Dienstag, 24.März

Heute im Schaufenster:

IMG_8524

Heute haben
C.F.D.Schubart * 1739
Fanny Lewald * 1811
William Morris * 1834
H.W.Longfellow * 1882
John Knittel * 1891
Dario Fo * 1926
Martin Walser * 1927
Peter Bichsel * 1935
Peter Waterhouse * 1956
Geburtstag
___________________________

cover.do

Christoph Drösser, Nora Coenenberg: „100 Kinder“
Gabriel Verlag € 14,00
Kindersachbuch ab 8 Jahren

Auf der Erde leben 7,5 Milliarden Menschen. Davon ca. 2 Milliarden Kinder unter 15 Jahren. Das sind ganz schön viele. Was wäre aber wenn die Welt ein Dorf mit 100 Kindern wäre? Wieviel Jungen und wieviel Mädchen gäbe es dann? 52 Jungen und 48 Mädchen. 56 kämen aus Asien, 13 von 100 würden chinesisch reden, 33 wären Christen, 17 würden ins Ausland in Urlaub fahren, 9 Mädchen bekämen ein Kind, bevor sie 18 wären, 48 lebten in der Stadt, 64 wären gegen Masern geimpft, 21 hätten zuhause keinen elektrischen Strom und 100 würden Musik machen.
Christoph Drösser und Nora Coenenberg, die beide für die „Zeit“ arbeiten, haben ein hochaktuelles Buch herausgegeben, das mit seinen Beispielen verblüfft und dank seiner Infographiken ein tolles Sachbilderbuch geworden ist.
Ein Buch ab 8 Jahren und ich meine, ein Buch für die ganze Familie, für die Schule und für jedes Bücherregal.

Ein Blick in die kleine Leseprobe lohnt sich.
_______________________

Hamburger Kunsthalle
Ohrenschau | Audio Show 1

Während unserer Schließzeit wollen wir unsere Sammlung präsent und lebendig halten. Mit unserer OHRENSCHAU versorgen wir Sie täglich mit einem Hörbespiel zu unseren Meisterwerken. 7 Hörbesipiele pro Woche. Und mit unserer Hamburger Kunsthalle App direkt auf das eigene Smartphone. Die App ist gratis downloadbar.
Hier geht es auf die Ohrenschau-Seite der Kunsthalle.
________________________

2020-03.19._corona-in-der-uckermarkspielplatz_foto1_sarah-wiltschek

„Wenn sie will, dann kann die Welt“
Der neueste Text auf Lautmalerei.

Freitag, 20.März

IMG_8457

Heute haben
Ovid * 43 v.Chr.
Friedrich Hölderlin * 1770
Henrik Ibsen * 1828
Ralph Giordano * 1923
David Malouf * 1934
_________________________

Friedrich Hölderlin
An die Nachtigall

Dir flüsterts leise – Nachtigall! dir allein,
Dir, süße Tränenweckerin! sagt es nur
Die Saite. – Stellas wehmutsvoller
Seufzer – er raubte mein Herz – dein Kehlchen –

Es klagte – o! es klagte – wie Stella ists.
Starr sah ich hin beim Seufzer, wie, als dein Lied
Am liebevollsten schlug, am schönsten
Aus der melodischen Kehle strömte.

Dann sah ich auf, sah bebend, ob Stellas Blick
Mir lächle – ach! ich suche dich, Nachtigall!
Und du verbirgst dich. – Wem, o Stella!
Seufztest du? Sangest du mir, du süße?

Doch nein! doch nein! ich will es ja nicht, dein Lied,
Von ferne will ich lauschen – o! singe dann!
Die Seele schläft – und plötzlich schlägt die
Brust mir empor zum erhabnen Lorbeer.

O Stella! sag es! sag es! – ich bebe nicht! –
Es tötete die Wonne, geliebt zu sein,
Den Schwärmer. – Aber tränend will ich
Deinen beglückten Geliebten segnen.
_____________________

cover.do

Sonja Eismann und Amelie Persson (Illustrationen): „Wie siehst du denn aus?“
Warum es normal nicht gibt
Beltz&Gelberg € 14,95
Kindersachbuch ab 10 Jahren

Ist mein Bauchnabel komisch? Ist mein Po zu dick? Warum sind meine Haare nicht glatt? Überall werden wir mit den superschönen Menschen konfrontiert. Und auch die sähen ohne Photoshop sehr normal aus. Schon 10-Jährige beurteilen ihre Körper oft im Vergleich mit Idealbildern aus den Medien.

IMG_8401 IMG_8403

IMG_8404  IMG_8405

 Hier darf geguckt werden! Offenherzige Aquarellillustrationen zeigen Körperteile in all ihrer Normalität und Liebenswürdigkeit. Dazu gibt es (kulturhistorische) Texte, die erklären, was es mit den jeweiligen Körperteile im Laufe der Zeiten auf sich hatte.

Leseprobe
________________________

Und jetzt sagt uns ein Fußballtrainer die Wahrheit über uns, unsere Gesellschaft und den Klimawandel. Wo bleiben die klaren Worte von unseren Politiker*innen?

Freitag,6.März

IMG_8091

Heute haben
Cyrano de Bergerac * 1619
Elizabeth Barrett Browning * 1806
Stanislaw Jerzy Lec * 1909
Will Eisner * 1917
Gabriel Garcia Marquez * 1927
Günter Kunert * 1929
Geburtstag
_________________________

Mörike Eduard
Zur Warnung

Einmal nach einer lustigen Nacht
War ich am Morgen seltsam aufgewacht:
Durst, Wasserscheu, ungleich Geblüt;
Dabei gerührt und weichlich im Gemüt,
Beinah poetisch, ja, ich bat die Muse um ein Lied.
Sie, mit verstelltem Pathos, spottet‘ mein,
Gab mir den schnöden Bafel ein:
„Es schlagt eine Nachtigall
am Wasserfall;
und ein Vogel ebenfalls,
der schreibt sich Wendehals,
Johann Jakob Wendehals;
der tut tanzen
bei den Pflanzen
obbemeld’ten Wasserfalls.“
So ging es fort; mir wurde immer bänger.
Jetzt sprang ich auf: zum Wein!
Der war denn auch mein Retter.
Merkt’s euch, ihr tränenreichen Sänger,
Im Katzenjammer ruft man keine Götter!
________________________

image-978-3-7026-5939-4

Heinz Janisch und Helga Bansch (Illustrationen): „Angsthaben“
Jungbrunnen Verlag € 15,00
Bilderbuch ab 4 Jahren

Es reicht! Schon immer werden Tiere herangezogen, um negative Eigenschaften von Menschen zu beschreiben. Fauler Hund, störrischer Esel, heimtückisch wie ein Fuchs, alte Schnattergans. Aber jetzt soll Schluss sein damit. Das meinen zumindest die Vertreter auf der Vollversammlung im Internationalen Hauptquartier der Hasen. Angsthase wollen sie nicht mehr genannt werden. Das beruht nämlich auf einer völlig falschen Einschätzung der außergewöhnlichen Fähigkeiten von Hasen: Hasen sind geschickt, sensibel und gewitzt. Und schnell sind sie nicht aus Angst, sondern weil sie klug und mutig sind. Sie haben einfach Hasensuperpower! Und deshalb sollen Kinder mit solchen Fähigkeiten ab sofort Muthase genannt werden. Logisch, oder?
Ein Mutmachbilderbuch mit aussergewöhnlichen Illustrationen.
Ein Bilderbuch, das Spaß beim Vorlesen, Betrachten und zum Darübersprechen macht. Und das nicht nur zu Ostern, weil es da so viele Hasen gibt.
________________________

Heute Abend ab 19 Uhr in der vh Ulm, Club Orange:
Ein Vortrag über den Klimawandel, die Klimakatastrophe.
Organisiert und gehalten von Extinction Rebellion Ulm.
Dauer ca. zwei Stunden mit anschließender Diskussion.
________________________