Detlef Surreys Sonntagsskizzen

Bar Sketches – Böse Buben Bar

Nach langer Zeit wieder „drinnen“ zeichnen… der Winter lässt kaum eine andere Wahl. Aber es macht ja auch Spaß, besonders an so netten Orten wie der „Böse Buben Bar“ in Berlin Mitte.

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https://surrey-skizzenblog.blogspot.com/2019/01/bar-sketches-bose-buben-bar.html

Detlev Surreys Sonntagsskizzen

Vor 100 Jahren, am 15. Januar 1919, wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin ermordet. Ich begebe mich auf Spurensuche.
Das Hotel Eden, damals das Hauptquartier des Freikorps, in das die beiden Führer des Spartakusbundes nach ihrer Gefangennahme verschleppt worden waren, steht heute nicht mehr. Im Tiergarten erinnert nur ein schlichtes Bronze Mahnmal an die Fundstelle der Leiche Rosa Luxemburgs.
Und im „Deutschen Historischen Museum“ sind außer den beiden Gedenksteinen nur einige kleinformatige Fotos zu sehen…

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Aber ein sehr interessantes Projekt gibt Auskunft und Anregungen zum Thema „100 Jahre Revolution“: https://100jahrerevolution.berlin

Mehr Berlinskizzen: http://surrey.de/galerien/bilder-galerie/kategorie/skizzenbuch-berlin

Freitag, 11.Januar

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Heute haben
Diana Gabaldon * 1952
und Katharina Hacker * 1967
Geburtstag
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Rok
nordlicht 52

es ist stille sie öffnet
die tür
zwischen raum und zeit
und hat mich verraten ich
weiß nicht mehr wo unten
oder noch weiter unten ist
der schwarze vorhang bleibt zu
dein mund scheint rot
und weich wie der
mond in einer nacht wo
die bunten blätter der
herbstbäume fallen
als ob sie den zustand
der bedrohlichen dunkelheit
nicht akzeptieren
du sagst du kannst
die stille zerreißen
wie ein stück papier
und liebst den geruch
der einsamen straßen
wann fährt der erste
zug morgen
richtung osten da wo
die sonne aufgeht

aus: „Die Zärtlichkeit des Schneemanns“ € 10,00
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

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Takis Würger:  „Stella“
Hanser Verlag  € 22.00

Friedrich wächst in wohlhabenden Verhältnissen am Genfer See auf, seine Mutter ist Künstlerin, der Vater Großgrundbesitzer. Nach einem Unfall verliert Friedrich seine Fähigkeit Farben zu erkennen, seine Mutter verzweifelt daran, hat sie doch für ihn eine Karriere als Künstler vorbereitet. Friedrich möchte sich von all dem lösen und weit weg, nach Berlin gehen, um dort eine Kunstschule zu besuchen.
Es ist das Jahr 1942, Krieg in Deutschland, in der Schweiz wird über angebliche Judentransporte gesprochen. Für Friedrich ein Grund mehr, in dieses Land zu reisen, um die Wahrheit zu erfahren. In der Kunstschule lernt Friedrich Kirstin kennen, eine rätselhafte , eigenwillige junge Frau, die ihn fasziniert und ihn in das Berliner Nachtleben ausführt. Er wohnt in unfassbaren luxeriösen Verhältnissen, in einer Stadt, die für die Bevölkerung nach und nach Lebensmittel rationiert und Lebensmittelmarken verteilt. Kirstin wird zu einer dauerhaften Besucherin, geniesst diesen unerhörten Luxus mit Friedrich, bis sie eines Tages verwundet, misshandelt bei ihm auftaucht. Nun will Friedrich endlich die Wahrheit wissen : Kirstin ist die Jüdin Stella Goldberg, weigert sich aber mit Friedrich das Land zu verlassen, um ihre Eltern zu retten.
Aber das ist nicht die ganze Wahrheit der Stella Goldberg, die tatsächlich gelebt hat. Ein Roman, den ich atemlos verschlungen habe und mich mit der Frage zurücklässt : Was ist man bereit zu tun, um zu überleben ?