Dienstag, 8.September

Heute haben
Catharina Regina von Greiffenberg * 1633
Edith Sitwell * 1887
Geburtstag.
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Friedrich Freiherr von Logau

Der Frühling ist zwar schön;
doch wenn der Herbst nicht wär’,
wär’ zwar das Auge satt,
der Magen aber leer.
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Nominiert für den deutschen Buchpreis 2020

Christine Wunnicke: „Die Dame mit der bemalten Hand“
Berenberg Verlag  € 22,00

Auf Christine Wunnickes Romane freue ich mich jedes Mal. Ungefähr alle zwei Jahre taucht im kleinen Berenberg Verlag ein schmales Bändchen auf. Voll von wilden Geschichten, geschrieben in einer zarten Sprache mit einer ironischen Note. Immer wieder taucht sie in die Wissenschaftswelt ein, bringt Historisches zwischen die Buchdeckel und weiß großartig zu unterhalten.
Die Besprechungen sind immer sehr gut, aber mit dem Verkauf tut sie sich schwer. Es sind keine laute, aufgemotzte Romane, sondern entsprechen der Art der Autorin, die  sehr selten in der Öffentlichkeit auftritt.
„Die Dame mit der bemalten Hand“ steht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Wie schön. Der Roman über zwei Forschungsreisende im 18. Jahrhundert ist eine Geschichte, die zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregt.
Auf einer abgelegenen Insel vor Indien trifft der persische Astrolabien-Baumeister Musa, dessen Schiff es wegen mangelnden Windes 1764 auf die Insel verschlägt, auf den deutschen Mathematiker Carsten Niebuhr. Nahe dem Dellirium peppelt ihn Meister Musa, mit Hilfe einer Inselfamilie, wieder auf. Es treffen zwei Kulturen aufeinander, zwei unterschiedliche Sichtweisen, Vorgehensweisen und auch zwei Charaktere. Der eine ernst und zögerlich, Meister Musa voller Witz und Lebenslust. Aktueller könnte es nicht sein, wenn ich das Aufeinanderprallen der verschiedenen Kulturen um 21.Jahrhundert betrachte. Unsere Herangehensweise auf gemeinsame Probleme, oder die Großmauligkeit verschiedener Staatsmänner.
Dieses Inselgleichnis macht Spaß, ist klug komponiert und recherchiert und sieht diese damalige wilde Zeit in einem ironischen Licht. Wie passend aktuell.

Leseprobe

© privat/

Christine Wunnicke geboren 1966, lebt in München. Sie schreibt Hörspiele, biografische Literatur und Romane. 2002 erhielt sie für ihre Biografie des Kas­tratensängers Filippo Balatri, »Die Nachtigall des Zaren«, den Bayerischen Staatsförderungspreis für Literatur. Für den Roman »Serenity« bekam sie 2008 den Tukan-Preis. Bei Berenberg erschienen u. a. ihre Romane »Der Fuchs und Dr. Shimamura« (2015) und »Katie« (2017), die beide für den Deutschen Buchpreis nominiert waren (Longlist), sowie, im Taschenbuch, die Novelle ­»Nagasaki, ca. 1642« (2020). Zuletzt wurde sie mit dem Münchner Literaturpreis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet (2020). Ihr neuer Roman »Die Dame mit der bemalten Hand« (Herbst 2020) steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis.
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https://www.stadtradeln.de/ulm
Bald geht’s los!
Die Stadt Ulm nimmt vom 14. September bis 04. Oktober 2020 am STADTRADELN teil. Alle, die in der Stadt Ulm wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, können beim STADTRADELN mitmachen.

Mehr Infos unter stadtradeln.de/app

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Los geht’s.

2 Gedanken zu „Dienstag, 8.September

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