Freitag, 12.Juli

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Heute haben
Henry David Thoreau * 1817
Stefan George * 1868
Raoul Hausmann * 1886
Bruno Schulz * 1892
Günther Anders * 1902
Pablo Neruda * 1904
Adam Johnson * 1967
Johanna Moosdorf * 1971
Geburtstag
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Theodor Storm
Juli

Klingt im Wind ein Wiegenlied,
Sonne warm herniedersieht;
Seine Ähren senkt das Korn;
Rote Beere schwillt am Dorn;
Schwer von Regen ist die Flur –
Junge Frau, was sinnst du nur?
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Ursula und Johannes Wawra
„Wawra’s Naturbuch“
Band 1: Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien
Natur-Verlag Wawra € 22,50
über 450 Zeichnungen, 145 Fotos

Naturbücher gibt es wirklich jede Menge. Für Erwachsene, für Kinder, zum Bestimmen, zum Vorlesen und Ausmalen. Dieses Buch hat irgendetwas ganz Besonderes. Es sind die Zusammenstellung, die Art der Erklärungen und Zusammenhänge und natürlich die sehr feinen Zeichnungen, die ausgezeichnet mit den Fotos harmonieren.
Und: Ich habe meine Vogelfeder bestimmen können. Sie ist vom Buntspecht. Das Vogelpärchen haut sich bei mir den Bauch an den Meisenknödeln voll.

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Donnerstag, 11.Juli

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Heute haben
Max Jacob * 1876
Claus Bremer * 1924
Klaus Wagenbach * 1930
Helmut Krausser * 1964
Geburtstag
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Johann Georg Jacobi
Juli

Zürnen mit dem Erdenvolke,
Zürnen will der Himmel nicht,
Wenn aus Wetterschwangrer Wolke
Gott mit seinen Kindern spricht.
Bei der Sonne sanftem Licht
Schweigen seine Donner wieder,
Und er blicket freundlich nieder,
Wo sein Strahlenbogen hängt;
Jeder Busch, von ihm getränkt,
Lispelt es; der Vögel Schaar
Singt es freudig uns entgegen,
Dass des Vaters milder Segen
In der dunkeln Wolke war.
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Andreas Ottensamer & Yuja Wang: „Blue Hour“
Mariss Jansons und die Berliner Philharmoniker

Weber: Klarinettenkonzert Nr. 1 f-moll op. 73; Grand Duo concertant Es-Dur op. 48 für Klarinette & Klavier
Brahms: Intermezzo A-Dur op. 118 Nr. 2 für Klarinette & Klavier; Wie Melodien zieht es mir op. 105 Nr. 1 für Klarinette & Klavier
Mendelssohn: Lieder ohne Worte op. 30 Nr. 6; op. 67 Nr. 2; op. 85 Nr. 4 & 6 für Klarinette & Klavier

Auf Blue Hour widmen sich Starklarinettist Andreas Ottensamer und die virtuose Pianistin Yuja Wang romantischer Musik von Brahms, Weber und Mendelssohn.  Die blauen Stunden, die Stunden zwischen Hund und Wolf, am Abend, sind im Moment besonders schön. So können wir uns zurücklehnen und den Klangbildern lauschen. Der Klarinettenvirtuose Ottensamer, der aus einer Musiker Dynastie stammt, hat die Werke auf  dieser CD neu arrangiert und erreicht somit eine große Intimtät zwischen ihm und seiner Partnerin Yuja Wang am Klavier.
Genießen Sie dieses Album in seiner Schönheit, seiner Ruhe nach einem hektischen Tag.

Mittwoch, 10.Juli

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Heute haben
Marcel Proust * 1871
Günther Wiesenborn * 1902
Paul Wühr * 1927
Alice Munro * 1931
Kurt Brasch * 1937
Geburtstag

„Longtemps je me suis couché de bonne heure“
Der erste Satz aus der „A la recherche du temps perdu“ von Marcel Proust.
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Der Monat ist schon halb vorbei und wir haben noch nicht auf das Reclam-Juli-Büchle hingewiesen.

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„Juli“
Gedichte herausgegeben (wie immer) von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell
Reclam Verlag € 5,00

Nach der großen Hitze, hatten wir heute 8 Grad, Sonne und kühlen Wind. D.h. Handschuhe beim Radeln. Egal. Der Sommer ist da mit all seinen Blumen und Farben und Festen und Musik.

Der Sommer hat schon lang eröffnet
Sommergewitter
Sommernächte und Gartenfreuden
Endlich Ferien
Sommerfreuden
Hochsommer
heißen die Überschriften und zeigen uns, wo es hier lang geht.

Leseprobe

Theodor Storm
Sommermittag

Nun ist es still um Hof und Scheuer,
Und in der Mühle ruht der Stein;
Der Birnenbaum mit blanken Blättern
Steht regungslos im Sonnenschein.

Die Bienen summen so verschlafen;
Und in der offnen Bodenluk‘,
Benebelt von dem Duft des Heues,
Im grauen Röcklein nickt der Puk.

Der Müller schnarcht und das Gesinde,
Und nur die Tochter wacht im Haus;
Die lachet still und zieht sich heimlich
Fürsichtig die Pantoffeln aus.

Sie geht und weckt den Müllerburschen,
Der kaum den schweren Augen traut:
„Nun küsse mich, verliebter Junge;
Doch sauber, sauber! nicht zu laut.“

Christian Morgenstern
Sommermittag

Wiese, lass mich ganz in dein
Wohlgefühl versinken,
dein legionenfältig Sein
als mein eignes trinken.

Deine breite Sonnenbrust
lass die meine werden,
meine Lust die feine Lust
deiner Gräserherden.

Mächtig schwelle mein Gesang
dann aus solchem Grunde,
künde Glückesüberschwang
höchster Sommerstunde.

Kurt Tucholsky
Feldfrüchte

Sinnend geh ich durch den Garten,
still gedeiht er hinterm Haus;
Suppenkräuter, hundert Arten,
Bauernblumen, bunter Strauß.

Petersilie und Tomaten,
eine Bohnengalerie,
ganz besonders ist geraten
der beliebte Sellerie.

Ja, und hier –? Ein kleines Wieschen?
Da wächst in der Erde leis
das bescheidene Radieschen:
außen, rot und innen weiß.

Sinnend geh ich durch den Garten
unsrer deutschen Politik;
Suppenkohl in allen Arten
im Kompost der Republik.
Bonzen, Brillen, Gehberockte,
Parlamentsroutinendreh …
Ja, und hier –? Die ganz verbockte
liebe gute SPD.
Hermann Müller, Hilferlieschen
blühn so harmlos, doof und leis
wie bescheidene Radieschen:
außen rot und innen weiß.
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Heute abend ab 19 Uhr
Kulturbuchhandlung Jastram
Herzschmerz in Azur – Italienische Erzählungen

Ist das mit der Liebe im Süden ganz anders als zum Beispiel in Deutschland? Wahrscheinlich ist es ein Mythos, dass unter dem azurblauen Himmel alles temperamentvoller zugeht – das Kennenlernen, die romantische Annäherung und der Zwist. Die Sehnsüchte, Träume, die Konflikte, die Schmerzen und manchmal auch das Liebesglück ähneln sich hier wie da. Und doch klingen die mediterranen Geschichten über Liebesdinge anders, eben typisch italienisch: intensiv, melancholisch, selbstironisch und manchmal alles gleichzeitig. In der letzten Ausgabe der Lesereihe vor den Sommerferien des Theaters stellen wir italienische Beziehungsgeschichten vor und sorgen passend zu den jahreszeitlichen Gefühlen für einen kleinen Kursus in Sachen Liebesfreud und Liebesleid alla italiana.

Eintritt € 8,00