Freitag, 4.Mai

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Heute haben
Friedrich Arnold Brockhaus * 1772
Gerlind Rheinshagen * 1926
Amos Oz * 1939
Graham Swift * 1949
David Guterson * 1956
Florian Illies * 1971
Geburtstag.
Aber auch Audrey Hepburn und Keith Haring.
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Heute auf dem Lyrikkalender:

Clemens Brentano
Der Spinnerin Nachtlied

Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl süßer Schall,
Da wir zusammen waren.

Ich sing‘ und kann nicht weinen
Und spinne so allein
Den Faden klar und rein,
So lang der Mond wird scheinen.

Da wir zusammen waren,
Da sang die Nachtigall,
Nun mahnet mich ihr Schall,
Daß du von mir gefahren.

So oft der Mond mag scheinen,
Gedenk ich dein allein,
Mein Herz ist klar und rein,
Gott wolle uns vereinen.

Seit du von mir gefahren,
Singt stets die Nachtigall,
Ich denk bei ihrem Schall,
Wie wir zusammen waren.

Gott wolle uns vereinen,
Hier spinn ich so allein,
Der Mond scheint klar und rein,
Ich sing und möchte weinen!
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Èric Battut:Mein kleines großes Geheimnis
Aus dem Französischen von Christiane Lawall
Annette Betz Verlag
Bilderbuch ab 3 Jahren

Der kleinen Maus fällt ein roter Apfel vor die Pfoten. Erstaunt und erfreut nimmt sie ihn und vergräbt ihn. „Das bliebt mein Geheimnis“, sagt sie.
Nach und nach kommen verschiedene Tiere und fragen, was denn die Maus da habe. Sie antwortet aber jedes Mal, dass das ihr Geheimnis sei.
Was sie allerdings nicht sieht, ist, dass hinter ihr aus der Erde etwas Grünes wächst, das einen braunen Stamm bekommt und grüne Blätter. An diesem Apfelbaum hängen dann viele Äpfel, die alle auf den Boden fallen, so dass für jedes Tier einer übrigbleibt.
Diese kleine Geschichte hat Èric Battut liebevoll illustriert, lässt viel freien Raum auf den Seiten und unterlegt das Wort Geheimnis mit einer anderen Farbe, so dass sich die Farben im Bild im Text widerspiegeln.

Leider habe ich keine Abbildungen gefunden, aber dieses kleine Video, in dem durchs das Buch geblättert wird.
Viel Vergnügen damit.


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Heute abend, 4.Mai um 19 Uhr
„Letters In Between“
Briefe von Hannah Arendt

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Installation und lecture-performance von und mit Marianne Hollenstein
mit Christiane Nothofer ( Schauspielerin, Köln ) und Markus Wirth ( E-Gitarre,
Ulm )
Bei LETTERS IN BETWEEN werden Malerei , Sprache und Musik
zusammengeführt.
Christiane Nothofer liest aus Briefen von Hannah Arendt ( deutsch-jüdische
Philosophin 1906-1975 ) an Heidegger, Blücher, Jaspers und ihre
Freundinnen wie Hilde Fraenkel und Helen Wolf . Sie wird Bezug nehmen
zum neuesten Buch : Wie ich einmal ohne Dich leben soll, mag ich mir nicht
vorstellen.
Markus Wirth begleitet die Texte und Briefe mit seinem Instrument , der EGitarre.
Zusammen ergeben sie einen Zusammenklang.
Gleichzeitig schreibt Marianne Hollenstein mit Kreide auf die
Fensterscheiben ihre Briefe. Im Speziellen entwickelt sie eine eigene Schrift.
Es entstehen Synergien zu den Worten von Hannah Arendt , zur Musik von
Markus Wirth und der Schrift von Marianne Hollenstein.
LETTERS IN BETWEEN wurde bereits vier Mal gezeigt: im Atelier
Hollenstein in Ulm, im Kunstverein Gera , im Kulturzentrum Almacén in Tel
Aviv und im alten Schlachthof in Basel.
Text von Marianne Hollenstein:
Ich arbeite spontan und lasse Zufälle passieren. Es ist ein unbewusster
Vorgang, wenn ich meine Briefe während der Performance male. Ich gehe
auf der Fensterscheibe , normalerweise auf grossen Papieren , spazieren,
wie in einer Landschaft.
Für mich ist in diesem Moment Kunst gleichzusetzen mit dem Denken.
In den Schaufenstern und im Raum in der Buchhandlung JASTRAM zeige ich
Arbeiten aus der Serie „ LETTERS IN BETWEEN „ . Es hängen
Zeitungspapierarbeiten frei im Raum und ergeben eine neue Ordnung.Diese
Papierarbeiten verbinden Malerei und Schrift. Es ist eine zeichenhafte
Malerei.

„Die Schrift ist gefährlich und sie gleicht darin der Malerei.“
Plato

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