
Heute haben
Matthias Claudius * 1740
Sir Walter Scott * 1771
Nicole Avril * 1939
Garry Discher *1949
Stieg Larsson * 1954
Roger Willemsen * 1955
Ines Pedrosa * 1962
Geburtstag
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„Bestimmten Verhältnissen dem Leben gegenüber ist Radikalität das einzig Vernünftige, was Humanität noch rettet.“
Roger Willemsen
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Ein Entdeckung

Ia Genberg: „Die Details„
Aus dem Schwedischen von Stefan Pluschkat
Rowohlt Verlag € 22,00
Ausgezeichnet mit dem Augustpriset, dem wichtigsten schwedischen Literaturpreis.
Da liegen ein paar Exemplare eines neuen Romans auf dem Neuerscheinungstisch. Nicht allzu dick, grün. Warum habe ich das Buch bestellt, frage mich und greife zu. Kaum habe ich ein paar Seiten gelesen, merke ich, dass mir der Rowohlt Vertreter einen sehr guten Tipp gegeben hat. Ich komme nicht mehr los, bin gefangen in der Welt der Ich-Erzählerin.
Was wären wir ohne einander? Welche Begegnungen machen uns zu denen, die wir sind? Und was bleibt, wenn wir einander verlieren? Das sind einige der wichtigen Fragen in diesem Roman.
Ia Genberg infizierte sich zu Beginn der Corona Pandemie und lag wochenlang mit Fieber im Bett. Nach vielen Stunden mit Serien schauen, greift sie zu einem Buch aus dem Regal und findet eine Widmung, die sie zu diesem Roman inspirierte und sie sozusagen auf der Bettkante zu schreiben begann.
Sie schreibt über Beziehungen, die ihr Leben geprägt haben. Es sind Frauen und Männer, die sie eine Zeit begleitet und geprägt haben. Diese Personen existieren nicht mehr in ihrem Leben, sie sind verschwunden. Bis auf Sally, die sie auf Dauer begleitet. Im letzten Kapitel ist es Birgitte, ihre Mutter. Sehr intensiv, sehr nahe und doch mit einem großen Abstand beschreibt sie ihre Mutter, ihren Vater. Ein Kapitel, das mir sehr nahegegangen ist.
Ein interessantes Gespräch mit Ia Genberg zu ihrem Roman finden Sie hier.
„Es ist ein Fest. Aber auch ein Kampf.“
„Wir leben so viele Leben in unserem Leben, kleinere Leben mit Menschen, die kommen und gehen, Freundinnen und Freunden, die verschwinden, Kindern, die groß werden, und ich weiß nie, welches meiner Leben den eigentlichen Rahmen bildet.“
Ia Genberg
