Dienstag, 13.Juli

Heute haben
Gustav Freytag * 1816
Isaac Babel * 1894
Georg Hensel * 1923
Wole Soyinka * 1934 (Nobelpreis 1986)
Helga Königsdorf * 1938
Milena Moser * 1963
Geburtstag.
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Conrad Ferdinand Meyer
Der schöne Tag

In kühler Tiefe spiegelt sich
Des Juli-Himmels warmes Blau,
Libellen tanzen auf der Flut,
Die nicht der kleinste Hauch bewegt.

Zwei Knaben und ein ledig Boot –
Sie sprangen jauchzend in das Bad,
Der eine taucht gekühlt empor,
Der andre steigt nicht wieder auf.

Ein wilder Schrei: „Der Bruder sank!“
Von Booten wimmelt′s schon. Man fischt.
Den einen rudern sie ans Land,
Der fahl wie ein Verbrecher sitzt.

Der andre Knabe sinkt und sinkt
Gemach hinab, ein Schlummernder,
Geschmiegt das sanfte Lockenhaupt
An einer Nymphe weiße Brust.
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Das habe ich auch noch nie gemacht.
Einen Film vorzustellen, den es nur auf Netflix gibt.


Two Distant Strangers“
Regie und Drehbuch: Davon Free und Martin Desmond Rom
Darsteller/in: Joey Bada$$, Zaria Simone, Andrew Howard

Prämiert mit einem Oscar für den besten Kurzfilm

Im Trailer zum Film heisst es, dass es Carters bester Tag war, aber auch sein schlimmster.
Ja, es war zumindest eine gute Nacht, die der junge Schwarze Carter bei der hübschen Perri verbracht hat. Noch vor dem Frühstück möchte er wieder nachhause, da sein Hund auf ihn wartet. Perri nimmt es mit Humor und meint: Alles klar. Erst Sex und dann ghosten. In dieser lockeren Atmosphäre, in der beide nicht wissen, was aus der Nacht wird, verlässt Carter die Wohnung, setzt sich Kopfhörer auf (Bruce Hornby: The Way It Is) und verlässt das Appartmenthaus. Er hält einem Mann die Tür auf, sieht links eine schicke Dame auf ihn zukommen, stellt seinen Rucksack ab und rempelt beim Sichumdrehen einen weißen Mann an, der sich dabei Kaffe aus seinem Becher auf sein Hemd kleckert. Auf Grund des kurzen Gespräches der beiden, steht plötzlich NYPD Officer Merk bei Carter und innerhalb kürzester Zeit liegt Carter auf dem Boden und drei Polizisten über ihm. Den Spruch „I can’t breathe“ hören wir ein paar mal. Dann ist Carter tot.
Diese Situtaion verfolgt Carter in einer Endlosschleife. Er wacht immer von diesem Alptraum auf, befindet sich in Perris Bett, verlässt das Haus und wird von Merk erschossen. Wir sehen die unterschiedlichsten Varianten und immer endet es gleich. Auch als Perri ihm sagt, er solle mit dem Polizisten reden, wird es nicht besser.
Der Film dauert nur 30 Minuten und gegen Ende scheint sich eine Lösung anzubahnen.
Gefilmt nicht als Thriller, sondern mit viel Musik und Witz und jedes Mal mit einem blutigen Ende.
Im Nachspann werden Namen aufgelistet und was sie getan haben: Auf der Straße gestanden, Baby gesittet, eingekauft, im Auto gesessen … Was dann passiert ist, können wir uns denken.
Wir sollen diese Namen nicht vergessen und versuchen aus dieser Endlosschleife herauszukommen.
Dafür gab es einen Oscar für den besten Kurzfilm.

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