Dienstag, 1.März

Es sieht nicht danach aus, es sind jedoch Stapel von Windelpaketen, Babynahrung, Kleidung, Decken, Schlafsäcke und vieles mehr, was gestern Nachmittag auf dem Ulmer Münsterplatz für Geflüchtete aus der Ukraine gesammelt worden ist.
Heute ab 9 Uhr geht die Spendenaktion weiter.

Heute haben
Giorgos Seferis * 1900
Ralph Ellison * 1914
Franz Hohler * 1943
Delphine de Vigan * 1966
Franzobel * 1967
Geburtstag
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Theodor Storm
rz

Und aus der Erde schauet nur
Alleine noch Schneeglöckchen;
So kalt, so kalt ist noch die Flur,
Es friert im weißen Röckchen.
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Einwichtiges Buch zur richtigen Zeit.


Ronja von Wurmb-Seibel: „Wie wir die Welt sehen
Was negative Nachrichten mit unserem Denken machen und wie wir uns davon befreien
Kösel Verlag € 18,00

Geht es uns nicht immer wieder so, dass wir nach dem vielen Nachrichtenkonsumieren, das Gefühl haben, machtlos zu sein? Nicht mehr weiter wissen, uns fühlen, als seien uns die Hände gebunden. Auch meine politischen Meldungen am Ende des täglichen Blogs gehen in diese Richtung. Es wird nur Negatives berichtet. Die Nachrichten sind voll von Katastrophen, Kriegen, Betrügereien, die unsere Gefühlswelt beeinflussen.
Ronja von Wurmb-Seibel schreibt, wie unser Gehirn arbeitet, in welcher Form es Impulse wahrnimmt und wie wir diese verarbeiten und abspeichern. Wir lesen, wie Push-Nachrichten auf dem Handy und die Radioberieselung im Autoradio unser Verhalten verändert.
Die Autorin ist Journalistin, arbeitete und lebte zwei Jahre in Kabul und hat sich danach dieser Negativ-Spirale entzogen, in dem sie keine Nachrichten mehr angehört und angeschaut hat.
Das klingt in diesen Tagen sehr befremdlich. Aber gerade in der aktuellen Lage, dem Krieg in der Ukraine, dem neuen Jahresbericht des Weltklimarates, ist es wichtig, dass wir auf einen „guten“ Journalismus angewiesen sind. Nicht „Bad news are good news“ hilft uns weiter. Dies sehen wir auch an den vielen Falschinformationen, die zum Thema „Impfen“ kursieren und zu „Spaziergängen“, mit Beteiligung von Rechtradikalen, führt.
Sehr interessant sind auch die abgedruckten Fragen über den Zustand der Welt. Es gibt keinen Menschen, der alle Fragen aus diesem Katalog richtig beantwortet hat. Die meisten liegen schwer daneben, wenn es darum geht, wieviel Staaten von Frauen geführt werden, wieviel Prozent Energie wir aus Atomktaft beziehen, wie sich die Kriminalität verändert hat, usw.
Wir sollten uns einen neuen Blick auf die Welt, ihren Zustand und ihre Bewohner:innen machen und dabei kann uns diesen Buch helfen.
Wir können verändern, wenn es auch nur in klitzekleinen Schritten geschieht, auch wenn wir meinen, es ist längst alles zu spät. Stärken wir unser Mitgefühl, das Vertrauen auf unsere Mitmenschen und unsere Demokratie.
Beispiele gibt es im Moment viele, wie der Rosenmontagsumzug in Köln zeigte, auf dem Jecken für den Frieden auf die Straße gingen. Sogar der Fußballclub 1.FC Köln hat im Stadion zur Teilnmahme aufgefordert.
Oder auch die Spendenaktion auf dem Münsterplatz (s.o.).
Lassen Sie es uns versuchen.

Leseprobe

Gestern gab es eine Buchpräsentation, die Sie auf youtube nachschauen können:

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Bericht des Weltklimarates
Klimawandel „eindeutig“ Gefahr für die Menschheit

Die Bundesregierung sieht den neuen Bericht des Weltklimarats IPCC als Ansporn, ihre Anstrengungen für mehr Klimaschutz zu verstärken. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Anna Lührmann (Grüne), wertete den Bericht als „ein flammendes Dokument über eine brennende Welt“. „Wir dürfen keine Zeit verlieren, wir müssen sofort handeln“, sagte Lührmann. Der Bericht mache „dramatische Auswirkungen des Klimawandels für unseren Planeten“ deutlich, die bereits jetzt schlimmer seien als zuvor von der Wissenschaft erwartet. Daher müsse der Treibhausgasausstoß bereits vor 2030 deutlich gemindert werden. Der Klimawandel sei zunehmend auch ein sicherheitspolitisches Problem sagte Lührmann. Sie verwies auf die Aussage des IPCC, wonach inzwischen mehr als 3,3 Milliarden Menschen „in hohem Maße von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind“. Wo aber „menschliche Sicherheit bedroht ist, ist auch der Frieden zwischen den Menschen in Gefahr“, warnte die Staatsministerin. …

Den kompletten Bericht finden Sie hier auf tagesschau.de

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