Freitag, der 13.Juli

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Heute haben
Gustav Freytag * 1816
Isaac Babel * 1894
Georg Hensel * 1923
Wole Soyinka * 1934 (Nobelpreis 1986)
Helga Königsdorf * 1938
Milena Moser * 1963
Geburtstag.
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Conrad Ferdinand Meyer
Der schöne Tag

In kühler Tiefe spiegelt sich
Des Juli-Himmels warmes Blau,
Libellen tanzen auf der Flut,
Die nicht der kleinste Hauch bewegt.

Zwei Knaben und ein ledig Boot –
Sie sprangen jauchzend in das Bad,
Der eine taucht gekühlt empor,
Der andre steigt nicht wieder auf.

Ein wilder Schrei: „Der Bruder sank!“
Von Booten wimmelt′s schon. Man fischt.
Den einen rudern sie ans Land,
Der fahl wie ein Verbrecher sitzt.

Der andre Knabe sinkt und sinkt
Gemach hinab, ein Schlummernder,
Geschmiegt das sanfte Lockenhaupt
An einer Nymphe weiße Brust.
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Unser heutiger Buchtipp:

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David Hogg, Lauren Hogg: „#NEVER AGAIN
Das Manifest einer Rebellion
Aus dem Amerikanischen von Leena Flegler und Henriette Zeltner
btb € 8,00

„Bitte, ihr seid doch die Erwachsenen! Ihr müsst Haltung zeigen. Arbeitet zusammen und bewirkt endlich etwas.“, schrieb David Hogg.

Es reicht! “ A new generation draws a line“ heisst der Titel im Original. Ja, die SchülerInnen ziehen einen Schlussstrich. Sie haben genug.
Nach dem Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland / Florida, bei dem 17 SchülerInnen und Lehrkräfte ihr Leben verloren haben, entstand spontan die Bewegung #NEVER AGAIN. Es muss eine Veränderung stattfinden, es müssen strengere Waffengesetze in Kraft treten. Es reichen nicht Trumps Worte, da er sofort danach der Waffenlobby den Rücken stärkte. Obama sagte seine Hilfe zu und aus einem Häuflein Betroffener wurde ein Bewegung, deren Thesen rund um den Erdball verstanden wurden.
In dem Taschenbuch können wir u.a. diese 10 Thesen der Bewegung nachlesen, inkl. einer 11. die erst später dazugekommen ist: „Geht wählen“.
Ein Buch, das wachrüttelt, betroffen macht und gleichzeitig die kontroverse Diskussion wiederspiegelt, die in den USA geführt worden ist. Auch sehr oft über Twitter.
Ein Buch, das in jeder Schule behandelt werden sollte.
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Bücherdepot Söflingen

Ab sofort können Sie Ihre Bestellungen im Jastram-Buchdepot im Erdapfel Bio-Bistro in der Ochsengasse 41 in Söflingen abholen, gleich hinter Erdapfel Naturkost.
Bestellen Sie bis 17 Uhr bei der Kulturbuchhandlung Jastram per Telefon, per Mail, oder über unseren Web-Shop (mit dem Vermerk: „Bücherdepot“)und wir bringen in den folgenden Tagen die Büchertüte nach Söflingen. Natürlich bekommen Sie eine Benachrichtigung von uns.
Wir legen eine Rechnung bei, buchen von Ihrem Konto ab, oder Sie bezahlen über unseren Web-Shop mit PayPal.

Kulturbuchhandlung Jastram, Schuhhausgasse 8, 89073 Ulm
Telefon: 0731 – 671 37
info@jastram-buecher.de
Web-Shop: www.jastram-buecher.de

Erdapfel Naturkost, Schlößlesgasse 10, 89077 Ulm
Telefon: 0731 – 386 893
http://www.erdapfel-naturkost.de

Erdapfel-Bio-Bistro, Ochsengasse 41, 89077 Ulm
http://www.erdapfel-bio-bistro.de

Donnerstag, 5.Juli

Kurzmitteilung

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Heute haben
Jean Cocteau * 1889
Barbara Frischmuth * 1941
Josef Haslinger * 1955
Geburtstag
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Christian Felix Weisse
Die Nacht

Der schöne Mond! still grüßt er mich!
Die jungen Blumen schließen sich,
Der Büsche kleine Sänger schweigen:
Nur an dem nahen Wasserfall
Schlägt die verliebte Nachtigall:
O möchte sich ietzt Thyrsis zeigen!

Doch nein: – welch einen süßen Schmerz
Singt Philomel schon in mein Herz,
Es schmilzt bey ihren sanften Klagen:
Wenn Thyrsis käm, ach wenn er käm,
Mich küssend in die Arme nähm,
Was könntest Du nicht wagen?
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Piotr Socha (Illustrationen)/ Wojciech Grajkowski:Bäume
Aus dem Tschechischen von Thomas Weiler
Bilderbuch in großem Format 27,5 x 37,5 cm ab 5 Jahren
Gerstenberg Verlag  € 25,00
Oh, wie lieben wir das Bienen-Buch von Piotr Socha. Die vielen Bienen-Augen, die uns entgegenstarren. Herrlich. Jetzt sind Bäume dran. Ist ja eh DAS Thema der letzten Buchjahre. Und gibt es nicht ein besseres Format für Regenwald und einsame Baumriesen und die vielen Bäume, die einen Wald ausmachen. Das Buch belehrt uns über den Nutzen von Bäumen und Holz, deren Verarbeitung und Verbreitung auf der Welt. Häuser, Schiffe, Musikinstrumente werden daraus gemacht. Bäume in der griechischen Sagenwelt und in der Philosophie. Das kennen wir schon aus dem Bienen-Buch und finden uns somit sehr schnell in diesem großen Wimmel-Buch mit seinem vielen Wissen und großartigen Illustrationen zurecht. Ein Buch, das in jedes Buchregal gehört.

Dienstag, 23.Januar

Heute haben
Stendhal * 1783
Sergej Eisenstein * 1898
Derek Walcott * 1930 (Nobelpreis 1992)
Geburtstag

Aber auch Jeanne Moreau, Humphrey Bogart und Éduard Monet.
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Ernst Lissauer
Januar

Ich bin erwacht aus toter Winterruh‘,
Es taut mein Blut, lang war es zugefroren.
Die Adern rinnen, offen stehn die Poren,
Ich spüre tief: Es geht dem Frühling zu.
Klar fließt in mir Lichtjanuar.
Es wächst der Tag, es schwillt das Jahr.
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Hannah Arendt:Die Freiheit, frei zu sein
Was Freiheit und Revolution wirklich bedeuten
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Andreas Wirthensohn
Mit einem Nachwort von Thomas Meyer
dtv 61 Seiten € 8,00

„Mein Thema heute, so fürchte ich, ist fast schon beschämend aktuell.“

Was ist Freiheit, und was bedeutet sie uns? Begreifen wir sie nur als die Abwesenheit von Furcht und von Zwängen, oder meint Freiheit nicht vielmehr auch, sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen, eine eigene politische Stimme zu haben, um von anderen gehört, erkannt und schließlich erinnert zu werden? Und: Haben wir diese Freiheit einfach, oder wer gibt sie uns, und kann man sie uns auch wieder wegnehmen? In diesem auf Deutsch bisher unveröffentlichten Essay zeichnet Hannah Arendt die historische Entwicklung des Freiheitsbegriffs nach. Dabei berücksichtigt sie insbesondere die Revolutionen in Frankreich und Amerika. Während die eine in eine Katastrophe mündete und zu einem Wendepunkt der Geschichte wurde, war die andere ein triumphaler Erfolg und blieb doch eine lokale Angelegenheit. Aber warum?
Dies schreibt der Verlag über das schmale Buch.

Arendts Freiheitsbegriff sollen wir einerseits gegenwartspolitisch, als auch in der Geschichte verankert sehen. Für sie gab es aktuelle Themen wie die Schweinebucht und aber auch die  Bedeutung und der Verlauf der Französischen und Amerikanischen Revolutionen. Sie fragt sich, ob der Wettstreit der Supermächte sich durch Kriege lösen lassen können und (das ist ihr noch wichtiger) wie gehen diese Staaten mit Revolutionen um. Hierin besteht nämlich der Unterschied zwischen Freiheit und Befreiung. In der Befreiung aus der Unterdrückung sieht sie die Grundlage, frei zu sein.
Hannah Arendts Freiheitsbegriff kennt weder Not noch Furcht. Doch wirklich frei ist, wer als Gleicher unter Gleichen am öffentlichen politischen Leben teilnehmen kann.
Obwohl ich nicht alles kapiert habe, merke ich doch, dass dieser 50 Jahre alter Text nichts an Aktualität verloren hat.