Dienstag, 20.Juli

Heute haben
Francesco Petrarca * 1304
Pavel Kohout * 1928
Uwe Johnson * 1934
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Freiheit

Wie habe ich die Freiheit gesucht

Abschied war mein Lied
Was ich besaß, habe ich weggegeben
Was ich zu lieben glaubte
Habe ich verlassen
Auf und davon, nichts wie weg
Über Himalayapfade hinauf nach Shangri-La
Rhododendren im Haar
Mein Gott

Wie habe ich die Freiheit gesucht

Im Osten und Westen
Zwischen Mammutbäumen am Stillen Ozean
Unter Palmen auf Penang
An den wilden Flüssen Alaskas
What a feeling
In London, Bombay, San Francisco
Und was für ein Theater
Bei der Rückkehr

Wie habe ich die Freiheit gesucht

In Kirchen und Moscheen
In Ashrams und Tempeln
Zwischen Findhorn und Poona
Zwischen Istanbul und Sanaa
Ich konnte einfach nicht stillhalten
Immer wieder
Was für ein Theater
Bis ich endlich wieder aufbrach

Wie habe ich die Freiheit gesucht

Suchen war mein Mantra
Fortwährend Fragen, immer wieder
Und das Leben antwortete
Mit Schattenspiel und Licht
Mit Lust, Schmerz und Schuld
Mit Vergebung und Liebe
Für dich, für mich, für uns
Mein Gott

Wie habe ich die Freiheit gesucht
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Unser Tagestipp:


Ingo Reuter: „Weltuntergänge
Vom Sinn der Endzeit-Erzählungen
Reclam Verlag € 6,00

Das war mal wieder ein guter Griff. Wir haben im Laden ein kleines Stäpelchen aus der Reclam-Reihe „Was bedeutet das alles?“ und ich sah den Titel und dachte, nimm das mal mit. Es hat sich mal wieder gelohnt. Diese Mischung aus Mythen und Geschichten aus ganz alten Zeiten, bis hin zu Hollywood Filmen und Netflix Serien. Alle zum Thema Weltuntergang.
Was ist so interessant am Untergang der Menschheit? Warum gibt es diese Gedanken schon so lange? Was steckt dahinter. Wer profitiert überhaupt vom Weltuntergang?
Diesen Fragen geht Ingo Reuter nach und kommt sehr schnell auf die Begriffe Schuld und Gerechtigkeit. Aus einem Untergang kann ein gerechterer Neuanfang entstehen. Denn diejenigen, die die Macht haben, verlieren alles. Diejenigen, die nichts besitzen, haben auch nichts zu verlieren, aber ein große Hoffnung, dass es danach besser wird. Dies nur einer der vielen Gedanken in diesem schmalen Buch.
Eine gut zu lesender philosophischer Ritt durch die Menschheitsgeschichte und im Moment sehr aktuell, wenn wir die Hochwasserkatastrophe der letzten Tage im Kopf haben.

Auf Deutschlandfunk Kultur gibt es ein interessantes, informatives Interview mit dem Autoren.

Leseprobe

Dr. Ingo Reuter, geb. 1968 in Duisburg, ist apl. Professor für Religionspädagogik an der kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Paderborn. Arbeitsschwerpunkte bilden kulturhermeneutische Fragen in Theologie, Philosophie und Medien. Er hat zahlreiche Beiträge zu Phänomenen der populären Kultur verfasst. Zuletzt veröffentlichte er: »The Walking Dead« – Über(-) Leben in der schlechtesten aller möglichen Welten, Würzburg 2018; SURFACES/Oberflächen, Würzburg 2019; Der christliche Glaube im Spiegel der Popkultur, Wiesbaden 2020.
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2 Kommentare zu „Dienstag, 20.Juli

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