Dienstag, 31.August


Guten Tag,
ich möchte Euch/Sie auf eine wichtige und interessante Veranstaltung hinweisen.
Ich lese gerade das Buch von Herrn Dörfler und bin sehr begeistert von seinen Sichtweisen und seinen Analysen, auch was die Klimakatastrophe anbelangt.
Er zeigt die vielen Baustellen auf, die dringend, sofort und jetzt bearbeitet werden müssen.

https://www.roxy.ulm.de/programm/programm.php?m=8&j=2021&vid=3818
Ulmer Leseorte – Wo Geschichten lebendig werden
Heute auf der Jugendfarm Ulm um 20 Uhr


Ernst Paul Dörfler – „Auf´s Land

Wege aus der Klimakrise, Monokultur und Konsumzwang
Das Landleben als Chance für Klima und Umwelt?
Inspirierende Perspektiven auf Nachhaltigkeit und Selbstversorgung von Ökologe Ernst Paul Dörfler
Hanser Verlag € 22,00

Wir haben den Blick für das Wesentliche verloren: unser Wohlergehen und das der Natur. Wir leben in engen Städten. Wir arbeiten viel, um immer mehr zu konsumieren. Leidenschaftlich und kompetent ruft der Ökologe Ernst Paul Dörfler dazu auf, endlich auszubrechen und nachhaltige Lösungen zu finden. Der Weg dorthin führt aufs Land. Als unbequemer Umweltschützer schon in der DDR vermittelt er glaubhaft wie kein Zweiter, was freies und selbstbestimmtes Leben bedeutet und wie es gehen kann. Wer weniger braucht, muss weniger arbeiten und verdienen, schont zugleich die natürlichen Lebensgrundlagen, lebt zufriedener und gesünder. Ob Stadt- oder Landmensch, dieses Buch rüttelt auf und zeigt Perspektiven für ein freies, umwelt- und klimafreundliches Leben.
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1. Welches Buch lesen Sie gerade?
2. Welches Buch empfehlen Sie unbedingt?
3. Welches Buch wollen Sie schon immer mal (wieder) lesen
?

Heike Specht (Verlagsvertreterin) empfiehlt:

1. Hans Demmel / Friedrich Küppersbusch: „Anderswelt“ ( ein Selbstversuch mit rechten Medien)  
2. Christoph Meckel: „Licht“  
3. Susan Sontag: „The Doors und Dostojewski“  

Vielen Dank!!!

Samstag, 28.August


Heute haben
Johann Wolfgang Goethe * 1749
Ernst Weiß * 1884
Liam O´Flaherty * 1896
Janet Frame * 1924
Jurij Trifonow * 1925
Arkadi Strugatzki * 1925
Mian Mian * 1970
Geburtstag
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Johann Wolfgang Goethe
Dem aufgehenden Vollmonde

Willst du mich sogleich verlassen?
Warst im Augenblick so nah!
Dich umfinstern Wolkenmassen,
Und nun bist du gar nicht da.

Doch du fühlst, wie ich betrübt bin,
Blickt dein Rand herauf als Stern!
Zeugest mir, daß ich geliebt bin,
Sei das Liebchen noch so fern.

So hinan denn! hell und heller,
Reiner Bahn, in voller Pracht!
Schlägt mein Herz auch schmerzlich schneller,
Überselig ist die Nacht.
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Unser Sachbuchtipp:


Ina Schmidt: „Die Kraft der Verantwortung
Über eine Haltung mit Zukunft
Edition Körber € 20,00

Verantwortung zu übernehmen, hören oft. Aber was ist das eigentlich: Verantwortung? Wo kommt das her? Was bedeutet Verantwortung?
Die Philosophin zeigt uns Schritt für Schritt, mit Hilfe alter und neuer Philosoph:innen, wie wichtig Verantwortung für uns selbst, unsere Nächsten und unsere Gemeinschaft ist. Es kann schwer sein, Verantwortung zu übernehmen, aber auch eine große Hilfe gegen unser Unbehagen und Überforderung sein.
Ob das nun im kleinen Rahmen geschieht, oder ob wir Veranwortung auch global (z.B. beim Klimawandel) sehen, zeigt Ina Schmidt an vielen Beispielen. Kritisches Denken und Tatkraft gehören zusammen. Ziele verfolgen, auch wenn sie am Ende nicht umgesetzt werden können, gehört dazu.
Und wenn Verantwortung als Sorge um Andere zu sehen ist, dann kann unsere Zukunft gelingen.

Leseprobe

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1. Welches Buch lesen Sie gerade?
2. Welches Buch empfehlen Sie unbedingt?
3. Welches Buch wollen Sie schon immer mal (wieder) lesen

Petra Elsner (Künstlerin in der Schorfheide) empfiehlt:

1. „Allerseelen“ von Cees Nooteboom
2. „Wer wir waren“ von Roger Willemsen.
3. „Mit der Reife wird man immer jünger“ von Hermann Hesse

Vielen Dank !!!


Dienstag, 24.August

Noch n Versuch von Hartmut

Heute haben
Jean Rhys * 1890
Jorge Luis Borges * 1899
A.S. Byatt * 1936
Joshua Sobel * 1939
Paulo Coelho * 1947
Stephen Fry * 1957
Michael Kleeberg * 1959
Geburtstag
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Andreas Gryphius
Betrachtung der Zeit

Mein sind die Jahre nicht,
Die mir die Zeit genommen;
Mein sind die Jahre nicht,
Die etwa möchten kommen;

Der Augenblick ist mein,
Und nehm ich den in acht
So ist der mein,
Der Jahr und Ewigkeit gemacht.
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Stig Dagerman: „Deutscher Herbst

Aus dem Schwedischen, mit einer Briefauswahl
und einem Nachwort von Paul Berf
Guggolz Verlag € 22,00

Der junge Schriftsteller Stig Dagerman wurde 1946 von der schwedischen Zeitung „Expressen“ nach Deutschland geschickt, um einen Lagebericht des zerstörten Landes zu schreiben. Bewusst hat die Zeitung keinen Journalisten geschickt. Das hat sich gelohnt. Die Texte von seinen Reisen von München bis Hamburg sind deutlich mehr als Reiseberichte.
Dagerman ist inmitten der Menschen. Er setzt sich zu ihnen, redet mit ihnen und fährt mit ihnen in übervollen Zügen. Dass er allerdings in Hotels absteigen kann, frische Bettwäsche und ein warmes Zimmer hat, genießt er sehr, nachdem er uns vorher berichtet hat, wie Familien in Kellern hausen, in denen das Wasser steht. Er schreibt über Großbauern und unbekannte Flüchtlinge, über Entnazifizierungsprozesse und Nazis, die wieder in den großen Posten sitzen. Wir erleben eine Rede von Kurt Schumacher (der in Ulm am Oberen Kuhberg inhaftiert war) und über eine Frau, die voller Mühen drei Säcke Kartoffeln gesammelt hat und nur einen in den voll besetzten Zug bekommt. Er wohnt bei einem Schriftsteller (Niebelschütz), der lieber historische Romane schreibt und in seiner Abgeschiedenheit den Hunger und das Leid der anderen gar nicht mitbekommt. Sein perönliches Interesse und sein Mitgefühl sind wahrscheinlich das, was dieses Buch ausmacht. Es zeigt das zerstörte Deutschland und seine traumatisierten Menschen. Die Hoffnung der Menschen auf Demokratie und gleichzeitig die Erinnungen an die vergangenen Jahre, die mehrere Generationen geprägt haben.
In Schweden ist dieses Buch ein Klassiker in vielen Auflagen. Zu Recht.

Leseprobe
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1. Welches Buch lesen Sie gerade?
2. Welches Buch empfehlen Sie unbedingt?
3. Welches Buch wollen Sie schon immer mal (wieder) lesen

Elke Braig empfiehlt:

Hallo Herr Wiltschek,
Beruflich bin ich nicht in der Buchwelt zu Hause, aber ich bin begeisterte Leserin, Fan Ihrer wunderbaren Buchhandlung und fühle mich allen Buchmenschen sehr verbunden, hier meine Tipps:

1.Amy Waldman: „Das ferne Feuer
2.Clemens J. Setz: „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre
3.Harbach: „Die Kunst des Feldspiels
(weil einfach großartig)

Herzliche Grüße
Elke Braig