Mittwoch, 23.Februar

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Heute haben
Stendhal * 1783
Sergej Eisenstein * 1898
Derek Walcott * 1930 (Nobelpreis 1992)
Geburtstag
Aber auch Jeanne Moreau, Humphrey Bogart und Éduard Monet.
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Rok
keine schonzeit für feige zwerge

ist der schatten der bäume
der gleiche
wie der schatten der
hochhäuser die an
wolken kratzen
vielleicht ist der vergleich
abhängig von einem
sommer oder wintertag
oder nacht
dein heißer schweiß
auf meiner zunge
kühlt meine angst
macht mich betrunken
im schatten der bäume
lass uns giftige pilze
suchen unter
aufgerissenen wolken

restlos rastlos

weite strecken zurückgelegt
nie an dem punkt angekommen
der über wahrheit und lüge
entscheidet
kann in betrunkenem zustand
entscheidungen treffen die
nüchtern nicht auszuhalten sind
aber den zeitgeist klar erkennen
betrunken bin ich bei klarem
verstand
wir lieben uns heftig in einem
heruntergekommenen hotel
bei offenem fenster
deine zunge fühlt sich an
wie die dornen der wildrosen
die nacht nimmt die gewalt
der verwundeten tage
mit sich tiefer und tiefer
wir verlieren
du kannst jetzt in meine seele
schreiben love & hate

(aus: Rok, Die Zärtlichkeit des Schneemanns.
€ 10,00 bei uns im Lyrik-Regal)
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9783423147095

Michael Köhlmeier: „Erwarten Sie nicht, dass ich mich dumm stelle“
Reden gegen das Vergessen
dtv € 8,00

„Zum großen Bösen kamen die Menschen nie mit einem großen Schritt, sondern mit vielen kleinen, von denen jeder zu klein schien für eine große Empörung.“
Michael Köhlmeier

Nehmen Sie sich bitte diese sechs Minuten Zeit, während denen Michael Köhlmeier als Festredner zum Gedenktag der Bücherverbennung in Wien diesen Text verlas.
Die Gesichter der angesprochenen Personen in der ersten Reihe werden im länger.
Welch eine mutige Rede.

Weitere politische Reden des österreichischen Autors sind hier in diesem schmalen Taschenbuch versammelt.
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Heute Abend bei uns in der Buchhandlung:

Mittwoch, 23.Januar um 19 Uhr
„Strafe und Verbechen“ in der Lesereihe „Wortreich“
das Theater Ulm zu Gast bei uns in der Buchhandlung
Ausverkauft

Dienstag, 22.Januar

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Heute haben
John Donne * 1572
Gottfried Ephraim Lessing * 1729
Lord Byron * 1788
August Strindberg * 1849
Francis Picabia * 1879
Erika Runge * 1939
Wilhelm Genazino * 1943
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Rok
wenn die bäume walzer tanzen

ich möchte in dieser tankstelle mit
dir sitzen bleiben
stell mir vor es ist eine bar
zwischen grenzen
und traumhaft verschneiten
tannenwäldern
bitte weiter und nicht zurück
es ist genug für dich und mich
genug zeit noch eine zigarette
und draußen traumhaft
verschneite tannenwälder
im kalten neonlicht
deine haut ist blass
alles ausziehen
nichts zurücklassen


marie goes to hollywood

she needs a big pink car
and a skull tattoo
we help you marie
for sure

(aus: Rok, Die Zärtlichkeit des Schneemanns.
€ 10,00 bei uns im Lyrik-Regal)
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

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Florence und Louis Slobodkin: „Ein Handschuh zuviel“
Diogenes Verlag € 16,00
Bilderbuch ab 3 Jahren

Die Sache mit den Handschuhen ist so ähnlich, wie mit den Socken: Der zweite fehlt…..
So geht es auch den Zwillingen Ned und Donny, die immer identische rote Fäustlinde tragen.
Eines Tages vermisst Donny mal wieder einen von beiden, die Großmutter macht sich auf die Suche in Nachbars Garten, doch erfolglos. Am nächsten Tag steht die Nachbarin mit dem Fundstück vor der Tür und der Verlust muss sich wohl herumgesprochen haben, denn überall wird ein einsamer roter Handschuh gefunden und bei den Zwillingen abgeliefert. Aber so viele Handschuhe können die zwei gar nicht verloren haben und ab jetzt hängt ein großes Schild am Haus:
FALLS DU EINEN ROTEN HANDSCHUH VERLOREN HAST: DER IST BEI UNS.

Dieses alte Kinderbuch mit liebevoller Illustration ist bei Diogenes neu erschienen und passt perfekt zum Wetter!
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Dienstag, 22.Januar um 19 Uhr
„Seien Sie gegrüßt, liebe Freunde in Ulm“
Hermann Hesse in Ulm
Mit Jan Haag, Bernd Michael Köhler und Bernd Weltin

Was führte Hermann Hesse an einem Abend im April 1904 in das Gasthaus Schwarze Henne hinter dem Gänsturm? Was faszinierte den Dichter am Ulmer Münster? Und wer war eigentlich Eugen Link? Zweimal war Hermann Hesse zu Lesungen aus seinen Werken in Ulm. Den Aufenthalt in der Donaustadt im November 1925 hat er in seiner autobiographischen Erzählung Die Nürnberger Reise in Literatur verwandelt. Dass sich Hesse sehr oft in Ulm aufgehalten hat und ein Leben lang gute Beziehungen zu Freunden und Bekannten in der Stadt pflegte, schildert dieses Buch. Anhand bekannter und bisher unbekannter Quellen zeigen Jan Haag und Bernd Michael Köhler Aspekte aus dem Leben des Schwaben Hermann Hesse, die in den bisherigen Lebensbeschreibungen nicht berücksichtigt wurden.

Bei uns in der Buchhandlung

Dienstag, 15.Januar

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Heute haben
Moliere * 1622
Franz Grillparzer * 1791
Ossip Mandelstam * 1891
Franz Fühmann * 1922
Geburtstag
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Rok
Die Zärtlichkeit des Schneemanns

Gedichte, € 12,00, bei uns im Buchladen

spinnweben aus zuckerwatte

die zeit ist ein wunder
das vergeht oder auch
bleibt und
ein neuer blinder tag
verspricht die sonne
die mich weckt
der süße geruch der nacht
ist noch geblieben wie
ähnlich er dir doch ist

papierflieger

ich sitze in einem viel
zu großen raum
auf einem viel
zu großen stuhl
an einem viel
zu großen tisch
ich kann dir nicht
die hand reichen
nein du kannst nicht übers
wasser gehen du nicht
du ertrinkst du auch
das meer ist tot
das meer ist grenzenlos
und zum weinen schön
deine hände sind so
klein und stark doch
es war kein platz für dich
in diesem viel zu großen raum
auf diesem viel zu großen stuhl
an diesem viel zu großen tisch
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Vanessa Güntzel empfiehlt:

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Amie Kaufman & Jay Kristoff:
„Gemina – Die Illuminae Akten 2“

Jugendbuch ab 12 Jahren

Im letzen Jahr habe ich euch von dem tollen Jugendbuch „Illuminae“ von Jay Kristoff und Amy Kaufmann vorgeschwärmt. Auch dieses Jahr will ich euch ihren zweiten Teil „Gemina“ nicht vorenthalten. Das absolute Highlight an diesem Buch für mich war, dass eine meiner Lieblingsautorinnen: „Marie Lu“ im Werk mitgemischt hat. Gerade ihre tollen Zeichnungen bringen noch so viel mehr Leben in dieses Buch.
Anfangs ein wenig enttäuscht, dass die Charaktere Kady und Ezra nicht mehr im Mittelpunkt stehen, war ich nach den ersten Seiten umso beeindruckter von den Protagonisten Nik und Hanna. Die beiden machen es einem recht leicht, Sie zu mögen, denn Sie sind unglaublich schräg. Die Geschichte spielt teils nach dem ersten Band, teils zeitgleich.
Viel über den Inhalt erzählen kann ich leider nicht, da ich sonst zu viel
von „Illuminae“ preisgeben würde, falls ihr es noch nicht gelesen habt (was ihr unbedingt tun solltet). Was ihr auf keinen Fall erwarten dürft, ist ein Roman in Erzählform.
Wie auch im ersten Band, wird die Geschichte mithilfe von Dokumenten, Datensätzen, Chatverläufen, Emails, Zeichnungen und vielem mehr erzählt, was einem ein Gefühl beim Lesen beschert, welches ich nicht in Worte fassen kann.
Ich bin vollkommen überzeugt, von dem Werk dieser fabelhaften Autoren und von der Gestaltung, sodass ich es kaum abwarten kann, bis der dritte Teil erscheint.

Eure Vanessa