Dienstag, 10.Mai

Heute haben
Johann Peter Hebel * 1760
Friedrich Gerstäcker * 1816
Fritz von Unruh * 1885
Petra Hammesfahr * 19561
Ralf Rothmann * 1953
Geburtstag
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Johann Peter Hebel
Abendlied wenn man aus dem Wirtshaus geht

Jetzt schwingen wir den Hut.
Der Wein, der war so gut.
Der Kaiser trinkt Burgunder Wein,
Sein schönster Junker schenkt ihm ein,
Und schmeckt ihm doch nicht besser,
Nicht besser.
Der Wirt, der ist bezahlt,
Und keine Kreide malt
Den Namen an die Kammertür
Und hintendran die Schuldgebühr.
Der Gast darf wiederkommen,
Ja kommen.
Und wer sein Gläslein trinkt,
Ein lustig Liedlein singt
Im Frieden und mit Sittsamkeit
Und geht nach Haus zu rechter Zeit,
Der Gast darf wiederkehren,
Mit Ehren.
Des Wirts sein Töchterlein
Ist züchtig, schlank und fein,
Die Mutter hält’s in treuer Hut,
Und hat sie keins, das ist nicht gut,
Musst’ eins in Strassburg kaufen,
Ja kaufen.
Jetzt, Brüder, gute Nacht!
Der Mond am Himmel wacht;
Und wacht er nicht, so schläft er noch.
Wir finden Weg und Haustür doch
Und schlafen aus im Frieden,
Ja Frieden.
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Eine interessante Neuerscheinung:


Christian Uhle: „Wozu das alles?
Eine philosophische Reise zum Sinn des Lebens
S.Fischer Verlag € 26,00

Christian Uhle, Jahrgang 1988, ist Philosoph und berät dazu große Firmen, wie die BVG, die Deutsche Bahn, sogar das Bundesverkehrsministerium und betreute die Arte-Serie „Streetphilosophy“.
Der Titel zeigt direkt, worin es in diesem Buch geht. Ja, aber gibt es eine so einfache Erklärung für den Sinn des Lebens? Nein, sonst wäre er schon nach 30 Seiten fertig gewesen. Die meisten Menschen stehen im Laufe ihres Lebens vor Sinnfragen – bei Begegnungen mit dem Tod, dem Schicksal, in Krisenzeiten wie der Pandemie oder ganz handfest am Arbeitsplatz: Wozu das alles? Was ist wirklich wertvoll und macht ein gutes Leben aus?
Christian Uhle wandelt von alten Philosophen zu den Problemen der Gegenwart und Zukunft, zeigt die verschiedenen Arten und Ansichten von Sinn aus Sicht der Philosophie, Soziologie und Psychologie. Je nach Betrachtungsweise ergibt sich ein anderer. Und wenn er mich dann zu einem schlüssigen Punkt gebracht hat, fängt das neue Kapitel damit an, dass wir ja diesen einen Aspekt noch nicht betrachtet haben und schon ist es wieder Schluss mit einer einfachen Antwort.
Der Autor hat kein Wohlfühlbuch geschrieben, sondern regt zum Nachdenken an.
Herrlich, in diese philosophischen Ansätze einzutauchen und sich Zeit dafür zu nehmen.
Die braucht man nämlich auch dafür.

Leseprobe

rbb Kultur stellt den Autoren und sein Buch vor.
Hier geht es zum Bericht.
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Fast 650 Kilometer haben wir schon erstrampelt und wir sind erst bei der Hälfte des Zeitrahmens. Das Team „Jastram radelt“ hat Lust auf mehr.