Samstag, 17.Februar

Heute haben
Friedrich Maximilian von Klinger * 1792
Georg Weerth * 1822
Isabelle Eberhardt * 1877
Chaim Potok * 1929
Ruth Rendell / Barbara Vine * 1930
Frederik Hetman * 1934
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Im Februar

Es ist kalt! –
Nebel hängt zwischen den Bäumen
Und zerreißt meinen Blick auf die Welt
Frostbraune Blätter zittern
Neben Knospen, von Reif umhüllt
Sie lassen nicht los
Nur das Moos leuchtet grün
Zwischen den Eiszungen
Ein Schauer läuft mir über den Rücken –
Von den Zweigen tropft die Zeit…
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Unser Buchtipp:


Terhi Tokkonen: „Arctic Mirage
Aus dem Finnischen von Elina Kritzokat
Hanser Berlin Verlag € 23,00

Stichworte, wie Krimi, Ehedrama, Gaslightning finden sich in den ersten Besprechungen des finnischen Romans, der zum besten Debüt in Finnland gewählt worden ist.
Dass im Buch gleich zu Beginn erwähnt wird, dass sie ihn umgebracht hat und er mit offenem Blick im Schnee liegt, ist schon mal ein guter Start. Dass wir jedoch am Ende des Buches doch noch erstaunt sind, dass das passiert, ist schon sehr raffiniert von der Autorin eingefädelt. Sie nähert sich sehr geschickt der Tat, bringt ein paar wenige Personen mit ins Spiel, die alle nicht eindeutig zuzuordnen sind.
Mittelpunkt der Handlung ist das Luxus Hotel „Arctic Mirage“. Dort im Schnee, in Lappland, hat sich das Endvierziger-Pärchen für ein paar Tage einquartiert, nachdem sie eine Autounfall auf eisglatter Fahrbahn hatten. So richtig sympatisch sind fast alle Personen im Hotel nicht. Naja, der pensonierte Hausarzt vielleicht. Ansonsten zeigen sie eine große Portion Undurchsichtigkeit.
So langsam kommen wir dann auch zum Stichwort: Gaslightning. Also der Vorgang, wenn eine Person eine nahestehende Person so verunsichert, dass sie nicht mehr weiss, was die Wirklichkeit ist.
Ab diesem Moment nimmt die Geschichte noch mehr Fahrt auf.
Eine winterliches Leseabenteuer aus dem Hohen Norden. Kein Thriller, kein Krimi und doch hochdramatisch und spannend bis zum Ende.
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Am 19. Februar 2024 jährt sich zum 4. Mal der extrem rechte und rassistische Anschlag in Hanau, bei dem neun Menschen aus rassistischen Gründen getötet und unzählig weitere Menschen traumatisiert wurden. Die Angehörigen sind neben ihrer Trauer seit dem 19. Februar 2020 damit beschäftigt, die brutalen Morde und die „Kette des Versagens“ an ihren Liebsten aufzuklären, weil zu viele Fragen noch ungeklärt sind.

Die Initiative 19. Februar Hanau lädt dieses Jahr erneut zu bundesweiten Gedenkveranstaltungen ein.
Hiermit laden wir euch am Sonntag, 18.02.24 um 18 Uhr auf den Marktplatz Ulm ein, um gemeinsam an die Toten von Hanau und die unzählig weiteren Opfer extrem rechter Gewalttaten zu gedenken.

Wir freuen uns, wenn ihr uns in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, indem ihr unseren Aufruf und das Sharepic teilt. Darüber hinaus freuen wir uns über Organisationen und Einzelpersonen, die uns bei der Kundgebung unterstützen wollen. Das könnt ihr z.B. tun, wenn ihr Plakate verteilt, auf der Kundgebung selbst Ordner*innen seid oder neben uns einen weiteren Redebeitrag haltet. Meldet euch dafür gerne bei uns. Bringt gerne Kerzen mit, wir werden auch welche zur Verfügung stellen. Parteiflaggen sind nicht willkommen. Im Anhang findet ihr das Sharepic und das Plakat. Falls ihr fertig gedruckte Plakte von uns haben wollt, meldet euch gerne bei uns. Hanau ist überall!

fclr Ulm
Festival contre le racisme Ulm
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