Montag, 25, Juli

Heute haben
Max Dautehndey * 1867
Elias Canetti * 1905
Felix Ingold * 1942
Geburtstag
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„Ich begriff, dass Menschen zwar zueinander sprechen, aber sich nicht verstehen, dass ihre Wörter Stöße sind, die an den Worten der anderen abprallen, dass es keine größere Illusion gibt als die Meinung, Sprache sei ein Mittel der Kommunikation zwischen Menschen.“
Elias Canetti
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Morgen, Dienstag, 26.Juli ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung:
Helmut Gotschy liest aus seinem Ulmkrimi: „Tod beim Fischerstechen“
Eintritt frei
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Die Graphic Novel zum gleichnamigen Film von Doris Dörrie, der allerdings erst am Ende des Sommers in die Kinos kommt.


Paulina Stulin. „Freibad
Jaja Verlag Verlag € 29,00

Es ist Sommer und sehr heiß im einzigen Frauenfreibad Deutschlands. Dort badet frau oben ohne, im Bikini, Badeanzug oder Burkini. Jede folgt dabei anderen Regeln. Das führt immer wieder zu Reibereien, die die überforderte Bademeisterin nicht so ganz im Griff hat. Als dann auch noch eine Gruppe komplett verhüllter Frauen das Frauenbad begeistert für sich entdeckt, fliegen buchstäblich die Fetzen: Wem gehört das Bad und wer bestimmt die Regeln? Wem gehört der weibliche Körper? Und wann ist denn überhaupt eine Frau eine Frau? Die Bademeisterin kündigt entnervt. Als dann aber als Nachfolge ausgerechnet ein Mann als Bademeister angestellt wird, eskaliert die Situation in unvorhersehbare Richtungen.
Wo gibt es denn so etwas: Doris Dörrie dreht einen Film und bevor er in die Kinos kommt, erscheint schon die Graphic Novel dazu.
Perfekt für uns, denn das ist die ideale Lektüre für’s Freibad, für den Baggersee, oder einfach auch so. Sowieso. Eine herrlich bunte Lektüre, bei der die Fetzen fliegen, die uns zum Lachen und zum Nachdenken bringt. Und Lust auf den Film im Kino macht.

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Hardy on Tour
Tag 59

100 km von Oberhomberg über Bad Saulgau und Munderkingen nach Hause auf die Alb

Was war das für ein schöner Sonntagmorgen nach dem Gewitter und all dem Regen am späten Abend. Die Sonne war gerade am Aufgehen, als ich aus dem Zelt krabbelte und meinen Blick weit über’s verschlafene Deggenhauser Tal schweifen ließ. Heiße Milch, Schwarztee und Himbeerroulade zum Frühstück – besser geht es kaum.
Doch geht es doch: eine Tasse Kaffee bekomme ich genüber meines Zeltplatzes in der ganz neu renovierten Gaststätte „zur Linde“ etwas später dann auch noch spendiert.
Ein wahrlich guter Start also für meinen letzten Radeltag dieser Tour. Und die Landschaft tat ihr Bestes dazu. Über idyllische ruhige kleine Sträßchen ging es Richtung Bad Saulgau durchs Oberland und weiter über Bad Buchau bis Munderkingen. Beim sehr schönen Badesee in Volkersheim legte ich eine ausgiebige Pause ein und von dort waren es dann noch 35 km bis Wippingen. Vom Blautal hoch die Heusteige wurde nochmal so richtig geschwitzt und zur Belohnung gab’s dann saures Radler und Pommes beim Waldfest vom Schützenverein. Perfektes Timing zum Ankommen also.
Nach über 6500 km auf dem Fahrrad bin ich wohlbehalten zu Hause angekommen. Wahrhaftig ein Grund, von Herzen dankbar zu sein. Ich durfte mich auch auf dieser Tour „von guten Möchten wunderbar geborgen wissen“ – ein großes Geschenk.
Um ein bisschen was zurückzugeben werde ich an das Projekt „we give“ hier in Blaustein etwas spenden.
Um so weit Fahrrad zu fahren braucht es neben der Ausdauer auch den langen Atem und für das nachhaltige Ausbildungsprojekt das „we give“ in Ghana aufbaut, braucht es davon noch viel viel mehr und dieses Engagement bewundere ich sehr.

Danke möchte ich auch Allen sagen, die meine Tour möglich gemacht und mich unterstützt haben. Danke für all die reichlichen Begegnungen unterwegs und Danke an Alle, die mich auf diesem Blog hier begleitet haben.
Zu guter Letzt ein besonderes Dankeschön an Samy, der diesen Blog erst möglich gemacht und ihn täglich gepflegt hat.
Alles Gute wünscht
Hardy

2 Kommentare zu „Montag, 25, Juli

  1. Lieber Hardy, welch große Freude 🙏Sie wohlbehalten wieder im Ländle zu wissen. Wie traurig bin ich, nun auf Ihren täglichen Reisebericht verzichten zu müssen😢. Es war eine liebgewordene Neugier auf diese Weise mit ihnen reisen zu dürfen – ganz herzlichen Dank und meine größte Wertschätzung.
    Auch an Sie lieber Herr Wiltschek, herzlichen Dank das Sie mir diesen täglichen Genuss ermöglicht haben.
    Herzlichst Rosemarie Reifschneider

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