Dienstag, 18.Juni


Heute haben
Iwan Gontscharow * 1812
Günter Seuren * 1931
Mirjam Pressler * 1940
Richard Powers * 1957
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Wegweisend

Unsere Wege sind wie Arme
Die hinausreichen
In Liebe aus dem
EINEN

Um ins Unendliche zu greifen
Um zu wachsen, zu weinen und zu lachen
Um staunend zu erforschen
Und denkend zu begreifen

Bis wir uns endlich
In Erwachendem Sehnen
In Liebe wieder und Ursprung
VEREINEN …
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Unser Taschenbuchtipp:


Andrea Abreu: „So forsch, so furchtlos“
Aus dem Spanischen von Christiane Quandt
Kiwi Taschenbuch € 13,00

Jetzt war ich mir doch ganz sicher, dass ich diesen Roman schon hier vorgestellt hatte, als er neu erschienen war. Pustekuchen. Das habe ich wohl verpasst. Zwei Jahre später liegt er als Taschenbuch auf unserem Büchertisch.
Dieses Debüt, der 1995 auf Teneriffa geborenen Autorin, ist eine sehr besondere Lektüre.
Andrea Abreu schreibt über eine ungleiche Mädchenfreundschaft während eines Sommers auf Teneriffa. Die beiden träumen sich in eine Welt voller Hoffnungen, in der sie so leben können, wie die vielen Touristen, die die Insel monatelang überfluten. Der Alltag sieht anders aus. Die Traumvillen werden von ihren Müttern geputzt und Baden am Meer steht nicht auf der Tagesordnung.
Die Sprache, die Andrea Abreu benutzt ist voller Posie und gleichzeitig sehr direkt und derb. Hier treffen mehrere Welten aufeinander. Eine Freundschaftsgeschichte, ein Coming-of-Age, ein prekäres Leben, ein Aufwachsen jenseits der Touristenpfade, in der Hoffnungen zerplatzen.
Der Klang der Sprache, der Slang, machen diesen schmalen Roman aus und zeigen messerscharf auf, wie es sich anfühlt, ein Leben führen zu müssen, in dem die Mädchen und Frauen unsichtbar alles tun, damit Touristen sich jeweils für ein paar Wochen wohlfühlen.

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