Dienstag, 19.Januar

Dieser Schneemann auf dem südlichen Münsterplatz hat mir Sybille geschickt.
Wenn Sie noch Schneemänner/frauen-Bilder haben, dann her damit.
Ich veröffentliche sie hier, wenn draußen das Tauwetter einzieht.

Heute haben
Edgar Allan Poe * 1809
Patricia Highsmith * 1921
Julian Barnes * 1946
Geburtstag
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Patricia Highsmith wird 100 und der Diogenes Verlag bringt eine kleine Auswahl an Taschenbücher in schöner Ausstattung heraus und ein gebundenes Buch mit frühen Erzählungen.



Und Julian Barnes müssen wir hier nicht besonders erwähnen, da sein neuer Roman „Der Mann im roten Rock“, trotz geschlossenem Buchladen, sehr oft über die Theke wandert.
Es ist aber auch ein kluger Lesespaß.


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Bei der nächtlichen Ausgangssperre bleibt uns Zeit zum Schreiben.
Hier ein paar Kladden und Postkarten, die wir im Laden vorrätig haben.

Montag, 18.Januar

Das Bild hat mir Sabine zugeschickt. Schneemänner auf der Friedrichsaubrücke.


Heute haben
Franz Blei * 1871
Arno Schmidt * 1914
Peter Stamm * 1963
Geburtstag
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Das ist mein größter Einwand gegen Musik, daß Österreicher darin exzelliert haben.
Arno Schmidt
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Das Arno Schmidt Zitat passt wunderbar zu unserem heutigen Buchtipp:


Nicolas Mahler: „Thomas Bernhard“
Die unkorrekte Biografie
Suhrkamp Verlag € 16,00

Das Leben und Werk von Thomas Bernhardt in 99 Bildern. Geht das?
Ja klar. Und wie.
Der Österreichische Comic Zeichner Nicolas Mahler hat schon Bernhards „Alte Meister“ und „Der Weltverbesserer“ adaptiert (davor schon Proust, Alice im Wunderland, Kant, …) und wagt sich jetzt an den ganzen bösen Grantler. Es fehlen natürlich nicht die Tante Hedwig Stavianicek und sein Verleger Siegfried Unseld (mit dem wir im Briefwechsel Bernhard – Unseld schwer mitgelitten haben). Bernhards Beziehung zu seinen Preisen und Ehrungen werden hier genauso erwähnt. Das lässt sich genauer noch in einem seperaten Taschenbuch nachlesen.
Nicolas Mahler fängt die Atmosphäre rund um den Schriftsteller treffend ein. Schon seine Geburt und die ersten Wochen seines Lebens müssen für ihn traumatisch gewesen sein.
Die Texte im Buch sind meist Originalzitate. Auf mehreren Seiten im Anhang gibt Mahler die Quellen dazu an.
So bekommen wir in dieser unkorrekten Biografie einen sehr guten Einblick in das Leben dieses sehr speziellen Autoren und haben mächtig Spaß dabei.

Sonntag, 17.Januar

Von den Hochbeeten ist nicht viel zu sehen.


Wilhelm Friedrich Waiblinger
(* 21.11.1804, † 17.01.1830)
Ponte rotto

Eine zerbrochene Brücke, was ist′s, kein Wunder am Ende!
Alles vergeht, und der Welt wird′s nicht viel besser geschehn.
Dererlei merkt man sich nicht, auch wenn die Brücke sich weigert,
Mit dem gefallnen Geschlecht über die Tiber zu gehn.
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ECM hat auf Spotify Musikstücke aus ihrem Programm zusammengestellt, die zum tiefen Winter mit Schnee und Kälte passen. Da tauchen sie alle auf: Jan Garbarek, Keith Jarrett, Carla Bley, Tord Gustavsen und viele mehr.
Über zwei Stunden ruhige Musik, wie wir sie von ECM kennen.

Hier geht es nochmals zur Playlist.
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Noch mehr Musik:

Musik live zu erleben ist zu einer Kostbarkeit geworden – ein Live-Konzert wird zu einem Sehnsuchtsort. Mein heutiger #KlassikKlub wird umrahmt durch Händels „Ode an die Heilige Cäcilie“. Diese gilt als Schutzpatronin der Kirchenmusik, der Musiker, Instrumentenbauer und Dichter.  Meine Sendung sehe ich ähnlich wie Max Ernsts ihr gewidmetes Gemälde als Collage, Spiegelung und Reflexion gewohnter Wahrnehmung, in dem Fall – einmal mehr – des klassischen Konzerts.  Zu erleben sein werden Komponisten und Musiker wie Heinrich I. Franz von Biber, Guillaume Dufay,  Vernon Duke,  Henrik Schwarz, Musica Antiqua Köln, The Gothic Voices,  Dawn Upshaw, George I. Gurdjieff, György Ligeti, Patricia Kopatchinskaja, Philip Glass, Ralf Schmid, Sven Helbig, Claude Debussy, Johannes Motschmann und nordische Traditionals.  Enjoy the Power Of Music.  

WDR 3 Klassik-Klub  17. Januar 2021   16:04-17:45              
https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-klassik-klub/klassikklub-704.html
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Frauen Sie sich auf diesen Roman, der Mitte Februar bei Hanser erscheint:

Valeria Parrella: „Versprechen kann ich nichts“
Aus dem Italienischen von Verena von Koskull
Hanser Verlag € 19,00

Elisabetta arbeitet als Lehrerin im Jugendgefängnis von Neapel. Sie stürzt sich in ihre Arbeit, als ihr Mann plötzlich stirbt. Sie wandelt zwischen den Welten. Aussen die Stadt, der Lärm, die Hektik, drinnen die Zellen, die Jugendlichen. Und über allem diese Biografien. Die verschiedenen Leben. Was aus Menschen gemacht wird, wie Menschen werden, wie sich verändern. Als zu Elisabetta eine junge Frau aus Rumänien in den Unterricht kommt, entsteht eine besondere Art der Nähe. Will Elisabetta dem Mädchen helfen, oder sich selbst?

Valeria Parrella hat in diesem schmalen Roman den Nerv unseres modernen Lebens (hier Neapel) getroffen und lässt den Gedanken ihrer Hauptperson freien Lauf.
Sehr fein, klug, melancholisch, traurig, aber auch kraftvoll und voller Lebensfreude.

Valeria Parrella, 1974 geboren, studierte Sprachwissenschaften und arbeitete als Buchhändlerin und Schauspielerin. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt stand sie mit Versprechen kann ich nichts auf der Shortlist für den Premio Strega 2020. Bei Hanser erschien ihr Erzählungsband Liebe wird überschätzt (2017). Valeria Parella lebt in Neapel.