Dienstag, 19.Februar

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Heute haben
Paul Zech * 1881
Giorgios Seferis * 1900 (Nobelpreis 1900)
Kay Boyle * 1902
Carson McCullers * 1917
Thomas Brasch * 1936
Siri Hustvedt * 1955
Helen Fielding * 1958
Jonathan Lethem * 1964
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Paul Zech

DER NEBEL fällt. Die Welt wird wieder klein.
Die Wälder rücken auch zusammen.
Bald wird um uns nur Dunkel sein
der Raum, woher wir alle stammen.

Herzu tritt auch das müdgejagte Reh,
es hat mich angsthaft angesehen.
Sein schneller Atem flockt so weiß wie Schnee,
kein Leid soll ihm geschehen.

Baum, Tier und ich:
Wir drei sind eins, dreieinig Du,
als wären wir seit Ewigkeiten schon

verbunden und verwoben.
Und nichts ist Unten mehr und nichts ist Oben,
gerundet deckt der Raum uns zu.
___________________________

1544

Julian Barnes: „Die einzige Geschichte“
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger
Kiepenheuer & Witsch Verlag € 22,00

Auch erhältlich als
Engl. Originalausgabe (The Only Story) € 12,00
Hörbuch, CD € 24,95
E-Book € 16,99
Hörbuch, MP3 € 19,95

Überall wurde diese neue Roman von Julian Barnes besprochen und wahrscheinlich haben Sie die Inhaltsangabe schon mehrfach gehört / gelesen.
Ein 19jähriger Jüngling verliebt sich in den sechziger Jahren in einem Londoner Vorort in eine 48jährige Frau, die verheiratet und Mutter zweier erwachsener Töchter ist. Diese Liebesbeziehung wird zu einem kleinen Skandal und die beiden ziehen in ein kleines Haus in London. Hier beginnt der erste Teil des Romanes. Frech und ironisch erzählt Barnes diese Zeit. So wie wir ihn seit Jahrzenten kennen. Im zweiten Teil ändert sich sein Ton. Susan, die Geliebte verfällt dem Alkohol und im dritten Teil wird das weitere Leben von Paul, bis zum Tod von Susan, erzählt. Julian Barnes zeigt eine enorme Bandbreite seines Schreibens und Denkens. Verlieben, Liebe, Scheitern, Glück und Vorwürfe ziehen sich durch alle drei Kapitel. Den letzten Teil können wir in weiten Teilen als einen Essay über die Liebe in ihren verschiedenen Phasen und Ausprägungen lesen, ohne dass Barnes die Fäden seiner Geschichte verliert. Zu Recht hat er dafür den Man Booker Prize bekommen.

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