Donnerstag, 18.April

Heute haben
Thomas Middleton * 1580
José Bento Montairo Lobato * 1882
Udo Werner Steinberg * 1913
Kathy Acker * 1948
Geburtstag
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Joseph von Eichendorff
Wechsel

Es fällt nichts vor, mir fällt nichts ein,
Ich glaub die Welt steht still,
Die Zeit tritt auf so leis und fein,
Man weiß nicht, was sie will.

Auf einmal rührt sich’s dort und hier —
Was das bedeuten mag?
Es ist, als hörtst du über dir
Einen frischen Flügelschlag.

Rasch steigen dunkle Wetter auf,
Schon blitzt’s und rauscht die Rund
Der lust’ge Sturmwind fliegt vorauf —
Da atm ich aus Herzensgrund.
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Unser Buchtipp:


Claire Keegan: „Reichlich spät
Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser
Steidl Verlag € 15,00

Claire Keegans Veröffentlichen in Deutschland sind ja immer recht schmal. „Reichlich spät“ ist mit seinen 64 Seiten und einem großen Druck schnell gelesen. Aber Achtung: Der Text ist so dicht (kein Wort zu viel und keines zu wenig), dass auch Sie sich ein zweites Mal an die Lektüre machen.
Wieder spielt ein Mann eine wichtige Rolle. War es bei „Das dritte Licht“ der Onkel des Mädchens und bei „Kleine Dinge wie diese“ der Familienvater und Kohlenhändler, so ist es hier ein Büroangestellter in Dublin, der im Bus, auf dem Weg nach Hause über seine Beziehung zu einer Frau nachdenkt, mit der zusammengezogen ist und die er auch heireten wollte. Aber „Reichlich spät“ ist Sabine aufgefallen, dass er nicht zu ihr passt, dass er übergriffig wird, ihr keine Luft lässt, ihr die Lust an ihrer Lebensfreunde nimmt und er sie mit seinen Lebensvorstellungen unterdrückt.
Claire Keegan ist hier ein intensiver, ruhiger Text zum großen Thema Misogynie gelungen und zeigt, wie Frauenfeindlichkeit tief verwurzelt in der Gesellschaft und in den familiären Biografien ist.
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Auf tagesschau.de gefunden:

Studie des Potsdam-Instituts
Der Klimawandel bedroht die Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft könnte wegen dem Klimawandel um ein Fünftel einbrechen. Davor warnen Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in einer neuen Studie. Auch für Beschäftigte hätte das Folgen.
Die Weltwirtschaft droht einer neuen Berechnung zufolge durch Folgen der Erderwärmung bis Mitte des Jahrhunderts um rund ein Fünftel zu schrumpfen – und das sogar, wenn der Ausstoß klimaschädlicher Gase künftig drastisch gesenkt würde.
Andernfalls sind noch deutlich größere wirtschaftliche Schäden als jene 38 Billionen US-Dollar pro Jahr zu erwarten, wie Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in einer heute im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlichten Studie berechnet haben. 
Diese Schäden würden damit sechsmal höher ausfallen als die veranschlagten Kosten für Klimaschutzmaßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung auf maximal zwei Grad, schreiben die Autorinnen und Autoren des PIK. …

Hier geht es zum kompletten Beitrag.
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Klimaliste Ulm / Unser Team bei der Wahl zum Gemeinderat Ulm am 9.Juni