Donnerstag, 20.August

Das lichte Himmelsauge schaut
nach verlorenen Sätzen
an diesem trägen Sonntag im August.
Wo sind sie hin?
Es waren keine Schwüre,
nicht Visionen,
nur welke Gedanken,
flackernde Erinnerungen,
verirrt im Gestrüpp der Zeit.


Petra Elsner, 16. August 2020

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Das WordPress Programm macht mir nen Strich durch die Rechnung. Es gibt eine neue Version, die ich nicht beherrsche.

Besprechen möchte ich das neue Buch von Max Czollek: „Gegenwartsbewältigung“.

Hanser Verlag € 20,00

Mit der Corona Krise beginnt sein neues Buch und damit, wie unsere Solidarität innerhalb unserer Gesellschaft aussieht. Gibt es eine Gemeinsschaft aller Deutschen, aller, die in Deutschland leben.? Oder sind doch wieder Migranten und Postmigranten ausgeschlossen.? Wie gehen wir mit unserer Geschichte um, damit wie unsere Gegenwart bewältigen können? Gibt es eine Leitkultur in Deutschland? Gibt es überhaupt eine Leitkultur? Oder sollte es nicht lieber ein gegenseitiges voneinander Lernen sein? Ein Miteinander aller Kulturen, die hier leben.? Was bedeutet Demokratie nach den Anschlägen von Hanau und der Wahl eines FDP Politiker zum Ministerpräsidenten mit Hilfe der AFD und des Faschisten Höcke.

Czollek ist polemisch, laut und frech. Er legt jedoch die Finger in die offenen Wunden und streut noch etwas Salz hinein. Das regt zum Nachdenken an. Und so soll es auch sein damit wir unsere Demokratie erweitern können und nicht an rechte Populisten und Schlimmere verlieren.

Mittwoch, 19.August

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Heute haben
Jerzy Andrzejewski * 1909
Frank McCourt * 1930
Geburtstag
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Christian Morgenstern
Ebenengewitter

So löst sich denn die Spannung schwer.
Erfüllt ist, was wir baten:
Vom Himmel rauscht ein beites Meer
Auf durstig-dürre Saaten.

Und herrlich stürzt ein Donnerkeil
Sein Siegel auf all den Segen.
O Frucht, nun reifst du wieder heil
Dem hohen Herbst entgegen.
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coversteinbacher108_v-podcast

Vivaldi & Piazolla:“Four Seasons“
Arabella Steinbacher (Violine)

und das Müchener Kammerorchester
Pentatone CD € 19,99

Mendelssohn, Tschaikowsky, Bruch, Prokofjew hat Arabella Steinbacher schon eingespielt.  Muss jetzt auch noch Vivaldi mit seinen „Vier Jahreszeiten“ kommen? Gibt es nicht schon (zu) viele Einspielungen?  Die 38-Jährige Geigerein spielt diesen Zyklus, zusammen mit dem Münchner Kammerorchester, jedoch mit so einer Lust und Laune, als gäbe es keine Vergleiche zu anderen Einspielungen. Im Frühling singen die Vögel auf ihrer Geige und im Winter spürt man förmlich die Kälte.
Das Besondere der CD ist, dass Arabella Steinbacher zu den jeweiligen Jahreszeiten von Vivaldi, die „Vier Jahreszeiten für Buenos Aires“ von Piazolla hinzufügt. Piazolla hat seine Musik für Quintett mit Bandoneon komponiert. Für diese Aufnahme wurden sie umgeschrieben und Steinbacher greift hier deutlich anderes in die Saiten. Eben ein wenig Tango und argentinisches Lebensgefühl.
Die Verzahnung gelingt ihr ausgezeichnet und wenn der Winter verklungen ist und Ruhe herrscht, möchte man fast wieder von vorne anfangen.
Warum auch nicht?