Dienstag, 19.Juni

IMG_6017

Heute haben
Friedrich Theodor Vischer * 1807
Czeslaw Milosz * 1911 (Nobelpreis 1980)
Philippe Jacottet * 1925
Assia Djebar * 1936
Otto Sander * 1941
Juli Zeh * 1974
_____________________

Friedrich Theodor Vischer
Stille

Still, still, still!
Es schweiget Feld und See und Wald,
Kein Vogel singt, kein Fußtritt hallt;
Bald, bald
Kommt weiß und kalt
Der todte Winter
Über dich, Erde,
Und deine Kinder.
Auch du wirst still,
Mein Herz; der Sturm, der sonst so wild
Dich rüttelt, schweigt. Ein jedes Bild
Verhüllt.
Ganz, ganz gestillt
Liegst du im Schlummer.
Es schweigt die Freude,
Es schläft der Kummer.
Still, still, still!
Er kommt, er kommt, der stille Traum
Von einen. stillen kleinen Raum.
Kaum, kaum,
Du müder Baum,
Kannst du noch stehen.
Bald wird dich kein Auge
Mehr sehen.
___________________

Claudia Wiltschek berichtet:

alb-leisa-entwicklung-b

Am vergangenen Sonntag war „Tag der offenen Tür“ bei den „Alb- Leisa“ in Lauterach. Da wollte ich natürlich hin, habe ja noch nie gesehen, wie die Linse blüht und wächst. Anfang der 1980er begann die Familie Mammel mit dem Anbau von Linsen in Lauterach auf der Schwäbischen Alb. Seit 2001 bauen mehrere Bio-Höfe auf der Alb wieder Linsen an. Damit wurde eine Tradition wiederbelebt, die in den 1950er Jahren aufgrund des großen Arbeitsaufwandes bei Ernte und Reinigung und wegen niedriger Erträge ausgestorben war. Heute gehören 90 Bio-Höfe zu der Erzeugergemeinschaft „Alb- Leisa“, die gemeinsam auf ca. 300 Hektar Linsen und weitere traditionelle Feldfrüchte wie Buchweizen und Leindotter anbauen.

Linsenbluete_Alb-Leisa

Aber erst einmal gab es eine Führung durchs Haus mit den Vorrichtungen zum Trocknen und Sortieren der Linsen. Da wird gerüttelt und geschüttelt, um die Linsen von
Steinchen und Getreide zu trennen. Faszinierend nach welchen physikalischen Eigenschaften diese saubere Trennung gelingt.
Dann gings raus aufs Feld, aber wo sind da die Linsen? Ein Gerstenfeld liegt vor uns und erst bei genauem Hinsehen sieht man die kleinen zarten Linsenpflänzchen, die alleine nicht stehen können und deshalb eine andere Pflanze zum Festhalten wollen. Hier ist es Braugerste, die zum „Bergbier“ wird. Kleine zarte weisse Blüten werden zu Schoten, in denen gerade mal zwei Linschen reifen. Tja, bis da mal der Topf voll wird…….
Wunderschön auch das zarte Flattern von hunderten von Schmetterlingen über dem Feld. Insekten in Hülle und Fülle, die sich von den vielen Unkräutern ernähren, die hier noch in einer grossen Artenvielfalt wachsen dürfen. Herr Mammel meint dazu: „Leute esst Albleisa und dann habt ihr wieder Dreck auf der Windschutzscheibe“.
Für uns ein Grund mehr diese wunderbare schwäbische Nationalspeise im Laden anzubieten und natürlich das passende Buch dazu!

PHOTO-2018-06-18-15-52-35 PHOTO-2018-06-18-15-52-36

Und gerade erhalten wir die Nachricht, dass alle Linsen ausverkauft sind und erst ab September wieder im Handel erhältlich. Also auch bei uns im Buchladen.
Pssst: Wir haben noch ein paar Päckchen.
Das Buch ist auch ausverkauft und die Familie Mammel weiß nicht, ob sie nochmals nachdrucken.

SpaethsAlblinsen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s