Dienstag, 18.Juni

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Heute haben
Blaise Pascal * 1623
Gustav Schwab * 1792
Wassili Bykow * 1924
Salman Rushdie * 1947
Geburtstag
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Selma Meerbaum-Eisinger
Frühling

Sonne. Und noch ein bißchen aufgetauter Schnee
und Wasser, das von allen Dächern tropft,
und dann ein bloßer Absatz, welcher klopft,
und Straßen, die in nasser Glattheit glänzen,
und Gräser, welche hinter hohen Fenzen
dastehen, wie ein halbverscheuchtes Reh…

Himmel. Und milder, warmer Regen, welcher fällt,
und dann ein Hund, der sinn- und grundlos bellt,
ein Mantel, welcher offen weht,
ein dünnes Kleid, das wie ein Lachen steht,
in einer Kinderhand ein bißchen nasser Schnee
und in den Augen Warten auf den ersten Klee…

Frühling. Die Bäume sind erst jetzt ganz kahl
und jeder Strauch ist wie ein weicher Schall
als erste Nachricht von dem neuen Glück.
Und morgen kehren Schwalben auch zurück.
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Susanne Link empfiehlt:

Endlich als Taschenbuch!

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David Walliams: „Gangsta-Oma“
Mit Illustrationen von Tony Ross
Aus dem Englischen von Salah Naoura
Rowohlt Taschenbuch € 10,00

Ben muß immer freitags zu seiner Oma, denn seine Eltern wollen tanzen gehen und seine Oma ist ziemlich langweilig, bis er erfährt, dass sie eine Juwelendiebin war und gemeinsam schmieden sie den Plan,ie Kronjuwelen der Queen aus dem Tower zu stehlen. Nun werden die Freitage von Ben ersehnt.
Ein richtig tolles Kinderbuch. Prima Ferienlektüre und ein Familienspaß obendrein.

Mittwoch, 5.Juni

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Heute haben
Federico Garcia Lorca * 1898
Otto F.Walter * 1928
Ermanno Cavazzoni * 1947
Thomas Kling * 1957
Geburtstag
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Heute auf dem Gedichtekalender:

Conrad Ferdinand Meyer
Eingelgte Ruder

Meine eingelegten Ruder triefen,
Tropfen fallen langsam in die Tiefen.

Nichts, das mich verdroß! Nichts, das mich freute!
Niederrinnt ein schmerzenloses Heute

Unter mir – ach, aus dem Licht verschwunden –
Träumen schon die schönern meiner Stunden.

Aus der blauen Tiefe ruft das Gestern:
Sind im Licht noch manche meiner Schwestern?
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Britta Teckentrup: „Fische, Fische überall“
Aus dem Englischen von Angelika Leik
Prestel Verlag € 20,00
Sachbilderbuch ab 6 Jahren

An die einhundert Bilderbücher hat Britta Teckentrup illustriert. Vieles zuerst bei englischen Verlagen, da sie dort studiert und lange gewohnt hat. Hier in Deutschland wurde sie durch ihre Suchwimmelbücher bekannt und schuf wahre Meisterwerke zum Thema: Federn und Eier. Die Nacht, der Mond, der Fuchs, Bäume und das Wetter, die Bienen tauchen bei ihren Büchern auf. Ja, die Natur scheint ihr sehr wichtig zu sein.
Jetzt also Fische. Überall Fische. Überall finden wir sie. Nicht nur in den Ozeanen. Und es gibt sie in allen Formen und Farben. Dies zu illustrieren ist Teckentrups große Stärke. Sie sind klein und dick, groß und sehr lang, die leuchten, sie blinken, sie sind stachelig, könnern sich verändern und gut verstecken. Sie leben an der Oberfläche und aber auch ganz tief unten am Meeresgrund.
Wie lange gibt es Fische schon? Von was ernähren sie sich? Wie sehen sie von innen aus? Können Fische erwachsen werden? Aber auch: Was macht unser Müll, die wir in die Meere kippen mit den Fischen?
Dies und viel mehr finden wir in diesem großen Bilderbuch mit vielen, vielen leuchtenden, collageartigen Bildern.
Warum das Buch allerdings in China gedruckt werden musste? Vielleicht sollte sich der Verlag darüber auch mal Gedanken machen.

Leseprobe
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Hier noch ein ganz spezieller Tipp:

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Die Satanszwerge von Sylt
Die wortreichen Sieben

Die Frieseninsel Sylt hat ein schreckliches Geheimnis. Jahrhundertelang ruhte es unter dem Sand, wurde erst zur Legende und geriet dann in Vergessenheit. Doch der mysteriöse Tod eines Insulaners bringt den Syltern die Erkenntnis: Das Böse ist wieder da…und es hat einiges nachzuholen! Geisterjäger John Sinclair und sein Kollege Suko müssen alle Kräfte mobilisieren, um ihren Gegnern Einhalt zu gebieten – denn sie sind klein, heimtückisch und zahlreich: Die Satanszwerge von Sylt. Schnallen Sie sich an für eine Achterbahnfahrt durch die Untiefen des Trash: Spannend, komisch und zu 99% ernst gemeint. Ein Kultklassiker der Groschenromane als Livehörspiel für Augen, Ohren, Zwerchfell und die ultimative Gänsehaut.

Ensemble: „Die wortreichen Sieben“
Regie: Fabian Gröver
Musik: Benjamin Künzel
Mitwirkende: Christel Mayr, Tini Prüfert, Stefan Maaß, Gunther Nickles, Florian Stern, Benjamin Künzel, Fabian Gröver und Benedikt Paulun

Veranstalter: ROXY gemeinnützige GmbH
Termine:
Samstag, 8.Juni
Dienstag, 11.Juni
Dienstag, 18.Juni
Jeweils um 20 Uhr.
Eintritt: € 14,00

Freitag, 31.Mai

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Heute haben
Ludwig Tieck * 1773
Georg Herwegh * 1817
James Krüss * 1926
Swetlana Alexijewitsch * 1948
Gabriel Barylli * 1957
Frank Goosen * 1966
Geburtstag.
Aber auch Rainer Werner Fassbinder.
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Georg Herwegh
Frühlingsnacht

So sel’ge Stille traf ich nie!
Kaum lispelt’s in den Zweigen,
Als hätten ein Geheimnis sie
Den Menschen zu verschweigen.

Kaum plätschert noch die Welle fort,
Kaum knospet’s in den Hecken,
Als gälte es, die Sterne dort
Am Himmel nicht zu wecken.

Die guten Geister senken sich
Auf ihren Strahlen nieder
Und bringen, die bei Tag entwich,
Die Ruh den Träumen wieder.

Mein Schifflein treibt im Sturm allein,
Und niemand will es retten;
So müd dies Haupt, es schläft nicht ein –
Ich muß ihm tiefer betten.
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9783423640473

Jason Reynolds: „Lu“
Wir sind Familie

dtv € 14,95
Jugendbuch ab 12 Jahren

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Endlich ist der vierte Band erschienen. Ich habe mich nach Ghost, Patina und Sunny gleich auf Lu gestürzt und wurde nicht enttäuschst. Irgendwie ging es dieses Mal etwas anders los und es dauerte ein wenig, bis ich in die Geschichte hineinfand. Aber dann. Wow, was für ein klasse Jugendbuch. „Wir sind Familie“ heisst der Untertitel. Ja und sie sind mit ihrer Leichtatletik-Gruppe eine Familie und Jason Reynolds schafft es, einige wichtige Frage ganz am Ende dieses vierten Bandes zu lösen. Positiv und für alle Beteiligten mit Blick auf eine gute Zukunft.

Dieses Mal geht es um das Großmaul Lu. Er ist schnell, sehr schnell und ein Albino. Als er erfährt, dass er ein kleines Geschwisterchen bekommt, sieht er einige Dinge seines Lebens anders. Genau, wie die drei Jugendlichen der Vorgängerbücher hat auch er keine leichte Kindheit. Was wir aber über seinen Vater erfahren ist noch viel gefährlicher, als wir alles dachten. Es wendet sich alles zum Guten, da Lu einen guten Draht zu seinem Vater hat und der Vater sich u.a. beim Trainer für seine frühere Taten entschuldigt. Dazu ist nämlich Familie da.
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Am kommenden Dienstag ist wieder „1.Seite“ und wir stellen vier neue Bücher vor.
Beginn ist um 19 Uhr.
The one and only Clemens Grote wird lesen.