Donnerstag, 30.September

Heute haben
Ferdinand von Saar * 1833
Truman Capote * 1924
Élie Wiesel 1928
Dorothee Sölle *1929
Jurek Becker * 1937
Werner Schmidli * 1939
Cecilia Ahern * 1981
Geburtstag
_____________________________________

Ferdinand von Saar
An den Mond

Längst, du freundliches Nachtgestirn,
Ist dein Geheimnis verweht.
Erkenntnisstolz blickt der Knabe schon
Zu dir empor,
Denn verfallen bist du, wie alles jetzt,
Der Wissenschaft,
Die deine Höhen und Tiefen mißt –
Und wer weiß, ob du nicht endlich doch noch
Erstiegen wirst auf der Münchhausenleiter
Der Hypothesen.

Dennoch, du alter, treuer Begleiter der Erde,
Webt und wirkt dein alter Zauber fort,
Wenn du, Aug‘ und Herz erfreuend, emportauchst
Mit dem sanftschimmernden Menschenantlitz
Und seligen Frieden gießest
Über tagmüde Gefilde.
Noch immer, wachgeküßt von deinem Strahl,
Seufzt Liebe zu dir hinan –
Und immer noch, ach! besingen dich Dichter.
___________________________________

„Herausragend“
The New York Times Book Review

„Stimmt“
Samy Wiltschek


María José Ferrada:Kramp
Aus dem Spanischen von Peter Kultzen
Berenberg Verlag € 22,00

Eine einzige Schraube, die nicht ordentlich festsitzt, kann das Ende der Welt herbeiführen.“

Sie kennen sicherlich noch den Film „Paper Moon“, in dem Vater und Tochter Bibeln an Haustüren verkaufen. Dieses schmale, kleine Bändchen erinnert natürlich daran, aber ist doch ganz anders.
Wir sind in den 80er Jahren in Chile. Eine politisch schlimme Zeit, in der ein Vertreter für Eisenwaren von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt, von Hotel zu Hotel tingelt. Die Marke „Kramp“ ist führend und somit hat der Vater zuerst keine Schwierigkeiten, seine Schrauben, Zangen und Sägen loszuwerden. Doch die Zeiten ändern sich und mit dem Trick, seine kleine Tochter an der Schule krankzumelden und mit auf Tour zunehmen, kann er seine Umsätze wieder steigern. So erfährt die Tochter eine zweite Erziehung, neben der in der Schule.
Sehr humorvoll und schräg präsentiert sich der Roman, mit seiner kindlichen Sicht auf den ruppigen Alltag eines Vertreters. Doch auch dieses Leben auf der Straße findet ein jähes Ende und bildet auch einen Schnitt in der Kindheit des Mädchens.

Hier geht es zur Leseprobe.
__________________________________________

„Ich bin Traute Mainzer“ von Wolfgang Schukraft
nach einer Anregung von Dr. Klaus Grosspeter

Uraufführung eines dokumentarischen Spiels.
Premiere ist am Freitag, 1.10., um 19 Uhr,
im Kunstverein Ulm
.
Ein Beitrag zum Jubiläumsjahr
„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Es spielt Celia Endlicher
Inszenierung: Wolfgang Schukraft
Bühne: Jörg Stroh-Schnell

​Nichts ist spannender als erlebte Geschichte. Die Auf-führung „Ich bin Traute Mainzer“ ist nicht nur politisch und historisch, sondern auch menschlich bewegend. Im Zentrum steht das außergewöhnliche Leben von Gertrud (Traute) Mainzer, einer in Frankfurt geborenen und auf-gewachsenen Jüdin, die in Amerika Rechtsgeschichte geschrieben hat.

Im Rückblick auf ihr Leben geht es Gertrud Mainzer weniger um die Schrecken der Verfolgung und Lager in Westerbork und Bergen-Belsen, als um die Erkenntnisse daraus, die sie in New York zu einer beachteten und richtungweisenden Familienrichterin werden ließen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s