Montag, 29.März

Heute meldet die Ulmer Südwest Presse, dass die Schließung des Einzelhandels erst ab morgen, Dienstag, in Kraft tritt.
Was für ein Durcheinander.

Die neue Corona-Verordnung ist veröffentlicht.
Buchhandel gilt nicht mehr zur Grundversorgung. ­
­Die neue Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist am 27. März veröffentlicht worden. Danach sind Buchhandlungen nicht mehr gesondert aufgeführt, sie wurden gemäß der Entscheidung des VGH Mannheim aus der Liste der Ausnahmen vom Öffnungsverbot gestrichen. Das bedeutet für Buchhandlungen in Baden-Württemberg ab sofort:
Buchhandlungen werden behandelt wie der sonstige, nicht privilegierte Einzelhandel.
Da Ulm einen Inzidenzwert über 100 hat, besteht nur noch die Möglichkeit des Verkaufens an der Ladentür, (auf deutsch: Click&Collect) und Zustellungen per Post/dpd, oder an die Haustür mit dem Radl.
Bestellungen abholen im Erdapfelbistro in Söflingen ist erlaubt.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.
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Heute haben
Yvan Goll * 1891
Ernst Jünger * 1895
Ur-Opa Hans * 1927
Georg Klein * 1953
Jo Nesbo * 1960
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Von weit

Von weit ein laues Lüftchen weht
Das mir von fremden Freuden
Und längst vergess’nem Tun erzählt
Der Baum
Der wie ein Turm dort steht
Er ist erwacht
Aus langen, bangen Träumen
Und sucht nach neuen, weit’ren Räumen
Er leuchtet auf im Sonnenschein
Er will sich straffen, dehnen, recken
Während Sterne, weiß und gelb,
Die der Himmel nachts als Boten
Auf den Blätterboden warf
Aus dem Laub die Köpfe strecken
Vorbei ist sie die alte Zeit
Ich bin nicht mehr allein
Ich höre Farben
Rieche Licht
Die frische Brise im Gesicht
Hab ich nur einen Wunsch
Im Herzen unbeschwert
Einfach nur sein
Ich will die Hände falten
Der Grünspecht lacht
Die Lerche singt
Es ist soweit
Ein neues Lied erklingt
Auch wenn es nicht für immer währt
Der Anfang ist gemacht
Wohlan
Ich bin bereit
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Felicitas Hoppe: „Fieber 17
Eine Erzählung und ein Essay
Dörlemann Verlag € 15,00

Diese kurze Erzählung nimmt in diesem Band mit etwas über 90 Seiten nur einen kleinen Teil ein. Und trotzdem trägt das Buch zurecht den Titel „Fieber 17“. Es ist eines dieser Wunderwerke der Büchner Preisträgerin. Wieder ein Blick zurück in die /ihre Kindheit, wie schon so oft in ihren Bücher. Der Text beruht auf einer Rede, die Felicitas Hoppe in der Mitte des letzten Jahres gehalten hat.
Aber was ist nun „Fieber 17“, an dem die Autorin erkrankt ist? Es befällt ein sogenanntes Halborgan namens Seele. Eine Seele, die auf Reisen ist, die keine Ruhe findet und uns Jahrzehnte später daran erinnert, was wir als Kind erlebt haben. Und so auch bei Frau Hoppe, die als asthamtisches Vorschulkind in Kur geschickt wird. Allein, ohne Eltern. Sie kann weder schreiben noch lesen und schon gar nicht schwimmen, was am Meer natürlich nützlich wäre.
Eine Erinnerungsreise über das Wegfahren und Ankommen, über ein Zuhausefinden und große Sehnsucht und Liebe und Verlust.
Ein Text zum Weinen schön und allein schon deshalb lohnt sich das Büchle.
Das anschließende Essay über den Kinderbuchautoren Dr.Seuss handelt auch auch vom nicht einfachen Erwachsenwerden. Frau Hoppe hat ein Kinderbuch von Dr.Seuss übersetzt und würdigt in hier zurecht.

Felicitas Hoppe liest „Fieber 17“


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