Freitag, 17.Juli

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Eine tolle Ausstellung im Stadthaus Ulm. „Die Welt, ein Raum mit Flügeln“

Heute haben
Clara Viebig * 1860
Christiane Rochefort * 1917
Johannes Arnold * 1928
Rainer Kirsch * 1934
Geburtstag
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Friedrich Hölderlin
Der Sommer

Im Tale rinnt der Bach, die Berg an hoher Seite,
Sie grünen weit umher an dieses Tales Breite,
Und Bäume mit dem Laube stehn gebreitet,
Daß fast verborgen dort der Bach hinunter gleitet.

So glänzt darob des schönen Sommers Sonne,
Daß fast zu eilen scheint des hellen Tages Wonne,
Der Abend mit der Frische kommt zu Ende,
Und trachtet, wie er das dem Menschen noch vollende.

Mit Untertänigkeit

Scardanelli.

d. 24 Mai 1758.
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Eliot Weinberger: „Neulich in Amerika“
Herausgegeben von Beatrice Faßbender
Aus dem Englischen von Beatrice Faßbender, Eike Schönfeld und Peter Torberg
Berenberg Verlag € 16,00

Eliot Weinberger ist nicht nur einer der origi­nellsten Essayisten, er ist auch einer der schärfsten politischen Kommentatoren der USA. In seinen Texten über die Politik unter den Regierungen Bush und Trump lässt er die beiden Präsidenten zu Wort kommen.
Ich habe gleich mit dem zweiten Teil des Buch angefangen und bin erschüttert, fassunglos und aufgewühlt, wenn ich diese Originalzitate lese.
Weinberger beginnt, dass er andere Republikaner, in höchsten Ämtern, zitiert. Das, was diese Menschen sagen, ist unterirdisch schlecht, rassistisch, sexistisch, homophob, glänzt mit enormen Unwissen. Gleichzeitig schreibt Weinberger auf, in welche Betrügereien diese Politiker verstrickt sind.
Trumps Art zu reden, seine Wortwahl, seine narzisstische Gehässigkeit, haut dann dem Fass den Boden aus. Ich hätte mir das nicht so abgrundtief böse vorgestellt, um eines seiner Lieblingsworte zu benutzen.
Was mich sehr nachdenklich gemacht hat, ist, dass diese Männer gewählt worden sind. Was ist das für eine Gesellschaft? Wie muss es den Menschen gehen, die seit Jahren gegen diese Art von Menschenverachtung angehen und keinen Fuss auf den Boden bekommen? Wie muss es Obama und seinen Regierungsleute gehen, wenn sie sehen, wie all ihre Versuche, das Klima zu retten, die Bedingungen der Bevölkerung zu verbessern, wieder rückgängig und verschlechtert worden sind? Wenn das die Zukunft unserer Demokratie ist, wenn sich unsere Gesellschaften dort hin bewegen, ja dann Gute Nacht.

Schauen Sie bitte in die Leseprobe unter der Überschrift: „Zehn typische Tage in Trumps Amerika„.

4 Gedanken zu „Freitag, 17.Juli

  1. Wer ist denn dieser Hölderlin, der schon zwölf Jahre vor seine Geburt Gedichte schrieb?

    Irritierte Grüße,

    ThomasD.

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