Dienstag, 20.April

Heute haben
Pietro Aretino * 1492
Herman Bang * 1857
Hermann Ungar * 1893
Arto Paasilinna * 1942
Geburtstag
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rok
blütenstaub

unter blühenden apfelbäumen
ein kalter atemzug
mit zitternden lippen und
taschen voller steine
gehen wir durch fremde gassen
sind das schiffe in der ferne
wo ist der hafen
der geruch von totem fisch
der hahn kräht mitten in der
nacht
weckt die schlafenden hunde
rasierklingenscharf durchschneiden
wir die einsamkeit
unserer betrunkenen sucht nach
lieben ohne schmerz
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Unser Tipp des Tages:


Katharina von de Gathen / Anke Kuhl: „AnyBody
Dick & dünn & Haut & Haar:
das große Abc von unserem Körper-Zuhause
Klett Kinderbuch Verlag € 16,00
Sachbilderbuch von 8 bis 88 Jahre

Die beiden Damen machen weiter mit ihren Projekten rund um das Leben der Kinder, unsere Körper und unsere Gefühle. Anke Kuhl, als Illustratorin, hat uns mit ihrem Buch „Manno!“ gezeigt, wie gut sie ist. Nachdem sie schon viele, freche (Sach)Bilderbücher gestaltet hat, ob mit Gedichten, oder über Familien um die ganze Welt, hat sie hier mit Katharina von der Gathen eine perfekte Kollegin gefunden. Sie ist Sexualpädagogin, arbeitet viel mit Grundschulkindern und möchte aufklären. Und wie die beiden das machen, ist großartig.
Hier also ein Lexikon von A, wie „alt sein“ bis Z wie „zu dünn“ und „Zuhause“.
Zu Beginn finden wir unter der Überschrift „Wo ist was in diesem Buch“ Seitenangaben auf denen wir zum Beispiel „So sehen wir aus“, „Was ist denn DA los?“, „Körpergefühle“, „Was wir denken“. Dahinter verbergen sich bei „So sehen wir aus“: Penis, Vulva, Haare, Brüste, Körperflüssigkeiten, Scheide, Haut. Dass es dabei auch mit viel Humor zugeht, sehen wir auf Seite 42. Dort zeichnete Anke Kuhl Eimer und ne Badewanne und Tanklaster, die sie mit Körperflüssigkeiten füllt, die wir in einem Leben produzieren.
zB: 30 l Regelblut, 40 l Sperma, 90 l Tränen, 20.000 l Schweiss, 40.000 l Spucke und 40.000 l Pipi.
Und 5 Tonnen Kacke!
Die beiden sprechen unser Seelenleben an. Wie wir uns fühlen, wie wir meinen, besser ausehen zu müssen, was uns peinlich ist. Aber auch Körpersprache und lustige Körperwörter, wie: jemanden ans Bein pinkeln.
Sie merken schon, ich könnte ewig weiter erzählen.
Blättern Sie ins Buch und Ihnen wird es ähnlich ergehen.


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