Die Bäume“ ist eine bitterböse Satire in einer kleinen Stadt in Mississippi. Er liest sich wie ein Film von Tarantino. Das Lachen bleibt einem im Halse stecken, bei den Verwicklungen, die die Handlung aufnimmt.
Der Titel bezieht sich auf ein Lied von Billie Holiday: „Strange Fruits“, in dem die fremden Früchte gelynchte Schwarze sind.
Davor hat er einen Western geschrieben, der sich auch mit diesem Thema befasst, in dessen Vorwort betont wird, dass im Roman Wörter vorkommen, die wir nicht mehr benutzen sollen.
Neu als Taschenbuch „Erschütterung“, in dem es um die Ausbeutung von Illegalen MexikanerInnen im Süden der USA geht.
Im Frühjahr kommt „James“ von ihm heraus. Eine Weiterführung, eine Parallelgeschichte zu Hucklyberry Finn und Tom Sawyer von Mark Twain. Unglaublich stark. Ich war bei der Lektüre wieder sehr beeindruckt vom Können des Autors.

Percival Everett, geboren 1956 in Fort Gordon/Georgia, ist Schriftsteller und Professor für Englisch an der University of Southern California. Er hat bereits mehr als dreißig Romane veröffentlicht. Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt, u. a. mit dem PEN Center USA Award for Fiction, dem Academy Award in Literature der American Academy of Arts and Letters, dem Windham Campbell Prize und dem PEN/Jean Stein Book Award. Auf Deutsch erschienen bislang „Ausradiert“ (2008), „God‘s Country“ (2014) und „Ich bin Nicht Sidney Poitier“ (2014). Bei Hanser erschienen zuletzt die Romane Erschütterung (2022) und Die Bäume (2023).

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Frank Maier: Warum die Liebe den Idioten überlassen?
„Stadt Heidenheim“ (Heidi) Kulturkneipe, Gaisenbergstraße 32, 89073 Ulm
Donnerstag, 14. Dezember 2023, 20 Uhr
Veranstalter: „Stadt Heidenheim“ Kulturkneipe, Eintritt frei