Donnerstag, 20.Februar

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Heute haben
Johann Heinrich Voß * 1751
Heinz Erhardt * 1909
Julia Franckh * 1970
Geburtstag
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„Was wäre ein Apfel ohne -sine, was wären Häute ohne Schleim,
was wär die Vita ohne -mine, was wär’n Gedichte ohne Reim?“
Heinz Erhardt
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Oliver Jeffers: „Die Fabel von Fausto“
Übersetzt von Anna Schaub
Nordsüd Verlag € 18,00
Bilderbuch ab 5 Jahren

»Du gehörst mir«, sagt Fausto zur Blume, zum Schaf und zum Berg. Und sie alle unterwerfen sich ihm, obwohl der Berg sich lange weigert. Aber am Ende verbeugt er sich doch vor Fausto.  Genug ist nicht genug. Fausto will mehr. Ja, das Meer soll es sein. So fährt er mit einem kleinen Schiff ins weite Blau und fordert seinen Besitz. Das Meer jedoch bleibt gelassen. Soll er doch drohen, brüllen und mit den Füßen aufstampfen. Also verlässt Fausto seinen sicheren Untergrund und will auf dem Wasser toben. …

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Oliver Jeffers ist ein Großmeister der Illustration und auch hier hat er wieder ein Kunstwerk hingelegt. Der Strich, die Farben, der Text ergeben eine immer aktuelle Fabel von Gier, Macht, Besitz.

Donnerstag, 13.Februar

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Heute haben
Georges Simenon * 1903
Sybil Gräfin Schönfeldt * 1927
F.C.Delius * 1943
Katja Lange-Müller * 1951
Irene Dische * 1952
Geburtstag
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Theodor Storm
Februar

Im Winde wehn die Lindenzweige,
Von roten Knospen übersäumt;
Die Wiegen sind’s, worin der Frühling
Die schlimme Winterzeit verträumt.
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Emilia Wiltschek (14) empfiehlt:

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Adam Baron: „Freischwimmen“

Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann
Alter: 10 ( wenn man viel liest) sonst 11
Hanser Verlag € 15,00

Cym ist noch nie in seinem Leben geschwommen. Nicht im Meer, in einem See oder im Schwimmbad. Noch nie. Außerdem hat er den wohl außergewöhnlichsten Namen. Cymbeline Iglu. Als seine Lehrerin plötzlich verkündet, dass sie statt der Religionsstunde am Montag mit der ganzen Klasse ins Schwimmbad gehen werden, ist er entsetzt. Wie soll er das seinem besten Freund erklären, der davon ausgeht, dass er ein Ass im Schwimmen ist? Als er dann auch noch für einen Wettbewerb heraus gefordert wird, ist er sich sicher. Er wird lügen über seine Schwimmfähigkeiten. Als er im Schwimmbad jedoch halb ertrinkt, ist er sich sicher, dass, das die schlechteste Idee überhaupt war. Er ist sauer auf seine Mutter, die ihm nie das Schwimmen beigebracht hat und will wissen, warum. Sie hatte bisher immer nur so doofe Ausreden, wie: da ist ein Monster im See und du hast bestimmt eine Chloralergie. Doch als Cym am nächsten Morgen aufwacht, ist seine Mutter nicht mehr da und sein Onkel sitzt in der Küche und macht im Frühstück. Wo ist seine Mutter? Und warum verhalten sich alle plötzlich so komisch? Ein Buch über eine tragische Familiengeschichte und Freundschaften die entstehen und gerettet werden müssen.

Leseprobe

Dienstag, 11.Februar

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Heute haben
Karoline Günderrode * 1780
ElseLasker-Schüler * 1869
Georg Hirschfeld * 1873
Irène Némirowsky * 1903
Maryse Condé * 1937
Frank Schulz * 1957
Geburtstag
und es ist der Todestag von Sylvia Plath (+ 1963)
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Karoline von Günderrode
Der Luftschiffer

Gefahren bin ich im schwankenden Kahne
Auf dem blaulichen Oceane,
Der die leuchtenden Sterne umfließt,
Habe die himmlischen Mächte begrüßt.
War in ihrer Betrachtung versunken,
Habe den ewigen Aether getrunken,
Habe dem Irdischen ganz mich entwandt,
Droben die Schriften der Sterne erkannt
Und in ihrem Kreisen und Drehen
Bildlich den heiligen Rhythmus gesehen,
Der gewaltig auch jeglichen Klang
Reißt zu des Wohllauts wogendem Drang.
Aber ach! es ziehet mich hernieder,
Nebel überschleiert meinen Blick,
Und der Erde Grenzen seh’ ich wieder,
Wolken treiben mich zurück.
Wehe! das Gesetz der Schwere
Es behauptet nur sein Recht,
Keiner darf sich ihm entziehen
Von dem irdischen Geschlecht.
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Emilia Wiltschek (14 Jahre) empfiehlt:

9783836960571

Cornelia Franz: „Wie ich Einstein das Leben rettete“
Mit Illustrationen von Petra Baan
Kinderbuch ab 10 Jahren
Gerstenberg Verlag € 14,00

Als Emily plötzlich kurz vor Mitternacht ihres zwölften Geburtstages (die Nacht auf den 29. Februar) im Jahre 1913 aufwacht, ist sie geschockt. Wie ist sie hierher gekommen? Und vor allem, wie kommt sie hier wieder weg? Doch zum Glück findet sie zwei Jungen, denen genau dasselbe passiert ist. Sie heißen Malik und Lorenzo und kommen aus dem Jahr 2016. Doch im Jahre 1913 befinden sie sich schon ein wenig länger als Emily. Jedesmal wenn das Schiff in New York (dem Ziel) anlegt, bricht ein Feuer aus und die beiden schaffen es nie rechtzeitig von Bord und werden wieder zurück an den Anfang der Reise geschickt. Wie kommen die drei aus dieser schier endlos dauernden Zeitschleife? Und wieder zurück in ihr Jahrzehnt? Zum Glück finden sie Freunde in der Vergangenheit, die ihnen helfen. Und noch viel besser: der wohl berühmteste Wissenschaftler der Welt ist auch in New York. Doch kann er den dreien tatsächlich helfen?
Ein spannendes Buch erzählt aus verschiedenen Sichtweisen. Tolle Protagonisten und eine sehr schöne Geschichte.